Home / Forum / Medizinische Sprechstunde / Erfahrungen mit einem Kastrationschip

Verfasser-Bild
Stefan
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 3
zuletzt 9. Dez.

Erfahrungen mit einem Kastrationschip

Hallo liebe Fellnasenbesitzer *innen, Ich würde gerne mal eure Erfahrungen zum Thema Kastrationschip hören. Unser Athos ist jetzt 7 Monate alt und macht gerade auch eine heftige Phase mit "Liebeskummer" durch. In anderen Foren findet sich häufig das Thema Chip, als nichtinvasive Maßnahmen zur operativen Kastration. Ich freue mich auf eure Meinungen und auch Erfahrungen. Beste Grüße Stefan
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Steffi
Beliebteste Antwort
9. Dez. 15:40
Hallo Stedan, da bist du in der falschen Gruppe gelandet. Wenn du Meinungen anderer Hundebesitzer möchtest musst du in die Kategorie Gesundheit oder Welpen/ Junghunde anfragen. Bei der sogenannten chemischen Kastration wird kontinuierlich in geringer Dosis ein Hormonpräparat verabreicht, welches die Senkung des Plasmatestosteronspiegels bewirkt. Testosteron spielt bei wachsenden Hunden eine entscheidende Rolle für das Knochen- und Muskelwachstum. Die Anwendung eines solchen Chips ist bei noch nicht geschlechtsreifen Hunden noch nicht untersucht. Man geht aber davon aus, dass durch die Testosteronreduktion das Wachstum und die Reife der Rüden ebenso gehemmt wird, wie bei der chirurgischen Kastration. Daher wird empfohlen, vor dem Einleiten einer Behandlung das Eintreten der Geschlechtsreife abzuwarten. Die Geschlechtsreife bei Hunden unterliegt starken individuellen als auch rassebedingten Schwankungen. Bei einem kleinwüchsigen Hund sollte sie im Alter von einem Jahr abgeschlossen sein und einer Kastration nichts im Wege stehen. Bei der chirurgischen Kastration handelt es sich um die irreversible Entfernung der hormonproduzierenden Keimdrüsen (Hoden und Nebenhoden). Hingegen der sogenannte Kastrationschip (Suprelorin-Chip) einen zeitlich begrenzten (6 oder 12 Monate) Zustand der Reduktion der Hormonproduktion hervorruft. Vorteile: + keine Narkose/ kein chirurgischer Eingriff + ausschließlich Injektion nötig + Zustand der hormonellen Unterdrückung reduziert sich nach Metabolisierung des Wirkstoffs (je nach Implantat 1/2 oder 1 Jahr Wirkung) + Auswirkungen einer endgültigen Kastration können versuchsweise beobachten werden (möglicherweise können Aggressivität und verstärkter Sexualtrieb verringert werden) + Risiko von Hoden-/Prostataveränderungen sinkt Nachteile: - kostenintensiv - muss halbjährlich oder jährlich wiederholt werden -/+ Hoden verkleinern sich - Fellveränderungen sind möglich, weniger glänzend, dickeres Unterfell (auch bei Chirurgischer Kastration) - Gewichtszunahme möglich durch die reduzierte Hormonproduktion (auch bei Chirurgischer Kastration) - Verhaltensveränderungen bei zu früher Kastration (können Jungtierverhalten beibehalten -> auch bei Chirurgischer Kastration) Letzteres würde auf deinen zweijährigen Rüden eher nicht zutreffen, da er bereits seine Geschlechtsreife erreicht hat. Der Hormonchip bietet eine gute Aussagekraft über den möglichen Zustand nach einer Chirurgischen Kastration. Wenn du dir unsicher bist, ob eine Kastration in Frage kommt, ist dies also eine gute Alternative. Um zu sehen, wie er darauf reagiert, empfiehlt es sich erst den „kleinen“ Halbjahres-Chip anzuwenden.
 

Du willst mitreden?

Lade dir Dogorama kostenlos im App Store oder Play Store herunter und schon kann es losgehen!
Playstore-Button Appstore-Button
Beitrag-Verfasser-Bild
Steffi
9. Dez. 15:40
Hallo Stedan, da bist du in der falschen Gruppe gelandet. Wenn du Meinungen anderer Hundebesitzer möchtest musst du in die Kategorie Gesundheit oder Welpen/ Junghunde anfragen. Bei der sogenannten chemischen Kastration wird kontinuierlich in geringer Dosis ein Hormonpräparat verabreicht, welches die Senkung des Plasmatestosteronspiegels bewirkt. Testosteron spielt bei wachsenden Hunden eine entscheidende Rolle für das Knochen- und Muskelwachstum. Die Anwendung eines solchen Chips ist bei noch nicht geschlechtsreifen Hunden noch nicht untersucht. Man geht aber davon aus, dass durch die Testosteronreduktion das Wachstum und die Reife der Rüden ebenso gehemmt wird, wie bei der chirurgischen Kastration. Daher wird empfohlen, vor dem Einleiten einer Behandlung das Eintreten der Geschlechtsreife abzuwarten. Die Geschlechtsreife bei Hunden unterliegt starken individuellen als auch rassebedingten Schwankungen. Bei einem kleinwüchsigen Hund sollte sie im Alter von einem Jahr abgeschlossen sein und einer Kastration nichts im Wege stehen. Bei der chirurgischen Kastration handelt es sich um die irreversible Entfernung der hormonproduzierenden Keimdrüsen (Hoden und Nebenhoden). Hingegen der sogenannte Kastrationschip (Suprelorin-Chip) einen zeitlich begrenzten (6 oder 12 Monate) Zustand der Reduktion der Hormonproduktion hervorruft. Vorteile: + keine Narkose/ kein chirurgischer Eingriff + ausschließlich Injektion nötig + Zustand der hormonellen Unterdrückung reduziert sich nach Metabolisierung des Wirkstoffs (je nach Implantat 1/2 oder 1 Jahr Wirkung) + Auswirkungen einer endgültigen Kastration können versuchsweise beobachten werden (möglicherweise können Aggressivität und verstärkter Sexualtrieb verringert werden) + Risiko von Hoden-/Prostataveränderungen sinkt Nachteile: - kostenintensiv - muss halbjährlich oder jährlich wiederholt werden -/+ Hoden verkleinern sich - Fellveränderungen sind möglich, weniger glänzend, dickeres Unterfell (auch bei Chirurgischer Kastration) - Gewichtszunahme möglich durch die reduzierte Hormonproduktion (auch bei Chirurgischer Kastration) - Verhaltensveränderungen bei zu früher Kastration (können Jungtierverhalten beibehalten -> auch bei Chirurgischer Kastration) Letzteres würde auf deinen zweijährigen Rüden eher nicht zutreffen, da er bereits seine Geschlechtsreife erreicht hat. Der Hormonchip bietet eine gute Aussagekraft über den möglichen Zustand nach einer Chirurgischen Kastration. Wenn du dir unsicher bist, ob eine Kastration in Frage kommt, ist dies also eine gute Alternative. Um zu sehen, wie er darauf reagiert, empfiehlt es sich erst den „kleinen“ Halbjahres-Chip anzuwenden.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Steffi
9. Dez. 18:14
Hallo Stedan, da bist du in der falschen Gruppe gelandet. Wenn du Meinungen anderer Hundebesitzer möchtest musst du in die Kategorie Gesundheit oder Welpen/ Junghunde anfragen. Bei der sogenannten chemischen Kastration wird kontinuierlich in geringer Dosis ein Hormonpräparat verabreicht, welches die Senkung des Plasmatestosteronspiegels bewirkt. Testosteron spielt bei wachsenden Hunden eine entscheidende Rolle für das Knochen- und Muskelwachstum. Die Anwendung eines solchen Chips ist bei noch nicht geschlechtsreifen Hunden noch nicht untersucht. Man geht aber davon aus, dass durch die Testosteronreduktion das Wachstum und die Reife der Rüden ebenso gehemmt wird, wie bei der chirurgischen Kastration. Daher wird empfohlen, vor dem Einleiten einer Behandlung das Eintreten der Geschlechtsreife abzuwarten. Die Geschlechtsreife bei Hunden unterliegt starken individuellen als auch rassebedingten Schwankungen. Bei einem kleinwüchsigen Hund sollte sie im Alter von einem Jahr abgeschlossen sein und einer Kastration nichts im Wege stehen. Bei der chirurgischen Kastration handelt es sich um die irreversible Entfernung der hormonproduzierenden Keimdrüsen (Hoden und Nebenhoden). Hingegen der sogenannte Kastrationschip (Suprelorin-Chip) einen zeitlich begrenzten (6 oder 12 Monate) Zustand der Reduktion der Hormonproduktion hervorruft. Vorteile: + keine Narkose/ kein chirurgischer Eingriff + ausschließlich Injektion nötig + Zustand der hormonellen Unterdrückung reduziert sich nach Metabolisierung des Wirkstoffs (je nach Implantat 1/2 oder 1 Jahr Wirkung) + Auswirkungen einer endgültigen Kastration können versuchsweise beobachten werden (möglicherweise können Aggressivität und verstärkter Sexualtrieb verringert werden) + Risiko von Hoden-/Prostataveränderungen sinkt Nachteile: - kostenintensiv - muss halbjährlich oder jährlich wiederholt werden -/+ Hoden verkleinern sich - Fellveränderungen sind möglich, weniger glänzend, dickeres Unterfell (auch bei Chirurgischer Kastration) - Gewichtszunahme möglich durch die reduzierte Hormonproduktion (auch bei Chirurgischer Kastration) - Verhaltensveränderungen bei zu früher Kastration (können Jungtierverhalten beibehalten -> auch bei Chirurgischer Kastration) Letzteres würde auf deinen zweijährigen Rüden eher nicht zutreffen, da er bereits seine Geschlechtsreife erreicht hat. Der Hormonchip bietet eine gute Aussagekraft über den möglichen Zustand nach einer Chirurgischen Kastration. Wenn du dir unsicher bist, ob eine Kastration in Frage kommt, ist dies also eine gute Alternative. Um zu sehen, wie er darauf reagiert, empfiehlt es sich erst den „kleinen“ Halbjahres-Chip anzuwenden.
Entschuldige, ich wollte natürlich „Stefan“ schreiben!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Stefan
9. Dez. 18:57
Entschuldige, ich wollte natürlich „Stefan“ schreiben!
Hallöchen Steffi, Dankeschön für deinen Hinweis und die Informationen. Ich wünsche dir eine schöne Adventszeit
 

Du willst mitreden?

Lade dir Dogorama kostenlos im App Store oder Play Store herunter und schon kann es losgehen!
Playstore-Button Appstore-Button