🧀 Die verbotene Matte (erzählt von Nuka) Also. Zuerst möchte ich festhalten: Ich habe sehr lange nichts gemacht. Sehr. Lange. 24 Eier wurden aufgeschlagen. 1,2 Kilo Käse verarbeitet. Der Duft lag schwer in der Luft. Warm. Würzig. Tief. Ich sass. Ich schaute. Ich atmete. Ich war stark. Stundenlang. ⸻ Doch dann… Frauchen verlässt den Raum. Nur kurz. Und vor mir: Die Matte. Frisch bestrichen. Noch feucht. Noch weich. Ich nähere mich nicht hektisch. Ich bin keine Anfängerin. Ich arbeite strukturiert. Reihe für Reihe. Feld für Feld. Nicht gierig. Nicht chaotisch. Wissenschaftlich. Ich wollte ja nur prüfen, ob die Konsistenz stimmt, ob die Würzung harmoniert, ob das Verhältnis von Ei zu Käse ausgewogen ist. Man trägt Verantwortung. ⸻ Dann höre ich meinen Namen. „Nuka.“ Dieser Tonfall. Ich blicke auf. Halte inne. Analyse abgeschlossen. Ich steige ruhig vom Tisch. Kein Davonrennen. Kein Theater. Es gab Schimpfis. Kurz. Klar. Intensiv. Ich konnte es nehmen. Sie konnte es sagen. Thema beendet. ⸻ Ergebnis: 1/3 weniger gebackene Käse-Bams. Aber ich frage euch: Was sind schon Zahlen gegen Qualitätssicherung? (Und ja. Heute habe ich das erste Mal in meinem Leben geklaut. Nicht impulsiv. Nicht chaotisch. Sondern systematisch. Ich bereue nichts. Aber ich wurde erwischt.)


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