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Sabine
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Anzahl der Antworten 31
zuletzt 12. Jän.

Ohrenentzündung

Ich bräuchte mal euer Wissen bzw. eure Erfahrung, denn ich weiß nicht mehr weiter. Meine siebenjährige Zwergspitzhündin Luna kämpft seit Wochen mit einer Otitis media ( Mittelohrentzündung).Für die ganze Geschichte muss ich ein bisschen weiter ausholen. Luna wurde im Juli 2024 geimpft u.a. Tollwut ( was ich eigentlich gar nicht wollte) Ca. 4 Wochen später entwickelte sich ein starker Juckreiz und sie kratzte und biss sich die Haut wund. Erste Diagnose Grasmilben. Dafür bekam sie etwas vom Tierarzt; keine Besserung der Symptome. Danach Verdacht auf Allergie; ich sollte auf Ziege umstellen und sie bekam alle 4 Wochen Cytopoint und ich sollte sie 3 mal in der Woche mit cutamed Shampoo baden. Am Anfang half dies ganz gut aber mit der Zeit wurden die Abstände zum erneuten Juckreiz immer kürzer. Zusätzlich hatte sie im Dezember 2024 eine ziemlich starke Entzündung des äußeren Gehörgangs die mit Antibiotikum und Ohrentropfen behandelt wurde. Daraufhin wechselte ich den Tierarzt. Der neue Tierarzt meinte einen Hauttest könnte man nach all dem Cortison nicht mehr machen und verschrieb Apoquel. Nach ca 1 Woche bekam sie hohes Fieber und ich fuhr mit ihr in die Tierklinik. Ihr CRP Wert war über 10 und das Blutbild zeigte eine Leukopenie und Neutropenie und erhöhte Leberwerte ( vom vielen Cortison). Sie musste dort bleiben und wurde mit Marbocyl behandelt. Nach zwei Tagen durfte sie wieder nach Hause und zum Ende der Antibiotikabehandlung war alles wieder gut. Nur die Allergie war wieder da. Das Kratzen war besser dafür knabberte sie ständig an den Pfoten. Nun bekam ich Numelvi verschrieben. Ende Novemer 2025 dann eine Blasenentzündung (lt. Arzt wahrscheinlich durch die Läufigkeit)Sie bekam Antibiotikum verschrieben was aber das Fieber nicht senkte. Gebärmutter war lt. Ultraschall in Ordnung. Bei der neurologischen Untersuchung schnappte Luna nach der Tierärztin. Daraufhin wurde ich sofort zur Liquorpunktion in die Tierklinik geschickt. Ihr Verdacht war eine Gehirnhautentzündung die durch eine Autoimmunerkrankung ausgelöst wird. In der Tierklinik wurde ihr Blut genommen und die Blutwerte waren wie drei Monate zuvor. CRP über 10 und Leukopenie und Neutropenie. Wieder Marbocyl und Klinikaufenthalt. Die Gehirnwasseruntersuchung brachte kein eindeutiges Ergebnis da die Entnahme so schlecht ausgeführt wurde das Blut mit im Wasser war. Der Verdacht der Gehirnhautentzündung bestätigte sich nicht. Im MRT wurde im linken Ohr eine Otities media ( Mittelohrentzündung) festgestellt; ob die aber für die Symptome zuständig ist, ist lt. Arztbericht fraglich. Der Crp Wert und das Fieber sank und sie durfte nach 2 Tagen nach Hause. Die Leberwerte waren auch wieder leicht erhöht. Leukozyten und Neutrophile wieder im Normalbereich. CRP Wert war bei acht. Sie sollte das Antibiotikum plus Novalmin plus Magenschutz weiter nehmen bis der CRP Wert bei 0- 1 ist. Weiterbehandlung durch den Haustierarzt. Am 18. Dezember Blutentnahme CRP Wert bei 1,38. Weiter Antibiotikum und Novalmin auf 1/4 früh und Abend reduzieren. Am 29. Dezember CRP Wert immer noch bei 1,38. Antibiotikum weiternehmen. Am 8. Januar CRP wieder bei 2,0. Ich soll das Antibiotikum immer noch weitergeben und am Donnerstag zur Kontrolle kommen. Macht das für euch noch Sinn? Ich habe gehört das sich Mittelohrentzündungen über Wochen und sogar Monate hinziehen können aber wenn der Wert wieder steigt ist das doch ein Zeichen das das Antibiotikum nicht mehr wirkt. Sie hat nach wie vor auch noch eine wund Pfote von knabbern und außerdem Anzeichen einer Scheinträchtigkeit( Nestbau) aber das interessiert die Ärztin nicht. Was würdet ihr tun? Hat jemand von euch Erfahrung mit Mittelohrentzündung und kann mir weiterhelfen. Entschuldigt den langen Text aber ich dachte zum Verständnis wäre das wichtig. Liebe Grüße Sabine
 
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Melissa
12. Jän. 07:20
Ich würde auch definitiv auf Mittelmeer Krankheiten testen lassen. Das Geld was es kostet um dahingehend Gewissheit zu haben ist es alle Male wert. Verschiedene dieser Krankheiten sind sowohl für Hauptprobleme als auch leberveränderungen bekannt.
Das mit dem hydrolisierten Futter finde ich auch super und würde es bei möglicher Allergie bei meinem eigenen auch direkt machen.

Hat sie denn Symptome der mittelohrentzündung? Wenn das ja nur ein zufallsbefund ohne Symptomatik war würde ich da gar nicht behandeln. Ich würde die antibiose absetzen, Darm aufbauen, was für die Leber geben und in regelmäßigen Abständen einfach Werte kontrollieren lassen.

Ich drücke euch ganz fest die Daumen das klingt ja nach einer unglaublich tortur. Hoffentlich hat das bald ein Ende. Ob mit oder ohne Diagnose, Hauptsache allen geht es gut
 
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amma
12. Jän. 08:55
Einen erhöhten CRP Wert ohne Leucozytose und vorhandene Allergiesymptomatik hatte mein Hund. Das kann auf einen unerkannten Mastzelltumor hinweisen. Sprich deinen Arzt mal darauf an. Bei uns wurde das auch erst ( leider zu spät) in der Tierklinik diagnostiziert.
Dazu würde auch der Juckreiz passen. Mastzellen schütten Histamin aus.
 
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Sabine
12. Jän. 09:10
Dazu würde auch der Juckreiz passen. Mastzellen schütten Histamin aus.
Das ist das Letzte was ich jetzt noch brauchen würde. Aber sie wurde eigentlich bei Beiden Tierklinikaufenthalten gründlich untersucht. Ultraschall vom kompletten Bauchraum, Mrt, Ct und dann wäre der Juckreiz doch immer da und nicht immer wieder verändert. Und den Juckreiz haben wir seit ich fast ausschließlich Ziege füttere bis auf die eine Vorderpfote recht gut im Griff.
 
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amma
12. Jän. 09:25
Das ist das Letzte was ich jetzt noch brauchen würde. Aber sie wurde eigentlich bei Beiden Tierklinikaufenthalten gründlich untersucht. Ultraschall vom kompletten Bauchraum, Mrt, Ct und dann wäre der Juckreiz doch immer da und nicht immer wieder verändert. Und den Juckreiz haben wir seit ich fast ausschließlich Ziege füttere bis auf die eine Vorderpfote recht gut im Griff.
Bei unserer letzten Hündin war der Juckreiz vom Mastzelltumor samt MagenDarmProblematik intervallartig: 1-2 Tage gut, dann wieder einige Tage heftige Symptome. Soweit ich noch weiß, hatte sie kein erhöhtes CRP.
Mastzelltumore sind halt in ihren Auswirkungen sehr vielgestaltig, so dass ihre Symptome oft erst spät zugeordnet werden.

Ich wünsche dir, dass es keiner ist. Aber mal beim Tierarzt ansprechen, schadet ja auch nicht.

Den Besuch bei einem Dermatologen würde ich in der Gewichtung eher nach hinten verschieben. Schaden kann es nicht, aber meine Erfahrung war, dass er wirklich nicht über die Haut hinausgedacht hat und nur mit Cortisonspray rumprobieren wollte ohne genaue Diagnose.
 
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Sabine
12. Jän. 11:50
Cortisonspray hab ich auch schon bekommen. Nachdem sie es mit den Spritzen und Tabletten mit der Angst zu tun bekamen nachdem vermutet wurde der Zusammenfall des Immunsystems kam davon. Und ich bin mir sicher auch die Numelvi und Apoqueltabletten haben sehr dazu beigetragen. Im Moment sprühen ich auf die Pfote nur noch Silberspray. Der Rest der Haut schaut gut aus. Ich werde das mit dem Mastzelltumor ansprechen.
 
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Sabine
12. Jän. 13:29
Ich würde auch definitiv auf Mittelmeer Krankheiten testen lassen. Das Geld was es kostet um dahingehend Gewissheit zu haben ist es alle Male wert. Verschiedene dieser Krankheiten sind sowohl für Hauptprobleme als auch leberveränderungen bekannt. Das mit dem hydrolisierten Futter finde ich auch super und würde es bei möglicher Allergie bei meinem eigenen auch direkt machen. Hat sie denn Symptome der mittelohrentzündung? Wenn das ja nur ein zufallsbefund ohne Symptomatik war würde ich da gar nicht behandeln. Ich würde die antibiose absetzen, Darm aufbauen, was für die Leber geben und in regelmäßigen Abständen einfach Werte kontrollieren lassen. Ich drücke euch ganz fest die Daumen das klingt ja nach einer unglaublich tortur. Hoffentlich hat das bald ein Ende. Ob mit oder ohne Diagnose, Hauptsache allen geht es gut
Symptome die auf die Mittelohrentzündung passen würden hatte sie. Sie hat auf der einen Seite keine harten Leckerlis mehr gekaut. Das hab ich schon länger gemerkt aber nicht an die Ohren gedacht. Und bei den neurologischen Tests hat sich auf der linken Seite( Kopf drehen) ganz stark reagiert. Darum war der Verdacht auf SRMA. Deshalb wurde das Gehirnwasser entnommen. Das hat sich aber nicht bestätigt. Und sie hatte hohes Fieber und sehr hohe CRP Werte + Leukopenie und Neutropenie. Die Ärzte in der Tierklinik hatten 2 Vermutungen. Entweder die Mittelohrentzündung oder eine Gebärmutterentzündung. Das Antibiotikum half auch zuerst ganz gut. Aber komplett runter ging der Crp Wert nicht. Er war jetzt über 2 Wochen auf 1,3 und seit Donnerstag ist er auf 2. Normal sind 0-1. Laut Tierärztin spricht das für eine leichte Entzündung. Ich verstehe nur nicht warum sie das Antibiotikum weiternehmen soll, wenn es anscheinend nicht mehr wirkt.
Ich weiß auch nicht ob Stress beim Blut nehmen den Wert erhöhen kann. Luna ist durch die vielen Untersuchungen und Tierklinik Aufenthalte total verunsichert und ich durfte sie diesmal beim Blut nehmen nicht selber halten. Eine neue Sprechstundenhilfe hat sie ziemlich fest am Hals gepackt und da wurde sie aggressiv und hat sich sehr reingesteigert. Ich fand das unmöglich.
 
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Stef
12. Jän. 13:49
Symptome die auf die Mittelohrentzündung passen würden hatte sie. Sie hat auf der einen Seite keine harten Leckerlis mehr gekaut. Das hab ich schon länger gemerkt aber nicht an die Ohren gedacht. Und bei den neurologischen Tests hat sich auf der linken Seite( Kopf drehen) ganz stark reagiert. Darum war der Verdacht auf SRMA. Deshalb wurde das Gehirnwasser entnommen. Das hat sich aber nicht bestätigt. Und sie hatte hohes Fieber und sehr hohe CRP Werte + Leukopenie und Neutropenie. Die Ärzte in der Tierklinik hatten 2 Vermutungen. Entweder die Mittelohrentzündung oder eine Gebärmutterentzündung. Das Antibiotikum half auch zuerst ganz gut. Aber komplett runter ging der Crp Wert nicht. Er war jetzt über 2 Wochen auf 1,3 und seit Donnerstag ist er auf 2. Normal sind 0-1. Laut Tierärztin spricht das für eine leichte Entzündung. Ich verstehe nur nicht warum sie das Antibiotikum weiternehmen soll, wenn es anscheinend nicht mehr wirkt. Ich weiß auch nicht ob Stress beim Blut nehmen den Wert erhöhen kann. Luna ist durch die vielen Untersuchungen und Tierklinik Aufenthalte total verunsichert und ich durfte sie diesmal beim Blut nehmen nicht selber halten. Eine neue Sprechstundenhilfe hat sie ziemlich fest am Hals gepackt und da wurde sie aggressiv und hat sich sehr reingesteigert. Ich fand das unmöglich.
Zähne sind aber ok?
So weit entfernt sind ja die hinteren Zahnwurzeln nicht vom Ohr
 
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Mel und
12. Jän. 17:47
Lass sie unbedingt in einer Tierklinik von einem guten Internisten( Fachtierarzt für Innere Medizin.) behandeln.

Typische Zeichen"immunvermittelter" Erkrankungen sind
Fieber ohne klare Ursache,
erhöhter CRP,schwankende Blutwerte.
Besserung unter Immunsuppression (z. B. Cortison)
Passt leider sehr gut .

Ein Internist ist genau derjenige, der abklärt:
ob es tatsächlich eine Autoimmunerkrankung ist
welche Form es sein kann..
wie sie sinnvoll behandelt wird, ohne den Hund weiterhin kaputt zu therapieren.
Denn das passiert hier leider gerade.

Ein Internist schaut nicht nur isoliert auf:
Ohr,Haut,Pfote,sondern auf das Gesamtmuster:
CRP-Verlauf
Blutbild-Schwankungen
Fieber
neurologische Auffälligkeiten
Leberwerte
Medikamentenreaktionen
hormonelle Einflüsse (Scheinträchtigkeit!)
Genau dieses Zusammensetzen fehlt aktuell meiner Meinung nach.

Wenn eine Entzündung im Ohr oder anderswo rein "immunvermittelt" ist, kann das Antibiotikum rein gar nichts bewirken.
Nicht jede Entzündung ist bakteriell.
Autoimmun = steril
 
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Sabine
12. Jän. 18:14
Zähne sind aber ok? So weit entfernt sind ja die hinteren Zahnwurzeln nicht vom Ohr
Zähne sind okay. Zumindest wurde mir das so gesagt und eine aktive Mittelohrentzündung wurde im MRT ja auch gesehen. Die Frage ist nur warum der CRP Wert trotz Antibiotikum nicht komplett runter geht. Entweder ist da noch eine zweite Baustelle oder das Antibiotikum kommt nicht dahin wo es soll. Leider äußert sich die Tierärztin auch nicht wirklich und ich muss ihr alles aus der Nase ziehen. Für Donnerstag hab ich nochmal einen Termin zur Kontrolle des CRP Wertes, sollte dieser wieder nicht besser sein war es das für mich. Hab heute schon die Tierklinik angeschrieben und nachgefragt ob ich für nächste Woche einen Termin bekomme.
Dort wurde die Behandlung begonnen und ich möchte mir noch deren Meinung einholen.
 
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Stef
12. Jän. 18:39
Vielleicht magst du uns ja dann erzählen wie es weitergegangen ist und ich hoffe wirklich, dass ihr in kompetente Hände kommt, das ist es nämlich was ihr braucht!