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Katrin
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heute 06:20

Qualzucht - Warum Aufklärung alleine nicht reicht

Noch nie wurde soviel Aufklärung betrieben wie heutzutage und trotzdem steigt die Anzahl an Qualzuchthunden. Durch Zufall bin ich auf einen Artikel gestoßen den ich hier gerne teilen möchte, quasi als Diskussionsgrundlage. https://kynologisch.net/qualzucht-psychologie-2/ Es ist etwas viel eröffnet einem aber eine neue Sicht auf das Problem und warum das durch einfaches Aufklären nicht lösbar ist. Mich würde interessieren ob diese Erklärung für euch nachvollziehbar ist? Welche Schlüsse ihr daraus zieht und ob sich eure Meinung über das halten von Qualzuchten dadurch ändert oder nicht? Wie immer bitte lieb und freundlich bleiben und bedenkt bitte das Qualzucht nicht nur brachyzephale Rassen betrifft. Liebe Grüße eure Katrin J. https://www.ardmediathek.de/video/story/leiden-auf-vier-pfoten-zuechten-wir-unsere-haustiere-kaputt/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIyNjQ4MTg
 
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Lisa
19. Sep. 16:02
Was sagt das über uns Menschen aus, dass man echt hart überlegen muss, was wir (noch) nicht verpfuscht haben? Traurig....
Eigentlich schon richtig mies 🙈
 
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Katrin
19. Sep. 16:04
Ist bei meiner auch so😂 1.aufessen 2.trinken 3.mit der nassen Zunge den Napf noch auswischen
Das saufen spart sie sich. Im Napf landet hier nur Nassfutter. Für Trockenfutter muss sie was tun😅
 
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Lisa
19. Sep. 16:20
Gibt es denn Rassen, die überdurchschnittlich oft bei Tierärzten/Physio auftauchen, die man jetzt nicht sofort wegen allseits bekannter Probleme dort vermuten würde? Also nicht die klassischen Top 5 der Qualzuchten, sondern Rassen, bei denen die Problematiken noch nicht so bekannt sind. Würde mich interessieren.
Mit physio hab ich bis jetzt noch keine Erfahrung. Ich kenne aber viele, die einfach vorsorglich immer mal hingehen. Möchte mit Luna demnächst auch mal hin und sie mal von der Physio-Sicht abchecken lassen.
 
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Sina
19. Sep. 16:21
Das muss man natürlich mittels bildgebender Verfahren korrekt diagnostizieren, klar. Aber von der Symptomatik her sieht man es ganz oft schon in den Gangbildern der Hunde, der Anfangsverdacht ist schnell da. Wenn ich durch die Straßen einer Stadt laufe und „spaßeshalber“ mal nach den Hunden schaue: von so vielen Hunden (9 von 10) möchte ich behaupten, dass das Gangbild nicht physiologisch, sondern in irgendeiner Form auffällig erscheint. Und es erschreckt mich sehr. Vor allem, wenn ich dann gleichzeitig daran denke, dass die BesitzerInnen, die diese Hunde an der Leine oder auch ohne Leine führen, entweder nicht das sehen was ich sehe oder - was ich noch schlimmer finde - es nicht sehen WOLLEN, „weil nicht sein kann was nicht sein darf“. Ich kann das nicht mal am Alter der Hunde festmachen. Da sind junge wie ältere betroffen.
Danke, ja ich denke mir auch oft, dass der ein oder andere Hund ziemlich "unrund" läuft, ohne ausmachen zu können woran es liegt.

Ich bin beruflich öfter im Ausland unterwegs, und ganz besonders fällt mir das in der UK auf. Bei meinen letzten Besuchen in London, habe ich keinen einzigen Rassehund gesehen, der ein normales Gangbild hatte. Klar, die haben auch viele extreme Qualzuchten, aber das Bewusstsein dafür scheint auch bei gesunden Rassen zu fehlen.

Ich war einmal im Gespräch mit einer Halterin eines jungen Beagles, der die Hinterbeine quasi nur noch abwechselnd hinterherzog. Da hiess es sinngemäß nur, ja der humpelt manchmal doof rum, ist halt so, ist von einem guten, renommierten Züchter. Wirklich durchgecheckt wurde der aber wohl nie.

Aber da fand ich es auch schon immer so verdächtig, dass es so viele reinrassige Hunde betrifft, die kaum noch richtig laufen können.
 
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Lisa
19. Sep. 16:27
Das saufen spart sie sich. Im Napf landet hier nur Nassfutter. Für Trockenfutter muss sie was tun😅
Luna bekommt rohfleisch mit Gemüse und da sind meistens die kleinen Möhrenreste am Rand übrig, die von ihr noch ausgewischt werden müssen 😂
Ein gutes Trockenfutter haben wir auch als Leckerli zum erarbeiten.
 
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Dogorama-Mitglied
19. Sep. 16:27
Danke, ja ich denke mir auch oft, dass der ein oder andere Hund ziemlich "unrund" läuft, ohne ausmachen zu können woran es liegt. Ich bin beruflich öfter im Ausland unterwegs, und ganz besonders fällt mir das in der UK auf. Bei meinen letzten Besuchen in London, habe ich keinen einzigen Rassehund gesehen, der ein normales Gangbild hatte. Klar, die haben auch viele extreme Qualzuchten, aber das Bewusstsein dafür scheint auch bei gesunden Rassen zu fehlen. Ich war einmal im Gespräch mit einer Halterin eines jungen Beagles, der die Hinterbeine quasi nur noch abwechselnd hinterherzog. Da hiess es sinngemäß nur, ja der humpelt manchmal doof rum, ist halt so, ist von einem guten, renommierten Züchter. Wirklich durchgecheckt wurde der aber wohl nie. Aber da fand ich es auch schon immer so verdächtig, dass es so viele reinrassige Hunde betrifft, die kaum noch richtig laufen können.
Ja, ich stimme dir vollkommen zu. Wobei ich die Story mit dem armen Beagle schon mehr als fahrlässig empfinde, sondern eher als „unterlassene Hilfeleistung“ 🫣.

Dafür musst du nicht nur in London gucken gehen, da reicht Passau, Brüssel oder eine andere beliebige Stadt völlig aus. Fast nur Rassehunde, überwiegend die Top 5 bis 10 der mehr als problematischen Züchtungen (um das Wort „Qual“ jetzt bewusst zu vermeiden) und nahezu ALLE mit auffälligen Gangbildern.

Als ich aus Brüssel zurück war, hab ich in mein Netzwerk geschrieben: lasst uns alle nach Brüssel aufbrechen - da haben wir die nächsten 10 Jahre mehr als genug zu tun. Aber sowas von!

Es ist zum Weinen. Denn hinter jedem unphysiologischen Gangbild steht Leid und Schmerz.

Ein Hundekörper kompensiert sehr lange sehr viel. Bis es auffällt, ist schon im Vorfeld sehr viel „gelaufen“ und versteckt worden. Da kommt nichts „von heute auf morgen aus dem Nichts“. Weder das Gangbild noch die allzu häufigen Bandscheibenvorfälle. Die haben sämtlich einen Grund, den ein Besitzer / eine Besitzerin übersehen hat.

Ach, Sina, ich bedanke mich für deine Fragen! Denn es gibt mir die Gelegenheit, das mal sachlich in Worte zu fassen und zu begründen, worunter ich im Hinblick auf die Hundegesundheit oft leide … Es geht mir - so wie dir auch - immer um den Hund!
 
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Dogorama-Mitglied
19. Sep. 16:32
Das muss man natürlich mittels bildgebender Verfahren korrekt diagnostizieren, klar. Aber von der Symptomatik her sieht man es ganz oft schon in den Gangbildern der Hunde, der Anfangsverdacht ist schnell da. Wenn ich durch die Straßen einer Stadt laufe und „spaßeshalber“ mal nach den Hunden schaue: von so vielen Hunden (9 von 10) möchte ich behaupten, dass das Gangbild nicht physiologisch, sondern in irgendeiner Form auffällig erscheint. Und es erschreckt mich sehr. Vor allem, wenn ich dann gleichzeitig daran denke, dass die BesitzerInnen, die diese Hunde an der Leine oder auch ohne Leine führen, entweder nicht das sehen was ich sehe oder - was ich noch schlimmer finde - es nicht sehen WOLLEN, „weil nicht sein kann was nicht sein darf“. Ich kann das nicht mal am Alter der Hunde festmachen. Da sind junge wie ältere betroffen.
9 von 10 Hunden! Was ist denn das häufigste Problem, dass du so siehst?
Lucy geht zum Beispiel an der Leine öfter mal im Pass. Im Freilauf aber nicht. Physiologisch hat sie nix, ich bin eher zu langsam oder zu schnell und die Leine nervt sie an der Schulter, am Popo oder an der Rute.

Das weiß ja aber ein Außenstehender nicht, dass sie sonst ganz normal läuft.
 
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Dogorama-Mitglied
19. Sep. 16:34
9 von 10 Hunden! Was ist denn das häufigste Problem, dass du so siehst? Lucy geht zum Beispiel an der Leine öfter mal im Pass. Im Freilauf aber nicht. Physiologisch hat sie nix, ich bin eher zu langsam oder zu schnell und die Leine nervt sie an der Schulter, am Popo oder an der Rute. Das weiß ja aber ein Außenstehender nicht, dass sie sonst ganz normal läuft.
Wenn der Passgang tatsächlich (!?) diesen erklärlichen Grund hat, ist doch alles in Ordnung❣️

Das häufigste Problem habe ich weiter unten schon als „Lumbosacrales Syndrom“ beschrieben.

Sagen wir so: wenn ein Hund nicht alle vier Gliedmassen in einem korrekten Schritt (= Gangart) gleichmäßig belastet oder nicht über allen vier Gliedmaßen ordentlich steht (alle Beine gleichmäßig *unter* dem Körperstamm verteilt steht), dann kann man bereits von orthopädischen oder anderen Problemen ausgehen.
 
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Dogorama-Mitglied
19. Sep. 16:36
Wenn der Passgang tatsächlich (!?) diesen erklärlichen Grund hat, ist doch alles in Ordnung❣️ Das häufigste Problem habe ich weiter unten schon als „Lumbosacrales Syndrom“ beschrieben. Sagen wir so: wenn ein Hund nicht alle vier Gliedmassen in einem korrekten Schritt (= Gangart) gleichmäßig belastet oder nicht über allen vier Gliedmaßen ordentlich steht (alle Beine gleichmäßig *unter* dem Körperstamm verteilt steht), dann kann man bereits von orthopädischen oder anderen Problemen ausgehen.
Das hab ich übersehen, sorry.
 
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Dogorama-Mitglied
19. Sep. 16:39
Das hab ich übersehen, sorry.
Ich habe meine Antwort noch einmal erweitert.

Und ich füge hinzu: bei den Kleinrassen siehst du als auffälligstes Merkmal Patellaluxationen.

Bei den Grossen ist es die Hüft- und Ellenbogendysplasie.

Ganz klassisch nach dem medizinischen Grundsatz „Häufiges ist häufig“.

Und ja, das siehst du im Gangbild. Und der Verdacht muss natürlich mittels Diagnostik erhärtet werden.