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Debora
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Anzahl der Antworten 65
zuletzt 8. Juni

Wenn kein Trainer helfen kann

Hallo zusammen. Ich habe meine Hündin schon als Welpen bekommen. Wir haben sie aus einer Hinterhof-Züchtung übernommen, da die Welpen nicht vermittelt werden konnten. Sie ist ein X-Herder und Deutscher Schäferhund Mischling. Sie hat, bis sie zu uns kam, noch nichts anderes kennen gelernt als das Zimmer, in dem sie zur Welt gekommen ist. Von Tag eins an war sie extrem reaktiv. Mir war klar, was diese Rasse mit sich bringt und habe mir gleich Trainer und Verein gesucht. Beide wussten nach einem knappen Jahr nicht mehr weiter. Kein Zugang um an der Reaktivität zu arbeiten. Jetzt stehe ich mit meiner 2,5 Jahre alten Hündin und nach 2 weiteren Trainer noch genauso da wie am ersten Tag. Keiner weiß, wie man an diesen Hund ran kommt. Ich hab alles probiert. Klar, sie ist noch jung. Alle sagen immer „einfach dran bleiben“. Aber woran soll ich denn dran bleiben , wenn keine Trainingsmethode bei ihr funktioniert? Sie wird immer nur reaktiver. Knurrt und schnapp bei jedem, geht immer nach vorne und ist Dauer gestresst. Ich weiß nicht mehr weiter. Ich liebe sie absolut aber so wie es steht würde ich sie sofort abgeben, wenn jemand mit Expertise sie haben wollte. Ich bin nämlich am Ende meines Lateins - und die Trainer auch. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich bin für jeden Rat und jeden Tipp Dankbar.
 
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Silvia
7. Juni 18:53
Grad gestern hab ich im TV den Rütter gesehen, wie er über so einen Hund, der auch endsgestresst war, gesagt hat er tut ihm so leid, er findet es so schlimm dass Leute sowas züchten... Ich hab die Folge nicht fertig gesehen, aber ich nehme doch an, dass Rütters Team dem helfen konnte, vielleicht gibt's ja einen Trainer vom Rütter in eurer Nähe? 🤔

Aber davon mal abgesehen, kann es sein dass ihr zu viel macht? Erstens ist die noch nicht fertig im Kopf, Pubertät und so, da geht natürlich einiges wieder schief was vorher schon fein geklappt hat, und zweitens sind die vielen Unternehmungen sicher gut gemeint, aber vielleicht einfach zu viel des Guten? Schlafen (wenn auch 16 Stunden am Tag) ist nicht RUHEN! Das sind zwei komplett verschiedene Dinge, und sie muss ruhen um alle Eindrücke zu verarbeiten. Weiters sind all die hier kombinierten Rassen dafür bekannt sich oft nur an 1 Person zu binden, wenn das also das Problem ist, wird kein Trainer der Welt daran was ändern können. Für einen Hund, der das Pech hatte in den wichtigsten ersten Wochen seines Lebens quasi keine Erfahrungen zu machen und dann komplett reizüberflutet wird, muss man als Mensch seine Erwartungen und sein Leben den Bedürfnissen des Tieres anpassen, nicht versuchen das Tier an seine Bedürfnisse anzupassen. Ist zumindest meine Meinung. Ich hab einen Hund aus dem Tierschutz, und die Probleme die wir haben/hatten sind mit euren natürlich nicht zu vergleichen, aber ich habe meine Lebensumstände dahingehend angepasst dass der Hund sich wohl fühlt und auf Dauer damit umgehen kann. Ist für mich nicht immer das Wahre, aber der Hund kann ja nichts dafür, dass ein anderer Mensch ihn so vermurkst hat... Na wie auch immer, Respekt dass du versuchst diesem armen Geschöpf zu helfen! Ich hoffe, ihr bekommt die Hilfe die ihr braucht, zeitnah, drück euch fest die Daumen! 🤞
 
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Andreas
7. Juni 19:28
Ja haben wir. Das Problem ist nur: keiner will uns mehr dabei haben weil es mit ihr immer ein Dauer Kampf ist. Sie nur am ausrasten ist und die meisten anderen wenig Lust darauf haben. Keiner lässt sich gern Dauer anbellen.
..bei einem sozial walk bekommen die Hunde bzw bekommt der Hund den Abstand, den er braucht...

irgendwann wird nicht mehr gebellt, wenn der Abstand passt.. von dieser Basis an.. kann man aufbauen.. Das kann Tage und vllt auch Wochen dauern.. bis die Hunde nah und ohne Aufregung zusammen laufen können.

Das klappt übrigens immer und mit jedem Hund..
..ok .. entweder haben die Herrschaften eben keine Lust auf "Anstrengung" oder sie sind schlicht inkompetent.
 
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Jay
8. Juni 06:47
Im Haus ist Ruhe nie ein Problem. Sie schläft den halben Tag und die ganze Nacht. Sobald wir vor die Tür gehen, geht nichts mehr. Das hatte ich vermutlich nicht richtig erklärt. Ich werde nur manchmal angeknurrt oder die Zähne gefletscht. Bei allen anderen aus der Familie wird dann auch geschnappt, sogar bei meinem Mann. Neue Leute kennen lernen klappt gar nicht. Sie muss nicht jeden mögen. Mein Wunsch ist, dass ich keine Angst haben muss, dass sie jemanden von uns beißt und das ich einen normalen Spaziergang mit ihr machen kann ohne das der Tag gelaufen ist sobald ein Hund oder ein Mensch uns begegnet. Mehr brauche ich gar nicht. Aber dieser Wunsch ist halt eine Riesen Sache und kein Trainer weiß mehr Rat. Nicht ich habe die Trainer gewechselt, sondern die Trainer haben mit gesagt, dass sie nicht weiter wissen und nicht mehr helfen können. Mir ist definitiv klar, das das nicht von heute auf morgen geht und ich bin bereit die Zeit zu investieren. Leider ist es dadurch nicht möglich sie nicht in stresssituationen zu bringen. Allein vor die Haustür zu gehen bedeutet für sie Stress.
Ich würde VerhaltensTÄ empfehlen, die veranlassen dann auch Schilddrüsencheck *falls* der sinnvoll ist. Wollte jetzt nur kurz was zum Verhalten Haus/Tür/Draußen sagen: Das Wetter lässt das ja jetzt zu, die Haustür offen zu lassen, dann könnte man in der Haustür trainieren und in einem Bereich bleiben, in dem sie sich entspannen kann, später so dass ihr den sicheren Bereich problemlos erreicht.
 
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Alois
8. Juni 07:12
Hallo Debora,
du machst sehr viel mit Kaya, mit einen aus meiner Sicht unsicheren Hund.
Aber arbeitest du auch im Interesse von Kaya?
Du bist der Bindungspartner für Kaya, keiner kann dir diese Arbeit abnehmen!
Was ich vermisse ist:
Kaya durfte Situationen betrachten und bewerten!
(Ich gab ihr viel Zeit)
Durch mein Management konnte Kaya positiv aus der Situation rausgehen!
Ich habe gelernt den Erregungszustand von Kaya zu lesen und kann dadurch rechtzeitig stabilisierend oder korrigierend eingreifen!
Ich selbst werde sicherer weil ich gelernt habe Kaya durch kritische Situationen zu führen!
Wir arbeiten auch über Distanz, um es Kaya leichter zu machen!
Souveränität ist mir wichtiger als unkontrollierte Energie!
Mein Ziel ist es Kaya ein stressfreies Leben zu ermöglichen!

Oft ist akute Überforderung der Auslöser für Reaktivität😕

Wäre das vielleicht ein Ansatz?
 
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Diana
8. Juni 10:47
Liebe Debora ,
du und deine Maus tut mir sehr leid . Ihr lebt seit 2,5 Jahren nur Stress . 🥺
Ich denke , ihr braucht beide dringend Ruhe , Frieden und Urlaub von der Arbeit und Training und eine schöne Zeit .
Ich wünsche euch von ganzem Herzen die richtige Lösung ❣️❤️❣️
Egal woher die Lösung kommt , Hauptsache sie kommt und ihr könnt beide mal richtig durchatmen . Das sollte eigentlich die schönste Zeit sein mit einem jungen Hund durch dick und dünn zu gehen .