Ich glaube nicht, dass Nero das so sieht, dass das Verlassen der Gemeinschaft Gefahr bedeutet und asozial ist. Das ist einfach nicht sein modus operandi wenn man es so nennen will.
Das stehen bleiben und einladen klingt sehr nach dem, was Methode 2/ Trainer 2 mit uns gemacht hat.
Das hat anfangs auch prima geklappt, bis es nicht mehr geklappt hat.
Ich weiß aber immer noch nicht, wie sich in diesem Zusammenhang Konsequenz auszeichnet oder diese umzusetzen ist.
Damals war es so, er hat angefangen nach der Einladung direkt wieder vor zu gehen. Daran hat auch nichts geändert, dass ich immer wieder stehen geblieben bin. Dann ist er auf Einladung gar nicht mehr gekommen, wie setzt man sich da konsequent durch? Stehen bleiben und aussitzen? Das haben wir auch mal probiert, da hat er sich so reingesteigert und hochgedreht das gar nichts mehr ging.
Nero scheut nicht davor zurück selber auszusitzen und am Ende ist es eben ein Macht/Kraftgerangel.
Wie bleibt man konsequent ohne gegen den Hund zu arbeiten, wenn der Hund aktiv Zusammenarbeit verweigert?
"Ich glaube nicht, dass Nero das so sieht, dass das Verlassen der Gemeinschaft Gefahr bedeutet und asozial ist."
Das ist in ihm angelegt, du musst ihn nur daran erinnern.
Ich fürchte, -reine Spekulation, ich kenne ihn ja nur aus deinen Erzählungen- er schreibt dir keine Kompetenz zu.
Hunde folgen immer dem, von den sie meinen, dass er es drauf hat. Also Beispiel, ein Hund, der glaubt, dass ein anderer Hund ein guter Wächter ist, schafft es dass beim Anschlagen mit eingestimmt wird. Das hat sogar schon dazu geführt, das Pepe gebellt hat, obwohl er eigentlich ein stummer Hund ist.
Außerdem geht das ja schon über Jahre so, das wird auch ritualisiertes Verhalten sein und umso schwerer wieder aufzulösen.
"Damals war es so, er hat angefangen nach der Einladung direkt wieder vor zu gehen."
Ja, das ist ganz klar und darf er ja auch. Und glaube nicht, dass Hunde nicht wissen, wann die Leine am Ende ist, sie haben ein sehr gutes Distanzverständnis.
Dieses Stehenbleiben stresst ihn am Anfang -wie du ja auch schreibst- natürlich, da bitte genau schauen, dass der Stress in einem bewältigbaren Bereich bleibt, ansonsten wieder ab nach Hause, nicht als Strafe, sondern zum Entspannen und gut gelaunt.
Ich mache es immer so, dass ich das "Spiel" zB. 2-3mal nacheinander durchziehe und dann einfach mal 100m mit ihm jogge zum Stressabbau und dann erst wieder stehenbleibe und einlade.
"Stehen bleiben und aussitzen?"
Wenn er überhaupt nicht kommt, würde ich ihn zu mir angeln und trotzdem loben, wenn er da ist. Wichtig, nicht ärgerlich, sondern lustig, es sollte nicht als Strafe empfunden werden, dass er zu dir muss.
Je nach Hund und Interessenlage (wie Kerstin schon schrieb) kannst du auch kreativ werden, um dem Kommen für ihn nicht so angespannt stressaufbauend frustrierend folgen zu müssen. Also zB. irgendwas am Rand hockend ganz genau beobachten oder ein Stück rückwärts laufen, ich schätze dann will Nero dich hütemäßig eingrenzen oder stoppen (die Baustelle kannst du später noch bearbeiten und hier für dich nutzen)
Oder irgendwas suchen lassen, oder vorgeben was zu hören... oder oder oder.