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Dogorama-Mitglied
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zuletzt 12. Jan.

Welche Rasse kann man noch mit guten Gewissen kaufen?

Hallo zusammen, es wird ja viel über Rassen, Qualzuchten, Genetik und daraus folgende Erbkrankheiten gesprochen. Fehlfarben, Überzüchtungen und Hunde sollen nicht einfach wahllos vermehrt werden. Demnach sind Mischlinge auch nichts :) Die Diskussion wieso eine Rasse nicht gesund ist, kann gerne in den anderen Threads weitergeführt werden. Mich würde hier mal interessieren, welchen Hund kann man sich denn aktuell noch mit gutem Gewissen anschaffen? Ich weiß nicht, ob ich noch mal einen Dalmatiner kaufen würde. So ganz gesund, ist die Rasse mit ihrem Gendefekt auch nicht.
 
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Julia 🐾Nero
12. Jan. 05:48
Ich wünsche mir ja seit längerem einen Langhaar Chihuahua und bin da sehr im Zwiespalt.

Ja, ich weiß, dass die Rasse nicht gesund ist und Chihuahuas mehr oder weniger stark, aber immer Qualzuchtmerkmalen ausprägen.

Daher wollte ich mich durch Tierschutz "durchmogeln". Wenn die QZ aus dem TS ist, dann ist es ja ok... 🫣.

Andererseits sollte man gerade bei belasteten Rassen noch viel mehr auf einen guten Züchter setzen (dessen Zuchthunde auf alle bekannten Erbkrankheiten getestet sind, die Hunde im oberen Größenbereich liegen, einen Hirschkopf haben usw.), weil man dann im QZ Spektrum noch eher auf der niedrigen Skala landen kann.
Außerdem bin ich der Meinung, dass man gute Bemühungen in der Zucht und Veränderungen in die richtige Richtung unterstützen sollte.

Dennoch ist TS die ethisch vertretbarere Option, obwohl man bei QZ Rassen Gefahr läuft, einen richtig stark behinderten Hund zu bekommen. Aber der muss ja auch irgendwo ein Zuhause bekommen.

Jetzt beschäftige ich mich mit dem Papillon, die Rasse soll durchaus gesund sein und wäre vermutlich die bessere Wahl.
Auch wenn mein Herz immer an den Chis hängen wird, so muss man am Ende im Wohle des Tieres handeln.

Also auf die Frage, welche Rasse kann man noch mit guten Gewissen kaufen, wäre bei den Kleinhunden der Papillon nach meinem aktuellen Wissensstand eine mögliche Antwort.
 
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Petra
12. Jan. 08:11
Ich wünsche mir ja seit längerem einen Langhaar Chihuahua und bin da sehr im Zwiespalt. Ja, ich weiß, dass die Rasse nicht gesund ist und Chihuahuas mehr oder weniger stark, aber immer Qualzuchtmerkmalen ausprägen. Daher wollte ich mich durch Tierschutz "durchmogeln". Wenn die QZ aus dem TS ist, dann ist es ja ok... 🫣. Andererseits sollte man gerade bei belasteten Rassen noch viel mehr auf einen guten Züchter setzen (dessen Zuchthunde auf alle bekannten Erbkrankheiten getestet sind, die Hunde im oberen Größenbereich liegen, einen Hirschkopf haben usw.), weil man dann im QZ Spektrum noch eher auf der niedrigen Skala landen kann. Außerdem bin ich der Meinung, dass man gute Bemühungen in der Zucht und Veränderungen in die richtige Richtung unterstützen sollte. Dennoch ist TS die ethisch vertretbarere Option, obwohl man bei QZ Rassen Gefahr läuft, einen richtig stark behinderten Hund zu bekommen. Aber der muss ja auch irgendwo ein Zuhause bekommen. Jetzt beschäftige ich mich mit dem Papillon, die Rasse soll durchaus gesund sein und wäre vermutlich die bessere Wahl. Auch wenn mein Herz immer an den Chis hängen wird, so muss man am Ende im Wohle des Tieres handeln. Also auf die Frage, welche Rasse kann man noch mit guten Gewissen kaufen, wäre bei den Kleinhunden der Papillon nach meinem aktuellen Wissensstand eine mögliche Antwort.
Zu was man Tierschutz alles gebrauchen kann😅. Als hätten diese Hunde dann kein Qualzuchtmerkmal, aber stopp, da gehts ja um Rettung🥺
 
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Petra
12. Jan. 08:15
Einfache Antwort: aus dem Tierschutz adoptieren :)
Genau mit diesen kann man alles abdecken, die sind auch gesund, und wie 🤣🤣🤣🤣🤣😀das mit dem Tierschutz ist immer soooo lächerlich, aber schön reden kann man sich vieles 👍
 
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Julia 🐾Nero
12. Jan. 08:17
Zu was man Tierschutz alles gebrauchen kann😅. Als hätten diese Hunde dann kein Qualzuchtmerkmal, aber stopp, da gehts ja um Rettung🥺
Na es geht ja nicht darum, dass der Hund dann keine QZ mehr ist 😅.
Sondern, dass man keine Nachfrage schafft und dadurch keine weitere Zucht fördert.

Natürlich verarscht man sich teils selbst, wenn man eine spezifische QZ möchte und dann das "Hintertürchen" TS nutzt.
Am Ende ist der Beweggrund scheiße, die Tat oder das Ergebnis aber gut.
Man gibt einem ungewollten Hund ein Zuhause und entlastet Tierheim/Shelter.
 
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Katja
12. Jan. 09:13
Na es geht ja nicht darum, dass der Hund dann keine QZ mehr ist 😅. Sondern, dass man keine Nachfrage schafft und dadurch keine weitere Zucht fördert. Natürlich verarscht man sich teils selbst, wenn man eine spezifische QZ möchte und dann das "Hintertürchen" TS nutzt. Am Ende ist der Beweggrund scheiße, die Tat oder das Ergebnis aber gut. Man gibt einem ungewollten Hund ein Zuhause und entlastet Tierheim/Shelter.
Dann sollte man zusätzlich auch noch das Geld in die Hand nehmen und den Hund gesund operieren lassen… wenn überhaupt möglich!

Die paar kEUR sollten dann fürs Individuum auch noch drin sein sein!
Die Welt verbessern tut man dadurch allerdings nicht, eher im Gegenteil: so lange QZ im öffentlichen Straßenbuld sichtbar ist, will sie auch einer haben… leider!

Und der Papillon ist echt noch gesund…?
 
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Julia 🐾Nero
12. Jan. 09:18
Dann sollte man zusätzlich auch noch das Geld in die Hand nehmen und den Hund gesund operieren lassen… wenn überhaupt möglich! Die paar kEUR sollten dann fürs Individuum auch noch drin sein sein! Die Welt verbessern tut man dadurch allerdings nicht, eher im Gegenteil: so lange QZ im öffentlichen Straßenbuld sichtbar ist, will sie auch einer haben… leider! Und der Papillon ist echt noch gesund…?
Habe ich das Gegenteil behauptet?
Weiß nicht, wieso du mir so vorwurfsvoll sagst, man solle sich dann auch um die Gesundheit kümmern, als ob ich anderer Meinung wäre.

Außer du addressierst mich nicht persönlich, was etwas ungeschickt ist, wenn du mich zitierst 😅. Klingt auf jeden Fall, als wäre deine Entrüstung gegen mich gerichtet.

Soll man deiner Meinung nach dann QZ im Tierheim oder Shelter lassen? Oder sie adoptieren und nicht raus gehen? Was ist mit QZ Mischlingen oder Hunden, die einfach natürliche Mutationen haben, die jemandem gefallen könnten?

Was ich bisher gelesen habe deutet darauf hin, dass der Papillon gesund ist. Du kannst mir gerne Quellen zukommen lassen, die auf Probleme hinweisen. Man lernt ja nie aus.
 
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Angelika
12. Jan. 09:28
Ich stehe auf Tierschutzhunde. Für mich ist wichtig, dass wir zusammenpassen. Ich nehme ihn ganz, also auch mit Krankheit und Gebrechen.
 
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Yvonne
12. Jan. 09:34
Habe ich das Gegenteil behauptet? Weiß nicht, wieso du mir so vorwurfsvoll sagst, man solle sich dann auch um die Gesundheit kümmern, als ob ich anderer Meinung wäre. Außer du addressierst mich nicht persönlich, was etwas ungeschickt ist, wenn du mich zitierst 😅. Klingt auf jeden Fall, als wäre deine Entrüstung gegen mich gerichtet. Soll man deiner Meinung nach dann QZ im Tierheim oder Shelter lassen? Oder sie adoptieren und nicht raus gehen? Was ist mit QZ Mischlingen oder Hunden, die einfach natürliche Mutationen haben, die jemandem gefallen könnten? Was ich bisher gelesen habe deutet darauf hin, dass der Papillon gesund ist. Du kannst mir gerne Quellen zukommen lassen, die auf Probleme hinweisen. Man lernt ja nie aus.
Ich lese Katjas Beitrag als Zustimmung und Ergänzung zu Deinem, nicht als Vorwurf gegen Dich 😊
 
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Julia 🐾Nero
12. Jan. 09:42
Ich lese Katjas Beitrag als Zustimmung und Ergänzung zu Deinem, nicht als Vorwurf gegen Dich 😊
Kann auch sein, ist in schriftlicher Form manchmal nicht so eindeutig.

Allerdings bleibt die Aussage, dass man mit einer TS QZ im Stadtbild die Nachfrage nach QZ erhöhen würde und man dadurch die Welt verschlechtert.

Katjas Hund hat ja selber auch ein QZ Merkmal. Weiß nicht ob es einer Rasse im Mix geschuldet ist oder eine spontane Mutation.
Ich würde aber nicht sagen, dass man Polli verstecken oder gar im Shelter hätte lassen sollen, um Kurzrutiggkeit nicht weiter zu promoten.

Ein heikles Thema ist es natürlich schon. Eine gute Lösung fällt mir auch nicht ein. Ein Schild um den Hals "ich bin eine QZ, kauft mich nicht" kann man dem Hund ja nicht umhängen. Was also tun mit alle den QZ Hunden aus dem TS?
 
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Yvonne
12. Jan. 09:51
Kann auch sein, ist in schriftlicher Form manchmal nicht so eindeutig. Allerdings bleibt die Aussage, dass man mit einer TS QZ im Stadtbild die Nachfrage nach QZ erhöhen würde und man dadurch die Welt verschlechtert. Katjas Hund hat ja selber auch ein QZ Merkmal. Weiß nicht ob es einer Rasse im Mix geschuldet ist oder eine spontane Mutation. Ich würde aber nicht sagen, dass man Polli verstecken oder gar im Shelter hätte lassen sollen, um Kurzrutiggkeit nicht weiter zu promoten. Ein heikles Thema ist es natürlich schon. Eine gute Lösung fällt mir auch nicht ein. Ein Schild um den Hals "ich bin eine QZ, kauft mich nicht" kann man dem Hund ja nicht umhängen. Was also tun mit alle den QZ Hunden aus dem TS?
Es gibt Halter von QZ-Tierschutzhunden, die haben ihre Hunde damit gekennzeichnet. Da steht am Geschirr oder auf einem Halstuch „Ich bin eine Qualzucht!“
Die machen damit auf das Problem aufmerksam.
Habe ich auch schon irgendwo hier auf Dogorama gesehen.

Es hilft nur Aufklärung und das Sichtbar machen. Die Hunde, die sowieso da sind, die leiden schon genug. Gerade die brauchen ein Zuhause, dass auf QZ-Merkmale aufmerksam macht und offen und ehrlich darüber spricht.

Wenn man z. B. mit einer Franz. Bulldogge angesprochen wird, wie süß der/die Kleine doch ist, dann sollte jeder Mensch mit Verantwortung darauf mit den gesundheitlichen Einschränkungen antworten, mit denen diese Hunde leben müssen und was für Tierarztkosten unter Umständen entstehen können.

Das müsste abschrecken.