Also ehrlich jetzt… ich verstehe die Menschen manchmal nicht. Halb Europa steht irgendwo im Stau Richtung Süden, schwitzt bei 34 Grad auf der Autobahn und diskutiert wahrscheinlich darüber, wer vergessen hat die Maut-App runterzuladen. Und wir? Wir bleiben einfach in der Schweiz. Mit Bielersee. Mit Camping. Mit Grill. Mit MIR. Meiner Meinung nach war das eine absolut brillante Entscheidung. Die Menschen nannten es: „Nicht zu weit fahren, einfach entspannen und die Zeit geniessen.“ Ich nenne es: strategisch hervorragende Ferienplanung. Denn ich hatte klare Anforderungen an diesen Campingplatz. 1. Hundefreundlich. 2. Wasser. 3. Noch mehr Wasser. Schliesslich trainiere ich praktisch für die Schwimm-WM 2026. Man kann nicht einfach Talent haben und dann nichts dafür tun. Also landeten wir auf dem Campingplatz in Le Landeron am Bielersee… und ich muss sagen: starke Leistung von meinen Menschen. Überall Hunde. Entspannte Stimmung. Kein Theater. Keine „Der darf aber nicht bellen“-Menschen. Hier läuft das ziemlich professionell ab. Morgens starte ich jeweils mit meiner grossen Runde. Schnüffeln. Kontrollgänge. Lagebesprechung mit den lokalen Hunden. Dazu ein wenig Gehorsamstraining, damit meine Menschen emotional stabil bleiben und weiterhin glauben, sie hätten Mitspracherecht. Danach wird gechillt. Mal im Wohnmobil. Mal draussen. Mal halb draussen halb drinnen, weil ich mich nicht entscheiden kann. Der neue MaxVan läuft übrigens hervorragend. Perfekter Luftstrom fürs Lagotto-Fell. Nachmittags eskaliert das Programm dann wieder komplett. Rennen. Schwimmen. Wiesen. Nochmal schwimmen. Mit nassen Pfoten möglichst schnell durchs Gras sprinten, damit wirklich ALLE sehen, dass ich sportlich bin. Und zwischendurch schaue ich meine Menschen an wie: „Habt ihr gesehen wie athletisch ich war?“ Die sagen dann sowas wie: „Nuka… du bist komplett verrückt.“ Danke 😊 Kulinarisch läuft der Campingplatz übrigens ebenfalls auf hohem Niveau. Die Menschen grillieren. Ich bekomme natürlich „nur ein kleines Stück ungewürztes Fleisch“. Aha. Kleines Stück. Interessant, wie unterschiedlich Wahrnehmung sein kann. Ich sitze dann völlig unauffällig neben dem Grill und starre das Fleisch mit maximalem emotionalem Druck an, bis irgendjemand schwach wird. Funktioniert erstaunlich gut. Alles in allem: 10/10 Campingferien. Wasser vorhanden. Hunde vorhanden. Fleisch vorhanden. Menschen entspannt. Und niemand zwingt mich Richtung Süden in den Stau. Perfektes Konzept, wenn ihr mich fragt.


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