Bist du sicher, dass der Grund für den Durchfall nur die Angst ist? Ich denke das nicht, zumindest nicht ausschließlich. Ich habe mit Mila jetzt den 2. Hund aus dem Auslandstierschutz und hatte/ habe anfangs auch immer diese Probleme, es geht mal ein paar Tage gut und dann ist der Durchfall wieder da. Bei Mailo damals ging das ziemlich lange und war deutlich heftiger, als jetzt bei Mila. Er war aber nicht besonders schlimm ängstlich. Mila ist da mitunter etwas schreckhafter, aber ein Angsthund ist sie auch nicht. Diese Hunde kommen meistens von der Straße und haben sich dort nur von verdorbenem Dreck ernährt. Das ist natürlich für den Magen/ Darm nicht gerade zuträglich. 🙈🙈 Auch wenn sie schon länger in z.B. einem Shelter waren, haben die dort häufig Futterknappheit und kochen dann aus Verzweiflung irgendwelche Brei‘s aus Nudeln und irgendwelchen Abfällen, um die Hunde wenigstens satt zu bekommen. Und selbst wenn sie richtiges Hundefutter haben, wird das nicht gerade das teuerste und qualitativ hochwertigste sein. Deshalb kommt ihr Magen-Darmtrakt mit unserem qualitativ hochwertigen Futter, was man ja jetzt selbstverständlich seinem neuen Hund gönnen will, erst einmal nicht klar. Sie sind also an dieses Futter überhaupt nicht gewöhnt und können schon deshalb mit Durchfall reagieren. Dazu kommt der Transport mit anschließendem „Kulturschock“ und alles ist neu und erst einmal mehr oder weniger gruselig. Dann sind sie oft durch die Tierschutzorganisation gegen Würmer/ Giardien behandelt und gerade letzteres zerstört noch einmal zusätzlich die sowieso schon schlechte Darmflora. Es ist also nicht verwunderlich (wenn auch nervig), dass es dann Probleme mit Durchfall gibt. Auch mit Mila habe ich da jetzt wieder Probleme, wenn auch wesentlich weniger, als bei Mailo damals. Ich achte darauf, das Futter jetzt nicht mit vielen verschiedenen Zutaten zu wählen, eher sensitiv und gebe zusätzlich Probiotika. Das scheint schon erfolgreich zu sein. Es kann auch helfen, anfangs erst einmal ein weniger hochwertiges Futter mit nicht so hohem Fleischanteil zu wählen und dann erst ganz langsam zu ändern, wenn sich alles beruhigt hat und das kann dauern. Bei Mila ist es jetzt schon deutlich besser geworden. Bei Mailo damals hatten wir einen deutlich längeren Leidensweg, aber da kannte ich mich auch noch nicht so damit aus. Und wahrscheinlich war es bei ihm auch damals schon der Anfang seiner Allergien. Bei ihm habe ich bald ein Jahr gebraucht, bis das Geschichte war. Der Durchbruch bei ihm war die Umstellung auf ein kaltgepresstes Trockenfutter.
Natürlich kann der Grund auch eine Kombination aus diesen Dingen und der Angst und dem Stress durch die neue Umgebung sein. Und wie hier schon geschrieben wurde, ist auch die Morosche Karottensuppe, alternativ und mit weniger Arbeit verbunden die Möhrenpellets von Olewo (Fressnapf) sehr hilfreich. Das kann man dauerhaft ins Futter machen, oder zumindest, wenn der Kot sich wieder verflüssigt. Die Pellets muss man vorher in Wasser auflösen, aber das verfestigt den Kot eigentlich sofort.