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zuletzt 2. Juni

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :) Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen. Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren. Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet? Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen! Liebe Grüße
 
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Babs
25. Mai 18:18
Ich glaube, dass langfristig vor allem wichtig ist, dass der Hund trotz Reiz ansprechbar und regulierbar bleibt - dass er nicht „nur“ auf ein Signal hin abbricht (was na klar nicht heißt, dass Abbruchsignale nicht auch Teil des Managements sein dürfen), sondern in der Lage ist, eine Entscheidung treffen bzw. auf Gelerntes zurückgreifen zu können. Mit Ivy übe ich das gerade intensiv bei unseren Hühnern. Sie hat eigentlich ständig ein sehr hohes Erregungslevel, anfangs lief sie gesichert mit Leine und Maulkorb wenn die Damen frei im Garten sind. Die Leine gibt nach wie vor noch viel (aber zunehmend weniger!) äußere Kontrolle. Ich traue ihr aus gutem Grund noch nicht zu das ohne Leine zu schaffen. Innerhalb dieses Rahmens lernt sie aber eben zunehmend und sichtbar, Spannung auszuhalten, zu beobachten und nicht sofort handeln zu müssen. Auch wenn mal geflattert und gezetert wird. Für mich liegt darin der wesentliche Unterschied zwischen Unterdrückung und Regulation. Ich helfe ihr, in einem Zustand zu bleiben, in dem sie ihr Verhalten kontrollieren kann - trotz Reiz. Und ich frage zwischendurch Kooperation ab. Im Filmchen „nur“ ganz simpel, aber wir haben inzwischen auch schon mehr Interaktion einbauen können 😅 Ich finde deinen Ansatz mit Pepe schön, weil er eben noch denken, sich regulieren und mit dir zusammenarbeiten kann und offenbar auch will. 🥰
Hut ab 👌.
 
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SandrA
25. Mai 18:19
Hut ab 👌.
Danke 🙏 wir machen Fortschritte💪😅
 
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Babs
25. Mai 18:20
Danke 🙏 wir machen Fortschritte💪😅
Definitiv. Ist mit Sicherheit für Dich aufregend/spannend, oder?
 
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SandrA
25. Mai 18:24
Definitiv. Ist mit Sicherheit für Dich aufregend/spannend, oder?
Ja, sehr. Und ich bin sehr stolz auf sie, weil sie sich in meinen Augen echt Mühe gibt, Haltung zu wahren 😅
 
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Jochen
26. Mai 13:51
Ich glaube, dass langfristig vor allem wichtig ist, dass der Hund trotz Reiz ansprechbar und regulierbar bleibt - dass er nicht „nur“ auf ein Signal hin abbricht (was na klar nicht heißt, dass Abbruchsignale nicht auch Teil des Managements sein dürfen), sondern in der Lage ist, eine Entscheidung treffen bzw. auf Gelerntes zurückgreifen zu können. Mit Ivy übe ich das gerade intensiv bei unseren Hühnern. Sie hat eigentlich ständig ein sehr hohes Erregungslevel, anfangs lief sie gesichert mit Leine und Maulkorb wenn die Damen frei im Garten sind. Die Leine gibt nach wie vor noch viel (aber zunehmend weniger!) äußere Kontrolle. Ich traue ihr aus gutem Grund noch nicht zu das ohne Leine zu schaffen. Innerhalb dieses Rahmens lernt sie aber eben zunehmend und sichtbar, Spannung auszuhalten, zu beobachten und nicht sofort handeln zu müssen. Auch wenn mal geflattert und gezetert wird. Für mich liegt darin der wesentliche Unterschied zwischen Unterdrückung und Regulation. Ich helfe ihr, in einem Zustand zu bleiben, in dem sie ihr Verhalten kontrollieren kann - trotz Reiz. Und ich frage zwischendurch Kooperation ab. Im Filmchen „nur“ ganz simpel, aber wir haben inzwischen auch schon mehr Interaktion einbauen können 😅 Ich finde deinen Ansatz mit Pepe schön, weil er eben noch denken, sich regulieren und mit dir zusammenarbeiten kann und offenbar auch will. 🥰
"Ich glaube, dass langfristig vor allem wichtig ist, dass der Hund trotz Reiz ansprechbar und regulierbar bleibt "

Ja, der Meinung bin ich auch. In dieser "Disziplin" hatte er noch nie "Probleme".
Faszinierend ist auch, dass beim Hinrennen die Leine nicht stramm ist.

"Mit Ivy übe ich das gerade intensiv bei unseren Hühnern. Sie hat eigentlich ständig ein sehr hohes Erregungslevel, anfangs lief sie gesichert mit Leine und Maulkorb wenn die Damen frei im Garten sind. Die Leine gibt nach wie vor noch viel (aber zunehmend weniger!) äußere Kontrolle. Ich traue ihr aus gutem Grund noch nicht zu das ohne Leine zu schaffen."

Prillan scheint sich sicher zu fühlen 😀. Toll machen das die Hunde und du, sogar für Körperpflege ist noch Zeit!

Danke für deinen Kommentar.
 
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Jochen
26. Mai 14:03
Wenn mich nicht alles täuscht, liegt es dem Petit Bleu de Gascogne in den Genen Fährten zu verfolgen und das finde ich die beste Belohnung überhaupt, wenn er das Wild über die Fährte verfolgen möchte (Selbstbelohnend), anstatt hinterherzujagen und bin somit voll bei Deinem Bauchgefühl. Worauf ich achten würde ist, dass er ruhig und konzentriert bleibt. Da das eine wirklich anstrengende Arbeit ist, ist es m. M. n. sehr wichtig, ihn dahingehend zu unterstützen und ihm zu helfen, kurz bevor er ermüdet, eine Pause einzulegen und ein wenig sozial gemeinsam spielt oder Euch gemeinsam bewegt (irgendwas, was ihm Spaß macht und "abschalten" kann). Eine Studie hat mal ergeben, dass Hunde mit einem positiven Abschluss wie z. B. Spielen, den vorherigen "Job" super und positiv verarbeiten können. Genau das gibt ja das Gefühl, dass Du seinen Job wertschätzt. Wichtig ist, den richtigen Zeitpunkt zu wählen, wann man aufhört. Auch wenn man das Gefühl hat, nur hinterherzulaufen, darf man nicht unterschätzen, dass der Hund weiß, dass man bei ihm ist und er die Verantwortung und Entscheidung übernimmt, wo es lang geht. Das sind jetzt nur meine Gedanken, wie ich es angehen würde.
"Wenn mich nicht alles täuscht, liegt es dem Petit Bleu de Gascogne in den Genen Fährten zu verfolgen und das finde ich die beste Belohnung überhaupt, wenn er das Wild über die Fährte verfolgen möchte (Selbstbelohnend), anstatt hinterherzujagen und bin somit voll bei Deinem Bauchgefühl."

Die Rassebeschreibungen finde ich etwas konfus, ein Petit Bleu de Gascogne scheint in Frankreich interdisziplinär eingesetzt zu werden, von Hasenjagd über Meute bis Nachsuche.
Mit Hasen hat er allerdings nichts am Hut, vielleicht ist er deswegen bei mir (und natürlich weil er Pazifist ist und Schusswaffengebrauch verabscheut).

"Worauf ich achten würde ist, dass er ruhig und konzentriert bleibt. Da das eine wirklich anstrengende Arbeit ist, ist es m. M. n. sehr wichtig, ihn dahingehend zu unterstützen und ihm zu helfen, kurz bevor er ermüdet, eine Pause einzulegen und ein wenig sozial gemeinsam spielt oder Euch gemeinsam bewegt (irgendwas, was ihm Spaß macht und "abschalten" kann). Eine Studie hat mal ergeben, dass Hunde mit einem positiven Abschluss wie z. B. Spielen, den vorherigen "Job" super und positiv verarbeiten können. Genau das gibt ja das Gefühl, dass Du seinen Job wertschätzt. Wichtig ist, den richtigen Zeitpunkt zu wählen, wann man aufhört. "

Ja, total wichtig was du schreibst!

Danke, dass du deine Gedanken geteilt hast.
 
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Kirsten
26. Mai 16:01
Jochen, es klingt für mich als hättet ihr es toll gelöst.

Mir haben die Reflexionsfragen sehr geholfen, um besser einschätzen zu können, ob die Dinge, die wir während unserer Ausflüge tun, noch recht „heiß“ für uns sind, ob Mira es gut verarbeiten kann, usw.
Ich denke immer mal drüber nach, wie es uns direkt nach solch spannenden Situationen, aber auch zuhause beim ankommen, geht. Wie ging es euch beiden denn danach? Vielleicht ist das bei euch aber auch gar nicht so sehr Thema (:

Die Sache mit dem Umkehren als reine Lehre. Ja, ist eine Möglichkeit. Ob das ein Muss ist oder die einzige Möglichkeit, würde ich mal vorsichtig mit einem Fragezeichen versehen 😊
 
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Jochen
26. Mai 17:51
Jochen, es klingt für mich als hättet ihr es toll gelöst. Mir haben die Reflexionsfragen sehr geholfen, um besser einschätzen zu können, ob die Dinge, die wir während unserer Ausflüge tun, noch recht „heiß“ für uns sind, ob Mira es gut verarbeiten kann, usw. Ich denke immer mal drüber nach, wie es uns direkt nach solch spannenden Situationen, aber auch zuhause beim ankommen, geht. Wie ging es euch beiden denn danach? Vielleicht ist das bei euch aber auch gar nicht so sehr Thema (: Die Sache mit dem Umkehren als reine Lehre. Ja, ist eine Möglichkeit. Ob das ein Muss ist oder die einzige Möglichkeit, würde ich mal vorsichtig mit einem Fragezeichen versehen 😊
Oh, das ist ein guter Anstoß, sich zu fragen, wie es danach geht. Das muss ich mir mal deutlicher bewusst machen.
Danke dir! (und so schön, dass du geantwortet hast)

Es gut zu wissen, dass ihr keine Bedenken habt, wenn wir das so handhaben.

Gerade nochmal in der Liebeserklärung gestöbert:

Gibt es negative Aspekte bei dieser Methode?
Ja! Sie werden in Zukunft wahrscheinlich leiden, wenn Sie Leuten begegnen, die Ihre Hunde beim Spaziergang ignorieren. Sie werden die Blicke fremder Hunde beantworten und dabei vorwurfsvoll die dazugehörigen Menschen anstarren.
 
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Kirsten
26. Mai 20:01
Oh, das ist ein guter Anstoß, sich zu fragen, wie es danach geht. Das muss ich mir mal deutlicher bewusst machen. Danke dir! (und so schön, dass du geantwortet hast) Es gut zu wissen, dass ihr keine Bedenken habt, wenn wir das so handhaben. Gerade nochmal in der Liebeserklärung gestöbert: Gibt es negative Aspekte bei dieser Methode? Ja! Sie werden in Zukunft wahrscheinlich leiden, wenn Sie Leuten begegnen, die Ihre Hunde beim Spaziergang ignorieren. Sie werden die Blicke fremder Hunde beantworten und dabei vorwurfsvoll die dazugehörigen Menschen anstarren.
Es kam mir in den Sinn, weil du deine Gedanken bezüglich dem Hetzen geäußert hast.

Nach deinem Wortwechsel mit Babs habe ich mich an eine Stelle im Buch erinnert. Ich weiß noch, dass ich es beim ersten Lesen ein bisschen absurd fand, dass „die beste Jagd, die der Hund alleine bestreiten muss, für ihn zweitrangig ist, wenn jemand, der er schätzt, bei der zweitbesten (dem Spurensuchen) mitmacht.“
Bei uns ist das ja mittlerweile auch (überwiegend 😅) so, und die Sylvia hat ja auch noch vor kurzem bekundet, was für eine Freude Cleo zunehmend an den Spuren findet.
Nun scheint aber diese Jagd für Pepe ohnehin schon die Beste zu sein und er hat dich eh an seiner Seite.

Nun beliest du dich ja auch viel und achtest auf Pepe. Du würdest vermutlich auch entdecken, wenn sich etwas in Richtung Hetzen tut, oder?
 
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Kirsten
30. Mai 06:18
Gestern im Wald ergab sich folgende Situation:

Rechts von uns, hinter dem Gras, war eine Schonung.
Mira zeigte Wild in der Nähe, aber nicht zielgerichtet an. Das Video hab ich auf Verdacht an gemacht, lief aber anders als erwartet. Ich habe mich umgesehen. In dem Moment, wo ich so ungeschickt auf die Schleppleine trete, habe ich ein Reh entdeckt. Unsere Blicke trafen sich, was das Reh veranlasste die Flucht zu ergreifen 🫠
Ich war in der Situation einfach perplex. Gerade erblickt, weg war es.

Mira hörte es geräuschvoll fliehen, mit entsprechender Reaktion. Sie sieht durch das hohe Gras nichts.
Danach ist mir aufgefallen, dass wir diese Situation wohl noch nicht hatten?

Häufig zeigt sie Wild an, sieht es aber nicht, wir kriegen sonst nichts weiter mit.
Oder sie hat Rehe laufen sehen und konnte ihnen dabei zuschauen, und wenn sie weg sind, machen wir etwas entsprechendes, was dazu passt.

Was hättet ihr in der Situation gemacht? ☺️

Zweites Video, ebenfalls Rehanzeige (vermute ich), allerdings etwas weiter drin. Ein bisschen näher an dem, wie es hier normal abläuft.