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Astrid
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Anzahl der Antworten 31
zuletzt 12. Juli

Hundebegegnung eskaliert

Gestern hatte mein Hund mit einem anderen freilaufenden Hund eine blitzartige Eskalation, die mich sehr erschreckt und verunsichert hat. Ich war mit meinem Hund unterwegs, komme um eine Wegkurve und ein Mann mit einem Hund kommen ran. Die zwei Hunde gehen freundlich aufeinander zu, beschnuppern sich.. Plötzlich reitet mein Hund auf, der andere bleibt ruhig und defensiv. Im Moment als ich die Situation entschärfen wollte, begann sich der andere Hund mit recht zu wehren.. Da fing die Streiterei heftigst an. Ich war froh, dass der andere Halter meinen Hund am Halsband nach hinten nahm. Der Schreck war riesig und gottseidank ist nichts schlimmes passiert. So kenne ich meinen Hund nicht und ich frage mich, was hat dieses Verhalten ausgelöst, was habe ich übersehen? Nach fünf Jahren, das erste und letzte mal, denn nun kommt er mir nur noch an die Schleppleine und spielen nur mit Hunden die er kennt. Kennt jemand so eine Situation? Oder kann mir jemand helfen zu verstehen, warum mein Hund den anderen so extrem eingeschränkt hat?
 
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Sonja
Beliebteste Antwort
11. Juli 17:19
Gut möglich das dein Einschreiten das ganze hat eskalieren lassen....🤗 Dein Hund hat das vielleicht falsch verstanden, und dein Handeln/deine Körpersprache als "Gefahr in Verzug gedeutet"🤗 Im nachhinein ist es kaum möglich zu analysieren....was der Grund war... Auch wenns dir vielleicht etwas schwer fällt, da du ja erschrocken warst: hake es ab, treffe Vorsichtsassnahmen (also Hund öfter mal an der Leine) aber "übertreibe" es nicht. Deine Unsicherheit/Angst und zu viel Nachdenken kann auch deinen Hund verunsichern, so das er der Meinung ist das er das "Ruder übernehmen muss" und das kann zu weiteren Eskalationen führen. Auch eine Einzelstunde bei einem guten trainer kann dich "wieder zur ursprünglichen Sicherheit zurückbringen"...
 
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Tina
11. Juli 15:35
War der andere auch ein Rüde? Hört sich nach Kommentkampf an. Ist an sich erstmal Hundekommunikation. "Tut nix" gibt es halt nicht. Eine plötzliche Verhaltensänderung kann immer auch eine medizinische Ursache haben. Das würde ich im Hinterkopf behalten.
 
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Ilona
11. Juli 16:55
Das kann ja viele Ursachen haben; medizinische, Stress, zu hohe Erregung? Frontales Aufeinandertreffen etc. Meine Hündin reiter jedes Mal bei ihren Bruder auf. Bei ihr ist das die hohe Erregung bzw. Stress. Ich nehme sie dann weg
Vielleicht vorher den Hund ran nehmen und genau beobachten wie beide aufeinander zu gehen bzw den eigenen Hund erstmal bei mir halten und mit dem anderen Halter erstmal kurzschließen ob Kontakt erwünscht ist.
 
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Sonja
11. Juli 17:19
Gut möglich das dein Einschreiten das ganze hat eskalieren lassen....🤗 Dein Hund hat das vielleicht falsch verstanden, und dein Handeln/deine Körpersprache als "Gefahr in Verzug gedeutet"🤗 Im nachhinein ist es kaum möglich zu analysieren....was der Grund war... Auch wenns dir vielleicht etwas schwer fällt, da du ja erschrocken warst: hake es ab, treffe Vorsichtsassnahmen (also Hund öfter mal an der Leine) aber "übertreibe" es nicht. Deine Unsicherheit/Angst und zu viel Nachdenken kann auch deinen Hund verunsichern, so das er der Meinung ist das er das "Ruder übernehmen muss" und das kann zu weiteren Eskalationen führen. Auch eine Einzelstunde bei einem guten trainer kann dich "wieder zur ursprünglichen Sicherheit zurückbringen"...
 
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Jochen
11. Juli 17:28
War das eure Hausstrecke? Vielleicht territorial motiviert oder eine tolle Hündin war vorher da oder beides oder der andere Hund hat auch körpersprachlich „auf dicke Hose“ gemacht… Gründe sind vielfältig. Und sicher war das ein Kommentkampf (was nicht heißt, dass das immer verletzungsfrei abläuft), „echte“ Kämpfe gehen direkt zur Sache und sind sehr selten.

Vermutlich war es ein Fehler, dass du eingegriffen hast.
Mit BD habe ich mal eine ähnliche Situation erlebt, ein Junghund greift ihn an und zackt stand BD seitlich auf seinem Rücken, gefühlte elend lange 5Minuten. Die andere Halterin wurde schon unruhig und sagte, ich solle meinen Hund runternehmen. Ich: „Ne, mache ich nicht“. Und weiter gewartet. Irgendwann steigt meiner ab und geht ganz lässig ohne sich nochmal umzuschauen zu mir und der andere dreht sich auch um und läuft zur Halterin. Das war sehr faszinierend.
 
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Katrin
11. Juli 18:57
Es gibt tausend mögliche Gründe dafür. Ich tippe ehrlich gesagt auch auf Kommentkampf. Ging es laut zu? Grundsätzlich müssen wir Halter uns endlich mal von der Vorstellung des allzeit netten Hundes verabschieden. Spätestens nach der Pubertät wird es immer mal vorkommen das Hunde auch ihren eigenen Kopp haben und unter Hunden auch hündisch gewisse Dinge klarstellen wollen. Damit müssen wir Menschen umgehen lernen.
 
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Sarah
11. Juli 19:06
Gut möglich das dein Einschreiten das ganze hat eskalieren lassen....🤗 Dein Hund hat das vielleicht falsch verstanden, und dein Handeln/deine Körpersprache als "Gefahr in Verzug gedeutet"🤗 Im nachhinein ist es kaum möglich zu analysieren....was der Grund war... Auch wenns dir vielleicht etwas schwer fällt, da du ja erschrocken warst: hake es ab, treffe Vorsichtsassnahmen (also Hund öfter mal an der Leine) aber "übertreibe" es nicht. Deine Unsicherheit/Angst und zu viel Nachdenken kann auch deinen Hund verunsichern, so das er der Meinung ist das er das "Ruder übernehmen muss" und das kann zu weiteren Eskalationen führen. Auch eine Einzelstunde bei einem guten trainer kann dich "wieder zur ursprünglichen Sicherheit zurückbringen"...
Das habe ich auch direkt gedacht. Mein älterer rüde findet mehrere andere Rüden nicht so pralle, hat aber wenig Lust auf Stress. Immer wenn ich sehe, dass er in einer Begegnung steif wird, dann gehe ich weiter und sage „Aiden, lass den Blödsinn“. Er kommt dann zu 100% mit. Wenn ich einschreite, dann eskaliert es öfter mal.
 
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Sina
11. Juli 20:48
Das habe ich auch direkt gedacht. Mein älterer rüde findet mehrere andere Rüden nicht so pralle, hat aber wenig Lust auf Stress. Immer wenn ich sehe, dass er in einer Begegnung steif wird, dann gehe ich weiter und sage „Aiden, lass den Blödsinn“. Er kommt dann zu 100% mit. Wenn ich einschreite, dann eskaliert es öfter mal.
Ja, die Erfahrung habe ich auch oft gemacht. Lässt man sie in ihrem Proletengehabe einfach stehen, bleibt es beim "ich könnte, wenn ich wöllte, aber leider muss ich jetzt weg"
Viele sind dann auch dankbar, wenn sie aus der Situation raus können, ohne Gesicht zu verlieren

Geht man hin, ist das wie Rückendeckung und greift man hektisch ein, oder zieht an der Leine, dann fliegen schnell die Fetzen. Denn was bleibt ihm denn dann auch übrig; wenn die Kommunikation vom Mensch zunichte gemacht wird.
 
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Astrid
12. Juli 08:22
Ich danke Euch für Eure Beiträge und Erfahrungen. Die These mit dem Kommentkampf finde ich sehr interessant und da ich das noch nie gehört und gesehen habe, musste ich erstmal googeln. Es war in der Tat sehr laut, das stimmt.. Eingegriffen habe ich erst als sich der andere Hund gewehrt hat und meiner dann in Rage kam. Es war von mir einfach Instinkt einzugreifen weil ich Angst hatte, dass mehr passiert und ich es schlichtweg nicht einschätzen konnte. Der andere Rüde war schon älter und anfangs ziemlich passiv, denn ich habe mich noch gewundert dass er so stoisch ruhig gehalten hat. Die Idee mit dem Trainer finde ich gar nicht schlecht, um wieder ein wenig Vertrauen in mich und meinen Hund zu bekommen. Trotzalledem werde ich ihn verstärkt an die Schleppleine nehmen bis ich wieder sicherer bin, mit ihm arbeiten mehr mit mir im Kontakt zu bleiben und zu fremden Hunden erstmal den Kontakt zu meiden. Gezeigt hat mir diese Erfahrung wie schnell die Situation kippen kann und wie wenig "Hündisch" ich wohl verstehe.
 
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Astrid
12. Juli 08:26
War das eure Hausstrecke? Vielleicht territorial motiviert oder eine tolle Hündin war vorher da oder beides oder der andere Hund hat auch körpersprachlich „auf dicke Hose“ gemacht… Gründe sind vielfältig. Und sicher war das ein Kommentkampf (was nicht heißt, dass das immer verletzungsfrei abläuft), „echte“ Kämpfe gehen direkt zur Sache und sind sehr selten. Vermutlich war es ein Fehler, dass du eingegriffen hast. Mit BD habe ich mal eine ähnliche Situation erlebt, ein Junghund greift ihn an und zackt stand BD seitlich auf seinem Rücken, gefühlte elend lange 5Minuten. Die andere Halterin wurde schon unruhig und sagte, ich solle meinen Hund runternehmen. Ich: „Ne, mache ich nicht“. Und weiter gewartet. Irgendwann steigt meiner ab und geht ganz lässig ohne sich nochmal umzuschauen zu mir und der andere dreht sich auch um und läuft zur Halterin. Das war sehr faszinierend.
Alle Achtung, den Nerv hätte ich nicht gehabt. Aber damit hast du wohl absolut richtig gehandelt
 
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Katrin
12. Juli 08:28
Ich danke Euch für Eure Beiträge und Erfahrungen. Die These mit dem Kommentkampf finde ich sehr interessant und da ich das noch nie gehört und gesehen habe, musste ich erstmal googeln. Es war in der Tat sehr laut, das stimmt.. Eingegriffen habe ich erst als sich der andere Hund gewehrt hat und meiner dann in Rage kam. Es war von mir einfach Instinkt einzugreifen weil ich Angst hatte, dass mehr passiert und ich es schlichtweg nicht einschätzen konnte. Der andere Rüde war schon älter und anfangs ziemlich passiv, denn ich habe mich noch gewundert dass er so stoisch ruhig gehalten hat. Die Idee mit dem Trainer finde ich gar nicht schlecht, um wieder ein wenig Vertrauen in mich und meinen Hund zu bekommen. Trotzalledem werde ich ihn verstärkt an die Schleppleine nehmen bis ich wieder sicherer bin, mit ihm arbeiten mehr mit mir im Kontakt zu bleiben und zu fremden Hunden erstmal den Kontakt zu meiden. Gezeigt hat mir diese Erfahrung wie schnell die Situation kippen kann und wie wenig "Hündisch" ich wohl verstehe.
Zum dazulernen ist es zum Glück nie zu spät. Mit einem passenden Trainer und passender Lektüre werdet ihr da sicher schnell auf einen guten Trainingsstand kommen. Hunde sind halt Hunde. Solche Vorfälle gehören mit dazu zur Hundehaltung.