Für Mich, würde nur noch ein Hund aus dem Tierschutz in Frage kommen. Habe vor ein paar Jahren noch anders gedacht. Die ganzen Vorurteile und Mythen, die so kursieren und sich wacker halten und die "Argumente", haben mich eher abgehalten.
Erst seit ich aktiver in den Tierschutz geschaut habe, habe ich begriffen, dass die meisten negativen Geschichten, eben genau das sind - Geschichten. Oder eben Einzelfälle. Man kann aber nicht alles über einen Kamm scheren. Im Tierschutz gibt es ALLES. Jede Rasse, jede Größe, jedes Alter, traumatisiert und völlig verhaltensunauffällig! Es gibt dort auch genauso viele Hunde, die eben keine schlimmen Erfahrungen gemacht haben. Wo ein Besitzer gestorben ist oder die schon im TS geboren wurden. Es ist wirklich für absolut jeden Menschen was dabei. Man muss vielleicht ein wenig schauen und Geduld haben. Es geht nicht immer von heut auf morgen, wenn man ganz spezielle wünsche hat. Aber es gibt eben sonst echt keine "Ausreden".
So viel dazu.
TROTZDEM, sollte man sich aufjedenfall Informieren über Qualzuchten. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Rassen, die Rassetypische Krankheiten bekommen KÖNNEN, oder eben Welche, die aufgrund dieser Merkmale überhaupt erst gezüchtet werden mit wirtschaftlichen Absichten! Allen voran geht es da eben um Brachycephale Rassen. Beispiel: Mops, Französische Bulldogge, Pomeranian, Chihuahua, OEB, usw...
Sowie auch die Mini Versionen verschiedenster Rassen.
Es geht eben um kurze Schnauzen, zu kleine Kopfe, zu kleine Körper. Diese Rassen gibt es nicht in gesund! Ich weiß, viele behaupten etwas anderes oder halten sich an "Retro"-Zuchten fest. Aber ein brachycephaler Hund bleibt einer. Und besser ist noch lang nicht gut. Ein Thema, was man noch viel tiefgründiger behandeln könnte.
Aber ich will das nur dazu sagen, weil, auch wenn man so eine Rasse aus dem Tierschutz holt, was dann im grunde ja in Ordnung ist, weil man damit diese Zuchten nicht unterstützt, muss man eben entsprechend mit hohen Kosten rechnen. Diese Tiere sind krank! Die meisten brauchen mehrere Operationen. Von Nasenlöchern erweitern über Gaumsegel kürzen, Hautfalte entfernen, usw. Und wenn keine OP dann eben sämtliche andere Behandlungen der Symptome, die so ein Tier eben entwickelt. Augenentzündungen, Cremes für Hautfaltenentzündungen, Ohrenentzündungen behandeln, Physiotherapie wegen Hüft und Gelenkproblemen, Spezielles Futter wegen Allergien UND SO WEITER. Die Liste ist endlos. Und dem sollte man sich aufjedenfall bewusst sein, wenn man sich so eine Rasse holt.
Hat man die finanziellen Mittel und auch, was man auch bedenken muss, die mentale Kraft (seinen kranken Hund ständig leiden zu sehen ist echt nicht ohne), dann haben auch diese Tiere natürlich ein schönes Zuhause verdient!
Also, außerhalb dieser Qualzucht-Geschichte, kommt es viel eher darauf an, was zu dir passt. Was zu deinem Leben passt. Bist du aktiv oder eher weniger? Möchtest du Hundesport machen? Soll der Hund eine bestimmte Aufgabe erfüllen? Sollte der Hund bestimmte Merkmale möglichst nicht haben? (Z.B. Jagdtrieb, bewachen, etc).
Wenn du mit den beantworteten Fragen, dir 2-3 Tierschutzorgas anschaust und dich mit den Menschen von dort unterhältst, dann wirst du deinen passenden Hund finden.
😊