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Tina
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zuletzt 27. Juni

Suche nach Gleichgesinnten. "Männchen oder Weibchen"

Ich suche bewusst nach "älteren" Hundebesitzern. Kennt ihr die Zeiten, in denen man auf Entfernung kommuniziert habt? Weibchen oder Männchen? Kontakt ja oder nein. Zeiten ohne Hilfsmittel. Der Hund hat in der Familie gelebt. Ohne großartiges Training. Hundekontakt an der Leine war normal. Ruhe musste man nicht beibringen. Man ist eh permanent in der Natur unterwegs. Hund ruht automatisch zu Hause. Hund lief nebenbei. Der Hund war geliebtes Familienmitglied. Der Hund hatte viel Freiheiten, Grenzen wurden aber bewusst gesetzt. Gibt es Euch noch? Natürlich hat der Hund im Bett geschlafen.
 
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Dogorama-Mitglied
27. Juni 13:59
Oh je. Das ist ja furchtbar. Sehr schade, dass du früher so schlimme Erfahrungen machen musstest. Gott sei dank war das bei mir und meinen Umfeld anders. Vielleicht hatte ich Glück....
Ich bin ja nicht aus der angesprochen Generation und habe es selbst nicht erlebt.
Das entspricht den Erzählungen und Erfahrungen, die "Ältere" mit mir geteilt haben.
Viele ältere Menschen haben zum Beispiel Angst vor Schäferhunden, weil sie als Kinder schlechte Erfahrungen gemacht haben. Oder erzählen, dass man um bestimmte Häuser mit Hofhunden einen großen Bogen gemacht hat.

Zu meiner "Jugend", also Teenie Zeit um 2005 rum hatten zwei meiner besten Freundinnen Hunde.
Die eine Familie hatte einen Rauhaardackel mit dem wir oft spazieren waren. Das hieß Leine ab und Hund macht was er will. Hundebegegnungen waren mit dem recht unproblematisch, aber die Devise war "die klären das unter sich". Da haben wir uns auch keine Gedanken gemacht. Jedenfalls war das ein "unkomplizierter" Hund. War halt ein leicht mürrischer Dackel, der sein Ding gemacht hat. Sozial genug, kein Training nötig, lief in der Familie nebenbei.

Die zweite Familie hatte einen Malteser, den man heute wohl als leinenreaktiv und vieles mehr diagnostizieren würde. Mit dem ging man einfach nicht raus. Problem gelöst.
Ich kann mich erinnern, dass Dackelfreundin und ich öfter gefragt haben, ob wir den Malteser nicht auch mal zum Spaziergang mitnehmen sollen. Es hieß aber nein, der mag das nicht, der mag nicht raus, der mag keine Hunde, der mag keine Menschen. Mit dem wurde auch nicht trainiert, aber lief halt nicht einfach nebenbei.
Das war also der Typ Hund, den man einfach nicht gesehen hat, weil er "weggesperrt" wurde.

Und nur um klar zu stellen, ich glaube nicht, dass früher alles schlimm war und heute alles besser. Ich glaube nur, dass man sich gerne an die schönen Sachen erinnert und dazu neigt die Schattenseiten auszublenden. Das ist eben Nostalgie und im Grunde normal.
 
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Juli
27. Juni 14:13
Ich bin ja nicht aus der angesprochen Generation und habe es selbst nicht erlebt. Das entspricht den Erzählungen und Erfahrungen, die "Ältere" mit mir geteilt haben. Viele ältere Menschen haben zum Beispiel Angst vor Schäferhunden, weil sie als Kinder schlechte Erfahrungen gemacht haben. Oder erzählen, dass man um bestimmte Häuser mit Hofhunden einen großen Bogen gemacht hat. Zu meiner "Jugend", also Teenie Zeit um 2005 rum hatten zwei meiner besten Freundinnen Hunde. Die eine Familie hatte einen Rauhaardackel mit dem wir oft spazieren waren. Das hieß Leine ab und Hund macht was er will. Hundebegegnungen waren mit dem recht unproblematisch, aber die Devise war "die klären das unter sich". Da haben wir uns auch keine Gedanken gemacht. Jedenfalls war das ein "unkomplizierter" Hund. War halt ein leicht mürrischer Dackel, der sein Ding gemacht hat. Sozial genug, kein Training nötig, lief in der Familie nebenbei. Die zweite Familie hatte einen Malteser, den man heute wohl als leinenreaktiv und vieles mehr diagnostizieren würde. Mit dem ging man einfach nicht raus. Problem gelöst. Ich kann mich erinnern, dass Dackelfreundin und ich öfter gefragt haben, ob wir den Malteser nicht auch mal zum Spaziergang mitnehmen sollen. Es hieß aber nein, der mag das nicht, der mag nicht raus, der mag keine Hunde, der mag keine Menschen. Mit dem wurde auch nicht trainiert, aber lief halt nicht einfach nebenbei. Das war also der Typ Hund, den man einfach nicht gesehen hat, weil er "weggesperrt" wurde. Und nur um klar zu stellen, ich glaube nicht, dass früher alles schlimm war und heute alles besser. Ich glaube nur, dass man sich gerne an die schönen Sachen erinnert und dazu neigt die Schattenseiten auszublenden. Das ist eben Nostalgie und im Grunde normal.
Ich glaube, da hast du recht. Das Gehirn erinnert sich gerne an schöne Dinge, aber manchmal auch an besonders schlimme Erlebnisse, z.B. an einen Hundebiss.
Natürlich gab es auch Besitzer, die sich gar nicht um ihren Hund gekümmert haben, aber das gibt es heute auch noch.
 
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Steffi
27. Juni 14:23
Oh je. Das ist ja furchtbar. Sehr schade, dass du früher so schlimme Erfahrungen machen musstest. Gott sei dank war das bei mir und meinen Umfeld anders. Vielleicht hatte ich Glück....
Sei es Dir gegönnt😉😂
 
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Dogorama-Mitglied
27. Juni 14:25
Ich glaube, da hast du recht. Das Gehirn erinnert sich gerne an schöne Dinge, aber manchmal auch an besonders schlimme Erlebnisse, z.B. an einen Hundebiss. Natürlich gab es auch Besitzer, die sich gar nicht um ihren Hund gekümmert haben, aber das gibt es heute auch noch.
Ich würde aber nicht sagen, dass sich zum Beispiel die Familie meiner Dackelftreundin nicht um den Hund gekümmert hat.
Er lief half nebenbei. Bedeutet ja im Endeffekt nichts anderes als, der Hund passt sich dem Leben seiner Menschen an und nicht anders rum.
Es wurde kein Aufriss um den Hund gemacht.
Er bekam Fressen und wurde gestreichelt und war in der Natur unterwegs. Natürlich nicht drei Mal am Tag und jeden Tag, aber oft genug.
Was er konnte wurde gemacht und was er nicht konnte wurde sein gelassen.
Da er unkompliziert war hat das auch alles gepasst. Kein Ruhe beibringen, kein Training, viele Freiheiten und ein paar klare Grenzen (soweit sie ein Dackeltier nun mal akzeptiert), hat auch in der Familie gelebt und im Bett geschlafen, war alleine zuhause während meine Freundin in der Schule und ihre Mutter auf Arbeit war.

Die Frage ist, was wurde denn früher mit Hunden gemacht, die sich nicht so gefügt haben?
 
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Vivi
27. Juni 14:38
Ich würde aber nicht sagen, dass sich zum Beispiel die Familie meiner Dackelftreundin nicht um den Hund gekümmert hat. Er lief half nebenbei. Bedeutet ja im Endeffekt nichts anderes als, der Hund passt sich dem Leben seiner Menschen an und nicht anders rum. Es wurde kein Aufriss um den Hund gemacht. Er bekam Fressen und wurde gestreichelt und war in der Natur unterwegs. Natürlich nicht drei Mal am Tag und jeden Tag, aber oft genug. Was er konnte wurde gemacht und was er nicht konnte wurde sein gelassen. Da er unkompliziert war hat das auch alles gepasst. Kein Ruhe beibringen, kein Training, viele Freiheiten und ein paar klare Grenzen (soweit sie ein Dackeltier nun mal akzeptiert), hat auch in der Familie gelebt und im Bett geschlafen, war alleine zuhause während meine Freundin in der Schule und ihre Mutter auf Arbeit war. Die Frage ist, was wurde denn früher mit Hunden gemacht, die sich nicht so gefügt haben?
Die Antwort auf deine Frage passt nicht in die „früher war alles besser“ Romantik. Der erste Familienhund an den ich mich erinnern kann, war erst im Haus, dann im Zwinger und dann eingeschläfert…
 
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Arinka
27. Juni 14:45
Die Antwort auf deine Frage passt nicht in die „früher war alles besser“ Romantik. Der erste Familienhund an den ich mich erinnern kann, war erst im Haus, dann im Zwinger und dann eingeschläfert…
Ich würde nicht mal sagen dass alles besser war, denn das bewertet ja jeder anders.
Ich hatte früher einen Zwinger und auch heute noch.

Nach meiner Wahrnehmung war es unkomplizierter.

Ich habe z. B. noch keinem Hund Ruhe beigebracht. Dabei waren die meisten reaktiv, wie man es heute ausdrücken würde.
Da hat man sich einfach keine Gedanken darum gemacht und es hat funktioniert.
Und was nicht funktioniert hat, wurde nicht hinterfragt oder von Außenstehenden angeprangert. Ein Hund ist ein Hund, jeder ist anders, man kann sie nicht in unsere Vorstellung vom Universalbegleiter pressen.
 
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Steffi
27. Juni 14:50
Ich würde nicht mal sagen dass alles besser war, denn das bewertet ja jeder anders. Ich hatte früher einen Zwinger und auch heute noch. Nach meiner Wahrnehmung war es unkomplizierter. Ich habe z. B. noch keinem Hund Ruhe beigebracht. Dabei waren die meisten reaktiv, wie man es heute ausdrücken würde. Da hat man sich einfach keine Gedanken darum gemacht und es hat funktioniert. Und was nicht funktioniert hat, wurde nicht hinterfragt oder von Außenstehenden angeprangert. Ein Hund ist ein Hund, jeder ist anders, man kann sie nicht in unsere Vorstellung vom Universalbegleiter pressen.
Du wohnst aber auch ländlich mit großem Grundstück oder? Ich am dichtbesiedelten Rand einer Großstadt mit Mini-Garten..wahrscheinlich in der Größe Deines Zwingers. Andere in Mietwohnungen..Schwierig zu vergleichen, zu welcher Zeit auch immer.
 
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Arinka
27. Juni 14:52
Du wohnst aber auch ländlich mit großem Grundstück oder? Ich am dichtbesiedelten Rand einer Großstadt mit Mini-Garten..wahrscheinlich in der Größe Deines Zwingers. Andere in Mietwohnungen..Schwierig zu vergleichen, zu welcher Zeit auch immer.
Da hast du natürlich Recht.
Ich würde nirgends anders einen Hund halten wollen, das gebe ich zu.
 
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Steffi
27. Juni 14:54
Ich bin ja nicht aus der angesprochen Generation und habe es selbst nicht erlebt. Das entspricht den Erzählungen und Erfahrungen, die "Ältere" mit mir geteilt haben. Viele ältere Menschen haben zum Beispiel Angst vor Schäferhunden, weil sie als Kinder schlechte Erfahrungen gemacht haben. Oder erzählen, dass man um bestimmte Häuser mit Hofhunden einen großen Bogen gemacht hat. Zu meiner "Jugend", also Teenie Zeit um 2005 rum hatten zwei meiner besten Freundinnen Hunde. Die eine Familie hatte einen Rauhaardackel mit dem wir oft spazieren waren. Das hieß Leine ab und Hund macht was er will. Hundebegegnungen waren mit dem recht unproblematisch, aber die Devise war "die klären das unter sich". Da haben wir uns auch keine Gedanken gemacht. Jedenfalls war das ein "unkomplizierter" Hund. War halt ein leicht mürrischer Dackel, der sein Ding gemacht hat. Sozial genug, kein Training nötig, lief in der Familie nebenbei. Die zweite Familie hatte einen Malteser, den man heute wohl als leinenreaktiv und vieles mehr diagnostizieren würde. Mit dem ging man einfach nicht raus. Problem gelöst. Ich kann mich erinnern, dass Dackelfreundin und ich öfter gefragt haben, ob wir den Malteser nicht auch mal zum Spaziergang mitnehmen sollen. Es hieß aber nein, der mag das nicht, der mag nicht raus, der mag keine Hunde, der mag keine Menschen. Mit dem wurde auch nicht trainiert, aber lief halt nicht einfach nebenbei. Das war also der Typ Hund, den man einfach nicht gesehen hat, weil er "weggesperrt" wurde. Und nur um klar zu stellen, ich glaube nicht, dass früher alles schlimm war und heute alles besser. Ich glaube nur, dass man sich gerne an die schönen Sachen erinnert und dazu neigt die Schattenseiten auszublenden. Das ist eben Nostalgie und im Grunde normal.
Welche Generation ist denn angesprochen? ..Wahrscheinlich ist Dein Früher dichter dran an Tinas Früher als an meinem Früher..
 
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Arinka
27. Juni 14:57
Welche Generation ist denn angesprochen? ..Wahrscheinlich ist Dein Früher dichter dran an Tinas Früher als an meinem Früher..
Das ist ein berechtigter Einwand, ich habe auch schon überlegt von welchem Früher wir sprechen 😅
Mein erster Hund zog 1983 ein.