Home / Forum / Verhalten & Psychologie / "Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Verfasser
Dogorama-Mitglied
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 2053
zuletzt 2. Juni

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :) Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen. Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren. Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet? Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen! Liebe Grüße
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Babs
27. Apr. 15:32
Mich lässt dieser Kommentar nicht ganz in Ruhe. Es haben inzwischen mehrere Mitglieder geschrieben, dass sie sich hier nicht trauen, etwas zu schreiben, weil sie das Gefühl haben, dass nur zählt, wie einige Mitglieder hier diesen Ulli Weg deuten. Nun zu schreiben, dass das ganz sicher nicht stimmt und allein deren Gefühl sein muss, weil es hier ja so friedlich und konstruktiv zugeht und im selben Atemzug zu erwähnen, dass ja gehen kann, wem der Weg - oder besser dessen Deutung durch einige Mitglieder - nicht zusagt, fühlt sich einfach nach geschlossener Gesellschaft an. Das wäre ja ok, müsste dann aber genau so kommuniziert werden.
Weisst Du, ich habe mich früher an vielen Threads beteiligt. Mittlerweile schreibe ich kaum noch was. Das hat seinen Grund. Und mecker ich? Nö.

Jeder ist für sich selber verantwortlich.

In diesem Thread geht es um den Ulli-Weg und wenn man sich den Text genau durchliest, geht es um den Austausch von den Leuten, die diesen Weg gehen.

Es ist sehr nett von den Menschen hier, die sich mit diesem Weg auseinander gesetzt haben und versuchen anderen zu helfen, diesen Weg zu verstehen. Hier geht es nicht darum, diesen Weg in Frage zu stellen.

Wenn in der Überschrift stehen würde:"Wie sind Eure Erfahrungen mit Mantrailing nach Kocher?", dann würde man sich über die Erfahrungen nach dem Mantrailing nach Kocher austauschen und nicht nach dem Mantrailing des DRK. In diesem Thread würden sich wahrscheinlich die Mantrailer des DRK ausgeschlossen fühlen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Svenja
27. Apr. 15:34
Weisst Du, ich habe mich früher an vielen Threads beteiligt. Mittlerweile schreibe ich kaum noch was. Das hat seinen Grund. Und mecker ich? Nö. Jeder ist für sich selber verantwortlich. In diesem Thread geht es um den Ulli-Weg und wenn man sich den Text genau durchliest, geht es um den Austausch von den Leuten, die diesen Weg gehen. Es ist sehr nett von den Menschen hier, die sich mit diesem Weg auseinander gesetzt haben und versuchen anderen zu helfen, diesen Weg zu verstehen. Hier geht es nicht darum, diesen Weg in Frage zu stellen. Wenn in der Überschrift stehen würde:"Wie sind Eure Erfahrungen mit Mantrailing nach Kocher?", dann würde man sich über die Erfahrungen nach dem Mantrailing nach Kocher austauschen und nicht nach dem Mantrailing des DRK. In diesem Thread würden sich wahrscheinlich die Mantrailer des DRK ausgeschlossen fühlen.
Ok und wer entscheidet, wer diesen Weg wirklich geht?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Steffi
27. Apr. 15:36
Mal eine ernst gemeinte Frage: Wie geht man den Ulli Weg mit einem Respektlosen Powerhund der einen zum Stressabbau nutzt? Ohne Abbruch Signal und Grenzen die den Hund... logischerweise eingrenzen sollen? Man findet keinen Weg in eine gleichwertige Freundschaft ohne den anderen auch mal das zu nehmen was er gerade tun will. Gegenseitiger Respekt entsteht durch Grenzen, eine Beziehung wächst an und mit gemeinsamen Konflikten. Ein Weg der Freundschaft sollte keine Einbahnstraße sein.
Warum hat mein Hund Stress? Welche Möglichkeiten hat er, diesen abzubauen? Warum empfinde ich es als respektlos und werte das Verhalten so negativ? Übersehe ich Zeichen und Signale, so dass massiveres Verhalten gezeigt wird? macht er Angebote, die ich nicht annehmen möchte, aber kann ich vielleicht ein sinnvolles Gegenangebot unterbreiten?
Diese Fragen würde ich mir stellen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Michi
27. Apr. 15:39
Weisst Du, ich habe mich früher an vielen Threads beteiligt. Mittlerweile schreibe ich kaum noch was. Das hat seinen Grund. Und mecker ich? Nö. Jeder ist für sich selber verantwortlich. In diesem Thread geht es um den Ulli-Weg und wenn man sich den Text genau durchliest, geht es um den Austausch von den Leuten, die diesen Weg gehen. Es ist sehr nett von den Menschen hier, die sich mit diesem Weg auseinander gesetzt haben und versuchen anderen zu helfen, diesen Weg zu verstehen. Hier geht es nicht darum, diesen Weg in Frage zu stellen. Wenn in der Überschrift stehen würde:"Wie sind Eure Erfahrungen mit Mantrailing nach Kocher?", dann würde man sich über die Erfahrungen nach dem Mantrailing nach Kocher austauschen und nicht nach dem Mantrailing des DRK. In diesem Thread würden sich wahrscheinlich die Mantrailer des DRK ausgeschlossen fühlen.
Moment mal eben. Schon wieder so ein Vergleich.
Bei diesem Disput ging es um mich. Und ich möchte mal behaupten, dass auch einige andere, die sich hier beteiligen nicht 100 Prozent den Ulliweg gehen.
Wenn jetzt jemand hier " aufschlägt ", wie mir so schön nachgesagt wurde, alles in Frage stellt und die Vorgehensweise bei anderen kritisiert, dann kann ich durchaus nachvollziehen, dass das nicht gewünscht ist.
Habe ich aber zu keinem Zeitpunkt getan.
Das waren völlig überzogene Reaktionen, auf was und warum auch immer !
Nur weil ich meinen Hund ohne Leine führe, versuche ihn alleine entscheiden zu lassen und finde, dass man für den Notfall ein Abbruchsignal haben sollte?
Das ist dann so schlimm, dass man in diesem freundlichen Thread so reagieren muss??
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Babs
27. Apr. 15:47
Moment mal eben. Schon wieder so ein Vergleich. Bei diesem Disput ging es um mich. Und ich möchte mal behaupten, dass auch einige andere, die sich hier beteiligen nicht 100 Prozent den Ulliweg gehen. Wenn jetzt jemand hier " aufschlägt ", wie mir so schön nachgesagt wurde, alles in Frage stellt und die Vorgehensweise bei anderen kritisiert, dann kann ich durchaus nachvollziehen, dass das nicht gewünscht ist. Habe ich aber zu keinem Zeitpunkt getan. Das waren völlig überzogene Reaktionen, auf was und warum auch immer ! Nur weil ich meinen Hund ohne Leine führe, versuche ihn alleine entscheiden zu lassen und finde, dass man für den Notfall ein Abbruchsignal haben sollte? Das ist dann so schlimm, dass man in diesem freundlichen Thread so reagieren muss??
Es geht mir nicht um Dich. Wenn Du das persönlich nimmst, was ich schreibe, dann ist das Dein Problem.

Meine Kommentare waren allgemein formuliert.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Michi
27. Apr. 15:50
Es geht mir nicht um Dich. Wenn Du das persönlich nimmst, was ich schreibe, dann ist das Dein Problem. Meine Kommentare waren allgemein formuliert.
Es ist hier immer alles allgemein formuliert.
Und dennoch geht es um mich, denn durch mich ist dieser Disput entstanden. Vorher war doch alles freundlich!
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
27. Apr. 15:52
Da mir das letzte, was mir hier noch wichtig war bei Dogorama nicht mehr zusagt, haue ich ab. Diesmal mit Happy end. 😂 Also ich komme gar nicht wieder.

Alles gute und findet einen Weg zur Freundschaft. 😜
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Babs
27. Apr. 15:54
Da mir das letzte, was mir hier noch wichtig war bei Dogorama nicht mehr zusagt, haue ich ab. Diesmal mit Happy end. 😂 Also ich komme gar nicht wieder. Alles gute und findet einen Weg zur Freundschaft. 😜
Schade, ich kann Dich sehr gut verstehen und wünsche Dir alles Gute. Deine Filme habe ich mir immer mit viel Freude angeschaut und werde die vermissen.
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
27. Apr. 16:02
Schade, ich kann Dich sehr gut verstehen und wünsche Dir alles Gute. Deine Filme habe ich mir immer mit viel Freude angeschaut und werde die vermissen.
Das freut mich. Aber es wird Zeit.
Der freundliche Austausch war toll. Und das nun alle gegen eine Person pfeffern, wie Michi, die es ebenso gut meinte wie ich hier, ist nicht fair.

Wie gesagt mir ging es hier hauptsächlich darum, das Hunde in einem gewissen Rahmen ihre Art eigenen Bedürfnisse mit Hauptpunkt jagen ausleben dürfen, und das Wege dafür aufgezeigt und geteilt werden.
Aber den 100%tigen Ulli Weg gehe ich nicht.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Caro
27. Apr. 16:48
Nachdem ich hier nun wieder ein bisschen mitgelesen habe, gebe ich auch mal meinen Senf dazu.
Wir sind hier in den Thread gekommen und ich war direkt begeistert von der Idee hinter dem Ganzen - der freundliche Umgang mit dem Hund, bei dem seine Natur respektiert und ein gemeinsamer Weg gegangen wird. Gemeinsam erleben statt gegeneinander zu arbeiten und alte, eingeschliffene Erwartungen ("so muss Gassi ausehen") durch etwas Positives, Neues ersetzen.
Das hat auch im Umgang mit Lucys Jagdverhalten direkt und unvermittelt Erfolge gezeigt, hauptsächlich wahrscheinlich, weil ich mich weniger verkrampft und weniger gestresst habe, Lucys starken Jagdtrieb und ihren Gesang weniger dramatisch sondern eher als natürlich angesehen habe.
Soweit, so gut. Wir gingen gemeinsam auf Spurensuche, haben Wild mal mehr und mal weniger ruhig beobachtet. Lucy hat das Vorstehen perfektioniert und ich konnte den Zeitraum von Anzeigen bis losbollern gut verlängern, sodass Zeit zum Handeln bleibt. ABER!
Wir sind mittlerweile an einem Punkt, an dem ich wieder umdenken muss. Lucy findet so viel Gefallen an der gemeinsamen Jagd, dass es nunmehr nur noch ums Wild erspähen oder Fährte finden geht. Sie scannt inzwischen permanent die Umgebung, zeigt alles und jeden an und steigert sich so von Mäuseloch zu Rehspur immer weiter rein, bis das Ganze mit in der Leine hängen und kreischen eskaliert, wie es davor nur ganz am Anfang unserer gemeinsamen Zeit eskaliert ist, als Lucy noch ein halbwilder Tierschutzhund war. Gehen wir gemeinsam mit anderen Hunden spazieren, ist die Reizschwelle quasi nicht mehr existent.
Freilauf gestaltet sich so als höchst riskant und geht nur noch in Ausnahmefällen- dabei haben wir beide die Zeit ohne Leine eigentlich immer besonders genossen. Leider ist da aber irgendwie der Fokus verrutscht.
Das, was Michi da mit Müsli hat, hätte ich gerne! Ohne Leine im vorher gesteckten Rahmen freundschaftlich gemeinsam unterwegs sein und erleben. Die Leine an sich ist ja eigentlich auch ein Abbruch. Ob nun ein "Nein" oder die Leine den Hund stoppt, ist ja eigentlich Wurst. Ohne Leine ist aber nunmal einfach schöner 🫠
Ich bin also dazu übergegangen, nicht mehr das Beobachten zu loben, sondern das Abwenden vom Wild zu mir hin.
Beobachtet sie ruhig, lasse ich sie das unkommentiert tun - springt sie in die Leine und wird hysterisch, nehme ich sie einfach mit in die andere Richtung, bis sie den Reiz nicht mehr sehen und sich wieder beruhigen kann. Danach darf sie dann gerne an der frischen Fährte schnüffeln, sie bleibt dann auch ruhiger und achtet wieder mehr auf mich, ist wieder ansprechbar und kann sogar Futter nehmen.

Es mag sein, dass wir den Ulliweg damit wieder verlassen haben. Vielleicht sind wir ihn auch nie richtig gegangen.
Wie Michi schon schrieb, jedes Hund und Halter Team ist individuell und kann in kein starres Konzept gepresst werden.
Ich werde mir nach wie vor die Rosinen aus dem Gesamtpaket picken, die zu uns passen - der "richtige" Ulliweg funktioniert bei uns leider nicht.