Vielleicht war da mein Text etwas kurz. Wir haben den Auslauf positiv aufgebaut zum Beispiel in dem er dort drin sein fressen oder leckere kausachen bekommen hat. Und das minutenweise geübt u.a um später so auch das Alleinsein trainieren zu können ohne dass er durch die Kabel etc im Wohnzimmer in Gefahr kommt. Auf keinen Fall würde ich anfangen den Welpen im überforderten Zustand einfach einzusperren!
Reduziert doch erstmal die Ausflüge. Und zwar wirklich deutlich. Ein Welpe braucht 18-20h Schlaf am Tag! Wenn man dann noch essen und raus gehen zum pipi machen abzieht bleibt garnicht so viel für andere Aktivitäten.
Und ihr könntet anfangen ein Ritual zum nach Hause kommen einzubauen das positiv besetzt ist. Zum Beispiel dass er dann auf seiner Decke oder wo auch immer etwas leckeres bekommt. Lecken beruhigt, Leckmatten oder Kongs wären geeignet. Einfach dass er weiß okay wenn ich nach Hause komme passiert dies und das ich gehe auf meine Decke. Dann hat er einen klaren Rahmen. Genauso könnte das Ritual auch sein dass er sich zu euch aufs Sofa legen darf.
Was mag denn euer Welpe? Wobei kommt er zur Ruhe? Ist streicheln etwas das ihn beruhigt oder eher aufputscht?
Ich würde den Fokus viel mehr auf Ruhe zu Hause setzen. Die Welt entdecken bei den kleinen Gassi Runden ist schon aufregend genug.
Und dann würde ich mir eine gute Hundeschule suchen und dort besprechen welche Anregungen in welcher Dosis eurem Welpen gut tun. Klar braucht er auch neue Reize zur Sozialisierung. Ich kann von mir berichten dass ich mir da zu viel Druck gemacht habt und dadurch Qjell eher überfordert habe. Ich musste erstmal lernen zu erkennen was alles schon ein neuer Reiz ist für den kleinen und wann es zu viel wird. Aus Menschen Sicht ist so vieles „normal“ an Situationen was für den Hund völlig unlogisch und beeindruckend ist.
Zu der Situation gestern wäre es spannend zu wissen was denn vor dem Beißen passiert ist? Habt ihr etwas unternommen? Getobt?
Abgesehen von der Überforderungshypothese probiert so ein Welpe natürlich auch seine Zähne aus. Da braucht es Feedback z.B. durch Aua sagen und eine entsprechende Konsequenz wie Spiel abbrechen, damit er nach und nach lernt was zu doll ist.
Das hat bei uns jedoch in ganz anderen Situationen stattgefunden als das von mir beschrieben Beißen aus Überforderung. In der Überforderung kommt dieses Feedback bei meinem Hund überhaupt nicht mehr an, er ist dann so überreizt dass er sich nicht kontrollieren kann oder es nicht aufnimmt. In Spiel Situationen oder im normalen Alltag dagegen hat er das Beißen z.B. beim Spiel durchaus auch gezeigt und konnte dann auf das Feedback reagieren und sich zurücknehmen.
Also zur Ruhe kommt er meist, wenn er dann ignoriert wird nach dem beißen. Denn nichts anderes hilft, als auf das Sofa zu flüchten, wo er nicht mehr dran kommt. Oder eben wenn er völlig erschöpft ist. Dann möchte er auch aufs Sofa und schläft. Ansonsten klettert er lieber darauf rum. Streicheln mag er sehr gern, aber wenn er überreizt ist, beißt er dann irgendwann auch. Man kann gar nicht sagen, wann genau er damit anfängt. es scheint kein spezielles Event zu sein. Manchmal direkt nach dem Aufwachen , manchmal nach dem kurzen Gassi gehen, manchmal nach dem toben. Ich kann auch in keiner Phase mit ihm sozial toben und bisschen kämpfen, weil er quasi IMMER beißt bei so etwas. Wir haben immer das Gefühl, dass er sich super Doll langweilt zu Hause. Manchmal sitzt er da und schaut uns scheinbar traurig an und legt sich irgendwann einfach hin und ruht. Da kommt natürlich die Frage "Ist sein zu Hause und seine Besitzer langweilig für ihn? Möchte er gar nicht hier sein?" Aber wenn er mal ruhig ist, ist er so süß, Nähe suchend und kuschelig 🥰