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Verfasser
Ilona
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zuletzt 16. Mai

Verhaltensveränderung im Urlaub

Ihr Lieben Wir sind gerade im Urlaub im ländlichen Gebiet. Yuna ist hier total tiefenentspannt. Kein Ziehen an der Leine, sehr gute Ansprechbarkeit, schläft gut. Kann mit ihr am Feld laufen ohne zieherei etc. Wir wohnen ja in Berlin und da sieht ihr Verhalten etwas anders aus. Grundsätzlich hat sie eine gute Leinenführigkeit. Ist aber doch schnell hoch in der Erregung durch Hundesichtungen, Fussgänger, Radfahrer etc. Die Ansprechbarkeit ist in Berlin gut, nimmt aber ab je mehr Reizen sie ausgesetzr ist. Vorallem die Hundedichte ist in Berlin ja ne andere als hier. Hier begegne ich mal 1 bis 2 Hunde beim Gassi, in Berlin sind es ja doch erheblich mehr... So nun meine Frage an Euch: sollte ich im Alltag in Berlin was ändern? Wir gehen schon oft zu Zeiten wo weniger los ist. Aber vermeiden kann ich Reize ja gänzlich nicht. Ich freue mich sehr, das ich Yuna hier so anders erlebe. Und denke mir, das sie ja kann. Aber was kann ich von hier mit in den Alltag nehmen? Mehr Pausentage? Hier gehen wir unterschiedliche Runden. Sie darf viel schnüffeln und auch beobachten. Gerade die Tierwelt ist hier für sie interessant. Training oder Bespassung findet hier nur wenig statt. Also was meint ihr? Ich hätte gerne diese Yuna auch in Berlin.
 
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Katja
15. Mai 08:43
Nachtrag: Ich gehöre selber übrigens auch eher zum Modell „Phlegma“ und bin eher wenig „reizoffen“…😉
 
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Lisa-Eileen
15. Mai 16:25
Kenn ich auch, wir sind zwar in ner Kleinstadt wo es relativ ruhig ist aber hier ists total Hunde überfüllt was Rocket übelst gestresst hatte.
Seit der Kastration ists viel besser geworden, die Grundanspannung durch die Hormone ist extrem gesunken.
Leider kann ich auch nicht aufs Land ziehen, mir gehts hier auch sau auf den Keks, wir würden beide lieber in Ruhe und Frieden iwo aufm Land wohnen.
Da kann man nur gucken das man möglichst großräumig ausweicht und Routen nimmt die möglichst ruhig sind.
Was aber auch wichtig ist sich Ruhe Inseln zu schaffen.
Du könntest gucken das du immer wieder mal Stress Regulierende Übungen einbaust zb ne Hand voll Leckerlies ins Gras werfen und suchen lassen oder dich wo hinsetzen zum Reize wahrnehmen, auseinandersetzen und verarbeiten.
Das hatte Rocket sehr geholfen sich besser zu aklimatisieren.
Nach anstrengenden Situationen ist Zergeln auch super um Druck/ Spannung abzulassen und normal fahren wir alle 3 Tage Fahrrad in lockerem Trabtempo.
Das entspannt körperlich wie psychisch sehr.
Merkt man auch immer wenn das ein paar Tage fehlt das er dann wieder stressiger wird.
Grad bei sensieblen Hunden (und Menschen) ists super wichtig mitm Stressmanagement.
Grad als Neurodivergenter Mensch ists voll die Hölle mit den ganzen Menschen, Hundebegegnungen und Stadtkrach.
Daher fühl ichs voll.
 
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Ilona
15. Mai 17:49
Kenn ich auch, wir sind zwar in ner Kleinstadt wo es relativ ruhig ist aber hier ists total Hunde überfüllt was Rocket übelst gestresst hatte. Seit der Kastration ists viel besser geworden, die Grundanspannung durch die Hormone ist extrem gesunken. Leider kann ich auch nicht aufs Land ziehen, mir gehts hier auch sau auf den Keks, wir würden beide lieber in Ruhe und Frieden iwo aufm Land wohnen. Da kann man nur gucken das man möglichst großräumig ausweicht und Routen nimmt die möglichst ruhig sind. Was aber auch wichtig ist sich Ruhe Inseln zu schaffen. Du könntest gucken das du immer wieder mal Stress Regulierende Übungen einbaust zb ne Hand voll Leckerlies ins Gras werfen und suchen lassen oder dich wo hinsetzen zum Reize wahrnehmen, auseinandersetzen und verarbeiten. Das hatte Rocket sehr geholfen sich besser zu aklimatisieren. Nach anstrengenden Situationen ist Zergeln auch super um Druck/ Spannung abzulassen und normal fahren wir alle 3 Tage Fahrrad in lockerem Trabtempo. Das entspannt körperlich wie psychisch sehr. Merkt man auch immer wenn das ein paar Tage fehlt das er dann wieder stressiger wird. Grad bei sensieblen Hunden (und Menschen) ists super wichtig mitm Stressmanagement. Grad als Neurodivergenter Mensch ists voll die Hölle mit den ganzen Menschen, Hundebegegnungen und Stadtkrach. Daher fühl ichs voll.
Ja, geht mir auch so. Wir wählen schon Routen und Zeiten wo weniger los ist. Wir machen Pausen zwischendurch, wir spielen miteinander und ich streu auch Futter. Das hilft uns beiden sehr. Blöd ist wirklich, dss hier in den letzten Jahren die Menschen und Hundedichte sehr stakt gestiegen ist. Jetzt wird noch bei uns am Park ne Megaschule eröffnet mit 800 Plätzen. D.h. das morgens der Park noch voller wird, noch mehr Radfahrer und Menschen und mittags bzw. Nachmittags dann auch. Da weiss ich nicht mehr wo ich laufen soll. Ich kann nicht immer rausfahren. Mal sehe wie es wird....
 
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Dogorama-Mitglied
15. Mai 17:54
Also unser Hund ist im Urlaub auch wie ausgewechselt. Ich denke es liegt daran, dass er die neue Umgebung noch nicht kennt und sich dadurch mehr an uns orientiert, und wir sind im Urlaub auch viel relaxter (ohne Termindruck usw.)… das hat auch nichts damit zu tun, dass dein Hund mit der Stadt nicht klar kommt (lass dir das nicht einreden)
 
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Li
15. Mai 19:35
Also unser Hund ist im Urlaub auch wie ausgewechselt. Ich denke es liegt daran, dass er die neue Umgebung noch nicht kennt und sich dadurch mehr an uns orientiert, und wir sind im Urlaub auch viel relaxter (ohne Termindruck usw.)… das hat auch nichts damit zu tun, dass dein Hund mit der Stadt nicht klar kommt (lass dir das nicht einreden)
Nur weil es vei deinem Hund so ist, muss es bei ihrem ja nicht so sein.
Wenn ein Hund zwischen Stadt und Land wählen könnte, dann würde er mit Sicherheit das Land wählen.
 
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Ilona
15. Mai 20:21
Also unser Hund ist im Urlaub auch wie ausgewechselt. Ich denke es liegt daran, dass er die neue Umgebung noch nicht kennt und sich dadurch mehr an uns orientiert, und wir sind im Urlaub auch viel relaxter (ohne Termindruck usw.)… das hat auch nichts damit zu tun, dass dein Hund mit der Stadt nicht klar kommt (lass dir das nicht einreden)
Ich lass mir ja nichts einreden. Es ist doch so, das ich das gerade erlebe wie es hier ist und wie es zuhause läuft. Die Frage war ja was kann ich machen, damit es für sie zuhause leichter wird?
 
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Nad
15. Mai 21:12
Vielleicht nicht nur die Route der Gassirunden, sondern auch die Anzahl bzw. Länge überdenken? Ggf. verändert eine lange Runde pro Tag und ansonsten nur 2-3 Löserunden vor der Haustür etwas?
 
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Katja
15. Mai 23:45
Ich lass mir ja nichts einreden. Es ist doch so, das ich das gerade erlebe wie es hier ist und wie es zuhause läuft. Die Frage war ja was kann ich machen, damit es für sie zuhause leichter wird?
Ich würde mir jetzt im Urlaub ganz bewusst machen, welche Situationen bei Deinem Hund ganz anders laufen als zuhause… und dann gucken, ob Du an Dir selber in der Situation Unterschiede findest.
Genau das würde ich dann versuchen, in der Heimat zu kopieren. Im Zweifel auch auch die letzten Urlaubstage in Berlin verbringen! Dann fällt man auch nicht so schnell in die alten Automatismen.😀
 
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Julemira
16. Mai 06:08
Genauso ist. Ich wohne schon im Randgebiet. Doch leider wurde es in den letzten Jahren massiv bebaut so das die Hunde und Menschendichte extrem gestiegen ist. Auch hier: ich kann nicht einfach umziehen. Dazu müssten wir unser Haus verkaufen könnten uns aber nichts neues kaufen, da die Hauspreise ja auch massiv gestiegen sind unsere Tochter geht hier zu Uni. Da sie Autistin ist, gehen Veränderungen eben nicht so einfach...
Könnt ihr dann nicht vielleicht einen Garten mieten oder so in einer ruhigen Ecke wo man am Wochenende hinfahren kann damit der sich besser entspannen kann?
 
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Julia 🐾Nero
16. Mai 06:08
Also unser Hund ist im Urlaub auch wie ausgewechselt. Ich denke es liegt daran, dass er die neue Umgebung noch nicht kennt und sich dadurch mehr an uns orientiert, und wir sind im Urlaub auch viel relaxter (ohne Termindruck usw.)… das hat auch nichts damit zu tun, dass dein Hund mit der Stadt nicht klar kommt (lass dir das nicht einreden)
Ich habe nicht das Gefühl, dass jemand versucht Ilona etwas einzureden. Man teilt Erfahrungen und einige hier haben nun mal das selbe erlebt wie sie gerade.

Ich habe übrigens schon in der Stadt und auf dem Land Urlaub gemacht und es gibt zumindest bei meinem Hund einfach deutliche Unterschiede. Obwohl er sich in beiden Umgebungen nicht auskennt, wir keinen Termindruck haben usw.
Wo ich dir aber recht geben kann, in der Stadt bin ich sicherlich selber trotz Urlaub nicht so entspannt, wie auf dem Land (vollkommen unabhängig ob ich einen Hund habe oder nicht).
Die Menschen und Hundedichte (hier wird auch sozialer Stress durch Markierungen oft vernachlässigt) ist einfach nicht vergleichbar, dazu eben die Licht und Lärmbelastung.
Wobei Land auch nicht gleich Land ist. Bei uns haben einige Faktoren mit reingespielt. Einer der größten war der Freilauf, den ich in der Stadt sowieso nicht habe, aber in einer ländlichen Region mit hoher Wilddichte und uneinsichtbaren Gelände auch nicht in dem Ausmaß bieten könnte.

Jetzt sollen sich Leute, die in der Stadt wohnen nicht auf die Füße getreten fühlen (ich wohne doch selber in der Stadt). Es gibt eben Hunde, die kommen damit besser oder schlechter zurecht.
Ich finde es aber auch nicht richtig zu behaupten, dass die Umgebung keinen Unterschied macht, erst recht wenn es um Hunde mit ausgeprägten Verhaltensproblemen geht (Angst, Aggression, Reaktivität, Unruhe), die stark im Alltag belasten und alles auf "du musst einfach entspannt sein" abgetan wird.
Natürlich hilft es dem Hund, wenn der Halter entspannt ist. Aber dadurch verschwinden Reize nicht. Und für einen Hund, der Probleme mit Reizverarbeitung hat, kann eine reizarme Umgebung starke Linderung verschaffen.