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zuletzt 9. Mai

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :) Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen. Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren. Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet? Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen! Liebe Grüße
 
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Kirsten
4. Mai 19:16
Nochmal ich... Das Video wurde doch länger als erwartet, Entschuldigung! Ich übersetze auch gerne den Dialekt, der sich immer wieder durchschlägt.😅😂 Zum Video: Normalerweise hängt die Schleppleine nicht durch. Da ich das Handy sonst nicht nutze während dem Spaziergang, konnte ich das nicht so gut händeln... Liebe Grüße
Schön, dass du von euch berichten magst. Wie sympathisch! 🥰 Ihr habt es wirklich sehr idyllisch bei euch.
 
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Steffi
4. Mai 20:46
* Prust * 😆 Ja. Vielleicht 😂 Aber stell dir den Hund mal ohne Gesicht, aber trotzdem mit Rute vor. Das konnte ich so nicht belassen 😬 Da die Nerven zu behalten, ist gar nicht so einfach oder? Geht mir zumindest so.
😂
 
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Kirsten
5. Mai 12:05
Mira hat heute nach Mäusen und Eichhörnchen geschaut.

Ein Eichhörnchen hatte Mira im Freilauf entdeckt, begann sich anzuschleichen. Da konnten wir uns auf weiteres Beobachten einigen und haben nochmal nach Spuren geschaut, nachdem das Hörnchen in aller Seelenruhe irgendetwas vom Weg inspiziert und mitgenommen hat.

Ansonsten haben wir noch Küken gefunden, ich denke, da habe ich mehr Freude dran, als sie.
Wenn wir uns für eine Pause bei den Gänsen und co aufhalten, mag sie doch gerne irgendwann weiter.

Die Schildkröte hatte sie mir zwar gezeigt, schien aber auch nicht weiter interessant.
 
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Jochen
5. Mai 17:00
Wir sind heute auch mal wieder ein bisschen ausgerastet 🤪. Bei der Reaktion nehme ich an, dass sie ein Reh 🦌 oder Ähnliches gesehen hat. Wir Menschen haben natürlich wieder nichts gesehen 🫣Das sie null ansprechbar war brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Mein Mann hielt die Leine und ich habe mich neben Mila gehockt, habe sie umarmt, ihre Brust gestreichelt und ihr ruhig versichert, dass alles gut ist. Sowie sie aufhörte laut zu geben habe ich sie gelobt. Nicht aufputschend, sondern ganz ruhig „guuutes Mädchen“ Nach gefühlt 2 oder 3 Minuten konnte sie sich ganz kurz abwenden, um mir durchs Gesicht zu schlecken. Wir sind dann mit gespannter Leine weiter. Nur um die Ecke rum. Da stand eine Bank und wir haben Pause gemacht. Mila durfte Kekse suchen, mein Mann und ich habe eigene Kekse geknabbert und jeder bekam was zu trinken. Zwischen Video mit Gebell und Video mit Kekse suchen liegen 7 Minuten. Weitere 2 Minuten später hat sich Mila von selbst abgelegt und uns beim Knabbern zugeschaut. Ich find es irre, wie schnell sie mittlerweile runter kommen kann.
Hm. Darf ich klugscheißen, ohne dass mir ideologische sektenhafte Verbrämtheit vorgeworfen wird? Wenn nein, bitte nicht weiterlesen.

Du „behandelst“ die Thematik nach der klassischen Konditionierung. Das heißt, gewolltes Verhalten (nicht bellen) wird bestätigt und ungewolltes ignoriert/bestraft. Das kann man natürlich so machen, ist aber nicht der Ulli-Weg (jetzt geht das schon wieder los, bitte nicht aufregen und ich will dir auch auf keinen Fall weder irgendwas vorschreiben, noch habe ich die Weisheit mit Löffeln gefressen).

Reichmann sagt, goutiere die Fähigkeiten deines Hundes. Schaffe es, dass dein Hund dich als kompetenter Partner respektiert. So kannst du es dann auch aufbauen, sie ansprechbar zu bekommen, nämlich wenn dein Hund denkt: „Meine Halterin versteht mich, die hat echt Ahnung was abgeht, der kann ich vertrauen und mir macht es Spaß ihr was zu zeigen, ich werde nicht gedeckelt sondern gelobt, ich muss nicht meiden, ich muss sie nicht austricksen wenn ich meine besonderen Fähigkeiten unter Beweis stellen will und sie hat immer gute weitere Ideen.

Also es wird alles mit Beziehung aufgebaut. Der Hund versteht dich und fühlt sich verstanden und folgt dir dadurch ganz automatisch.
Ja, das klingt verrückt und widersinnig verglichen mit konventionellen Methoden, aber das macht -für mich zumindest- den Reiz aus, es ist ein Austausch des Mindsets, ein Perspektivenwechsel hin zum Hund.

Also konkret, lobe sie, wenn sie was gesehen hat und bellt, als hätte sie das erste Mal einen Trick richtig ausgeführt. So bekommst du Verständnis von ihr. Dann -das hast du ja schon super gemacht- beobachte mit ihr gemeinsam und hocke dich möglichst zu ihr, folge ihrem Blick und ihrer Ohrstellung. Lass das mit der Beruhigung, dein Hund ist freudig erregt, da braucht sie niemanden der „ruhig ruhig“ sagt und sie nervt (Stichwort Verständnis). Stelle dir vor, du bist gerade freudig aufgeregt im Arbeitsmodus mit Tatendrang und da kommt jemand und will mit dir in die Kontemplation.

Mein regelmäßiger Gasthund Willy ist vom Verhalten her ähnlich. Er sieht jede Bewegung hunderte Meter entfernt und meldet diese auch oft lautstark.

In Zukunft würde ich Mila immer wieder was zeigen und gemeinsam mit ihr beobachten und es spielt auch weniger eine Rolle, ob da wirklich was war oder nicht. Aber du wirst spannender und respektierter.

Und wenn du auch mal was vor ihr siehst, es muss nicht unbedingt Wild sein, ein Spaziergänger in der Ferne oder was auch immer und es dir gelingt, es ihr zu zeigen, dann wird sie dich bewundern. Ich weiß noch wie das bei Willy war, wie plötzlich sein Blick einrastete auf meinen Fingerzeig und wir gemeinsam stalkten.

Wenn er beim Spaziergang irgendwo hinschaut mit aufgestellten Ohren, schon dann frage ich was da war und lobe ihn, dass er es bemerkt hat, obwohl ich meistenfalls keine Ahnung habe was.

Wenn er nun seinen „Anzeigeflash“ bekommt, ist er ansprechbar, legt seine Ohren an und schaut kurz zu mir.
Das finde ich, ist schon eine erstaunliche Veränderung, wenn man bedenkt, dass ich ihn nur 1-2mal/Woche dabei habe und seine Halterin eine Decklerin ist.
 
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Jochen
5. Mai 17:11
Mira hat heute nach Mäusen und Eichhörnchen geschaut. Ein Eichhörnchen hatte Mira im Freilauf entdeckt, begann sich anzuschleichen. Da konnten wir uns auf weiteres Beobachten einigen und haben nochmal nach Spuren geschaut, nachdem das Hörnchen in aller Seelenruhe irgendetwas vom Weg inspiziert und mitgenommen hat. Ansonsten haben wir noch Küken gefunden, ich denke, da habe ich mehr Freude dran, als sie. Wenn wir uns für eine Pause bei den Gänsen und co aufhalten, mag sie doch gerne irgendwann weiter. Die Schildkröte hatte sie mir zwar gezeigt, schien aber auch nicht weiter interessant.
Schildkröten haben wir noch nicht gesehen 😁.
Schaut nach einem großartigen erlebnisreichen Spaziergang aus!
 
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Katja
5. Mai 18:18
Wir hatten am Wochenende auch ne tolle Zeit: Polli war super aufgeregt und flitzte echt nur von links nach schräg und musste jede Spur hin und natürlich wieder zurück verfolgen (in DEM Wald darf sie!).
Sie blieb aber trotzdem immer in unserer Nähe und wir haben auch immer versucht, ihr unsere Begeisterung mitzuteilen… natürlich ohne sie weiter hochzupushen. Wir waren definitiv auch das Zentrum ihrer Runden
Für mich war’s, gemessen an unseren sonstigen Spaziergängen echt „on the Edge“ aber mein Freund ist da echt risikofreudiger. Irgendwann war sie denn doch entlang des Weges am Horizont verschwunden und das Kind (das sie jetzt nicht jeden Tag als Bezugsperson hat, da Hälfte der Zeit bei der Mutter) meinte, mal nach ihr fragen zu müssen. Kein direkter Rückruf oder Kommando… einfach nur ne Nachfrage.
Und was macht diese Hundine?
Kommt freudestrahlend angaloppiert a la „ihr glaubt nicht, was ich da alles gerade gerochen habe, das muss ich euch erzählen!“.

Mein Eindruck: Für sie als Hütetier ist die Gemeinschaft und die jederzeitige Verbindung echt wichtig… auch wenn die Dynamik höher ist, das weiß ich jetzt!
Gut, dass wir’s ausprobiert haben… ich selbst hätte wahrscheinlich schon vorher eingebremst und hätte dieses Aha-Erlebnis zum Gemeinschaftsgefühl trotz hoher Begeisterungslage nie gehabt.

Hab manchmal so den Eindruck, dass im Wald mit uns für sie das Größte ist!
Sie läuft ja z.B. auch nie vom Grundstück, wo wir sind weg… egal ob alle Tore offenstehen -> da kann jenseits der (löchrigen) Hecke vorbeilaufen, was will. Hundine bleibt da und setzt sich erst in Bewegung, wenn wir vorausgehen…
 
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Doro
5. Mai 19:16
Hm. Darf ich klugscheißen, ohne dass mir ideologische sektenhafte Verbrämtheit vorgeworfen wird? Wenn nein, bitte nicht weiterlesen. Du „behandelst“ die Thematik nach der klassischen Konditionierung. Das heißt, gewolltes Verhalten (nicht bellen) wird bestätigt und ungewolltes ignoriert/bestraft. Das kann man natürlich so machen, ist aber nicht der Ulli-Weg (jetzt geht das schon wieder los, bitte nicht aufregen und ich will dir auch auf keinen Fall weder irgendwas vorschreiben, noch habe ich die Weisheit mit Löffeln gefressen). Reichmann sagt, goutiere die Fähigkeiten deines Hundes. Schaffe es, dass dein Hund dich als kompetenter Partner respektiert. So kannst du es dann auch aufbauen, sie ansprechbar zu bekommen, nämlich wenn dein Hund denkt: „Meine Halterin versteht mich, die hat echt Ahnung was abgeht, der kann ich vertrauen und mir macht es Spaß ihr was zu zeigen, ich werde nicht gedeckelt sondern gelobt, ich muss nicht meiden, ich muss sie nicht austricksen wenn ich meine besonderen Fähigkeiten unter Beweis stellen will und sie hat immer gute weitere Ideen. Also es wird alles mit Beziehung aufgebaut. Der Hund versteht dich und fühlt sich verstanden und folgt dir dadurch ganz automatisch. Ja, das klingt verrückt und widersinnig verglichen mit konventionellen Methoden, aber das macht -für mich zumindest- den Reiz aus, es ist ein Austausch des Mindsets, ein Perspektivenwechsel hin zum Hund. Also konkret, lobe sie, wenn sie was gesehen hat und bellt, als hätte sie das erste Mal einen Trick richtig ausgeführt. So bekommst du Verständnis von ihr. Dann -das hast du ja schon super gemacht- beobachte mit ihr gemeinsam und hocke dich möglichst zu ihr, folge ihrem Blick und ihrer Ohrstellung. Lass das mit der Beruhigung, dein Hund ist freudig erregt, da braucht sie niemanden der „ruhig ruhig“ sagt und sie nervt (Stichwort Verständnis). Stelle dir vor, du bist gerade freudig aufgeregt im Arbeitsmodus mit Tatendrang und da kommt jemand und will mit dir in die Kontemplation. Mein regelmäßiger Gasthund Willy ist vom Verhalten her ähnlich. Er sieht jede Bewegung hunderte Meter entfernt und meldet diese auch oft lautstark. In Zukunft würde ich Mila immer wieder was zeigen und gemeinsam mit ihr beobachten und es spielt auch weniger eine Rolle, ob da wirklich was war oder nicht. Aber du wirst spannender und respektierter. Und wenn du auch mal was vor ihr siehst, es muss nicht unbedingt Wild sein, ein Spaziergänger in der Ferne oder was auch immer und es dir gelingt, es ihr zu zeigen, dann wird sie dich bewundern. Ich weiß noch wie das bei Willy war, wie plötzlich sein Blick einrastete auf meinen Fingerzeig und wir gemeinsam stalkten. Wenn er beim Spaziergang irgendwo hinschaut mit aufgestellten Ohren, schon dann frage ich was da war und lobe ihn, dass er es bemerkt hat, obwohl ich meistenfalls keine Ahnung habe was. Wenn er nun seinen „Anzeigeflash“ bekommt, ist er ansprechbar, legt seine Ohren an und schaut kurz zu mir. Das finde ich, ist schon eine erstaunliche Veränderung, wenn man bedenkt, dass ich ihn nur 1-2mal/Woche dabei habe und seine Halterin eine Decklerin ist.
Jetzt musste ich doch glatt nochmal nachlesen, was ich selbst geschrieben habe.
Du darfst klugscheißen 😂 Ich bitte sogar darum. In diesem Thread geht es schließlich um den Ulli-Weg und wenn Dinge gepostet werden, die nicht dazu passen ist das total in Ordnung, wenn jemand darauf hinweist.

Wird gewolltes Verhalten bei Ulli nicht gelobt? Kann sein, dass ich da gerade was durcheinander werfe. Wenn ich mich neben Mila hocke und versuche sie wieder runter zu bringen ist das Strafe oder ignorieren? Ich habe das bisher nicht als Strafe oder ignorieren angesehen. Vielleicht kannst du mir das genauer erklären und in fern ich sie damit deckel. In dem Erregungszustand bekommt sie doch garnichts mehr mit, oder 🧐

Ich gehe nicht 100 prozentig den Ulli-Weg, dass habe ich auch schon öfter geschrieben. Ich habe mir ein paar Dinge von ihr geklaut und versuche mich an ihrer Methode anzulehnen. Versuche also mit Mila ein paar Jagdfrequenzen durch zu gehen. Dazu gehört aber nicht das Hetzen und ich denke wenn Mila bellend in die Leine geht, ist sie schon im Stadium des hetzens, oder nicht?

Ich muss zugeben, dass ich mich sehr schwer damit tue Dinge vor Mila zu entdecken, die sie vielleicht auch noch interessant findet. Sie geht auch sehr selten Fährten hinterher und wenn wir schon mal gucken waren wo das Kaninchen gesessen hat, endete es meist damit, dass sie entweder ins Gebüsch hinterher wollte oder wir einfach mal nur blöd da standen. Deshalb machen wir das auch nicht mehr.
Wenn ich ihr mal einen Wildwechsel zeige ist der eher langweilig und auch wenn sie uns einen zeigt ist die Spur in die andere Richtung für sie nicht interessant. Sie geht meist auch nur ein paar Meter mit der Nase rein und schaut dann. Manchmal möchte sie auch tiefer rein in den Wald, aber eben dann nicht mehr der Nase nach, sondern wieder auf Sicht. Auch beim Mantrailing hatte sie selten die Nase auf dem Boden, sondern ist der Witterung hinterher.

Du meinst also ich soll einfach mal in den Wald schauen 👀 und mit dem Finger hinzeigen und sagen „schau mal was da ist“, auch wenn da nichts ist? Mach ich mich da nicht auch ihr gegenüber zum Horst und erreiche damit nur, dass ich unglaubwürdig bin?

Ich glaube mein größtes Problem mit der Ulli Methode ist, dass ich eigentlich verdammt oft in den Wald starre und nicht weiß warum, also nicht wirklich irgendeinen Sinn darin sehe.
Ich glaube deshalb sind auch die Kaninchen so unser Ding geworden. Da kann auch ich was mit anfangen und könnte manchmal lange zuschauen. Nur leider klappt dass mit dem hinhocken nicht mehr so gut, weshalb ich dann halt einfach neben Mila stehen bleibe.
 
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Kirsten
6. Mai 10:04
Jetzt musste ich doch glatt nochmal nachlesen, was ich selbst geschrieben habe. Du darfst klugscheißen 😂 Ich bitte sogar darum. In diesem Thread geht es schließlich um den Ulli-Weg und wenn Dinge gepostet werden, die nicht dazu passen ist das total in Ordnung, wenn jemand darauf hinweist. Wird gewolltes Verhalten bei Ulli nicht gelobt? Kann sein, dass ich da gerade was durcheinander werfe. Wenn ich mich neben Mila hocke und versuche sie wieder runter zu bringen ist das Strafe oder ignorieren? Ich habe das bisher nicht als Strafe oder ignorieren angesehen. Vielleicht kannst du mir das genauer erklären und in fern ich sie damit deckel. In dem Erregungszustand bekommt sie doch garnichts mehr mit, oder 🧐 Ich gehe nicht 100 prozentig den Ulli-Weg, dass habe ich auch schon öfter geschrieben. Ich habe mir ein paar Dinge von ihr geklaut und versuche mich an ihrer Methode anzulehnen. Versuche also mit Mila ein paar Jagdfrequenzen durch zu gehen. Dazu gehört aber nicht das Hetzen und ich denke wenn Mila bellend in die Leine geht, ist sie schon im Stadium des hetzens, oder nicht? Ich muss zugeben, dass ich mich sehr schwer damit tue Dinge vor Mila zu entdecken, die sie vielleicht auch noch interessant findet. Sie geht auch sehr selten Fährten hinterher und wenn wir schon mal gucken waren wo das Kaninchen gesessen hat, endete es meist damit, dass sie entweder ins Gebüsch hinterher wollte oder wir einfach mal nur blöd da standen. Deshalb machen wir das auch nicht mehr. Wenn ich ihr mal einen Wildwechsel zeige ist der eher langweilig und auch wenn sie uns einen zeigt ist die Spur in die andere Richtung für sie nicht interessant. Sie geht meist auch nur ein paar Meter mit der Nase rein und schaut dann. Manchmal möchte sie auch tiefer rein in den Wald, aber eben dann nicht mehr der Nase nach, sondern wieder auf Sicht. Auch beim Mantrailing hatte sie selten die Nase auf dem Boden, sondern ist der Witterung hinterher. Du meinst also ich soll einfach mal in den Wald schauen 👀 und mit dem Finger hinzeigen und sagen „schau mal was da ist“, auch wenn da nichts ist? Mach ich mich da nicht auch ihr gegenüber zum Horst und erreiche damit nur, dass ich unglaubwürdig bin? Ich glaube mein größtes Problem mit der Ulli Methode ist, dass ich eigentlich verdammt oft in den Wald starre und nicht weiß warum, also nicht wirklich irgendeinen Sinn darin sehe. Ich glaube deshalb sind auch die Kaninchen so unser Ding geworden. Da kann auch ich was mit anfangen und könnte manchmal lange zuschauen. Nur leider klappt dass mit dem hinhocken nicht mehr so gut, weshalb ich dann halt einfach neben Mila stehen bleibe.
Wenn ich es richtig verstanden habe, ging es dem Jochen nicht darum, dass du Mila Deckeln im Sinne von Strafen möchtest (im Gegenteil, du suchst ja aktiv Wege für ein gutes Miteinander und ihr habt dadurch so viel erreicht!), sondern das das Gespräch zwischen Mila und dir in dem Moment ein bisschen aneinander vorbeigegangen sein könnte?
Für mich auch nochmal ein wertvoller Hinweis, ich denke, dass passiert mir leider auch sehr häufig 😕

Ich glaube, was im Thread nicht so herüber kommt, ist das die Mila ja wirklich oft irgendwo hinschaut, ohne das zu erkennen ist, was sie bewegt. Ich kenne das auch von keinem anderen Hund so in der Form wie bei Mila. (Geht es da überhaupt ums Jagen? Vielleicht besorgt sie auch etwas und sie hält nach der Ursache Ausschau?) Ich finde sie da auch echt nicht so easy zu lesen. Du gibst dir ja echt enorm Mühe herauszufinden was los ist, um es besser nachvollziehen zu können, nur leider oft ohne Ergebnis, was halt auch einfach bisschen frustrierend ist.
 
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Katja
6. Mai 11:35
Wenn ich es richtig verstanden habe, ging es dem Jochen nicht darum, dass du Mila Deckeln im Sinne von Strafen möchtest (im Gegenteil, du suchst ja aktiv Wege für ein gutes Miteinander und ihr habt dadurch so viel erreicht!), sondern das das Gespräch zwischen Mila und dir in dem Moment ein bisschen aneinander vorbeigegangen sein könnte? Für mich auch nochmal ein wertvoller Hinweis, ich denke, dass passiert mir leider auch sehr häufig 😕 Ich glaube, was im Thread nicht so herüber kommt, ist das die Mila ja wirklich oft irgendwo hinschaut, ohne das zu erkennen ist, was sie bewegt. Ich kenne das auch von keinem anderen Hund so in der Form wie bei Mila. (Geht es da überhaupt ums Jagen? Vielleicht besorgt sie auch etwas und sie hält nach der Ursache Ausschau?) Ich finde sie da auch echt nicht so easy zu lesen. Du gibst dir ja echt enorm Mühe herauszufinden was los ist, um es besser nachvollziehen zu können, nur leider oft ohne Ergebnis, was halt auch einfach bisschen frustrierend ist.
Und das finde ich halt echt das Schwierigste: es gibt keine wirklichen „Handlungsempfehlungen“…
Jeder Hund tickt anders und im Grunde geht’s ja drum, lesen zu können, was der Hund gerade denkt, was ihn umtreibt… und wie man sich irgendwo sinnvoll beteiligen kann!

Das ist sooooo schwer!
Ich hätte echt am WE bei Pollis Tempo ganz klar gedacht „voll im Tunnel“, also Leine dran und runterkochen.
War aber nicht so: sie hat sich sehr gefreut, dass wir quasi „mit dabei waren“ und war durchaus für Kommunikation erreichbar.

2 Tage später leider wieder ganz anders: Auch da fürchterlich angestachelt auf der Morgenrunde. Als sie dann ein Loch im Zaun fand (hatte ich blöderweise nicht mehr auf dem Schirm), fand sie dort auch einen jungen/hslbwüchsigen Fuchs.
Da war sie dann definitiv im Tunnel.

Zum Glück blieb der Fuchs irgendwann stehen und hat sich gewehrt. Das hat auch Hundine wieder schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: sie will hinterherrennen, mit Konfrontation kann sie nicht umgehen. Daher sind Katzen doof, Eichhörnchen aber prima!

Jedenfalls wurde sie dann ansprechbar und ließ sich ganz klein mit Hut aus dem Zaun wieder rauslotsen…🥴
Das war definitiv eine falsche Einschätzung meinerseits: Spuren, auch ganz frische sind ok. Anblick in der Ferne auch und, wenn sie gut drauf ist, auch Dynamik. Aber Dynamik direkt vor der Nase, da geht’s mit ihr durch!
Zum Glück kriegt sie nicht alles mit, was vor ihrer Nase passiert…😬
 
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Sylvia
6. Mai 12:14
Wir hatten heute einen Megaerfolg. Cleo an der Flexi, zeigt relativ ruhig, daß da was im Busch ist. Ich lobe sie, verkürze die Leine und wir gehen noch etwas in die Richtung. Zwei Rehe sieht man relativ ruhig wegziehen und zwischen den Bäumen verschwinden. Ich lege meine Arme um Cleos Brust und lobe sie ruhig. Sie bebt etwas vor Aufregung, bleibt aber ansonsten ruhig. So verharren wir noch eine ganze Weile, bis ich merke, daß Cleos Körperspannung weicher wird. Ich kann sie locken und Lekkerlis werfen, die sie sucht und frisst. Das freut mich sehr😁