Sandra Kader stand kurz davor, ihre Hündin Leni zu verlieren. Nach massiven Unverträglichkeiten gegen alles Tierische, dramatischem Gewichtsverlust und einer Odyssee durch Tierarztpraxen und Kliniken half am Ende nur ein radikaler Schritt: die komplette Umstellung auf vegane Fütterung. Aus dieser Verzweiflung heraus entstand Der Vegane Napf – heute eine der bekanntesten deutschsprachigen Anlaufstellen für Hundehalter, die sich mit pflanzlicher Hundeernährung beschäftigen. Im Gespräch mit Dogorama erzählt Sandra Kader, warum sie niemandem ihre Überzeugung aufdrängen will, welche Fehler Einsteiger am häufigsten machen und warum für sie am Ende alles auf ein einziges Wort hinausläuft. ✨
Dogorama: Du hast alles wegen deiner Hündin Leni in Gang gesetzt. Erzähl uns doch mal, wie war das damals? Was hat dich dazu gebracht, einen so unkonventionellen Weg einzuschlagen?
Sandra Kader: Der vegane Fütterungsweg war tatsächlich – das klingt jetzt dramatisch, aber es war auch wirklich dramatisch – mein letzter Weg, meine letzte Hoffnung, meine Leni zu retten. Sie war schon immer ein Sensibelchen vom Magen her, aber nach ihren letzten Impfungen wurde es plötzlich richtig schlimm mit Unverträglichkeiten gegen alles Tierische. Das heißt nicht, dass die Impfungen schuld waren, aber für mich war das der Moment, ab dem ich merkte: Irgendetwas stimmt hier nicht mehr. Sie reagierte auf alles Tierische – kein Rind, kein Huhn, kein Schaf, kein Pferd vertrug sie. Sie wurde immer dünner und dünner. Heute steht sie mit vier Kilo gut im Saft, aber in unserer schlechtesten Zeit hatte sie noch eineinhalb Kilo. Wir waren wirklich an der Kippe. Wir sind von Tierarzt zu Tierklinik zu Heilpraktiker zu Ernährungsberater gerannt, und niemand konnte uns helfen. Irgendwann lag ich nachts völlig panisch im Bett, weil ich dachte: Ich verliere meinen Hund. Das kann doch nicht sein.
Sie hatte massiven Durchfall, massives Erbrechen, Schaum im Kot und im Erbrochenen, konstant Bauchweh. Sie war gesundheitlich komplett am Ende. Weil ihr Immunsystem so angeschlagen war, hatte sie auch ständig Giardien – daran wäre sie beinahe zweimal gestorben. Das war eine Odyssee vom Feinsten, knapp ein halbes Jahr, acht Monate, aber für mich hat es sich angefühlt wie zwanzig. Am Schluss haben wir es sogar noch mit BARF versucht, auf Empfehlung einer sehr netten Ernährungsberaterin – aber das hat Leni leider endgültig über die Kippe getrieben. Klar, wenn du nichts Tierisches verträgst, dann geht natürlich auch nichts Rohes, Tierisches.
Und dann lag ich eines Nachts wach und dachte mir: Das kann nicht sein, dass meiner Leni nicht geholfen werden kann. Ich habe recherchiert und gegoogelt und bin auf den Erfahrungsbericht eines Boxers gestoßen – ein großer Hund mit genau den gleichen Symptomen wie Leni. Die Halter hatten ihn verzweifelt auf vegane Fütterung umgestellt. Ich dachte zuerst: Wie soll das gehen, vegan? Ich war damals selbst schon vegetarisch, aber bei meinem Hund kam mir das nie in den Sinn – Hallo, das ist doch ein halber Wolf. Aber es war noch eine Option, und ich dachte: Ich probiere das jetzt einfach, auch wenn ich mir erst später Gedanken gemacht habe, warum das überhaupt funktionieren soll.
Was ich grundsätzlich niemandem rate: Ich habe von jetzt auf gleich umgestellt, ohne Übergang. Wer mich kennt, weiß, dass ich sonst immer zu einer langsamen Umstellung rate. Aber Leni war so todkrank, ich konnte nicht langsam vorgehen. Damals gab es noch nicht viel Auswahl auf dem Markt, ich habe mich für eine vegane Futterfirma entschieden – und es war wie ein Zauber. Leni bekam das erste vegane Futter, und alles war weg. Wirklich von einem Tag auf den anderen: kein Durchfall mehr, kein Erbrechen mehr, kein Bauchweh mehr. In den folgenden Wochen hat sie dann auch wieder gut zugenommen, und diese Lebensfreude kam zurück. So hat meine vegane Reise begonnen – und dieses Erlebnis hat mich seitdem nicht mehr losgelassen.
Dogorama: Sicher erheben sich nun viele Stimmen: Aber Hunde essen doch Fleisch, die stammen doch vom Wolf ab. Was sagst du zu diesen kritischen Aussagen?
Sandra Kader: Ich verstehe diesen Einwand total, den hatte ich am Anfang selbst. Wie soll das gehen, der Hund, der vom Wolf abstammt und kein Fleisch bekommt? Aber ganz ehrlich, wenn ich mir meine Leni anschaue, den kleinen Mini-Malteser – da ist nicht mehr viel Ähnlichkeit mit einem Wolf. Unsere Hunde sind biologisch längst keine Wölfe mehr. Sie leben seit Tausenden von Jahren an unserer Seite und haben sich dadurch evolutionär an unser Essen angepasst. Sie können mittlerweile Stärke gut verdauen und gelten als Allesfresser, das heißt, sie können durchaus auch pflanzlich ernährt werden.
Das ist ein ganz wichtiger Punkt, den ich immer wieder betone: Es ist nicht entscheidend, ob die Nährstoffe aus einem Stück Fleisch oder aus pflanzlicher Ernährung kommen, sondern ob der Hund insgesamt alle wichtigen Nährstoffe bekommt. Darauf kommt es an. Ich sehe sogar sehr oft, dass bei gebarften Hunden Fehler gemacht werden und wichtige Nährstoffe fehlen. Das ist der eigentliche Punkt.
Dogorama: Gerade bei diesem Thema begegnet man vielen Fachbegriffen und Zweifeln, etwa zu Stoffen, die angeblich nur in Fleisch enthalten sind. Wie schaffst du es, das Thema so zu erklären, dass sich die Menschen abgeholt fühlen?
Sandra Kader: Ich habe meinen Instagram-Account bewusst sehr einfach, simpel und auch ein bisschen kindlich und spielerisch aufgebaut. Zum einen macht mir das selbst großen Spaß, zum anderen war die Lage vor knapp neun Jahren, als ich angefangen habe, mich einzulesen, eine ganz andere: Es gab fast alles nur auf Englisch, in Deutschland war zu dem Thema noch gar nichts los. Dann kommen noch diese ganzen Studienbegriffe dazu – omnivor, karnivor und so weiter. Gerade bei einem Thema, das eigentlich einfach an die Leute gebracht werden soll, wirkt das mega abschreckend. Viele trauen sich dann gar nicht erst ran, weil sie schon die Hälfte der Fachbegriffe nicht verstehen.
Deshalb versuche ich, alles auseinanderzunehmen und ganz einfach zu erklären. Wo es relevant ist, verlinke ich trotzdem die Studien im Post, damit man selbst nachlesen kann – mittlerweile auch leicht mit Hilfe von KI-Tools übersetzbar. Aber die Mission bleibt, das Ganze spielerisch, oft mit Humor und einfach zugänglich zu vermitteln, damit auch komplette Neulinge sich zurechtfinden und die Angst verlieren. Es gibt ja oft diesen Mythos, dass vegane Hundeernährung hochkompliziert sei. Ist sie nicht – ganz ehrlich, das ist genauso unkompliziert wie eine Fleischfütterung.
Dogorama: Vegane Ernährung wird ja gerade bei uns Menschen oft in eine Ideologie-Ecke gesteckt. Du siehst das ein bisschen anders. Wo liegt für dich der entscheidende Unterschied?
Sandra Kader: Ich bin selbst schon viele Jahre vegan, aber es kam mir nie in den Sinn, meinem Hund Veganismus aufzudrängen, nur weil ich selbst so lebe. Wenn Leni weiterhin Fleisch vertragen hätte, hätte ich ihr niemals meine Werte aufgezwungen. Wir sind über massive gesundheitliche Probleme in diese Richtung geschlittert, nicht über eine Weltanschauung. Meine Mission ist es nicht, den Leuten hinterherzuschreien: Ernährt alle eure Hunde vegan! Das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Meine Mission ist es, kranken Hunden zu helfen – Hunden mit Allergien, mit Unverträglichkeiten – und ihren Menschen zu zeigen: Pass auf, es gibt noch eine Option, schau sie dir mal an. Aber ich will keinen Druck erzeugen, denn Druck erzeugt nur Gegendruck, und damit erreiche ich gar nichts. Ich sage oft: Macht es einfach mal ein paar Monate, damit sich das System erholen kann. Und wenn euch später wieder die Fleischfütterung wichtig ist, probiert es. Wenn es nicht geht, geht wieder zurück. Es gibt viele tolle vegane Kanäle, die sehr viel Druck dahinter setzen – das ist ihre Leidenschaft. Bei mir geht es um ein sanftes Hallo: Ich bin hier, ich habe Erfahrung, willst du es auch mal probieren? Gerade in unserer Welt heute geht es meiner Meinung nach nur leise und ohne Druck.
Dogorama: Ein weit verbreitetes Vorurteil lautet, dass man bei veganer Fütterung ständig frisch kochen muss. Stimmt das, oder ist es eher eine Ausrede?
Sandra Kader: Das ist totaler Quatsch. Es gibt mittlerweile wirklich tolle vegane Alleinfuttermittel. Natürlich kommt es darauf an, ob die Zusammensetzung passt – aber das ist bei Fleischfütterung genauso, das passt auch nicht immer zum individuellen Hund. Ich koche für Leni gerade wieder selbst, weil sie mit fast zwölf Jahren in manchen Dingen etwas heikler geworden ist und ich beim Selberkochen einfach mehr Freiheit und mehr Kontrolle habe. Aber ich mag es nicht, wenn Leute rumschreien, nur Selbstgekochtes sei richtig. Bitte nehmt den Druck raus. Ich habe selbst mit einem Alleinfuttermittel angefangen, und Leni lebt noch heute sehr gut damit, mit besten Blutwerten. Wer gerne kocht und die Zeit dafür hat, kann das gerne machen – wichtig ist nur, dass Ergänzungspulver und Öl mit dabei sind und die Ration nährstoffreich aufgebaut ist. Aber wer keine Zeit hat oder viel reist, greift eben zu einem veganen Alleinfuttermittel als Dose oder Trockenfutter. Für Leni ist das gekochte Futter mittlerweile fast identisch mit ihrem Dosenfutter, nur mit ein paar Ausnahmen. Dieses Angstgemache, dass bei vegan nur Selberkochen funktioniert, ist einfach nicht wahr.
Dogorama: Du sprichst manchmal von einem Entlastungstag statt einer kompletten Umstellung. Was meinst du damit, und ist das vielleicht der bessere Einstieg?
Sandra Kader: Man muss unterscheiden: Ein Entlastungstag bei einem kerngesunden Hund ohne Probleme ist super gesund. Es gibt sogar schon Fleischfutterfirmen, die dazu raten, mal einen vegetarischen oder veganen Tag einzulegen, mit Obst, Gemüse, Hirse. Das finde ich richtig positiv. Sinn und Zweck ist, dass das Verdauungssystem einen Tag Ruhe bekommt und nicht so hart arbeiten muss. Das ist auch ein guter Einstieg, wenn jemand sich für vegane Fütterung interessiert – einfach mal schauen, wie der Hund damit zurechtkommt und wie es sich für einen selbst anfühlt.
Aber Vorsicht: Bei einem wirklich allergischen oder kranken Hund mit Unverträglichkeiten reicht ein einzelner Entlastungstag nicht aus. Da muss man direkt in die Umstellung gehen – nicht unbedingt über Nacht wie bei mir, aber in eine langsame, konsequente Umstellung. Das sind zwei ganz unterschiedliche Wege. Aber den Entlastungstag an sich finde ich großartig.
Dogorama: Was sind die klassischen Anfängerfehler, die du immer wieder siehst, wenn Hundeeltern die vegane Ernährung zum ersten Mal ausprobieren?
Sandra Kader: Der klassische Fehler ist Ungeduld – zu schnell umstellen zu wollen. Der Hundekörper kann sich nicht von heute auf morgen auf neues Futter einstellen. In meinem Ratgeber steht: drei bis vier Wochen, bei besonders sensiblen Hunden auch acht bis zwölf Wochen. Viele sagen dann nach zwei Wochen schon: Der hat immer noch Durchfall! Aber bitte, gebt eurem Hund die Zeit. Das ist keine Maschine, das kann nicht von heute auf morgen anders laufen. Er hat seinen eigenen individuellen Heilungsweg – gebt ihm die Ruhe statt Stress und wartet ab.
Dazu kommt oft die massive Verunsicherung von außen. Der zweite typische Fehler: Wenn nach zwei Wochen noch Durchfall da ist, wird nicht abgewartet, sondern gleich das nächste, komplett andere Futter ausprobiert – und dann wieder eines. Das funktioniert nicht und erzeugt nur zusätzliches Chaos im Hundekörper. Mein Rat ist immer: Geduld, Beobachtung und eine gute Planung sind der Schlüssel. Schau deinen Hund an – wenn er ein bisschen Bauchweh oder Durchfall hat, aber nicht völlig geschwächt in der Wohnung liegt, dann vertrau deinem Fellkind.
Dogorama: Auf deiner Website teilst du viele Erfahrungsberichte von Hunden, denen die vegane Ernährung geholfen hat. Gibt es eine Geschichte, die dich neben deiner eigenen besonders bewegt hat?
Sandra Kader: Es gibt mittlerweile wirklich viele – Hunde, die jahrelang Beschwerden hatten, sich wund und blutig gekratzt haben, immer wieder mit Cortison behandelt wurden, ohne dass je die Ursache angegangen wurde. Wirklich schwere Leidensgeschichten, bei denen ich fast weinen könnte, so wie bei Leni damals. Ich kann gar nicht eine einzelne Geschichte herausgreifen, weil es so viele schwer kranke Hunde mit Allergien und Unverträglichkeiten sind. Aber jede E-Mail, jede Nachricht, in der jemand schreibt, ich habe meinen Hund umgestellt und sehe wirklich Besserung – diese Erleichterung und Hoffnung, die man in diesen Nachrichten spürt, das nährt mich, das pusht mich, das macht mich so glücklich. Ich hoffe auf noch viele weitere solcher Rückmeldungen von Menschen, denen endlich mit einer kleinen Futterumstellung geholfen wird.
Dogorama: Du hattest mal erzählt, dass wer die Umstellung drei Monate durchhält, meistens dabeibleibt. Was passiert in dieser Zeit?
Sandra Kader: Oft kommen die Hunde aus der Fleischfütterung mit Allergien gegen so ziemlich jedes Protein – sie haben sich quasi durch die ganze Tierwelt gefressen, und nichts hat geholfen. Nach der Umstellung heißt es dann erst: Cool, es geht ihm besser, er frisst gerne, er wird aktiver. Und dann kommen die Nebeneffekte dazu: Die Analdrüsen sind nicht mehr verstopft, keine Ohrentzündungen mehr. Was ist hier los? Viele fragen sich dann, ob sie nicht doch wieder zur Fleischfütterung zurückkehren sollen, jetzt, wo sich alles beruhigt hat. Aber warum sollte ich meinem Hund das antun und wieder umstellen von einer Fütterung, die ihm richtig guttut? Ich rate trotzdem immer zu regelmäßigen Blutchecks, allein schon zur eigenen Beruhigung. Aber tatsächlich ist so gut wie jeder, der wegen Allergien oder Unverträglichkeiten umgestellt hat, bei der veganen Fütterung geblieben. Ich hatte mal eine Halterin, deren Hund kurzzeitig wieder verstopfte Analdrüsen hatte, und sie ist sofort zurück zu tierischem Futter gewechselt – und hat die Quittung dafür direkt bekommen. Ich kenne diese Ängste und Panikreaktionen alle. Aber wenn man sieht, wie gut es dem Hund nach ein paar Monaten geht, warum sollte man dann zurückgehen?
Dogorama: Für alle, die es selbst ausprobieren möchten: Wo fängt man am besten an?
Sandra Kader: Ich sage immer: mit kleinen Schritten. Es muss nicht alles über Nacht passieren, außer der Hund ist wirklich schwer krank – dann geht man direkt in die vegane Fütterung, so wie ich es damals gemacht habe, und informiert sich im Nachhinein. Aber ansonsten: kleine Schritte, sich Informationen holen.
Auf meiner Instagram-Seite gibt es viele Infos zu ganz unterschiedlichen Themen, dazu meine Website mit Blog, ein Podcast mit einer wirklich tollen Hundeernährungsberaterin, Webinare und einen veganen Ratgeber. Und ich bin jederzeit per E-Mail für Fragen erreichbar.
Schritt für Schritt: Fangt vielleicht mit einem Entlastungstag an, schaut, wie das läuft, oder probiert erst mal rein vegane Leckerlis. Wichtig ist, sich nicht zu stressen, sondern alles im eigenen Tempo zu machen. Es muss nicht von Anfang an perfekt sein – anfangen, beobachten, lernen, informieren. Am Ende des Tages ist der Hund selbst der wichtigste Zeuge in dieser ganzen Geschichte.
Dogorama: Die veganen Leckerlis von dir kann man ja auch direkt bestellen. Wie ist die Idee dazu entstanden?
Sandra Kader: Die sind tatsächlich aus Verzweiflung entstanden. Damals gab es kaum vegane Leckerlis auf dem Markt, und die, die es gab, waren Leni zu groß und zu hart – sie mochte sie einfach nicht. Also habe ich angefangen, selbst für sie zu backen. Und irgendwie wurde das durch die Nachbarschaft immer größer und größer, bis irgendwann ein Hundeshop in München mit der Anfrage auf mich zukam, ob ich nicht für sie backen möchte. Ich dachte mir: Na gut, warum nicht – und so war Lenis Leckerli geboren. Das Ganze war überhaupt nicht geplant, ich habe wirklich nur für Leni herumprobiert, und plötzlich gab es Lenis Leckerli.
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Dogorama: Wenn du einem zögernden Hundeelternteil nur einen einzigen Satz mitgeben könntest, welcher wäre das?
Sandra Kader: Ich reduziere das sogar auf ein Wort: Wissen. Früher war mir das nicht so bewusst, bevor ich mit diesem Thema an die Öffentlichkeit gegangen bin. Aber mittlerweile weiß ich: Wissen ist wirklich die Macht in der individuellen Hundefütterung, wenn es ums Vegane geht. Man wird immer noch ständig mit ungefragten Meinungen bombardiert. Es gibt Tierärzte, die Studien falsch wiedergeben, die Ängste schüren, weil einfach Unwissen da ist. Es gibt Fehlinterpretationen von eigentlich positiven Studien. Wer selbst nicht fest in seinem Wissen steht, wird schnell verunsichert und ist sofort wieder raus. Das ist mir wirklich das wichtigste Anliegen: Holt euch bitte euer Wissen, damit ihr die Ernährungsweise, die ihr für euren Hund gewählt habt, mit einer soliden Basis führen und auch verteidigen könnt.
Für die Dogorama-Community hat Sandra Kader exklusiv drei Rezepte aus ihrem persönlichen Rezeptbuch zusammengestellt – abgestimmt auf Welpen, ausgewachsene Hunde und Senioren, ganz so, wie sie inzwischen auch wieder für ihre Leni selbst kocht. Die Rezepte sind bei ihrer eigenen Community auf Instagram bereits vielfach erprobt und haben durchweg positive Rückmeldungen bekommen. Wer selbst Lust hat, seinem Hund etwas frisch zu kochen und dabei einmal die vegane Fütterung auszuprobieren, findet hier einen einfachen Einstieg zum Nachkochen.
Sandra Kader ist super dankbar für die Möglichkeit, so offen sprechen zu dürfen, wie sie ist – und hofft, damit möglichst viele Hundeeltern zu erreichen. Vor allem jene, die so sind wie sie selbst vor acht Jahren: nächtelang wach liegend, verzweifelt, ohne zu wissen, wo es weitergeht, weil bisher nichts geholfen hat. Genau diesen Menschen zu helfen, ist ihr ein echter Herzenswunsch.
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