Ich danke Euch für Eure Beiträge und Erfahrungen. Die These mit dem Kommentkampf finde ich sehr interessant und da ich das noch nie gehört und gesehen habe, musste ich erstmal googeln. Es war in der Tat sehr laut, das stimmt.. Eingegriffen habe ich erst als sich der andere Hund gewehrt hat und meiner dann in Rage kam. Es war von mir einfach Instinkt einzugreifen weil ich Angst hatte, dass mehr passiert und ich es schlichtweg nicht einschätzen konnte. Der andere Rüde war schon älter und anfangs ziemlich passiv, denn ich habe mich noch gewundert dass er so stoisch ruhig gehalten hat. Die Idee mit dem Trainer finde ich gar nicht schlecht, um wieder ein wenig Vertrauen in mich und meinen Hund zu bekommen. Trotzalledem werde ich ihn verstärkt an die Schleppleine nehmen bis ich wieder sicherer bin, mit ihm arbeiten mehr mit mir im Kontakt zu bleiben und zu fremden Hunden erstmal den Kontakt zu meiden. Gezeigt hat mir diese Erfahrung wie schnell die Situation kippen kann und wie wenig "Hündisch" ich wohl verstehe.
Bei Kommentkämpfen ist auch wichtig zu wissen, dass keiner der Beteiligten wirklich "gerettet" werden muss.
Denn da entscheiden sich beide gleichermaßen , dass das jetzt so ausgetragen wird, und es kann jederzeit auch beendet werden, sobald einer beschwichtigt.
Es passiert in der Regel auch nur unter gleichstarken Rüden, deshalb will man gegenseitig Kräfte messen.
Wenn beide Besitzer einigermassen gleichzeitig es schaffen während des Kampfes ihren Rüden am Halsband zurück zu halten ist das super.
Aber meistens ist es dann nur zusätzliches hektisches Gewusel und Geschrei der Menschen, dass das Ganze weiter anstachelt, weil keiner den Hund richtig zu packen bekommt.
Nach einigen Sekunden ist es in der Regel eh vorbei, also finde ich Aussitzen meist besser.
Verletzungsabsicht haben die Hunde nicht, aber ein paar Schrammen kann es natürlich immer geben.