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Tanja
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 20
heute 13:53

Krallenschere /-zange

Ich brauche Beratung mit Praxiserfahrung. Unsere Nalani hat offenbar zweimal in der Schlange gestanden, als es um die Verteilung von Wolfskrallen ging, sie hat nämlich an jeder Hinterpfote gleich eine doppelte. Die ersten Jahre war das gar kein Problem, Nalani hat sich immer Recht gründlich pedikürt und die Krallen abgebissen, sobald sie länger wurden. Wenn sie eine übersehen hatte, habe ich sie ihr gezeigt und sie hat die Kralle bearbeitet. Nun ist Madame offenbar bequemer geworden und vernachlässigt ihre Krallen, so dass sie irgendwann in den Pfotenballen wachsen. Ich habe mir also eine Zange für dicke Menschennägel geschnappt und es selbst versucht. Klar, ganz langsam mit erstmal zeigen, schnuppern lassen, Kralle berühren etc. Alles kein Thema. Das Schneiden selbst war dann eher eine Herausforderung. Mit Ablenkung schaffe ich die weiße Kralle, die anderen drei sind allerdings schwarz und viel härter. Ich brauche bei denen also deutlich mehr Kraft und länger. Und das ist bei unserer Kleinen, die sich eh sehr ungern an die Pfoten fassen lassen will, ein Ding der Unmöglichkeit. Deshalb brauche ich eine scharfe Zange oder Schere, mit der ich fix arbeiten kann und die auch einfach durch schwarze Krallen kommt. Was habt ihr so? Ich suche definitiv eine Zange oder Schere, kein Schleifgerät. Ich bin mir sicher, dass das Geräusch und das lange Arbeiten an den Pfoten nichts ist, was ich hinbekomme.
 
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Liane
heute 05:34
Ich benutze einen Seitenschneider
 
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Katja
heute 05:54
Die Zangen sind fast alle identisch und kosten ca. 3 Euro. Warum sollte man 31 Euro dafür zahlen? 😬
Weil die scharf ist und scharf bleibt…?🤔

Klar, kann mir dafür 10 billige kaufen, über die ich mich dann 15 Jahre lang ärger…
Hab aber irgendwann entschieden, dass mir dazu meine Lebenszeit zu schade ist!😉

Aber das kann ja jeder halten, wie er will…
 
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Heike
heute 06:10
Weil die scharf ist und scharf bleibt…?🤔 Klar, kann mir dafür 10 billige kaufen, über die ich mich dann 15 Jahre lang ärger… Hab aber irgendwann entschieden, dass mir dazu meine Lebenszeit zu schade ist!😉 Aber das kann ja jeder halten, wie er will…
Ich denke schon, dass es da Qualitätsunterschiede gibt, wenn man alle Krallen schneiden muss und auch sehr dicke, harte Krallen, würde ich wahrscheinlich auch das Geld für eine bessere Krallenzange ausgeben, für die Wolfskrallen bei einem kleineren Hund reicht die billigere Zange allemal, ich denke auch für lange Zeit.
Hängt von den Voraussetzungen ab.
 
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Tanja
heute 06:45
Ihr seid großartig, vielen Dank schon einmal für alle Rückmeldungen bisher.
Mit Schleifgerät oder Feile will ich ihr deshalb nicht kommen, weil sie alle Manipulationen an sich nicht will. Stundenlang streicheln, klar. Aber wenn ich mich auf eine Stelle konzentriere, weil Dreck oder so im Fell hängt und ich das gezielt herauszupfe (selbst wenn es nicht festklebt, sondern nur ein Heuhalm oder so ist), ist sie sofort mit der Nase da und schnuppert und leckt und ist erst einmal misstrauisch. Wenn ich die Wolfskrallen in die Hand nehme, muss reflexartig erst einmal die ganze Pfote gesäubert werden. Da stelle ich mir einen kurzen Schnitt nervenschonender für beide Seiten vor.
In den Wolfskrallen ist definitiv genauso Leben wie in allen anderen Krallen. Eine hat sie sich einmal ausgerissen, neben einem erstaunlichen Blutbad für eine so winzige Stelle war es auch ziemlich schmerzhaft, weil das gesamte Leben frei lag. Der einzige Unterschied zu allen anderen Krallen ist der, dass die Wolfskrallen nicht mit Knochen, Sehnen oder so mit dem Skelett verbunden sind, die hängen also nur mit der Haut am Rest der Pfote.
Nach einer Operation habe ich nach dem Unfall mit der Kralle auch schon gefragt, aber das hat die Ärztin abgelehnt, weil es keinen medizinischen Grund dafür gibt. Es wäre ja die Amputation eines gesunden Körperteils und wenn sie sich jetzt nicht dauernd an den Krallen verletzt, besteht dafür keine Indikation. Ist auch in Ordnung für mich, das wäre ja dieselbe Kategorie wie das Kupieren von Schwänzen und Ohren und das braucht ja auch kein Hund.
Ich denke auf jeden Fall noch einmal weiter nach. Irgendwann in den nächsten Wochen brauchen wir auf jeden Fall eine.
 
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The In
heute 07:19
Ihr seid großartig, vielen Dank schon einmal für alle Rückmeldungen bisher. Mit Schleifgerät oder Feile will ich ihr deshalb nicht kommen, weil sie alle Manipulationen an sich nicht will. Stundenlang streicheln, klar. Aber wenn ich mich auf eine Stelle konzentriere, weil Dreck oder so im Fell hängt und ich das gezielt herauszupfe (selbst wenn es nicht festklebt, sondern nur ein Heuhalm oder so ist), ist sie sofort mit der Nase da und schnuppert und leckt und ist erst einmal misstrauisch. Wenn ich die Wolfskrallen in die Hand nehme, muss reflexartig erst einmal die ganze Pfote gesäubert werden. Da stelle ich mir einen kurzen Schnitt nervenschonender für beide Seiten vor. In den Wolfskrallen ist definitiv genauso Leben wie in allen anderen Krallen. Eine hat sie sich einmal ausgerissen, neben einem erstaunlichen Blutbad für eine so winzige Stelle war es auch ziemlich schmerzhaft, weil das gesamte Leben frei lag. Der einzige Unterschied zu allen anderen Krallen ist der, dass die Wolfskrallen nicht mit Knochen, Sehnen oder so mit dem Skelett verbunden sind, die hängen also nur mit der Haut am Rest der Pfote. Nach einer Operation habe ich nach dem Unfall mit der Kralle auch schon gefragt, aber das hat die Ärztin abgelehnt, weil es keinen medizinischen Grund dafür gibt. Es wäre ja die Amputation eines gesunden Körperteils und wenn sie sich jetzt nicht dauernd an den Krallen verletzt, besteht dafür keine Indikation. Ist auch in Ordnung für mich, das wäre ja dieselbe Kategorie wie das Kupieren von Schwänzen und Ohren und das braucht ja auch kein Hund. Ich denke auf jeden Fall noch einmal weiter nach. Irgendwann in den nächsten Wochen brauchen wir auf jeden Fall eine.
Ach interessant, dass die TA das so sieht🧐
Weil bei unserer alten Hündin (gut ist auch fast 15 Jahre her) saßen die Wolfskrallen hinten einfach von Geburt an super locker. Also die konntest du wirklich umklappen, in jede Richtung bewegen, etc. Und nachdem sie sich die einmal fast abgerissen hatte (weil sie damit dann natürlich sehr leicht hängen geblieben ist) hat die TA gesagt, sie würde bei der anstehenden anderen OP empfehlen, die zur Sicherheit mit abzunehmen, weil sie die Gefahr groß sieht, dass der Hund sich eines Tages nicht die Kralle sondern halt den viel zu locker sitzenden "Zehanteil" gleich mit abreißt, und das wäre ein großes Blutungs- und Infektionsrisiko. Hoffe hab das jetzt verständlich beschrieben. Lange Rede, wir haben zugestimmt, es ist prima verheilt und dem Hund ging es das ganze Leben super. Aber klar, eine TA sollte immer das individuelle Risiko abschätzen.
 
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Katja
heute 07:22
Ich denke schon, dass es da Qualitätsunterschiede gibt, wenn man alle Krallen schneiden muss und auch sehr dicke, harte Krallen, würde ich wahrscheinlich auch das Geld für eine bessere Krallenzange ausgeben, für die Wolfskrallen bei einem kleineren Hund reicht die billigere Zange allemal, ich denke auch für lange Zeit. Hängt von den Voraussetzungen ab.
Ich kann auch nicht wirklich urteilen, da ich so‘ne billige nie ausprobiert habe.

Habe halt nur bei mir die Erfahrung mit verschiedenen Nagelknipsern gemacht: die billigen machen sich die Nägel kurz… dabei entstehen aber Quer- und Schwerkräfte, die ich mit teureren eben nicht habe. Und bei teuren muss ich auch nicht mit der Feile hinterher, um dann nicht überall hängenzubleiben…

Könnte mir vorstellen, dass das beim Hund auch nicht viel anders ist…🤔

Ich war jedenfalls überrascht wie einfach & sauber der Schnitt sich bei Pollis harten und recht dicken, schwarzen Krallen ausführen ließ!😀
 
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Annett
heute 07:24
Wir haben die von Trixie. Ich hatte für die Wolfskrallen immer eine für Hasen und die ist mir irgendwann kaputt gegangen. Hab dann die hier besorgt, weil unser Labbi mit 11 Jahren dann auch die Krallen nicht mehr so gut durch Laufen abwetzen konnte. Funktioniert super. Er hatte dicke schwarze Krallen und kein Tierarzt hat sich ran getraut. Ich hab immer kleine Stücke abgemacht und zum Glück bin ich nie ins Leben gekommen. Ist bei den schwarzen Krallen ja immer heikel. Irgendwelche Schleifer hätte er sich nicht gefallen lassen, wegen dem Geräusch.
 
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Yvonne
heute 07:57
Ich verwende eine Krallenzange, meine Tierärztin eine Krallenschere und ist damit genauso erfolgreich, auch bei den dicken Wolfs- und Afterkrallen.
Meine Videlle hat, bis auf eine Kralle, nur schwarze Krallen.
Ich schneide alle 2 Wochen ein Stück ab und bearbeite mit dem Schleifgerät den Rest.
Sie lässt es sich super gefallen 😅

Wenn man beim stehenden Hund ein Blatt Papier unter den Krallen durchschieben kann, sind die Ok.
 
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Tanja
heute 12:24
Ach interessant, dass die TA das so sieht🧐 Weil bei unserer alten Hündin (gut ist auch fast 15 Jahre her) saßen die Wolfskrallen hinten einfach von Geburt an super locker. Also die konntest du wirklich umklappen, in jede Richtung bewegen, etc. Und nachdem sie sich die einmal fast abgerissen hatte (weil sie damit dann natürlich sehr leicht hängen geblieben ist) hat die TA gesagt, sie würde bei der anstehenden anderen OP empfehlen, die zur Sicherheit mit abzunehmen, weil sie die Gefahr groß sieht, dass der Hund sich eines Tages nicht die Kralle sondern halt den viel zu locker sitzenden "Zehanteil" gleich mit abreißt, und das wäre ein großes Blutungs- und Infektionsrisiko. Hoffe hab das jetzt verständlich beschrieben. Lange Rede, wir haben zugestimmt, es ist prima verheilt und dem Hund ging es das ganze Leben super. Aber klar, eine TA sollte immer das individuelle Risiko abschätzen.
Ich habe keine Idee, ob sich in den letzten 15 Jahren etwas geändert hat oder es eher daran liegt, wie Tierärzte die Vorschriften auslegen.
Klar, diese doppelten Wolfskrallen sind eine Gefahr für einen Hund, weil die ja wirklich nur locker an der Pfote hängen. Je nachdem, wie Nalani sitzt oder liegt, klappt der Teil mit den Wolfskrallen mal nach vorn oder hinten oder er liegt unter der Pfote. Wenn sie die Krallen bearbeitet hat, hat sie da kräftig dran gezogen, so dass sich der ganze Krallen- und Zehenteil in die Länge gezogen hat und es mir schon beim Zusehen wehgetan hat.
Aber bis auf die eine abgerissene Kralle hat sie nie Probleme damit, hängen bleiben tut sie damit auch nicht, also kann man es auch so auslegen, dass keine Gefährdung besteht, denke ich.
 
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Horst
heute 13:53
Ich habe keine Idee, ob sich in den letzten 15 Jahren etwas geändert hat oder es eher daran liegt, wie Tierärzte die Vorschriften auslegen. Klar, diese doppelten Wolfskrallen sind eine Gefahr für einen Hund, weil die ja wirklich nur locker an der Pfote hängen. Je nachdem, wie Nalani sitzt oder liegt, klappt der Teil mit den Wolfskrallen mal nach vorn oder hinten oder er liegt unter der Pfote. Wenn sie die Krallen bearbeitet hat, hat sie da kräftig dran gezogen, so dass sich der ganze Krallen- und Zehenteil in die Länge gezogen hat und es mir schon beim Zusehen wehgetan hat. Aber bis auf die eine abgerissene Kralle hat sie nie Probleme damit, hängen bleiben tut sie damit auch nicht, also kann man es auch so auslegen, dass keine Gefährdung besteht, denke ich.
Die Antwort von The in Spectre ist korrekt. Die Wolfskralle, oder Afterkralle wie sie richtig heißt, sitzt fast immer locker, weil durch die Evolution sie missgebildet sind. Sie hängen mehr an Sehnen und Bänder, als in einem festen Gelenk. Das gilt auch für die vorderen Daumenkrallen. Während man die Daumenkralle außer Kürzen nicht beachten muss, erfüllt sie auch eine Aufgabe. Der Hund befreit sich damit vom erhärteten Tränensekret. Die Afterkralle hingegen ist überflüssig. Bei normalem Wuchs muss sie auch gekürzt werden, macht aber ansonsten keine Probleme. Gibt einige Hunderassen, die haben die noch serienmäßig! Bei einer Doppelkralle, die auch noch in zwei verschiedenen Richtungen wächst, würde ich immer eine OP empfehlen. Ist keine große Sache und die Gefahr das sie mal ausreißt ist für immer gebannt.