Hundeführerschein Niedersachsen

Alle offiziellen Prüfungsfragen kostenlos üben, mit 7 Video-Lektionen von Trainer:innen aus dem Martin-Rütter-Netzwerk.

Deine Vorteile:
  • ✓ Über 250 echte Fragen aus der Prüfung
  • ✓ Mit 7 Hundetrainern entwickelt
  • ✓ Über 5 Stunden Videolektionen
  • ✓ Mit Zertifikat am Ende
  • ✓ 100 % kostenlos für dich

In Niedersachsen ist der Hundeführerschein (offiziell: Sachkundenachweis) seit dem 1. Juli 2013 für alle Hundehalter Pflicht (mit wenigen Ausnahmen), unabhängig von Rasse oder Größe. Die theoretische Prüfung muss vor der Anschaffung des Hundes abgelegt werden, die praktische innerhalb des ersten Jahres.

Die Vorbereitung bei Dogorama ist dauerhaft kostenlos und umfasst sieben Video-Lektionen von Trainer:innen aus dem Martin-Rütter-Netzwerk sowie alle offiziellen Prüfungsfragen zum Üben.

Was ist der Hundeführerschein Niedersachsen?

Nicht dein Hund wird geprüft, sondern du. Mit dem Sachkundenachweis belegst du, dass du dein Tier verstehst, seine Bedürfnisse kennst und im Alltag verantwortungsvoll handelst.

In der Theorie beantwortest du 35 Fragen zu Recht, Gesundheit, Verhalten und Erziehung. In der Praxis zeigst du gemeinsam mit deinem Hund in elf realen Situationen, dass ihr als Team funktioniert – beim Spaziergang, in der Stadt und bei Begegnungen mit anderen. Es geht nicht um Turniergehorsam. Es geht um Alltagstauglichkeit.

7 Lektionen der Theorieprüfung

Jede Lektion enthält ein Video von Martin-Rütter-Trainern, Hintergrundinformationen und Übungsfragen. Du kannst entweder mit der ersten Lektion starten oder direkt dein Thema auswählen.

  1. Lektionen lernen: Gehe alle Lektionen durch und beantworte die Testfragen am Ende jeder Lektion.
  2. Testprüfung machen: Nach Abschluss aller Lektionen, also wenn du 80 % der Fragen je Lektion richtig beantwortet hast, schaltest du die Testprüfung mit ausgewählten Fragen frei.
  3. Zertifikat erhalten: Sobald du bestanden hast, bekommst du dein Zertifikat von Dogorama.
Lektion Auswahl & Aufzucht Preview

Mit Corinna Geis | 0 / 47 Fragen

Auswahl & Aufzucht

Was gibt es vor dem Kauf eines Hundes zu beachten? Welcher Hund passt zu mir und meinem Lebensstil? Wie finde ich einen seriösen Züchter oder eine verantwortungsvolle Tierschutzorganisation?

Lektion Hundliches Lernverhalten Preview

Mit Nicole Schanze | 0 / 44 Fragen

Hundliches Lernverhalten

Wie lernt mein Hund? Welche Trainingsmethoden sind sinnvoll und welche nicht? Wie kann ich meinem Hund neue Verhaltensweisen beibringen und bestehende festigen?

Lektion Hündisches Ausdrucksverhalten Preview

Mit Marcel Wunderlich | 0 / 30 Fragen

Hündisches Ausdrucksverhalten

Was bedeutet es, wenn ein Hund gähnt, sich über die Schnauze leckt oder die Rute einklemmt? Wer die Körpersprache lesen kann, erkennt Stress und Unsicherheit frühzeitig. Das ist ein zentraler Baustein der Gefahrenvermeidung.

Lektion Hundehaltung & Gesundheit Preview

Mit Heike Kleinhans | 0 / 59 Fragen

Hundehaltung & Gesundheit

Von Ernährung über Pflege bis zur Erkennung von Krankheitsanzeichen. Artgerechte Hundehaltung und Gesundheit gehören zum Kern der Sachkunde. Du erfährst, was dein Tier wirklich braucht – vom Welpen bis zum Senior.

Lektion Mensch & Hund Preview

Mit Andrea Wirth-Horn | 0 / 24 Fragen

Mensch & Hund

Wie funktioniert die Beziehung zwischen Mensch und Hund? Diese Lektion behandelt Bindung, Kommunikation und klare Signale – die Basis für ein entspanntes Zusammenleben und ein wichtiger Teil der Prüfung.

Lektion Hund in der Öffentlichkeit Preview

Mit Melle Hofmann | 0 / 17 Fragen

Hund in der Öffentlichkeit

Begegnungen mit Joggern, Radfahrern und anderen Hunden, Verhalten in Bus und Bahn, im Restaurant oder in der Stadt – hier lernst du, wie du deinen Hund in der Öffentlichkeit souverän führst und Konflikte von vornherein vermeidest.

Lektion Recht in Niedersachsen Preview

Mit Dennis Dikić | 0 / 30 Fragen

Recht in Niedersachsen

Was steht im NHundG? Welche Pflichten haben Halter? Welche Regeln gelten für Leinen, Versicherung und Registrierung? Diese Lektion vermittelt die rechtlichen Grundlagen – verständlich erklärt statt Paragrafenwüste.

Diese Hundetrainer haben die Kurse erstellt

Hinter den Kursen stehen keine anonymen Sprecherstimmen, sondern erfahrene Hundetrainer:innen aus dem Martin Rütter Netzwerk: Heike Kleinhans, Marcel Wunderlich, Corinna Geis, Nicole Schanze, Andrea Wirth-Horn, Melle Hofmann und Dennis Dikić.

Alle sieben arbeiten täglich in der Praxis mit Teams aus Mensch und Hund und kennen sowohl die typischen Fragen aus der Theorieprüfung als auch die Herausforderungen im Alltag. Diese Zusammenarbeit garantiert: Der Content ist fachlich fundiert, aktuell und praxisnah. Es handelt sich nicht um angelesenes Halbwissen aus der Literatur, sondern um echtes Trainerwissen.

Hundetrainer

Hundetrainer und Inhaber der Martin-Rütter-Hundeschule Wiesbaden

Vom Informatik- und Psychologie-Studium zur Hundeausbildung: Marcel forschte am Fraunhofer-Institut, bevor er die knapp zweijährige Ausbildung bei Martin Rütter absolvierte. Heute leitet er seine eigene Hundeschule, unterrichtet angehende Trainer:innen an der Rütter-Akademie und ist zertifizierter Prüfer für den Martin-Rütter-Hundeführerschein. An seiner Seite ist Herdenschutzhund Calito, der als „unvermittelbar“ aus dem Tierheim zu ihm kam.

Seine Lektion im Kurs: Hündisches AusdrucksverhaltenSeine Lektion im Kurs: Hündisches Ausdrucksverhalten

Hundetrainerin und Inhaberin der Martin-Rütter-Hundeschule Frankfurt

Über 10 Jahre Erfahrung im Hundetraining: Corinna begann 2011 ihre Ausbildung bei Martin Rütter und eröffnete Anfang 2013 ihre eigene Hundeschule in Frankfurt. Gemeinsam mit Marcel Wunderlich bringt sie die Rütter-Trainingsphilosophie heute über Frankfurt hinaus in den Main-Taunus-Kreis und bis nach Wiesbaden. Ihr Fokus liegt auf der Kommunikation zwischen Mensch und Hund und auf dem entspannten Alltag mit Hund in der Großstadt. An ihrer Seite ist Malinois-Mix Amy, die als „Ghetto-Braut“ aus dem Tierheim Mainz zu ihr kam.

Ihre Lektion im Kurs: Auswahl & AufzuchtIhre Lektion im Kurs: Auswahl & Aufzucht

Hundetrainerin bei Martin Rütter DOGS Lüneburg / Buxtehude

Der Weg vom kaufmännischen Beruf über die Sozialarbeit und Gestalttherapie zur Hundetrainerin: Nicole arbeitete über zehn Jahre mit Menschen, bevor sie ihr Studium bei Martin Rütter absolvierte. Diese Kombination prägt ihre Arbeit heute — sie versteht sich als Brücke und Übersetzerin zwischen Mensch und Hund. Ihr Schwerpunkt liegt auf Körpersprache und Kommunikation. An ihrer Seite: ihre beiden Hunde Anders (mit Superkraft Leinenführigkeit) und Gizzy (mit charmanter Ader und Herausforderung an der Leine).

Ihre Lektion im Kurs: Hundliches LernverhaltenIhre Lektion im Kurs: Hundliches Lernverhalten

Inhaberin der Martin-Rütter-Hundeschule Bielefeld und Kreis Gütersloh, Autorin und Dozentin

Der Wechsel vom Büro auf die Hundewiese: Nach Jahren in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit begann Heike 2013 das zweijährige Studium zur Martin-Rütter-Hundetrainerin und eröffnete 2015 ihre eigene Hundeschule. Auslöser war ihre spanische Straßenhündin Luna, mit deren Jagdverhalten und Leinenaggression sie in klassischen Hundeschulen keine Antworten fand. Heute berät sie mit ihrem Team seit über 10 Jahren Mensch-Hund-Teams, ist Dozentin an der Rütter-Akademie und Autorin. Ihr Motto: „ERziehung hat vor allem etwas mit BEziehung zu tun.“

Ihre Lektion im Kurs: Hundehaltung & GesundheitIhre Lektion im Kurs: Hundehaltung & Gesundheit

Inhaberin der Martin-Rütter-Hundeschule Cuxhaven / Bremerhaven

In Bremen geboren, in Cuxhaven aufgewachsen — Hunde begleiten Andrea seit ihrer Kindheit. Nach 15 Jahren mit Herzenshündin Xianja und dem Einzug von Ronja begann sie 2019 ihre Ausbildung bei Martin Rütter. Der Auslöser: Sie erlebte in klassischen Hundeschulen, dass viel an Symptomen gearbeitet wurde, aber selten am Warum. Heute leitet sie ihre eigene Hundeschule an der niedersächsischen Küste und begleitet Mensch-Hund-Teams dabei, die Ursachen von Verhalten zu verstehen, statt nur an ihm zu arbeiten.

Ihre Lektion im Kurs: Mensch & HundIhre Lektion im Kurs: Mensch & Hund

Hundetrainerin bei Martin Rütter DOGS Osnabrück

Wie viele Hundebesitzer:innen erlebte Melle das typische Problem: Ihre Hunde funktionierten auf dem Trainingsplatz, aber zuhause schien alles vergessen. Ihre Antwort war die zweijährige Ausbildung bei Martin Rütter in Bonn — heute ist sie seit über 10 Jahren Trainerin im Rütter-Netzwerk. Zusätzlich gehört sie zum Trainer:innen-Team der TV-Formate „Der Hundeprofi — Rütters Team", „Die Unvermittelbaren" und „Rabauken auf 4 Pfoten". Ihr Fokus: durch genaues Beobachten die kleinen Missverständnisse in der Mensch-Hund-Kommunikation sichtbar machen.

Ihre Lektion im Kurs: Hund in der ÖffentlichkeitIhre Lektion im Kurs: Hund in der Öffentlichkeit

Inhaber der Martin Rütter Hundeschule Hannover

Vom Personenschutz zur Hundewiese: Dennis war jahrelang in verantwortungsvoller Position im Schutz von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens tätig, bevor er 2024 seine eigene Hundeschule eröffnete. Nach dem 20-monatigen Studium an der Martin-Rütter-Akademie folgte er seinem Kindheitstraum. Prägend war die Arbeit mit seinem Labrador Filou, mit dem er 2020 begann, sein Wissen in die Praxis umzusetzen. Was ihn an Martin Rütters Philosophie überzeugt: kein „einer-Weg-für-alle", sondern jedes Mensch-Hund-Team wird in seiner Einzigartigkeit betrachtet.

Seine Lektion im Kurs: Recht in NiedersachsenSeine Lektion im Kurs: Recht in Niedersachsen

Wer braucht den Hundeführerschein in Niedersachsen?

Das gilt für alle Halter

Die Pflicht ist im Niedersächsischen Gesetz über das Halten von Hunden (NHundG) geregelt und gilt für alle Hunde, egal ob Chihuahua oder Schäferhund. Der Nachweis ist personengebunden. Wer im Haushalt den Hund führt, braucht ihn. Die Praxisprüfung legst du gemeinsam mit deinem Hund ab, sobald er mindestens 12 Monate alt ist.

Wer ist von der Pflicht befreit?

§ 3 Abs. 6 NHundG regelt, wer bereits als sachkundig gilt und keine Prüfung ablegen muss:

  • Erfahrene Halter: Wer in den letzten zehn Jahren mindestens zwei Jahre ununterbrochen einen Hund gehalten hat.
  • Tierärzte: auch mit Erlaubnis nach § 2 Abs. 2 Bundes-Tierärzteordnung.
  • Jäger: Personen, die eine Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde erfolgreich abgelegt haben oder abnehmen.
  • Inhaber anerkannter Prüfungen: z. B. BHV, D.O.Q. oder IBH, sofern Theorie und Praxis vollständig abgelegt wurden.
  • Tierheim und Schutzhundeausbildung: Inhaber einer Erlaubnis nach § 11 TierSchG zum Halten von Hunden in Tierheimen oder zur Schutzhundeausbildung.
  • Diensthundeführer: bei Polizei, Bundeswehr, Zoll und ähnlichen Behörden.
  • Assistenzhunde: Halter von Blindenführhunden und Behindertenbegleithunden.

Wichtig: Vorbesitz allein reicht nicht. Wer vor mehr als zehn Jahren einen Hund hatte oder nur wenige Monate, muss den Nachweis trotzdem erbringen.

Rechtsgrundlage: § 3 Abs. 6 Niedersächsisches Hundegesetz (NHundG)

Gilt die Pflicht auch in anderen Bundesländern?

Hunderecht ist in Deutschland Ländersache. Niedersachsen gehört zu den wenigen Bundesländern, in denen der Hundeführerschein für alle Halter Pflicht ist, unabhängig von Rasse oder Größe. In den meisten anderen Bundesländern gilt die Sachkundepflicht nur für große oder als gefährlich eingestufte Hunde, in einigen ist der Nachweis ganz freiwillig.

Bremen: Seit dem 1. Juli 2026 gilt auch in Bremen eine Sachkundepflicht für alle neu aufgenommenen Hunde. Das Bremer Modell orientiert sich stark an Niedersachsen.

→ Alle Regeln im Überblick: Hundeführerschein in allen Bundesländern

Welche Hundeführerscheine gelten in Niedersachsen?

Es wird nicht nur der Sachkundenachweis der Landkreise anerkannt. Gemäß § 3 Abs. 6 Nr. 4 NHundG erkennt das niedersächsische Fachministerium mehrere Prüfungen von Fachverbänden als gleichwertig an, sofern Theorie und Praxis vollständig abgelegt wurden.

BHV-Hundeführerschein (Stufe 1–3)

Dieser vom Berufsverband der Hundeerzieher:innen und Verhaltensberater:innen entwickelte Hundeführerschein ist in Niedersachsen am weitesten verbreitet. Stufe 1 ist die Basisprüfung, Stufe 2 enthält zusätzliche Aufgaben mit angeleintem Hund und Stufe 3 umfasst außerdem Freilaufanteile. Alle drei Stufen werden anerkannt.

D.O.Q.-Test 2.0

Dieser wurde von der Tierärztlichen Arbeitsgemeinschaft für Hundehaltung (TAG-H) entwickelt. Der Fokus liegt auf tiermedizinischen und verhaltensbezogenen Aspekten. Er wird von vielen Rütter-Hundeschulen angeboten.

IBH-Hundeführerschein

Prüfung nach den Richtlinien des Interessenverbands, bestehend aus einem Sachkundenachweis und einer praktischen Prüfung. Beide Teile müssen absolviert werden.

BVZ-Hundeführerschein

Prüfung nach der Prüfungsordnung des BVZ Hundetrainer e. V. Anerkannt seit 2017.

DHVE-Hundeführerschein (Stufe 1–3)

Dachverband für Haustierverhaltensberatung in Europa. Das dreistufige System ist mit dem des BHV vergleichbar.

IgUH-Hundeführerschein

Prüfung der Interessengemeinschaft unabhängiger Hundeschulen, seit 2022 anerkannt. Der Fokus liegt auf unabhängigen Trainer:innen ohne Verbandsbindung.

Abschlussprüfung Tierpfleger:in (Fachrichtung Tierheim/Tierpension)

Wer die staatliche Berufsausbildung in dieser Fachrichtung abgeschlossen hat, gilt automatisch als sachkundig – ohne zusätzliche Prüfung.

Wichtig: Erst mit dem Nachweis beider Prüfungsteile (Theorie und Praxis) ist die Sachkunde vollständig erbracht. Wer nur die Theorie einer BHV- oder D.O.Q.-Prüfung abgelegt hat, hat die Pflicht noch nicht erfüllt.
Quelle: NHundG Niedersachsen

Schritt für Schritt zum Hundeführerschein

Ablauf praktische Prüfung und Theorie-Prüfung

Der Ablauf ist in § 3 NHundG zweistufig geregelt: Zunächst findet die theoretische Schulung vor der Anschaffung statt, anschließend folgt die praktische Schulung im ersten Haltejahr. Ein Vorbereitungskurs ist nicht Pflicht, kann aber hilfreich sein. Bei Dogorama kannst du dich kostenlos vorbereiten.

1
Vor der Anschaffung

Theorieprüfung ablegen

Die theoretische Sachkundeprüfung besteht in der Regel aus 35 Fragen aus einem offiziellen Fragenkatalog zu den Themen Recht, Haltung, Verhalten, Gesundheit und Gefahrenvermeidung. Die Prüfungsgebühr beträgt ab 40 €. Die Prüfung legst du vor Ort bei einem in Niedersachsen anerkannten Prüfer ab, häufig in einer Hundeschule oder bei Tierärzten. Eine Liste der anerkannten Prüfer veröffentlicht das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium, viele Gemeinden stellen zusätzlich lokale Listen bereit. Auch zahlreiche Martin-Rütter-Hundeschulen in Niedersachsen bieten Prüfungen an, zum Beispiel in Hannover, Osnabrück oder Cuxhaven.

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2
Hund aufnehmen

Registrieren und absichern

Nach Bestehen der Theorieprüfung kannst du deinen Hund aufnehmen. Danach hast du folgende Pflichten:

  • Chip-Kennzeichnung (§ 4 NHundG)
  • Anmeldung im Zentralen Hunderegister Niedersachsen (14,50 € online, 23,50 € telefonisch unter 0441/39010400)
  • Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung (§ 5 NHundG, Pflicht)
  • Impfpass aktuell halten

3
Im ersten Halte-Jahr

Üben und trainieren

Trainiere Grundkommandos, Leinenführigkeit und das Verhalten in Alltagssituationen. Eine Hundeschule ist optional, kann aber hilfreich sein. Trainiere mit Martin Rütter und Team in der Dogorama Akademie.

4
Innerhalb des ersten Halte-Jahres

Praxisprüfung absolvieren

In elf realen Situationen im ablenkungsarmen Bereich und im öffentlichen Straßenverkehr zeigt ihr als Team, dass ihr sicher unterwegs seid. Die Prüfung wird von einem vom Landkreis anerkannten Prüfer abgenommen, häufig in einer Hundeschule. Die Prüfungsgebühr beträgt ab 40 €. Übrigens: Du musst nicht mit deinem eigenen Hund antreten. Es ist auch der Hund einer anderen Person zulässig, da nicht der Hund, sondern du geprüft wirst.

Checkliste für die praktische Prüfung

Voraussetzungen (müssen erfüllt sein):

  • Theorieprüfung bereits bestanden
  • Der Prüfling ist mindestens 16 Jahre alt.
  • Der Hund ist gechipt und im Zentralen Hunderegister Niedersachsen eingetragen.
  • Gültige Hundehaftpflichtversicherung vorhanden
  • Der Hund ist grundimmunisiert (u. a. gegen Tollwut).

Mitbringen zur Prüfung:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Theoriezertifikat (Original oder Kopie)
  • Aktueller Impfpass des Hundes
  • Nachweis der Haftpflichtversicherung
  • Chipnummer/Nachweis der Registrierung
  • Erlaubte Ausrüstung (Halsband oder Brustgeschirr, Leine, ggf. Schleppleine, Belohnungsleckerli)
Praktische Prüfung gemäß NHundG § 3

Die praktische Sachkundeprüfung

Die praktische Prüfung besteht aus elf Prüfungssituationen und dauert rund 60 Minuten. Sie findet in zwei Umgebungen statt: einem ablenkungsarmen Bereich (zum Beispiel auf einer ruhigen Wiese) und im öffentlichen Raum einer Stadt.

Geprüft wirst du als Halter, nicht dein Hund. Es geht nicht um perfekten oder turnierartigen Gehorsam. Der Prüfer möchte sehen, ob du deinen Hund einschätzen kannst, Gefahrensituationen frühzeitig erkennst und verantwortungsvoll mit ihm umgehst. Alle Aufgaben können mit angeleintem Hund absolviert werden, beim Rückruf reicht eine Schleppleine.

Die Prüfungssituationen im Detail

Sieben Aufgaben im ablenkungsarmen Bereich

  • Handling am Hund
    Ohren, Zähne und Pfoten werden durch den Halter kontrolliert.
  • Kontrolliertes Gehen an der Leine
    Führen ohne Belästigung, Behinderung oder Gefährdung von Passanten.
  • Sitz / Platz / Steh / Bleib
    Situationsbezogener Einsatz eines Grundkommandos (max. 3 Versuche).
  • Kommen auf Ruf (Rückruf)
    Hund kommt zuverlässig auf Ruf. Bei angeleintem Hund mit Schleppleine (max. 3 Versuche).
  • Begegnung mit schnell bewegl. Personen
    z.B. Jogger, Skater, Fahrradfahrer – kein Zug, keine Belästigung.
  • Begegnung mit anderen Personen
    Spaziergänger oder Menschengruppen – ruhiges, kontrolliertes Verhalten.
  • Begegnung mit anderen Hunden
    Kein wiederholtes Belästigen, Bedrohen oder Angreifen anderer Hunde.

Vier Aufgaben im verkehrsöffentlichen Raum

  • Gehen an stark befahrener Straße
    Hund an der Leine, kein Gefährden des Straßenverkehrs.
  • Überqueren einer befahrenen Straße
    Sicheres Überqueren ohne Gefährdung des Straßenverkehrs.
  • Begegnung mit Radfahrern, Kinderwagen etc.
    Kein Zug, kein Anspringen, kein Bellen – ruhiges Passieren.
  • Begegnung mit Personen / Menschengruppen
    Führen ohne Belästigung, Behinderung oder Gefährdung von Passanten im Stadtbereich.

Wann gilt die Prüfung als nicht bestanden?

Die Prüfung ist insbesondere nicht bestanden, wenn:

  • der Hund den Prüfling, den Prüfer oder andere Menschen angreift,
  • sich der Hund in einer Situation minutenlang nicht mehr kontrollieren lässt,
  • der Hund andere Hunde wiederholt massiv belästigt, bedroht oder angreift,
  • der Prüfling sich unangemessen verhält (z. B. übertriebene körperliche Härte gegenüber dem Hund),
  • von den elf Prüfungssituationen weniger als sechs erfolgreich absolviert werden.

Erlaubte Hilfsmittel

Die Ausrüstung ist entscheidend für das Bestehen der Prüfung: Wer mit verbotenen Hilfsmitteln, wie beispielsweise einem Stachelhalsband, zur Prüfung erscheint, wird nicht zugelassen. Hier siehst du, welche Hilfsmittel erlaubt sind:

  • Fest verschnallbares Halsband
  • Halsband mit Zugstopp
  • Kopfhalftersystem (z.B. Halti)
  • Brustgeschirr (ohne Zugwirkung unter den Achseln)
  • Maulkorb (wenn erforderlich)
  • Führleine & Schleppleine
  • Hundepfeife & Clicker
  • Futter / Spielzeug als Belohnung
  • Verbales Lob & Streicheln
Kostenlose Prüfungsvorbereitung

Mit Dogorama bestens vorbereitet – 100 % kostenlos

Bereite dich optimal auf die Theorieprüfung vor und geh mit Selbstvertrauen in die offizielle Sachkundeprüfung. Alles, was du brauchst, ist die Dogorama-App.

Häufig gestellte Fragen zum Hundeführerschein Niedersachsen

In Niedersachsen gilt die Sachkundepflicht für alle Hundehalter, unabhängig von Rasse, Größe oder Gewicht des Hundes. Grundlage ist das Niedersächsische Hundegesetz (NHundG). Der Nachweis ist personengebunden: Wer einen Hund hält, muss ihn erbringen. Ausgenommen ist nur, wer bereits als sachkundig gilt, zum Beispiel durch frühere Hundehaltung.

Ja. Als sachkundig gilt unter anderem, wer in den letzten zehn Jahren mindestens zwei Jahre ununterbrochen einen Hund gehalten hat. Ausgenommen sind außerdem Tierärzte, Personen mit bestandener Jagdhunde-Brauchbarkeitsprüfung, Inhaber einer anerkannten gleichwertigen Prüfung (z. B. BHV oder D.O.Q.), Diensthundeführer sowie Halter von Blindenführ- und Behindertenbegleithunden. Wichtig: Wer früher nur kurz oder vor mehr als zehn Jahren einen Hund hatte, muss den Nachweis erbringen.

Zum Teil. Die Theorieprüfung musst du vor der Anschaffung bestehen. Für die praktische Prüfung hast du ab Einzug des Hundes ein Jahr Zeit, damit ihr erst gemeinsam trainieren könnt. Unser Tipp: Starte schon vor dem Hundekauf mit der kostenlosen Vorbereitung in der Dogorama App. So bist du für die Prüfung und den Alltag mit deinem Hund bestens gerüstet.

Wer in Niedersachsen einen Hund ohne den erforderlichen Sachkundenachweis hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet werden kann. Außerdem kann die zuständige Behörde verlangen, dass du die Prüfung nachholst. Am einfachsten vermeidest du Ärger, indem du die Theorie rechtzeitig vor der Anschaffung ablegst und die Praxis im ersten Haltejahr absolvierst.

Die Gebühren legen die anerkannten Prüfer selbst fest. Rechne mit ab 40 € für die Theorieprüfung und ab 40 € für die praktische Prüfung, insgesamt also ab etwa 80 €. Dazu kommen Pflichtkosten rund um die Hundehaltung: die Anmeldung im Zentralen Hunderegister Niedersachsen (14,50 € online, 23,50 € telefonisch) und eine Hundehaftpflichtversicherung. Die Vorbereitung auf die Theorie ist mit der Dogorama App komplett kostenlos, eine Hundeschule für die Praxis ist optional.

Die Prüfung legst du vor Ort bei einem in Niedersachsen anerkannten Prüfer ab, häufig in einer Hundeschule oder bei Tierärzten. Eine Liste der anerkannten Prüfer veröffentlicht das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium, viele Gemeinden stellen zusätzlich lokale Listen bereit. Auch zahlreiche Martin-Rütter-Hundeschulen in Niedersachsen bieten Prüfungen an, zum Beispiel in Hannover, Osnabrück oder Cuxhaven.

In Niedersachsen meinen beide Begriffe dasselbe: „Sachkundenachweis“ ist der Begriff aus dem Gesetz, „Hundeführerschein“ der gebräuchliche Name. Außerhalb von Niedersachsen bezeichnet der Hundeführerschein oft eine freiwillige Prüfung von Hundeschulen oder Verbänden, während der Sachkundenachweis nur für bestimmte Hunde gesetzlich gefordert ist. Für dich zählt in Niedersachsen nur, dass du beide Prüfungsteile bei einer anerkannten Stelle bestehst.

In Niedersachsen werden alle drei BHV-Stufen als Sachkundenachweis anerkannt. Stufe 1 ist die Basisprüfung, Stufe 2 enthält zusätzliche Aufgaben mit angeleintem Hund, Stufe 3 außerdem Freilaufanteile. Wichtig ist nur, dass du Theorie und Praxis vollständig abgelegt hast.

Das hängt vom Schein ab. Anerkannt werden die vom Land als gleichwertig eingestuften Prüfungen, zum Beispiel von BHV, D.O.Q., IBH, BVZ, DHVE und IgUH, sofern Theorie und Praxis vollständig absolviert wurden. Ein reiner Theorienachweis oder eine nicht anerkannte Prüfung reicht nicht. Im Zweifel fragst du bei deiner Gemeinde nach.

Die Theorieprüfung besteht in der Regel aus 35 Multiple-Choice-Fragen zu Themen wie Recht, Haltung, Verhalten und Gesundheit. Die genaue Bestehensgrenze kann je nach Prüfer und anerkanntem Prüfungsmodell abweichen, frag am besten vorab bei deinem Prüfer nach. Damit du auf der sicheren Seite bist: In der Dogorama App übst du alle Fragen und machst eine Testprüfung mit 35 zufälligen Fragen unter Echtbedingungen.

In der Dogorama App, kostenlos. Dort findest du über 250 Fragen aus der Prüfung, sortiert nach sieben Lektionen mit Video-Erklärungen von Hundetrainern aus dem Martin-Rütter-Netzwerk. Als registrierter Nutzer schaltest du außerdem eine Testprüfung frei: 35 zufällige Fragen mit Zeitlimit, wie in der echten Prüfung. Die Testprüfung ersetzt aber nicht den offiziellen Sachkundenachweis, der vor einem anerkannten Prüfer abgelegt werden muss. → Hier kannst du dein Wissen unter Echtbedingungen testen

Das hängt von deinem Vorwissen ab. Die Theorie lässt sich mit gutem Material in wenigen Wochen lernen, mit der Dogorama App in deinem eigenen Tempo. Für die praktische Prüfung solltest du je nach Trainingsstand deines Hundes einige Wochen bis Monate Übungszeit einplanen. In Niedersachsen hast du dafür ab Anschaffung ein Jahr Zeit.

Nein. Es geht nicht um Turniergehorsam, sondern um Alltagstauglichkeit: Dein Hund soll ansprechbar sein, sich führen lassen und in normalen Situationen niemanden gefährden. Alle Aufgaben kannst du mit angeleintem Hund absolvieren, beim Rückruf reicht eine Schleppleine.

Nein. In Niedersachsen wirst du als Halter geprüft, nicht dein Hund. Du kannst die praktische Prüfung also auch mit dem Hund einer anderen Person ablegen, und mehrere Personen können nacheinander mit demselben Hund antreten.

Du kannst die Prüfung wiederholen. Wann und wie oft, klärst du mit deinem Prüfer. In der Praxis giltst du zum Beispiel als durchgefallen, wenn du weniger als sechs der elf Prüfungssituationen schaffst oder dein Hund Menschen oder andere Hunde angreift. Nutze die Zeit bis zum zweiten Versuch, um gezielt an deinen Schwachstellen zu arbeiten. Für die Theorie geht das am einfachsten mit der Dogorama App.