Juckreiz/Ausfluss aus einem Auge – Medizinische Sprechstunde – Hundeforum von Dogorama – Dogorama App

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Karin
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Anzahl der Antworten 3
zuletzt 27. Okt.

Juckreiz/Ausfluss aus einem Auge

Hallo! Unser kleiner leidet seit ca. 2 Wochen unter Juckreiz.Erstmal versuchten wir selber verschiedenes um dieses Problem zu lösen. Da wir wissen, dass er allergisch auf Futtermilben reagiert öffneten wir einen neuen Sack, falls der Alte kontaminiert sein sollte?! Ohne Erfolg! Außerdem ist er allergisch gegen Hausstaubmilben. Also alle seine Sachen heiß gewaschen und alles mit Antifloh- und milbenspray eingesprüht. Ohne Erfolg! Er bekam Apfelessig ins Wasser und Bierhefe unters Futter. Ohne Erfolg! Er wird täglich gründlich gebürstet. Ohne Erfolg! Wir haben sein Fell an verschiedenen Stellen mit einem Flohkamm kontrolliert. Nix gefunden! Letzten Dienstag waren wir mit diesem Problem schon beim Tierarzt. Er gab Tabletten gegen Ektoparasiten mit und meinte, wenn das das Problem sein sollte, müsste es innerhalb einer Woche abklingen. Bisher verlief das leider auch erfolglos. Heute Morgen stellten wir dann auch noch fest, dass ein Sekret (???Eiter???) aus seinem linken Auge floss (siehe Foto). Nun zu unseren Fragen: Was könnte den Juckreiz auslösen? Kann das Augenproblem in Zusammenhang mit dem Juckreiz stehen? Wir haben Mittwoch wider einen Termin beim Tierarzt. Können wir mit dem Auge noch so lange warten? Gibt es "Hausmittelchen", mit denen wir selbst bereits das Auge behandeln können? Lieben Gruß Karin
 

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Steffi
26. Okt. 08:31
Hallo Karin, Habt ihr schonmal über eine De-/Hyposensibilisierung gegen Hausstaubmilben nachgedacht? Neben herkömmlichen Juckreiz-lindernden Medikamenten bei akuten Schüben, wie Kortison oder Apoquel, besteht die Möglichkeit einer Hyposensibilisierung (Antigenspezifische Immuntherapie). Diese beruht auf dem Prinzip das Allergen, auf das dein Hund reagiert, über einen längeren Zeitraum in ansteigender Dosis zu verabreichen. Die Allergengabe erfolgt als Spritze vom Tierarzt am Anfang 1x wöchentlich, später 1x monatlich. Der Juckreiz, sowie die Hautveränderungen sollten daraufhin innerhalb von ca. 1-3 Monaten zurückgehen. Es besteht eine bis zu 70%ige Chance, dass dein Hund auf die Therapie anspricht und keine Symptome mehr zeigt. Durch die Verwendung von sogenannten definierten rekombinanten hochreinen (spezifisch angepassten) Allergenen ist eine Verbesserung der Prognose gegeben. Diese Allergene müssen von deinem Tierarzt bestellt und für deinen Hund angepasst werden. Die Augenproblematik kann in sofern mit der Allergie in Zusammenhang stehen, da das Immunsystem dadurch geschwächt ist. Sind beide Augen betroffen? Kneift er vermehrt die Augen zu, kratzt oder schubbert sich vermehrt? Kann es sein, dass er etwas ins Auge bekommen hat? Kannst du erkennen, ob die Bindehäute gerötet sind? Du kannst of jeden Fall versuchen mit abgekühltem Fencheltee (KEIN Grün-, Schwarz- oder Kamillentee) und einem fusselfreien Tuch die Augen und die „Tränenstraßen“ bzw. den Eiter zu reinigen.
 
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Karin
26. Okt. 20:44
Hallo Steffi, vielen Dank für die Antwort! Ja, wir hatten schonmal über Desensibilisierung nachgedacht. Aber das soll wohl auch nicht ohne für den Hundekörper sein?! Werden das aber morgen nochmal mit dem Arzt besprechen. Gut, dass Du uns daran erinnert hast. Nein, es ist nur ein Auge und er öffnet es ganz normal, als ob nichts wäre. Ja, ich glaube die Bindehaut ist gerötet. Auch das werden wir dem Arzt morgen natürlich zeigen. Vielen Dank für die Denkanstösse + die Tipps! Wir hoffen jetzt mal auf morgen. Lieben Gruß
 
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Steffi
27. Okt. 07:51
Da die Dosis für den Hund angepasst wird und zunächst sehr gering ist, treten in der Regel keine Symptome auf. In wenigen Fällen kann es zu leichten Reaktionen kommen, welche sonst bei der üblichen Allergie auftreten. Beim Auge handelt es sich vermutlich um eine sogenannte Konjunktivitis (Bindehautentzündung). Ihr müsst ihn unbedingt vom kratzen und reiben abhalten (ggf. mit einem Halskragen). Verschiedene Augensalben können helfen. Optimmune kann 2x tgl. zur Entzündungshemmung in das Auge gegeben werden. Nach einer negativen Fluoreszinprobe (Hornhautdefekt ausgeschlossen) kann in hartnäckigen Fällen Isoptodex 3x tgl. angewandt werden.
 

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