Auch beim Fressverhalten kann es so viele Gründe geben. Wie schon angesprochen ist die Läufigkeit ein Grund oder auch das Anbieten von sehr vielen unterschiedlichen Sorten und und der Art des Anbietens (Feuchtfutter, Trockenfutter, Leckerchen im Handtuch, Trockenfutter auf dem Spaziergang...).
Fressen ist ein Grundbedürfnis. Mir persönlich ist dieses Wechseln ein viel zu großes Durcheinander.
Worauf ich achten würde: Lebensumstände (z. B. Läufigkeit, Zahnerkrankung, Magenprobleme, Schmerzen allgemein ...), wo das Futter steht (kann der Hund in Ruhe und ohne Störung fressen), nur zu bestimmten Zeiten das Hauptfutter geben (also nicht ständig zur Verfügung stellen und darum betteln, dass der Hund nun frisst) und bei manchen Hunden kann das Impulskontrolltraining mit dem Hauptfutter nach hinten losgehen (zu starke Korrekturen, wenn der Hund fressen möchte). Darüber hinaus testet der Hund auch gerne mal, was er tun muss, um anderes Futter zu bekommen (nennen wir es mal "manipulieren").
Meine Hunde bekommen 3 mal am Tag Barf (morgens eine kleine Portion, mittags die Hauptportion und Abends noch mal eine kleinere Portion) und sind bei der Zubereitung mit dabei. Sie freuen sich dann auch auf ihr Fressen (haben ja lange genug warten müssen 😉). Es ist immer das gleiche Ritual (dazu gehört auch der Versuch, mal während der Zubereitung zu naschen🤣). Insgesamt ist das wie ein Impulskontrolltraining mit der Akzeptanz, dass es auch bei dem Naschversuch nichts gibt.
Ist unsere Hündin läufig, bekommt sie Trockenfutter, weil sie beim Barf lange Zähne macht. Irgendwann möchte sie dann allerdings lieber wieder ihr Fleisch haben. Wenn mal ein Gemüse drin ist, was sie nicht mögen, dann fressen sie drumherum. Wenn nur mit langen Zähnen gefressen bzw. gar nicht gefressen wird, dann stimmt was nicht und ich kontaktiere einen Tierarzt.