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Dogorama-Mitglied
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heute 18:59

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :) Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen. Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren. Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet? Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen! Liebe Grüße
 
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Dogorama-Mitglied
heute 16:02
Schade, ich kann Dich sehr gut verstehen und wünsche Dir alles Gute. Deine Filme habe ich mir immer mit viel Freude angeschaut und werde die vermissen.
Das freut mich. Aber es wird Zeit.
Der freundliche Austausch war toll. Und das nun alle gegen eine Person pfeffern, wie Michi, die es ebenso gut meinte wie ich hier, ist nicht fair.

Wie gesagt mir ging es hier hauptsächlich darum, das Hunde in einem gewissen Rahmen ihre Art eigenen Bedürfnisse mit Hauptpunkt jagen ausleben dürfen, und das Wege dafür aufgezeigt und geteilt werden.
Aber den 100%tigen Ulli Weg gehe ich nicht.
 
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Caro
heute 16:48
Nachdem ich hier nun wieder ein bisschen mitgelesen habe, gebe ich auch mal meinen Senf dazu.
Wir sind hier in den Thread gekommen und ich war direkt begeistert von der Idee hinter dem Ganzen - der freundliche Umgang mit dem Hund, bei dem seine Natur respektiert und ein gemeinsamer Weg gegangen wird. Gemeinsam erleben statt gegeneinander zu arbeiten und alte, eingeschliffene Erwartungen ("so muss Gassi ausehen") durch etwas Positives, Neues ersetzen.
Das hat auch im Umgang mit Lucys Jagdverhalten direkt und unvermittelt Erfolge gezeigt, hauptsächlich wahrscheinlich, weil ich mich weniger verkrampft und weniger gestresst habe, Lucys starken Jagdtrieb und ihren Gesang weniger dramatisch sondern eher als natürlich angesehen habe.
Soweit, so gut. Wir gingen gemeinsam auf Spurensuche, haben Wild mal mehr und mal weniger ruhig beobachtet. Lucy hat das Vorstehen perfektioniert und ich konnte den Zeitraum von Anzeigen bis losbollern gut verlängern, sodass Zeit zum Handeln bleibt. ABER!
Wir sind mittlerweile an einem Punkt, an dem ich wieder umdenken muss. Lucy findet so viel Gefallen an der gemeinsamen Jagd, dass es nunmehr nur noch ums Wild erspähen oder Fährte finden geht. Sie scannt inzwischen permanent die Umgebung, zeigt alles und jeden an und steigert sich so von Mäuseloch zu Rehspur immer weiter rein, bis das Ganze mit in der Leine hängen und kreischen eskaliert, wie es davor nur ganz am Anfang unserer gemeinsamen Zeit eskaliert ist, als Lucy noch ein halbwilder Tierschutzhund war. Gehen wir gemeinsam mit anderen Hunden spazieren, ist die Reizschwelle quasi nicht mehr existent.
Freilauf gestaltet sich so als höchst riskant und geht nur noch in Ausnahmefällen- dabei haben wir beide die Zeit ohne Leine eigentlich immer besonders genossen. Leider ist da aber irgendwie der Fokus verrutscht.
Das, was Michi da mit Müsli hat, hätte ich gerne! Ohne Leine im vorher gesteckten Rahmen freundschaftlich gemeinsam unterwegs sein und erleben. Die Leine an sich ist ja eigentlich auch ein Abbruch. Ob nun ein "Nein" oder die Leine den Hund stoppt, ist ja eigentlich Wurst. Ohne Leine ist aber nunmal einfach schöner 🫠
Ich bin also dazu übergegangen, nicht mehr das Beobachten zu loben, sondern das Abwenden vom Wild zu mir hin.
Beobachtet sie ruhig, lasse ich sie das unkommentiert tun - springt sie in die Leine und wird hysterisch, nehme ich sie einfach mit in die andere Richtung, bis sie den Reiz nicht mehr sehen und sich wieder beruhigen kann. Danach darf sie dann gerne an der frischen Fährte schnüffeln, sie bleibt dann auch ruhiger und achtet wieder mehr auf mich, ist wieder ansprechbar und kann sogar Futter nehmen.

Es mag sein, dass wir den Ulliweg damit wieder verlassen haben. Vielleicht sind wir ihn auch nie richtig gegangen.
Wie Michi schon schrieb, jedes Hund und Halter Team ist individuell und kann in kein starres Konzept gepresst werden.
Ich werde mir nach wie vor die Rosinen aus dem Gesamtpaket picken, die zu uns passen - der "richtige" Ulliweg funktioniert bei uns leider nicht.
 
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Babs
heute 17:34
Ok und wer entscheidet, wer diesen Weg wirklich geht?
Ich nicht, ich kenne den Weg nicht so gut. Finde den Thread (Wege der Freundschaft nach Ulli Reichmann) inhaltlich trotzdem interessant.

Ich bin schon groß und kann selber entscheiden, was ich gut finde und was nicht.
 
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Sylvia
heute 17:57
Ich bin auch nur jemand der versucht mit den Hunden mal was anderes auszuprobieren und so zu dem Buch gekommen. Weit weg von perfekt, aber ich finde immer besser und merke bei Cleo auch Fortschritte. Ich bin hier niemals deswegen negativ angegangen worden und es war immer ein freundlicher Austausch. Vielleicht kann Michi uns ja mal berichten, wie ihr Weg zur Freundschaft mit Müsli war. Eine eigenständige Hunderasse mit gehörigen Jagdtrieb zu so einer Leistung zu bringen, daß er nur noch ruhig bewegtes Wild beobachtet ist doch sehr beeindruckend. Welchen Weg dahin bist du denn gegangen? Vielleicht können wir von deinem Weg ja was annehmen.
 
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Michi
heute 18:03
Ich bin auch nur jemand der versucht mit den Hunden mal was anderes auszuprobieren und so zu dem Buch gekommen. Weit weg von perfekt, aber ich finde immer besser und merke bei Cleo auch Fortschritte. Ich bin hier niemals deswegen negativ angegangen worden und es war immer ein freundlicher Austausch. Vielleicht kann Michi uns ja mal berichten, wie ihr Weg zur Freundschaft mit Müsli war. Eine eigenständige Hunderasse mit gehörigen Jagdtrieb zu so einer Leistung zu bringen, daß er nur noch ruhig bewegtes Wild beobachtet ist doch sehr beeindruckend. Welchen Weg dahin bist du denn gegangen? Vielleicht können wir von deinem Weg ja was annehmen.
Ernsthaft jetzt ? 🤣
danke für deine netten Worte.
Ich soll hier noch etwas über unseren Weg schreiben, wobei kleinste Abweichungen meinerseits hier zu so einem Eklat geführt haben?
Ganz bestimmt nicht!
Du kennst mich ja nun persönlich und wir waren schon öfter miteinander spazieren und essen 🍟🍔 😄, da könnten wir gerne darüber sprechen, sollte es dich wirklich interessieren.
Meine Wege sind individuell. Mein 8 er Hund und jeden einzelnen habe ich anders abgeholt, mit dem immer gleichen Ergebnis, einen Freund und keinen Befehlsempfänger zu haben. Aber das gehört ja nicht hierher...
 
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Kirsten
heute 18:20
Die ganze Diskussion hat damit gestartet, das ich gesagt haben, was mich bewegt und ich auf dem Herzen habe. Mir ist Harmonie wichtig, aber verbiegen, werde ich mich nicht. Wenn mir hier etwas auf dem Herzen liegt, werde ich das ansprechen. Was damit getan wird, liegt nicht in meiner Hand.

Genau so wenig habe ich die Erwartung, dass sich jemand anders verbiegt. (Siehe unten.)

Hier wurde nun einige Male durch Teilnehmer versucht Brücken zu bauen und aufs Ursprungsthema zurückzukommen.
Irgendwie scheint das nicht gewünscht.
 
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Svenja
heute 18:38
Die ganze Diskussion hat damit gestartet, das ich gesagt haben, was mich bewegt und ich auf dem Herzen habe. Mir ist Harmonie wichtig, aber verbiegen, werde ich mich nicht. Wenn mir hier etwas auf dem Herzen liegt, werde ich das ansprechen. Was damit getan wird, liegt nicht in meiner Hand. Genau so wenig habe ich die Erwartung, dass sich jemand anders verbiegt. (Siehe unten.) Hier wurde nun einige Male durch Teilnehmer versucht Brücken zu bauen und aufs Ursprungsthema zurückzukommen. Irgendwie scheint das nicht gewünscht.
Mich persönlich hat es irritiert, dass der unfaire Umgang mit Michi so weg gewischt wird, als sei nichts gewesen. Kann gar nicht sein, was andere da wahrgenommen haben, also zurück zur Tagesordnung und weiter wie bisher.
Wir sind alle schon groß und treffen eigene Entscheidungen, um es mit Babs Worten zu sagen. Ich hab mich heute garantiert bei vielen zum Feindbild ernannt, aber bin ok damit, weil ich mir selber treu geblieben bin.
 
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Kirsten
heute 18:59
Mich persönlich hat es irritiert, dass der unfaire Umgang mit Michi so weg gewischt wird, als sei nichts gewesen. Kann gar nicht sein, was andere da wahrgenommen haben, also zurück zur Tagesordnung und weiter wie bisher. Wir sind alle schon groß und treffen eigene Entscheidungen, um es mit Babs Worten zu sagen. Ich hab mich heute garantiert bei vielen zum Feindbild ernannt, aber bin ok damit, weil ich mir selber treu geblieben bin.
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