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Moni
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Anzahl der Antworten 8
heute 09:14

War das die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt?

Hallo, da ich absolut nicht mit dem Verlust von meinem Achim zurecht komme, versuche ich es mal hier. Mein Name ist Moni und habe vor 2 Jahren Achim aus dem Tierheim geholt. Er war dort direkt in einer Quarantäne für 3 Monate, da er mit einem illegalen Transport nach Deutschland kam aus Rumänien. Das Tierheim verschwieg leider, dass bereits Symptome einer Erkrankung entdeckt wurden . Als wir Achim endlich bei uns hatten, sind sofort die verkrusteten Ohren aufgefallen, die ihm auch Schmerzen bereiteten. Eine Woche später Fellverlust an Schläfen und Schwanzspitze, also ab zum Arzt. Verdacht Leishmaniose, Test negativ. Befund Räude. Desweiteren kam noch der ungewöhnliche Stuhl dazu. Futterumstellung verbesserte seinen Kot, Behandlung gegen Räude brachte nichts. Später bekam er ganz schlimmen Durchfall mit Blut. Also Notfall und anderer Tierarzt. Kotprobe ergab Giardien, Clostridien. Weitere Bluttests ergaben folgendes: Von Milben, Pilz bis hin zu doch positiv auf Leishmaniose war alles dabei. So fingen wir an gegen die Leishmaniose zu arbeiten. Fazit, es wurde alles schlimmer. Schwere Entzündungen der Haut und da wir ihn gespritzt haben mit Glucantime bekam er sogar Nasenbluten. Also Abbruch der Therapie. Allergietest ergab Unverträglichkeit gegen alles. Somit bekam er nur noch Hermetia. Der neue Tierarzt war deutlich genervt von uns, da wir jeden Tag mehr den Verfall beobachten konnten und den Arzt natürlich häufig kontaktiert haben deshalb. Somit sind wir wieder zum alten Tierarzt. Hautbiopsie ergab nichts bei leishmaniose und Räude. Somit schloss der Arzt die Leishmaniose wieder aus. Verdacht Autoimmunerkrankung. Er bekam lange Zeit Cortison. Hat man dieses reduziert, wurde die Haut wieder schlechter. Da er so an Muskeln abgebaut hat, entschieden wir uns für Ciclosporin, also einen anderen Immunblocker. Bevor wir zu diesem gewechselt haben und das Cortison angefangen haben auszuschleichen, bemerkte ich das seine Atmung schneller war als sonst. Ich dachte es sei die Wärme vom Kamin. Als sich die Atmung nicht besserte sind wir wieder zum Arzt. Lunge wurde geröntgt und eine Art Blase festgestellt. Arzt sagte beobachten. Die Atmung wurde nicht besser nach 2 Wochen und es wurde wieder geröntgt, Lungenbild deutlich verschlechtert und wiedereinmal Antibiotika und bin dann zu einer Spezialklinik gefahren. Befund Herz gesund, Lungenentzündung und weiterhin der Verdacht auf Leishmaniose. Lungenwürmer negativ getestet und bekam wieder das gleiche Antibiotikum. Nach einer Woche war alles noch schlimmer geworden mit der Lunge. Husten und Bauchatmung waren Programm. Zwingerhusten würde ausgeschlossen.Auch die Zunge hatte bereits eine Blaufärbung. Sofort zum Arzt um auf Herzwurm zu testen. Test negativ, aber positiv auf Ehrlichiose. Eine Behandlung gegen Ehrlichiose ist machbar, aber in seinem Zustand kaum Chancen, da sich seine Lunge weiterhin rasant verschlechtert hatte. Somit haben wir den Entschluss gefasst, nach 2 Jahren den Kampf aufzugeben und Achim von seinem Leid zu erlösen. Nun weshalb ich hier bin...ich stelle mir immernoch die Frage nach einem Monat, war es wirklich die richtige Entscheidung??? Hätte ich weiter gemacht hätten wir ihn retten können oder wäre er qualvoll erstickt? Jeden Tag habe ich diese Gedanken und bin am verzweifeln...!Er fehlt mir so sehr.... er wurde nur 6 Jahre alt..
 
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Thomas Alexander
Beliebteste Antwort
heute 07:33
Das du dir Gedanken machst zeugt von reiflicher Überlegung. Wir Halter müssen Entscheidungen treffen. Sie sind nicht leicht. Und es gibt meistens kein richtig oder falsch. Nur das Tier sollte im Vordergrund stehen. Qualen vermeiden aus eigenem Egoismus ist unsere Verantwortung. Du wirst darüber wegkommen und irgendwann einen neuen Gefährten finden. Und mit dem wirst du über Achim sprechen und ihn so in Erinnerung behalten.
 
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Thomas Alexander
heute 07:33
Das du dir Gedanken machst zeugt von reiflicher Überlegung. Wir Halter müssen Entscheidungen treffen. Sie sind nicht leicht. Und es gibt meistens kein richtig oder falsch. Nur das Tier sollte im Vordergrund stehen. Qualen vermeiden aus eigenem Egoismus ist unsere Verantwortung. Du wirst darüber wegkommen und irgendwann einen neuen Gefährten finden. Und mit dem wirst du über Achim sprechen und ihn so in Erinnerung behalten.
 
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Petra
heute 07:46
Liebe Moni, mein Beileid zu deinem Verlust. Manchmal verliert man den Kampf und dann ist es der letzte Liebesbeweis wenn man ihnen weiteres Leid erspart und sie gehen lässt.
Ich vermute die Atemnot war der ausschlaggebende Grund dafür. Atemnot ist das schlimmste was ich mir vorstellen kann. Das wünsche ich niemandem. Mein verstorbener Chep musste deswegen auch eingeschläfert werden.
Ich kann dich verstehen das du viele Fragen hast was genau dein Achim hatte, aber du wirst wahrscheinlich keine befriedigende Antwort finden, die dir den Schmerz nimmt.
Ich habe von Hunden mit Parasitosen auch schon schlimme Verläufe mitbekommen, vor allem wenn man nicht an fachkundige Tierärzte gerät.
Ich schicke dir mal zwei Links, vielen beantwortet da das ein oder andere Fragen von dir. Ich wünsche es dir. Fühl dich gedrückt.

https://parasitosen.de/

https://www.leishmaniose-forum.com/forum.php
 
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Moni
heute 08:06
Liebe Moni, mein Beileid zu deinem Verlust. Manchmal verliert man den Kampf und dann ist es der letzte Liebesbeweis wenn man ihnen weiteres Leid erspart und sie gehen lässt. Ich vermute die Atemnot war der ausschlaggebende Grund dafür. Atemnot ist das schlimmste was ich mir vorstellen kann. Das wünsche ich niemandem. Mein verstorbener Chep musste deswegen auch eingeschläfert werden. Ich kann dich verstehen das du viele Fragen hast was genau dein Achim hatte, aber du wirst wahrscheinlich keine befriedigende Antwort finden, die dir den Schmerz nimmt. Ich habe von Hunden mit Parasitosen auch schon schlimme Verläufe mitbekommen, vor allem wenn man nicht an fachkundige Tierärzte gerät. Ich schicke dir mal zwei Links, vielen beantwortet da das ein oder andere Fragen von dir. Ich wünsche es dir. Fühl dich gedrückt. https://parasitosen.de/ https://www.leishmaniose-forum.com/forum.php
Wenn das mit der Lunge nicht gewesen wäre, hätten wir weiter gemacht.... Danke für die lieben Worte und auch von mir mein tiefstes Mitgefühl. Am Ende wusste eben keiner was nun mit ihm war ...er war vom Charakter so perfekt...
 
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Moni
heute 08:07
Das ist das einzige, was den Schmerz ein wenig lindert ...
 
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Sonja
heute 08:07
Meine ansicht, und halte/hielt es bei meinen Tieren immer so : wenn keine besserung in absehbarer Zeit und/oder die wahrscheinlichkeit von Verschlechterung hoch ist, resp. wenn an die erlebt..; .einfach gesagt wenn die schlechtn Tage überwiegen ist es zeit das Tier gehen zu lassen, egal wie alt/Jung es ist ! Alles andere ist egoistisch. Besondres Hunde zeigen ihre Pein/Leiden oftmals nicht...... Mein erstes Pferd wurde nur 10 ( durchschnittsalter Pferde meist 25+) , es hatte Krebs. Der TA meinte damals auch man könnte das oder jenes noch machen....sagte aber auch klipp und klar: keine Heilung oder auch nur "verbesserung"....das ganze kann/könnte durch eingriffe/medikamente xy lediglich verzögert werden.. da,war für mich der Fall klar es gehen zu lassen.... also in deinem Fall hätte ich ihn auch gehen lassen...
 
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Moni
heute 08:11
Meine ansicht, und halte/hielt es bei meinen Tieren immer so : wenn keine besserung in absehbarer Zeit und/oder die wahrscheinlichkeit von Verschlechterung hoch ist, resp. wenn an die erlebt..; .einfach gesagt wenn die schlechtn Tage überwiegen ist es zeit das Tier gehen zu lassen, egal wie alt/Jung es ist ! Alles andere ist egoistisch. Besondres Hunde zeigen ihre Pein/Leiden oftmals nicht...... Mein erstes Pferd wurde nur 10 ( durchschnittsalter Pferde meist 25+) , es hatte Krebs. Der TA meinte damals auch man könnte das oder jenes noch machen....sagte aber auch klipp und klar: keine Heilung oder auch nur "verbesserung"....das ganze kann/könnte durch eingriffe/medikamente xy lediglich verzögert werden.. da,war für mich der Fall klar es gehen zu lassen.... also in deinem Fall hätte ich ihn auch gehen lassen...
Danke Sonja...ja man merkte immer mehr das es ihm schwer fällt. Er kam am Ende nicht mal mehr mit hoch ins Bett, freute sich kaum über das spazieren gehen. Natürlich sagte der Arzt, wir können gegen die ehrlichiose behandeln, aber das wird die Lunge nicht reparieren...die Angst das er qualvoll erstickt wenn keiner zu Hause ist ....
 
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Tanja
heute 08:32
Ich finde, dass es nicht das 'richtige' Alter gibt, zu dem man mit dem Leben abschließt. Jedes Lebewesen ist anders, jedes trägt seinen Rucksack mit sich herum und Achims Rucksack war offenbar vollgestopft mit Ballast. Ihr habt ihm ermöglicht, bei euch noch eine schöne Zeit zu haben. Sich als Straßenhund in Rumänien durchzuschlagen, ist sicher nicht leicht und ein Leben im Tierheim in einer unpersönlichen Zelle ohne viel Kontakt ist auch kein tolles Hundeleben. Bei euch hatte er sein festes Menschenrudel, seinen angenehmen Schlafplatz und jeden Tag seine eigene Futterration. Und ich bin mir sicher, dass er es gespürt hat, wie sehr ihr euch um ihn bemüht habt. Ich bin mir sicher, die Jahre bei euch waren die schönsten, die er hatte.
Und wenn der Ballast zu schwer wiegt, finde ich es gut, dass wir für unser Familienmitglied entscheiden können. Bei Menschen sieht es da ganz anders aus...
Achim wird seinen Rucksack abstreifen und leichten Schrittes über die Brücke gehen können.
 
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Maria
heute 09:14
Hallo liebe Moni,

ich hatte mal eine Ratte mit Mykoplasmose. Sie hatte regelmaeßig Wasser in der Lunge, das entfernt werden musste.

Die Ratte ist gerade mal 1 1/2 Jahre alt geworden und qualvoll erstickt, weil ich in der betreffenden Nacht nicht Zuhause war. Ich hätte ihm das sehr gerne erspart.

Lieber ein Ende in Würde und ohne Schmerzen als ein qualvoller Tod.