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Astrid
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Anzahl der Antworten 31
zuletzt 12. Juli

Hundebegegnung eskaliert

Gestern hatte mein Hund mit einem anderen freilaufenden Hund eine blitzartige Eskalation, die mich sehr erschreckt und verunsichert hat. Ich war mit meinem Hund unterwegs, komme um eine Wegkurve und ein Mann mit einem Hund kommen ran. Die zwei Hunde gehen freundlich aufeinander zu, beschnuppern sich.. Plötzlich reitet mein Hund auf, der andere bleibt ruhig und defensiv. Im Moment als ich die Situation entschärfen wollte, begann sich der andere Hund mit recht zu wehren.. Da fing die Streiterei heftigst an. Ich war froh, dass der andere Halter meinen Hund am Halsband nach hinten nahm. Der Schreck war riesig und gottseidank ist nichts schlimmes passiert. So kenne ich meinen Hund nicht und ich frage mich, was hat dieses Verhalten ausgelöst, was habe ich übersehen? Nach fünf Jahren, das erste und letzte mal, denn nun kommt er mir nur noch an die Schleppleine und spielen nur mit Hunden die er kennt. Kennt jemand so eine Situation? Oder kann mir jemand helfen zu verstehen, warum mein Hund den anderen so extrem eingeschränkt hat?
 
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Jay
12. Juli 09:39
Ich hab damit keine Erfahrung, dafür ist meine dann wohl doch zu wenig Rüde, aber verstehe ich das richtig, dass hier alle sagen bei einem alten Hund aufreiten muss man dann laufen lassen? Die haben doch nicht selten eh schon kaputte Rücken oder Hüften.
 
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Mel und
12. Juli 09:40
Ich kenne das von meinem unkastrierten Rüden ganz genau so. Wenn zwei Hunde aufreiten, einfrieren und vielleicht noch knurren, ist die Luft erst mal dick..

Sobald ich in genau diesem Moment aktiv reingrätsche, eskaliert es zu 100 %!

Ich mache es in solchen Situationen inzwischen so, dass ich ihn einfach ganz ruhig rufe und stumpf weitergehe. Wäre er dabei an der Leine, würde ich ihn sogar ableinen, um den Druck rauszunehmen.
Sowas ist unter Hunden,auch wenn es für uns Menschen heftig aussieht,einfach ein normales Kräftemessen. Das hat überhaupt nichts mit einer bösen Beißabsicht zu tun.

Das wichtigste Fundament, damit die Situation nicht eskaliert, bist am Ende du selbst und deine eigene Gefühlslage. Wenn du es schaffst, innerlich tief durchzuatmen und entspannt zu bleiben, strahlst du Sicherheit aus. Dein Hund merkt das sofort und schließt sich dir viel eher an, als wenn er deine Panik spürt.
 
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Sina
12. Juli 09:44
Ich hab damit keine Erfahrung, dafür ist meine dann wohl doch zu wenig Rüde, aber verstehe ich das richtig, dass hier alle sagen bei einem alten Hund aufreiten muss man dann laufen lassen? Die haben doch nicht selten eh schon kaputte Rücken oder Hüften.
Ich lasse schon ziemlich viel laufen, aber da würde ich immer eingreifen. Mein Rüde wehrt sich da zum Glück sofort, weshalb ich das nicht muss, da er immer schneller ist.
Aber wenn er das nicht machen würde, würde ich immer helfen.
Eigentlich ist das aber die Aufgabe des anderen Besitzers.
 
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Mel und
12. Juli 09:51
Die Frage stellt sich aber auch für mich.. Wie kann man einen Kommentkampf von einem ernsten Kampf unterscheiden und wann merkt man ob es von komment in ernsthaft kippt?
Glaub mir, einen echten Ernstkampf erkennst du sofort, wenn er passiert.

Ich hatte vor meinem jetzigen Hund einen mit echter Beschädigungsabsicht. Solche Angriffe sind wirklich erschreckend leise.

Da gibt es kein lautes Show Gehabe oder großes Getöse. Da wird sofort richtig fest zugepackt und auch sogar geschüttelt und gerissen.

Ein Kommentkampf dagegen istnur ein riesiges, Schauspiel ,es ist extrem laut, es wird geknurrt, gekläfft, in die Luft geschnappt und sich groß gemacht. Das sieht wild aus und macht Angst, ist aber am Ende alles nur heiße Luft .
 
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Astrid
12. Juli 12:56
Ich kenne das von meinem unkastrierten Rüden ganz genau so. Wenn zwei Hunde aufreiten, einfrieren und vielleicht noch knurren, ist die Luft erst mal dick.. Sobald ich in genau diesem Moment aktiv reingrätsche, eskaliert es zu 100 %! Ich mache es in solchen Situationen inzwischen so, dass ich ihn einfach ganz ruhig rufe und stumpf weitergehe. Wäre er dabei an der Leine, würde ich ihn sogar ableinen, um den Druck rauszunehmen. Sowas ist unter Hunden,auch wenn es für uns Menschen heftig aussieht,einfach ein normales Kräftemessen. Das hat überhaupt nichts mit einer bösen Beißabsicht zu tun. Das wichtigste Fundament, damit die Situation nicht eskaliert, bist am Ende du selbst und deine eigene Gefühlslage. Wenn du es schaffst, innerlich tief durchzuatmen und entspannt zu bleiben, strahlst du Sicherheit aus. Dein Hund merkt das sofort und schließt sich dir viel eher an, als wenn er deine Panik spürt.
Da müssen dann aber auch beider Halter gleichermassen ruhig bleiben. Der andere Halter war extrem aufgebracht und meinte dann zu mir... "erst den Hund aufreiten lassen, bevor man was tut".. Allerdings hat er sich ja von Anfang an auch nichts gedacht dabei.
Schwierig immer das richtige zu tun
 
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Astrid
12. Juli 13:01
Ich lasse schon ziemlich viel laufen, aber da würde ich immer eingreifen. Mein Rüde wehrt sich da zum Glück sofort, weshalb ich das nicht muss, da er immer schneller ist. Aber wenn er das nicht machen würde, würde ich immer helfen. Eigentlich ist das aber die Aufgabe des anderen Besitzers.
Genau, Deshalb wollte ich ja auch dazwischen gehen weil der andere Rüde älter war aber drssen Besitzer hat nichts gesagt, der war am Handy und hat es dort kommuniziert
 
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Sina
12. Juli 13:18
Genau, Deshalb wollte ich ja auch dazwischen gehen weil der andere Rüde älter war aber drssen Besitzer hat nichts gesagt, der war am Handy und hat es dort kommuniziert
Wenn der andere sich schon stocksteif macht, dann ist es meist schon zu spät zum eingreifen.
Aber das dauert bis man da ein Auge für hat.
Und natürlich ist man da auch oft nicht schnell genug und die Situation derweil schon gekippt.

Meiner hat in jungen Jahren leider keinen Kommentkampf ausgelassen. Der einzige Vorteil war, ich konnte irgendwann ziemlich gut beurteilen, wann es kracht und wann es nur Geprolle ist, wann man noch eingreifen kann, und wann besser nicht.

Eigentlich ist es total interessant.
Die Rüden spazieren steif und imponierend um einander herum, und meist zeigt einer irgendwann Beschwichtigungsanzeichen, wenn auch subtil.

Aber manchmal gibt es stattdessen einen Moment in dem beide kurz innehalten und sich ganz kurz direkt in die Augen sehen.
Das ist dann anscheinend das Einvernehmen, dass das Ganze jetzt körperlich ausgetragen wird, da keiner bereit ist nachzugeben und der Startschuss für den Kommentkampf.

Die ersten Male war ich da aber auch nicht so souverän.
Denn zweifellos sieht das erstmal alles bedrohlich aus.
Aber der andere Besitzer war immer die größte Herausforderung 😅
 
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Mel und
12. Juli 14:05
Da müssen dann aber auch beider Halter gleichermassen ruhig bleiben. Der andere Halter war extrem aufgebracht und meinte dann zu mir... "erst den Hund aufreiten lassen, bevor man was tut".. Allerdings hat er sich ja von Anfang an auch nichts gedacht dabei. Schwierig immer das richtige zu tun
Klar hat das Verhalten von anderen Haltern Einfluss, aber eigentlich spielt es für deinen Hund gar nicht die größte Rolle, wie der andere Hh sich verhält.

Wenn du es schaffst, selbst ruhig zu bleiben, beeinflusst das übrigens sofort auch den anderen Hundehalter unbewusst und trägt enorm zur allgemeinen Deeskalation bei. Dein Hund orientiert sich ja schließlich an dir und nicht an fremden Personen.

Wenn du den Konflikt durch rufen und weitergehen unterbrichst (dein Hund den Blick abwendet), ist die Situatin in der Regel sofort gelöst.

Und ja, es ist natürlich total schwierig, immer ruhig zu bleiben, und erfordert einiges an Erfahrung und Übung. Aber du schaffst das bestimmt!💪✨
 
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Katrin
12. Juli 14:13
Ich möchte nochmal hinzufügen das Kommentkämpfe unter Rüden oft kurz sind. Bei Hündinnen ist das nochmal etwas anders und länger. Da kippt es meiner Erfahrung nach auch eher.
 
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Susanna
12. Juli 14:16
Gut möglich das dein Einschreiten das ganze hat eskalieren lassen....🤗 Dein Hund hat das vielleicht falsch verstanden, und dein Handeln/deine Körpersprache als "Gefahr in Verzug gedeutet"🤗 Im nachhinein ist es kaum möglich zu analysieren....was der Grund war... Auch wenns dir vielleicht etwas schwer fällt, da du ja erschrocken warst: hake es ab, treffe Vorsichtsassnahmen (also Hund öfter mal an der Leine) aber "übertreibe" es nicht. Deine Unsicherheit/Angst und zu viel Nachdenken kann auch deinen Hund verunsichern, so das er der Meinung ist das er das "Ruder übernehmen muss" und das kann zu weiteren Eskalationen führen. Auch eine Einzelstunde bei einem guten trainer kann dich "wieder zur ursprünglichen Sicherheit zurückbringen"...
Sehe ich 1:1 genauso 😊