Oh je. Das ist ja furchtbar. Sehr schade, dass du früher so schlimme Erfahrungen machen musstest. Gott sei dank war das bei mir und meinen Umfeld anders. Vielleicht hatte ich Glück....
Ich bin ja nicht aus der angesprochen Generation und habe es selbst nicht erlebt.
Das entspricht den Erzählungen und Erfahrungen, die "Ältere" mit mir geteilt haben.
Viele ältere Menschen haben zum Beispiel Angst vor Schäferhunden, weil sie als Kinder schlechte Erfahrungen gemacht haben. Oder erzählen, dass man um bestimmte Häuser mit Hofhunden einen großen Bogen gemacht hat.
Zu meiner "Jugend", also Teenie Zeit um 2005 rum hatten zwei meiner besten Freundinnen Hunde.
Die eine Familie hatte einen Rauhaardackel mit dem wir oft spazieren waren. Das hieß Leine ab und Hund macht was er will. Hundebegegnungen waren mit dem recht unproblematisch, aber die Devise war "die klären das unter sich". Da haben wir uns auch keine Gedanken gemacht. Jedenfalls war das ein "unkomplizierter" Hund. War halt ein leicht mürrischer Dackel, der sein Ding gemacht hat. Sozial genug, kein Training nötig, lief in der Familie nebenbei.
Die zweite Familie hatte einen Malteser, den man heute wohl als leinenreaktiv und vieles mehr diagnostizieren würde. Mit dem ging man einfach nicht raus. Problem gelöst.
Ich kann mich erinnern, dass Dackelfreundin und ich öfter gefragt haben, ob wir den Malteser nicht auch mal zum Spaziergang mitnehmen sollen. Es hieß aber nein, der mag das nicht, der mag nicht raus, der mag keine Hunde, der mag keine Menschen. Mit dem wurde auch nicht trainiert, aber lief halt nicht einfach nebenbei.
Das war also der Typ Hund, den man einfach nicht gesehen hat, weil er "weggesperrt" wurde.
Und nur um klar zu stellen, ich glaube nicht, dass früher alles schlimm war und heute alles besser. Ich glaube nur, dass man sich gerne an die schönen Sachen erinnert und dazu neigt die Schattenseiten auszublenden. Das ist eben Nostalgie und im Grunde normal.