👍🏼Meinen Beagle habe ich einfach jagen lassen.👍🏼
Man muss dazu sagen: Der Beagle ist kein klassischer Sichtjäger. Seine gesamte Genetik ist darauf ausgerichtet, eine Spur zu suchen, sie zu finden und ihr mit Spurlaut zu folgen.
Im Freilauf ist es halt wichtig, dass man seinen Hund wirklich lesen kann und weiß, was die Maximaldistanz ist, auf die er noch kontrollierbar ist. Wenn man den Übergang vom Spursuchen zum Spurfolgen verpasst: Tschüss Beagle, ich warte dann mal, bis du fertig bist …
Eigentlich bekommt er das Wild dabei gar nicht zu Gesicht. Er zeigt per Spurlaut lediglich an, wo es ist – im Idealfall treibt er es in die Richtung des Jägers, der wartet, bis es auftaucht….
Naja, den Rest kann man sich denken.
Beim Spazierengehen konnte ich ihn mit absolut nichts begeistern. Lieblingsspielzeug oder Bälle? Keine Chance. Maximal mit Fressbarem konnte man kurz seine Aufmerksamkeit gewinnen. Aber verstecke mal einen Futterbeutel, ohne dass es der Beagle merkt 😂
Da musst man schon ein paar Stunden früher, aber natürlich ohne ihn, los! 🙄
Übrigens: Es kam oft vor, dass Wild in unmittelbarer Nähe unseren Weg kreuzte. Die Hasen hätten direkt vor ihm Samba tanzen können – > er hätte es nie mitbekommen, weil die Nase fest am Boden klebte.
Ich habe mich immer gefragt, was die Viechereien wohl gedacht haben, wenn sie ihn in Action gesehen haben. Panik hat er jedenfalls garantiert nicht vermittelt 🤦♂️.
Zuhause war das völlig anders: Sobald die ganzen Reize von draußen weg waren, waren seine Spielsachen sein Ein und Alles. Das einfache Spazierengehen war als Auslastung völlig ausreichend für ihn.
Zuhause hat er oft irgendwelche Tricks gelernt – dank seiner Gier nach Fressbarem war das für ihn ein absolutes Kinderspiel.