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Cäcilia
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zuletzt 21. Sep.

Das Dilemma mit der Rollleine

Als ich gerade mit meinen beiden vom 🚴‍♂️🐕🐕 zurückkam , sah ich von weitem schon das Desaster : Frau mit Rollleine , daran ein Miniterrier . Der Mini sprang wild bellend auf uns zu , Frauchen kriegte die Rollleine nicht eingerollt , im Gegenteil, das letzte Stück rollte auch noch ab . Damit es kein Unglück gab , stieg ich vorsichtshalber vom Fahrrad . Rollleinen-Frauchen versuchte gleichermaßen verzweifelt wie erfolglos sowohl die Leine als auch den Hund unter Kontrolle zu bekommen. Was mir innerlich gut tat , meine beiden würdigten den Kläffer keines Blickes , sondern setzten ihren Weg entspannt fort .
Meine Frage an euch : was haltet ihr von Rollleinen ? Sollte es nicht besser eine ordentliche Anleitung dafür geben ?
 
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Ingo
17. Sep. 09:46
Meine Meinung: Rollleine ja – aber nur für Hunde, die auch ohne Leine zuverlässig hören. Damit meine ich, dass die Rollleine erst benutzt werden sollte, wenn der Hund die Leinenführigkeit verstanden und gelernt hat. Sie sollte lediglich zur „Absicherung“ oder an Orten eingesetzt werden, an denen Leinenpflicht herrscht. Den Stopper würde ich ehrlich gesagt am liebsten verbieten und ausbauen lassen. So würde die Rollleine endlich nur noch von Menschen genutzt werden, die verantwortungsbewusst damit umgehen – und vielleicht verliert die „böse Rollleine“ dann endlich ihren schlechten Ruf. 😉
Ich kann ganz gut mit der Rollleine umgehen und wenn ich absichtlich den Stopper hören lasse, bleibt mein Hund stehen und schaut zu mir. Der Stopper ersetzt auch unterwegs die Führerleine. Die Leine kann nichts dafür, wenn Menschen in der Hundehaltung überfordert sind.
 
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Daniela mit
17. Sep. 10:29
Ich kann ganz gut mit der Rollleine umgehen und wenn ich absichtlich den Stopper hören lasse, bleibt mein Hund stehen und schaut zu mir. Der Stopper ersetzt auch unterwegs die Führerleine. Die Leine kann nichts dafür, wenn Menschen in der Hundehaltung überfordert sind.
Da bin ich grundsätzlich bei dir: Die Leine selbst kann natürlich nichts dafür. 😄 Und wenn dein Hund den Stopper als Signal kennt und darauf zuverlässig reagiert, habt ihr ihn ja bewusst ins Training eingebaut.

Mein Punkt ist eher, dass der Stopper sehr oft dazu verleitet, den Hund einfach „abzubremsen“, anstatt vorher Leinenführigkeit und Kommunikation aufzubauen. Genau deshalb fände ich die Rollleine ohne Stopper sinnvoller – als Absicherung für einen Hund, der gelernt hat, sich am Menschen zu orientieren, und nicht als Ersatz für diese Erziehung.
 
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Kirsten
17. Sep. 10:37
Da bin ich grundsätzlich bei dir: Die Leine selbst kann natürlich nichts dafür. 😄 Und wenn dein Hund den Stopper als Signal kennt und darauf zuverlässig reagiert, habt ihr ihn ja bewusst ins Training eingebaut. Mein Punkt ist eher, dass der Stopper sehr oft dazu verleitet, den Hund einfach „abzubremsen“, anstatt vorher Leinenführigkeit und Kommunikation aufzubauen. Genau deshalb fände ich die Rollleine ohne Stopper sinnvoller – als Absicherung für einen Hund, der gelernt hat, sich am Menschen zu orientieren, und nicht als Ersatz für diese Erziehung.
Wenn die Rollleine nur als Notnagel fungiert, wie sichert man den Hund im Notfall ohne Stopper ab, wenn doch mal etwas ist, wo Kommunikation nicht greift?
 
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Ingo
17. Sep. 10:52
Da bin ich grundsätzlich bei dir: Die Leine selbst kann natürlich nichts dafür. 😄 Und wenn dein Hund den Stopper als Signal kennt und darauf zuverlässig reagiert, habt ihr ihn ja bewusst ins Training eingebaut. Mein Punkt ist eher, dass der Stopper sehr oft dazu verleitet, den Hund einfach „abzubremsen“, anstatt vorher Leinenführigkeit und Kommunikation aufzubauen. Genau deshalb fände ich die Rollleine ohne Stopper sinnvoller – als Absicherung für einen Hund, der gelernt hat, sich am Menschen zu orientieren, und nicht als Ersatz für diese Erziehung.
Der Stopper ist sinnvoll und kein Ersatz für die Erziehung. Ich finde ein Verbot sehr übergriffig. Die Leute, die du beschreibst, sind auch ohne Leine unterwegs.
 
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Bärbel
17. Sep. 10:55
Ich finde es äußerst bedauerswert und kleingeistig wie schnell Hundehalter mittels äußerer Merkmale (Leine) in Schubladen gepackt werden. Jede Leinenart hat seine Vorteile und Nachteile. Je nach Hundeart und Training hatte ich schon alles in Gebrauch und ich bin froh, dass wir heute so viele Möglichkeiten haben. Sieht man ja wunderbar an diesem Thread und der Ausdrucksweise, dass hier nicht beurteilt, sondern verurteilt wird. Ähnliche Situationen kenne ich genauso mit Schleppleinen und Führleinen. Ursprünglich sind oft schlechte Reaktionszeiten (nicht vorausschauend gehen) und rutschige Leinen. Ebenso steht - meiner Meinung nach - die Leinenart in keinem Zusammenhang mit dem Trainingszustand des Hundes.
Dem ist nichts hinzuzufügen!!!
Mir geht es wie dir. Ich kann dem Ton in dem Thread nichts abgewinnen. Schuld und blöd sind fast IMMER die anderen.
Wie du schon sagtest "bedauernswert und kleingeistig"
 
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Daniela mit
17. Sep. 11:01
Wenn die Rollleine nur als Notnagel fungiert, wie sichert man den Hund im Notfall ohne Stopper ab, wenn doch mal etwas ist, wo Kommunikation nicht greift?
Hmm, gute Frage … Tatsächlich kenne ich diese Situation aus eigener Erfahrung nicht, weil bei meinem Hund ein zuverlässiges Abbruchsignal aufgebaut wurde, das bisher noch nie versagt hat.

Aber ja, für den absoluten Notfall ist der Stopper natürlich ein Argument.

Wobei ich es mir ehrlich gesagt auch ziemlich unangenehm und schmerzhaft vorstelle, wenn ein Hund mit ordentlich Tempo in die Rollleine rennt und dann abrupt über den Stopper ausgebremst wird.

Vielleicht liegt genau da für mich der entscheidende Punkt:
Der Stopper sollte wirklich die absolute Notbremse sein – und nicht das Mittel, mit dem der Hund im Alltag geführt wird.
 
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Daniela mit
17. Sep. 11:03
Der Stopper ist sinnvoll und kein Ersatz für die Erziehung. Ich finde ein Verbot sehr übergriffig. Die Leute, die du beschreibst, sind auch ohne Leine unterwegs.
Dass der Stopper sinnvoll eingesetzt werden kann, sehe ich durchaus – gerade als Notbremse. Mein „verbieten“ war bewusst überspitzt formuliert. 😉

Mir geht es vielmehr um die Art der Nutzung. Wenn der Stopper ständig dazu dient, den Hund auf Distanz zu kontrollieren, abzubremsen oder fehlende Kommunikation zu ersetzen, sehe ich das kritisch.

Und klar: Verantwortungslose oder überforderte Hundehalter gibt es genauso mit Führleine oder ganz ohne Leine. Die Rollleine ist nicht die Ursache des Problems. Für mich sollte sie aber auch nicht das Werkzeug sein, das mangelnde Erziehung kompensiert.
 
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Daniela mit
17. Sep. 11:12
Von meiner Seite wird niemand anhand der Leine verurteilt, die er führt. Wenn überhaupt, beurteile ich den Umgang damit.

Bei uns zu Hause kommen selbst verschiedene Leinen zum Einsatz – Führleine, Schleppleine und Rollleine. Jede davon hat für mich ihre Berechtigung, ihren Sinn und ihren Zweck.

Entscheidend ist für mich nicht, welche Leine am Hund hängt, sondern wie und wofür sie eingesetzt wird. Eine Leine ersetzt weder Erziehung noch Kommunikation – egal, um welche Art von Leine es sich handelt.
 
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Silke
17. Sep. 11:42
Also ich denke es geht im die Flexi? Also, ich habe eine Narbe an der Wade durch das Zusammentreffen mit einem Flexileinen Hund. Dann kam es in meiner Nachbarschaft zu einen Vorfall. Beide Hundebesitzer hatten ihr Knöpfchen nicht gedrückt. Der kleine, laute Hund ist jetzt tot. Deswegen halte ich gar nichts davon, gerade wenn andere Hunde und Menschen anwesend sind wegen der Verletzungsgefahr.
 
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Carola
17. Sep. 12:14
Da bin ich grundsätzlich bei dir: Die Leine selbst kann natürlich nichts dafür. 😄 Und wenn dein Hund den Stopper als Signal kennt und darauf zuverlässig reagiert, habt ihr ihn ja bewusst ins Training eingebaut. Mein Punkt ist eher, dass der Stopper sehr oft dazu verleitet, den Hund einfach „abzubremsen“, anstatt vorher Leinenführigkeit und Kommunikation aufzubauen. Genau deshalb fände ich die Rollleine ohne Stopper sinnvoller – als Absicherung für einen Hund, der gelernt hat, sich am Menschen zu orientieren, und nicht als Ersatz für diese Erziehung.
Vorausschauend benutzt kann der Stopper sehr nützlich sein! Wenn ich meine Hunde an der Flexi Leine habe und den Abstand verkürzen möchte, dann rufe ich sie zu mir und wenn sie bei mir sind drücke ich auf den Stopper.
Dann müssen sie eben mal auch unterschiedlichsten Gründen( kleine Kinder, kläffende Hunde, Fahrräder, Autos und so weiter) bei mir bleiben.
An der Straße und in der Stadt nutze ich grundsätzlich keine Flexi Leine. Bei uns kommt sie am Strand bei Leinenpflicht, in der Brut und Setzzeit, im Wald und bei Läufigkeit zum Einsatz.
Und nein sie ist auch keine 100 m lang sondern sie ist 5 m lang und in der Regel nutzen die Hunde die Länge nie ganz aus.