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Katrin
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zuletzt 2. Juni

Qualzucht - Warum Aufklärung alleine nicht reicht

Noch nie wurde soviel Aufklärung betrieben wie heutzutage und trotzdem steigt die Anzahl an Qualzuchthunden. Durch Zufall bin ich auf einen Artikel gestoßen den ich hier gerne teilen möchte, quasi als Diskussionsgrundlage. https://kynologisch.net/qualzucht-psychologie-2/ Es ist etwas viel eröffnet einem aber eine neue Sicht auf das Problem und warum das durch einfaches Aufklären nicht lösbar ist. Mich würde interessieren ob diese Erklärung für euch nachvollziehbar ist? Welche Schlüsse ihr daraus zieht und ob sich eure Meinung über das halten von Qualzuchten dadurch ändert oder nicht? Wie immer bitte lieb und freundlich bleiben und bedenkt bitte das Qualzucht nicht nur brachyzephale Rassen betrifft. Liebe Grüße eure Katrin J. https://www.ardmediathek.de/video/story/leiden-auf-vier-pfoten-zuechten-wir-unsere-haustiere-kaputt/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIyNjQ4MTg
 
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Katja
25. Sep. 12:11
Jetzt hat’s mich doch mal interessiert und scheinbar ist der VDH inzwischen auch mal auf dem richtigen Weg:

https://tierschutz.vdh.de/tierschutzhundeverordnung

Es gibt Rasselisten von Rassen, die eine tierärztliche Untersuchung explizit nachweisen müssen. Da wird z.B. auch explizit nach pathologischen Atemgeräuschen gefragt!
Und auf den Ausstellungen wird dann nochmal stichprobenartig überprüft… oder wenn’s dem anwesenden Tierarzt komisch vorkommt.
Das hört sich doch schonmal nicht schlecht an!🤗

Dann war wohl der VDH-Typ im Interview (glaube war letztes Jahr im Rahmen des neuen Tierschutzgesetzes… kann mich aber auch irren) nicht richtig informiert, als er diesen Spruch in den Raum stellte. Oder es war ein älterer Beitrag reingeschnitten: gibts ja erst seit 2023, diese Untersuchung. Die Presse greift ja auch gerne mal ins Archiv…
 
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Thomas
25. Sep. 12:34
Jetzt hat’s mich doch mal interessiert und scheinbar ist der VDH inzwischen auch mal auf dem richtigen Weg: https://tierschutz.vdh.de/tierschutzhundeverordnung Es gibt Rasselisten von Rassen, die eine tierärztliche Untersuchung explizit nachweisen müssen. Da wird z.B. auch explizit nach pathologischen Atemgeräuschen gefragt! Und auf den Ausstellungen wird dann nochmal stichprobenartig überprüft… oder wenn’s dem anwesenden Tierarzt komisch vorkommt. Das hört sich doch schonmal nicht schlecht an!🤗 Dann war wohl der VDH-Typ im Interview (glaube war letztes Jahr im Rahmen des neuen Tierschutzgesetzes… kann mich aber auch irren) nicht richtig informiert, als er diesen Spruch in den Raum stellte. Oder es war ein älterer Beitrag reingeschnitten: gibts ja erst seit 2023, diese Untersuchung. Die Presse greift ja auch gerne mal ins Archiv…
Also "auf den richtigen Weg" sieht für mich leider anders aus....

Der Text versucht das geltende Recht zu relativieren und alles als "Einzelfall" darzustellen.

Zitat aus dem Text:
"Zu beurteilen ist dies bezogen auf das einzelne Tier, nicht auf die Rasse.

Der VDH unterstützt das Anliegen, die Ausstellung von Hunden mit erblichen Krankheitsmerkmalen zu verhindern. Leider ist das Ausstellungsverbot des § 10 TierSchHuV auslegungsbedürftig, was in der Vergangenheit teilweise zu sachlich nicht gerechtfertigten und überzogenen Auslegungen der Vorschrift geführt hat. So wurden teilweise undifferenzierte pauschale Untersuchungspflichten für alle Hunde, die auf Hundeausstellungen gezeigt werden, angeordnet. In manchen Fällen wurden hierbei weiterführende, für die untersuchten Hunde belastende Untersuchungen gefordert.

Pauschale Untersuchungspflichten und belastende Untersuchungen sind nicht Gegenstand der Tierschutz-Hundeverordnung und der VDH widerspricht überzogenen Auflagen, die nicht im Sinne des Tierwohls sind, und setzt sich stattdessen für eine gezielte, angemessene Umsetzung der Vorschrift ein."
 
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Katja
25. Sep. 13:26
Also "auf den richtigen Weg" sieht für mich leider anders aus.... Der Text versucht das geltende Recht zu relativieren und alles als "Einzelfall" darzustellen. Zitat aus dem Text: "Zu beurteilen ist dies bezogen auf das einzelne Tier, nicht auf die Rasse. Der VDH unterstützt das Anliegen, die Ausstellung von Hunden mit erblichen Krankheitsmerkmalen zu verhindern. Leider ist das Ausstellungsverbot des § 10 TierSchHuV auslegungsbedürftig, was in der Vergangenheit teilweise zu sachlich nicht gerechtfertigten und überzogenen Auslegungen der Vorschrift geführt hat. So wurden teilweise undifferenzierte pauschale Untersuchungspflichten für alle Hunde, die auf Hundeausstellungen gezeigt werden, angeordnet. In manchen Fällen wurden hierbei weiterführende, für die untersuchten Hunde belastende Untersuchungen gefordert. Pauschale Untersuchungspflichten und belastende Untersuchungen sind nicht Gegenstand der Tierschutz-Hundeverordnung und der VDH widerspricht überzogenen Auflagen, die nicht im Sinne des Tierwohls sind, und setzt sich stattdessen für eine gezielte, angemessene Umsetzung der Vorschrift ein."
Ja, dieser Eindruck entstand bei mir auch… auch die Tatsache, dass sich das alles unter einen komplett anderen Webseite (https://tierschutz.vdh.de/) befindet, nicht unter vdh.de, macht mich stutzig.
Und in der Ausstellungsordnung steht auch keinerlei Hinweis auf die nötigen Untersuchungen.🤔

Für mich sieht das so aus (wenn ich böse denke), als könnte man‘s schnell wieder „rausoperieren“, wenn sich der ganze Wirbel wieder beruhigt…

Aber egal: faktisch werden jetzt Untersuchungen gefordert und auch direkt auf der Ausstellung überprüft, d.h. Tierärzte haben zum ersten Mal eine Handhabe!😀

Ob die jetzt wieder entsprechend agieren steht natürlich auch auf einem anderen Blatt… aber ich sehe‘s erstmal grundsätzlich als Verbesserung!
 
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Lisa
25. Sep. 16:46
Das braucht kein einziges Wort mehr....
Das macht einen doch immer wieder sprachlos. Danke fürs teilen auf der Pinnwand.
Leider mit nicht annähernd so vielen likes, wie besagte Rassen sie für ihre niedlichen Bilder bekommen 😮‍💨
 
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Lisa
25. Sep. 16:48
Immerhin: hab letztens auf der Gassirunde nen Frenchy getroffen und der war zwar vom Züchter, aber wenigstens operiert! Frauchen meinte auch, dass sie seitdem deutlich besser drauf ist… und komischerweise weniger reaktiv auf andere Hunde reagiert -> wiederkehrende Geruchsempfindung…?🤔 Mir ist immer wichtig, wenn ich jemanden mit Brachy treffe, ihm zumindest die Idee in den Kopf zu pflanzen, dass man das Leben des Hundes chirurgisch erleichtern kann… Schlimm fand ich, dass sie sich trotz der ganzen Kosten & Probleme wieder einen Frenchy holen würde…😳
Ich habe schon oft gehört, dass manche bei der Anschaffung eines Frenchys die Atemwegs OPs schon vorher mit einplanen.

Sie wissen es, aber unterstützen das weiter.
 
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Lisa
25. Sep. 16:49
Wo wir wieder beim Titel wären, dass Aufklärung einfach nicht reicht. Kein Dokus, keine Flyer beim Tierarzt, keine extra Steuer, kein Sachkundenachweis, keine Anfeindungen auf der Straße usw usw. Diese Hunde sind ihren Fans so viel wert, sie nehmen alles in Kauf. Unsummen an Geld, Tierarztbesuche, Stress. Es muss ein Zucht und Haltungsverbot her.
Genau so!
 
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Katrin
25. Sep. 16:51
https://www.instagram.com/reel/DPB_Zi4Dedx/?igsh=MWV1b2FlNTJxdzB5MA==

Thema Rückzüchtung
 
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Lisa
25. Sep. 16:59
https://www.instagram.com/reel/DPB_Zi4Dedx/?igsh=MWV1b2FlNTJxdzB5MA== Thema Rückzüchtung
Diese Seite macht eine sehr gute Aufklärungsarbeit. Davon teile ich auch immer wieder die Videos.

Ich kenne einen "Retromops" bei dem trotzdem laute Atemgeräusche zu hören sind. Er hat auch schon fast keine Zähne mehr, weil sich ganz viele im Kiefer verschoben und gelockert haben. Er ist gerade mal 5.

Das mit den Rückzüchtungen funktioniert einfach nicht.
Dann hat man maximal Hunde mit etwas weniger Problemen, wie zb in der Wirbelsäule/Keilwirbel, aber es sind eben immernoch viel zu viele Probleme übrig.
 
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Lisa
25. Sep. 19:46
https://share.google/95nYeJBt53N1I7JnT
 
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Kristina
25. Sep. 22:21
Ich bin 2x im Jahr in Do auf der VDH Ausstellung im Rahmen der Messe. ( als Zuschauer ) Bestimmte Rassen, bspw Frenchies dürfen dort garnicht mehr ausgestellt werden. Seit 2 Jahren oder so, glaube ich. Bei Anderen, zB SharPei wird jedes Tier auf dem Gelände vom Amtsvet angeschaut, ob Qualzucht Merkmale vorliegen.
Aber in der ARD-Doku von Eingangstext waren definitiv Frenchies auf der VDH Ausstellung (glaube iwo Süddeutschland) und wurden premiert...
Da macht dann auch jeder Landesverband was eigenes oder wie?