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Yvonne
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 37
zuletzt 8. Okt.

Unser bester Freund

Hallo,
Ich bin normalerweise kein Mensch, der Fremden gegenüber Emotionen zeigt, vorallem nicht, wenn ich mich dabei verletzlich zeige.
Aber in diesem Forum fühle ich mich sicher, da ihr meine Gedanken vielleicht nachvollziehen könnt ohne mich zu bewerten oder zu verurteilen.

Cooper war die pure Liebe auf vier Pfoten. Für Aussenstehende klingt das übertrieben aber für unsere kleine Welt, war er eine reine Seele.
Deshalb ist es unerträglich, dass er jetzt nicht mehr da ist.

Cooper bekam bei der Gassirunde Schmerzen. Beim Notarzt angekommen, war sein Bauch schon voller Blut.
Die Notop, die unser letzte Hoffnung auf Rettung war, hat er nicht überlebt.
Die Diagnose war ein Lebertumor, der sein Gewebe so zerfressen hat, dass es sein Blut nicht mehr halten konnte und gerissen ist.
Er ist nur 3,5 Jahre alt geworden und unsere Gedanken kreisen darum, warum wir von seiner Erkrankung nicht bemerkt haben?
Sind wir so unsensibel, dass wir die Anzeichen nicht gesehen haben?

Die Trauer ist überwältigend.
Man funtioniert nur noch und das so lange bis Heulkrämpfe dich zu Boden reißen. Sie sind nicht den ganzen Tag da aber, wenn sie kommen, überrollen sie dich wie eine Lawine und du fühlst dich hilflos.

Das kuscheln auf der Couch, das leise schnarchen im Bett, seine Begrüßungen, die Gassirunden, sein treuer Blick, der dir das Gefühl gab, dass du seine Welt bist.
Er fehlt uns so sehr.
 
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Maria
6. Okt. 06:37
Mein Beileid. Nur dreieinhalb Jahre. Das ist furchtbar.
 
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Sabine
6. Okt. 13:31
Mein herzliches Beileid.
Ich kann es so sehr nachempfinden. Meine Mica, mein Seelenhund eine Mischlingshündin aus dem Tierschutz, musste ich nach 3 gemeinsamen Jahren gehen lassen. Da war sie gerade mal 4,5 Jahre. Es war ähnlich wie bei euch. Keinerlei Verdachtsmomente, keine Anzeichen. Letztes Jahr im April war ich mit ihr beim Tierarzt; weil sie mehrfach erbrochen hatte. Nach etlichen Untersuchungen hat der Tierarzt dann festgestellt, dass Mica Tumore in der Milz hat und Blut im Bauchraum ist. Notoperation um die Milz zu entfernen. Da hat sich dann gezeigt, dass auch die Leber befallen ist und ebenfalls schon in den Bauchraum blutet. Es war ihr nicht mehr zu helfen , sie wäre in den nächsten Stunden innerlich verblutet. Sie wurde, noch in Narkose, eingeschläfert. Für mich war das ein tiefsitzender Schock , der mich völlig aus der Bahn geworfen hat. In den nächsten Zeit konnte ich kaum noch schlafen, kaum noch essen, lag meistens unter der Gewichtsdecke, habe oft geweint und war ansonsten wie ferngesteuert. Der Verlust kaum auszuhalten. Da ich alleine lebe, haben mich die Stille und das nicht mehr kümmern können, unfassbar belastet. Im Mai 2025 habe ich Olli adoptiert. (Nicht um Mica zu ersetzen, ich sehe Olli als Bereicherung .) Die Trauer um meine Mica kommt trotzden immer mal wieder hoch. Aber das ist o.k. so. Egal wie und wie lange du trauerst, alles ist völlig in Ordnung , zeigt es doch , wie sehr du deinen Cooper geliebt hast. Auf Menschen die auf diese Trauer mit Unverständnis reagieren, kann man verzichten.
Und ihr müsst euch ganz sicher keine Vorwürfe machen. Ich hatte mich auch gefragt was ich falsch gemacht habe , aber mein Tierarzt meinte er habe bei so einem jungen Hund niemals mit solch einer Katastrophe gerechnet. Das sei in seinen 12 Praxisjahren zum ersten Mal passiert. Warum meine Mica, warum euer Cooper ? Keine Ahnung, aber es war nicht zu vermeiden, es hat niemand etwas falsch oder zu wenig gemacht.
Ich wünsche euch ganz viel Kraft . Ihr werdet es überstehen, auch wenn es noch dauert .
 
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Yvonne
6. Okt. 15:54
Liebe Yvonne, dein Schmerz schlägt jedem, der nur ein wenig Empathie empfindet, beim Lesen voll entgegen. Und ich glaube, jeder hier im Forum spürt beim Zeilenlesen diesen tiefen, dumpfen Stich im Herzen. Ich habe wegen Krebs bei meinem Felix genau dasselbe durchgemacht. Man sucht verzweifelt die Schuld bei sich, dreht jeden einzelnen Tag im Kopf um und denkt, man hätte in dem Moment, als es darauf ankam, einfach versagt. Dieses Gefühl brennt sich so unglaublich tief ein, weil man seinen Hund um jeden Preis beschützen wollte und dieser schleichenden Krankheit plötzlich völlig hilflos gegenübersteht. Ich kann den letzten Weg von Felix bis heute nicht ohne Pausen erzählen. Es hat bei uns zehn ganze Jahre gedauert, bis wir überhaupt bereit für ein neues Familienmitglied waren. Einen Hund mit nur dreieinhalb Jahren so brutal aus dem Leben gerissen zu bekommen, ist der absolute Albtraum. Es gibt keine Worte auf dieser Welt, die diesen tiefen, schwarzen Abgrund in deiner Brust gerade kleiner machen können. Er war deine Welt und du seine, und dass diese Welt von einer Sekunde auf die andere in tausend Scherben zerbricht, tut so unsagbar weh. Aber bitte, hör auf, nach Schuld bei dir zu suchen. Du hast nicht versagt. Krebs bei Hunden ist ein schrecklicher, leiser Dieb. Er schleicht sich völlig ohne Warnzeichen ein, besonders an Organen wie der Leber, die selbst keine Schmerzen melden. Cooper hat bis zu diesem Moment nichts gespürt und nicht gelitten. Er hat einfach jeden einzelnen Tag sein glückliches, unbeschwertes Leben an deiner Seite genossen. Dass du nichts gemerkt hast, liegt nicht an dir, sondern daran, dass er bei dir einfach wunschlos glücklich war und bis zum Schluss deine pure Liebe gespürt hat. Diese Wellen, die dich gerade zu Boden reißen, diese lähmende Stille im Haus, wenn das leise Schnarchen fehlt und dich beim Heimkommen niemand mehr mit leuchtenden Augen erwartet, das ist der Preis für diese ganz besondere, bedingungslose Liebe zwischen euch beiden. Der Schmerz wird vielleicht niemals ganz schwinden, aber er wird mit der Zeit erträglicher und gibt dir irgendwann wieder Raum zum Durchatmen. Cooper hat in seinen dreieinhalb Jahren mehr reine Liebe erfahren, als manche Hunde in ihrem ganzen Leben erleben dürfen. Er ist nicht allein gegangen, sondern getragen von deiner unendlichen Liebe. Lass die Tränen fließen, wann immer sie kommen. Du musst jetzt für niemanden stark sein. Wir weinen hier alle ein Stück weit mit dir. Fühl dich ganz leise und fest umarmt. ___________________________ Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. (Antoine de Saint-Exupéry) ————————————————-
Danke für deine aufbauenden Worte.
Wir waren heute bei unserer Tierärztin, die Cooper von klein auf kannte. Sie hat uns das Ähnliche erzählt, wie du es gerade beschrieben hast. Es hätte keine Routineuntersuchung gegeben, die Cooper davor bewahrt hätte, da es keine Anzeichen gab, denen man hätte nachgehen können.

Wir sind für jeden Tag, an dem Cooper unsere Leben bereichert hat, unendlich dankbar.
Sein Leben war viel zu kurz aber gefüllt mit tollen Erlebnissen, unglaublich viel Zuneigung und mit Menschen, die ihn für immer in Erinnerung behalten, als das was er war.
35 kg pure Liebe
 
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Yvonne
6. Okt. 16:14
Mein herzliches Beileid. Ich kann es so sehr nachempfinden. Meine Mica, mein Seelenhund eine Mischlingshündin aus dem Tierschutz, musste ich nach 3 gemeinsamen Jahren gehen lassen. Da war sie gerade mal 4,5 Jahre. Es war ähnlich wie bei euch. Keinerlei Verdachtsmomente, keine Anzeichen. Letztes Jahr im April war ich mit ihr beim Tierarzt; weil sie mehrfach erbrochen hatte. Nach etlichen Untersuchungen hat der Tierarzt dann festgestellt, dass Mica Tumore in der Milz hat und Blut im Bauchraum ist. Notoperation um die Milz zu entfernen. Da hat sich dann gezeigt, dass auch die Leber befallen ist und ebenfalls schon in den Bauchraum blutet. Es war ihr nicht mehr zu helfen , sie wäre in den nächsten Stunden innerlich verblutet. Sie wurde, noch in Narkose, eingeschläfert. Für mich war das ein tiefsitzender Schock , der mich völlig aus der Bahn geworfen hat. In den nächsten Zeit konnte ich kaum noch schlafen, kaum noch essen, lag meistens unter der Gewichtsdecke, habe oft geweint und war ansonsten wie ferngesteuert. Der Verlust kaum auszuhalten. Da ich alleine lebe, haben mich die Stille und das nicht mehr kümmern können, unfassbar belastet. Im Mai 2025 habe ich Olli adoptiert. (Nicht um Mica zu ersetzen, ich sehe Olli als Bereicherung .) Die Trauer um meine Mica kommt trotzden immer mal wieder hoch. Aber das ist o.k. so. Egal wie und wie lange du trauerst, alles ist völlig in Ordnung , zeigt es doch , wie sehr du deinen Cooper geliebt hast. Auf Menschen die auf diese Trauer mit Unverständnis reagieren, kann man verzichten. Und ihr müsst euch ganz sicher keine Vorwürfe machen. Ich hatte mich auch gefragt was ich falsch gemacht habe , aber mein Tierarzt meinte er habe bei so einem jungen Hund niemals mit solch einer Katastrophe gerechnet. Das sei in seinen 12 Praxisjahren zum ersten Mal passiert. Warum meine Mica, warum euer Cooper ? Keine Ahnung, aber es war nicht zu vermeiden, es hat niemand etwas falsch oder zu wenig gemacht. Ich wünsche euch ganz viel Kraft . Ihr werdet es überstehen, auch wenn es noch dauert .
So ein Schicksalsschlag prägt den ganzen Alltag. Ich bekomme gerade nichts geregelt. Es fühlt sich gerade alles so unwichtig an.
Für unsere Amy, die Cooper sichtlich genau so schmerzlich vermisst wie wir, versuchen wir alle alltägliche Abläufe bei zu behalten. Aber jeder Gassigang fühlt sich unendlich schwer und lang an, als hätte man Blei in den Beinen. In jeden kurzem Moment der Freude mit ihr, schwingt der Gedanke mit, dass wir das mit Cooper nicht mehr erleben können.
 
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Irmgard
7. Okt. 17:46
Liebe Yvonne,
ich fühle so sehr mit euch.
Bitte löst euch von den Gedanken, etwas zu spät bemerkt zu haben.
Ihr habt alles für euren Liebling getan und das Schicksal wollte es so.
Es ist so schmerzlich, ich verstehe das gut. War bei Mini auch so schlimm…
Haltet euren Schatz in guter und liebevoller Erinnerung und versucht, an die schönen Momente mit ihm zu denken.
Es braucht alles Zeit, aber irgendwann werdet ihr es schaffen. Lasst eure Trauer zu und alle Tränen fließen, die nötig sind. Es wird euch helfen.
Alles Liebe 😘🐶❤️
 
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Yvonne
7. Okt. 18:04
Liebe Yvonne, ich fühle so sehr mit euch. Bitte löst euch von den Gedanken, etwas zu spät bemerkt zu haben. Ihr habt alles für euren Liebling getan und das Schicksal wollte es so. Es ist so schmerzlich, ich verstehe das gut. War bei Mini auch so schlimm… Haltet euren Schatz in guter und liebevoller Erinnerung und versucht, an die schönen Momente mit ihm zu denken. Es braucht alles Zeit, aber irgendwann werdet ihr es schaffen. Lasst eure Trauer zu und alle Tränen fließen, die nötig sind. Es wird euch helfen. Alles Liebe 😘🐶❤️
Danke für deinen Beistand.
Die Tränen kommen explosionsartig in stillen Momenten. Die Auslöser sind ganz unterschiedlich und nicht zu vermeiden.
Cooper wird nie vergessen und ewig geliebt.
 
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Irmgard
8. Okt. 10:21
Danke für deinen Beistand. Die Tränen kommen explosionsartig in stillen Momenten. Die Auslöser sind ganz unterschiedlich und nicht zu vermeiden. Cooper wird nie vergessen und ewig geliebt.
So soll es sein.
In euren Herzen lebt er immer.❤️