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Sabine
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Anzahl der Antworten 295
zuletzt 11. Juni

Eigenschaften Rasse gegen Mischling

Hallo zusammen ich mach mir gerade Gedanken, dass ein bekannter Hundetrainer,der immer propagiert hat, dass es wichtig ist vor dem Kauf eines Hundes zu überlegen was einem wichtig ist. Also z.B. kein Jagdtrieb, wachsam oder familienfreundlich, viel Energie oder eher wenig usw. Dazu gab es auch kostenlose Beratung in den Hundeschulen. Jetzt hat er eine Tierschutzorganisation gegründet und vermittelt Hunde aus dem Ausland bei denen man weder weiß was sie erlebt haben noch welche Rassen enthalten sind. Oft ist ja ein großer Anteil Jagd- oder Herdenschutzhund enthalten. Was denkt ihr darüber?
 
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Babs
11. Juni 12:03
Sicher nicht, aber ich habe viele Werte und Verhaltensweisen während des Aufwachsens und durch die Erziehung vermittelt bekommen und handele größtenteils auch in meinem Leben dementsprechend. Ich glaube auch, dass die Genetik wohl einen kleinen Teil bestimmt, das Aufwachsen und die Erziehung und spätere Umwelteinflüsse aber den größeren Teil.
Da denke ich, dass man das schwer schätzen kann. Natürlich nimmt z. B. die Erziehung Einfluss auf den Charakter, aber kommt es da nicht auf die Art der Erziehung selber an? Ich nutze z. B. viel, was meine Hunde mir anbieten. Beispiel mein Rüde. Er hat die Veranlagung zum Hüten. Wenn wir mit Gruppen unterwegs sind und einer büxt aus, dann holt er den auf mein Zeichen zurück zur Gruppe. Ich habe seinen genetischen "Arbeitswillen mit dem Mensch" sowie seinen genetischen Hüteauftrag genutzt, um an mein Ziel zu kommen. Er findet diese Aufgabe super, macht das von sich aus mega gerne und wirklich üben mussten wir das nicht. In meinen Augen ist das einerseits Teil seines Charakters sowie auch genetische Veranlagung. Ich habe lediglich seine genetischen Eigenschaften gefördert und unterstützt. Das Wichtige ist doch, dass er das von sich aus gerne macht und somit ein Teil seines Charakters ist, oder verhaspel ich mich da gerade?🫣
 
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Renate
11. Juni 12:10
Mich nervt die Doppelmoral vieler. Lese ziemlich oft, dass Auslandstierschutz als Problem dargestellt wird, weil deutsche Tierheime voll sind. Gleichzeitig werden aber weiterhin Hunde gezüchtet oder vermehrt. Wenn man ein Problem mit den vollen Tierheimen hat, müsste man doch eigentlich konsequenterweise auch die Zucht/Vermehrung kritisch sehen. Ich frage mich außerdem, warum es bei vielen eine bestimmte Rasse sein muss, wenn man diese nicht für die ursprünglichen Aufgaben braucht. Dass ein Schäfer einen Hütehund hat oder der Jäger einen Jagdhund, kann ich nachvollziehen. Aber warum braucht eine normale Familie diese und jene Rasse?
Manche Familien können nur bestimmte Rassen nehmen,da in der Familie
Allergiker sind.
Wir hatten weil unsere älteste
Tochter Neurodermitis hat, deshalb erst zwei Westies und einen Foxterrier,die getrimmt werden und deshalb nicht haaren. Fox,war der erste Hund aus dem Tierschutz.
Nach Auszug der Tochter kamen dann die Podencos.
 
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Manuela
11. Juni 12:14
Ich habe selbst Mischlinge aus dem Tierschutz wie zum Teil aus dem Ausland. Deine Bedenken und Sorgen sind nicht unbegründet, da meist die enthaltenen Rassen des Hundes nicht genau nachvollziehbar sind. Wenn man diese doch recht gut erkennen kann, weiß man nicht, welche sich dominant durchgesetzt haben. Ich selbst habe ein sehr großes Grundstück und keine Kinder mehr im Haus. Dadurch muss ich keine großen Einschränkungen beachten. Meine Lotti ist ein absoluter Herdenschutzhund und meine verstorbene Trixi war wieder ein absoluter Jäger. Ich finde es sehr gut und verantwortungsvoll vor der Anschaffung eines Hundes darüber nachzudenken.
Ich habe bei meinen 4 Mischlingen ganz liebevolle Wesen, mit völlig unterschiedlichen Wesenszügen aufgenommen. Aber wie erwähnt, habe ich sehr gute Ausgangsbedingungen. Wir drücken die Daumen.
 
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Carola
11. Juni 12:28
Mich nervt die Doppelmoral vieler. Lese ziemlich oft, dass Auslandstierschutz als Problem dargestellt wird, weil deutsche Tierheime voll sind. Gleichzeitig werden aber weiterhin Hunde gezüchtet oder vermehrt. Wenn man ein Problem mit den vollen Tierheimen hat, müsste man doch eigentlich konsequenterweise auch die Zucht/Vermehrung kritisch sehen. Ich frage mich außerdem, warum es bei vielen eine bestimmte Rasse sein muss, wenn man diese nicht für die ursprünglichen Aufgaben braucht. Dass ein Schäfer einen Hütehund hat oder der Jäger einen Jagdhund, kann ich nachvollziehen. Aber warum braucht eine normale Familie diese und jene Rasse?
Wo hier der Zusammenhang zwischen seriöser Zucht und Tierheim gesehen wird verstehe ich nicht ganz. In den Tierheimen sitzen häufig Listenhunde die in vielen Bundesländern überhaupt nicht gehalten werden dürfen, viele Tierheime stellen Anforderungen an die Interessenten die überhaupt jenseits von jeglicher Realität sind und dann bleiben die Hunde eben dort.
Und wenn man sich dann mal anschaut welche Hunde da vermittelt werden sollen sind mindestens 90%, nicht für Familien mit Kindern geeignet weil die Hunde nicht mit Kindern klarkommen und/oder es Beißvorfälle gab und vieles mehr.
Und natürlich möchte ich einen passenden Hund haben. Ich brauche keinen Jagdhund, keinen Windhund und auch keinen Hütehund oder einen territorialen Herdenschutzhund. Ich brauche einen Hund der sowohl von Größe als auch von Veranlagung zu meinem Leben passt.
Hierbei ist es letztendlich egal woher der Hund kommt Hauptsache er passt aber die Auswahl sollte doch jedem selbst überlassen bleiben ohne Bevormundung und moralisierendes Gerede.
 
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Manuela
11. Juni 12:29
Hallo Tina, ich bin voll Deiner Meinung. Ich denke vor Ort im Ausland müssen mehr Initiativen erfolgen. Leider weißt Du bei einem Tierheimhund nicht genau, ob er nicht aus dem Ausland ist. Ich habe 2 definitiv aus Deutschland. Lotti hat nach meinen späteren Informationen eine rumänische Mutter und mein Otto war Slowake. Der Impfausweis ist neu, aber heute würde ich früher fragen. Meine Bedenken liegen hauptsächlich im Einschleppen von Südlichen Krankheiten.
 
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Heike
11. Juni 12:35
Da denke ich, dass man das schwer schätzen kann. Natürlich nimmt z. B. die Erziehung Einfluss auf den Charakter, aber kommt es da nicht auf die Art der Erziehung selber an? Ich nutze z. B. viel, was meine Hunde mir anbieten. Beispiel mein Rüde. Er hat die Veranlagung zum Hüten. Wenn wir mit Gruppen unterwegs sind und einer büxt aus, dann holt er den auf mein Zeichen zurück zur Gruppe. Ich habe seinen genetischen "Arbeitswillen mit dem Mensch" sowie seinen genetischen Hüteauftrag genutzt, um an mein Ziel zu kommen. Er findet diese Aufgabe super, macht das von sich aus mega gerne und wirklich üben mussten wir das nicht. In meinen Augen ist das einerseits Teil seines Charakters sowie auch genetische Veranlagung. Ich habe lediglich seine genetischen Eigenschaften gefördert und unterstützt. Das Wichtige ist doch, dass er das von sich aus gerne macht und somit ein Teil seines Charakters ist, oder verhaspel ich mich da gerade?🫣
Deswegen sollte man ja auch einen Hund für sich aussuchen, dem man möglichst viel bieten kann, was seiner genetischen Veranlagung entspricht.
Einen Arbeitshund wirst du auch mit guter Aufzucht und Erziehung nicht zu einem Sofahund machen.
Ein Hund mit viel Energie und Lauffreude wird mit 3 mal an der kurzen Leine um den Block am Tag wohl auch nicht zufrieden sein.
Bei wild gemischten Mischlingen weiß man dann eben nicht was drinsteckt, da sollte man wenigstens auf Größe, Gewicht und Körperbau achten, das gibt ja auch schon einiges her.
Je weniger man weiß, desto mehr hat man natürlich ein Überraschungsei.
 
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Kirsten
11. Juni 12:51
Es geht doch in einer Diskussion nicht darum ob jemandem irgendetwas passt oder nicht aber es gibt auch unterschiedliche Sichtweisen die durchaus nebeneinander stehen können. Meine Kernaussage ist das häufig Charakter und Rasse Eigenschaften vermischt bzw verwechselt werden. Es ist ja auch zugegebenermaßen nicht ganz einfach das immer so auseinander zu halten weil vieles sich ja auch gegenseitig bedingt. Natürlich sind Erziehung und Umwelt wichtig denn sie entscheiden wie sich vorhandene Anlagen entwickeln. Dennoch sollte man die Genetik nicht unterschätzen. Ich finde auch die Thematik Rasse gegen Mischling nicht so ganz glücklich. Auch bei Mischlingen spielt die Genetik eine entscheidende und große Rolle im Unterschied zu den Rassehunden ist sie uns aber oftmals nicht bekannt und man muss sicherlich das eine oder andere herausfinden. Rasse oder Mischlinge aber aus ideologischen Gründen gegeneinander auszuspielen oder das zu versuchen finde ich einfach unglücklich.
Alles gut. Ich hatte über die Formulierung das Gefühl das du irgendwo einen Gegensatz empfindest und hätte gerne herausgefunden, worin denn die unterschiedliche Sicht überhaupt besteht ☺️ Das habe ich nicht herausgefunden, vielleicht ist es aber auch gar nicht so wichtig.

Mir ging es vorwiegend um Verhaltensmerkmale und Muster, die nicht nur in konkreten Situationen bestehen, sondern sich auch über längere Zeit stabil zeigen und über Selektion beeinflusst werden können.

Ich stimmt dir zu, auch die Mischlinge werden durch ihr Erbgut beeinflusst. Bei einem Mischling mit unbekannter Vorgeschichte ist weniger bekannt, aus dem man Schlüsse ziehen kann. Kennenlernen, beobachten und daraus antizipieren ist möglich. Ich mag Rassehunde genau so gerne wie Mischlinge und lausche unheimlich gerne Haltergeschichten darüber, was für ihre Hunde typisch ist 😊
 
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Michaela
11. Juni 13:01
Es wäre wirklich schön, wenn man hier nur Kommentare über Dinge abgibt, mit denen man sich auch richtig beschäftigt hat und nicht irgendwelche Dinge behauptet, von denen man keine Ahnung hat. 🙈 Und wenn du dich richtig damit beschäftigt hättest wüsstest du, wie sich dort die Staatsoberhäupter darum „kümmern“. Die Türkei ist gerade das „beste“ Beispiel. Dort werden auf Anweisung von Erdogan alle Straßenhunde auf brutalste Art eingefangen, und in überfüllte Tötungsstationen gesperrt. Dort müssen sie ohne ärztliche Versorgung in ihren eigenen Exkrementen und mit kaum Futter und Wasser dahinvegetieren, bis sie bestialisch umgebracht werden. Da sind deutsche Tierheime das reinste Sanatorium dagegen. Und dort sitzen hauptsächlich Kampfhunderassen und kaum vermittelbare Hunde mit Beißvorfällen, die, wenn überhaupt, nur in erfahrene Hände gehören. Genauso, oder ähnlich wie in der Türkei läuft es in Rumänien und in anderen Ländern. So kümmert man sich dort „ein wenig um die Vermehrung“.🤮🤮🤮 Es bleibt jedem selber überlassen, woher er sich einen Hund holt und jeder hat natürlich auch seine Gründe für seine Entscheidung. Aber so lange es so viel Hundeelend auf der Welt gibt, sollte man niemanden verurteilen, der einem dieser armen Hunde ein schönes Zuhause gibt!!!! Stattdessen sollte man doch wohl eher die Leute verurteilen, die trotz Aufklärung immer noch die Qualzuchten unterstützen und sich von solchen sogenannten „Züchtern“ dieser Rassen einen Welpen besorgen und in Kauf nehmen, dass dieser Hund ein Leben lang leiden muss!!! Ich habe übrigens gerade nach meinem Mailo (den ich leider Ostern mit 15 1/2 Jahren einschläfern lassen musste 😢😢🕯️🌈🕯️ und der aus der Slowakei stammte) vor reichlich 5 Wochen Mila aus Rumänien zu mir geholt. Sie ist genauso ein toller Hund. In der kurzen Zeit funktioniert alles schon echt super, sogar der Freilauf und das Alleinebleiben. Wer jemals einen solchen Hund gerettet hat weiß, wie dankbar und toll diese Hunde sind. Ich habe es auch beim 2. Mal noch keine Minute bereut und kann nur jedem Mut machen, es auch zu wagen. Natürlich ist es auch hier wichtig, auf eine seriöse Tierschutzorganisation zu achten, aber das ist bei Züchtern ja auch nicht anders. Und auch hier kann man einen Hund finden, der zu einem passt. Vielleicht geht das sogar mit einem bereits erwachsenen Hund noch besser, als bei einem Welpen. Wenn man einen solchen Hund von einer Pflegestelle bekommt, kann man sehr wohl und schon ziemlich gut einschätzen, ob der Hund passt, oder auch nicht.
Du schreibst mir aus der Seele 🙏🏻
 
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Heike
11. Juni 13:03
was mir gerade erst aufgefallen ist: man kann im ursprünglichen beitrag die beratung des trainers zwar lesen als - "mach dir die eigenschaften klar, und such dir dann eine RASSE aus dem rassekatalog aus, die dazu passt" rein theoretisch steht das da aber gar nicht. da steht: "überlegen, was einem wichtig ist.. jagdtrieb, wachsam, familienfreundlich, viel/wenig energie" sich das prinzipiell zu überlegen find ich ESSENTIELL! was erwarte ich von meinem zukünftigen hund? in welchem umfeld soll er leben? wie aktiv bin ich selbst, was will ich wie oft mit meinem hund gemeinsam machen? sind kinder, katzen etc ein thema? was kann ich gut bieten, was nicht, oder nur sehr eingeschränkt, (kann ich überhaupt die mindestanforderungen für einen hund leisten? - oder ist eine wohnungskatze oder kleintier doch noch das einzig zumutbare) mit was käme ich weniger gut klar? liebe ich die herausforderung? glaube ich, dass ich, mit einem völligen glücks-auslands-oder traumapacket oder einem rassehund mit vermutlich anspruchvollen haltungsbedingungen zurechtkommen werde? dass ich zeit und energie reinstecken kann/werde/möchte, genug erfahrung habe, um diesem gerecht zu werden? das ist halt der UNTERSCHIED zu einem dieser oft bereuten spontanen IMPULSKÄUFE!! ...weil der welpe süß ist...ich das aussehen eines hundes bevorzuge... oder ich glaub irgendein "dankbares" tier unter zeitdruck aus der tötung retten zu müssen... und dann das tier völlig überfordert wieder abzugeben, weil das "süße wuffi" dass oft ein kleiner drolliger welpe war, "plötzlich" ein katastrophaler verkorkster junghund ist.... denke ich aber, dass die RASSE da das einzige kriterium ist? NEIN! will ich einen kindertauglichen hund - ist vlt ein welpe (züchter oder ats), den ich selbst aufziehe, oder ein gut sozialisierter erwachsener hund aus dem (heimischen ts) das richtige. bin ich ersthundehalter, bin ich mit der erziehung eines welpen vlt überfordert und mache viel falsch, also vlt doch ein souveräner älterer hund? bin ich pensionist, hab einen ruhigeren lebensalltag geh aber gern gemütlich spazieren, und könnte fast 24h beim hund sein? dann ist vlt ein tierheimhund mit gewissen trennungsängsten mit ein bisschen einfühlsamkeit machbar. will ich einen wohnungshund der sehr "zivilisiert" in der stadt ist - leinenführig, guter ruhiger kommandogehorsam, nicht reaktiv. dann tut sich ein straßenhund vlt erstmal sehr schwer und muss komplett umlernen. DEN passenden hund für mich kann ich halt potentiell aus allen 3 quellen (züchter, ts, ats) finden. ein GUTER ZÜCHTER kann mich über die elterntiere informieren und eine kurze einschätzung jedes welpen im wurf geben, was er für ein welpentraining in den ersten wochen macht etc. da ist aber alles noch sehr früh und sicher weiß ich nie, wie sich das tier wirklich entwickelt. im TIERHEIM lerne ich einen erwachsenen hund so kennen, wie er ist. wenn da baustellen ersichtlich sind, weiß ich allerdings nicht, wie gut sich das anpassen lässt. und vieles werd ich erst merken, wenn der hund schon bei mir ist. in heimischen tierheimen findet man aber vlt nicht DEN hund für sich - traumatisierte, agressive, oft sehr große hunde. oder die tierheime gehen überhaupt keine tiere an personen ohne großen garten ab etc. da kann man dann im ats durch mehr auswahl vlt genau den perfekten mix für sich finden. hat also alles seine vor- und nachteile. der springende punkt ist aber: eine realistische überlegung, was ich mir wünsche/ wonach ich suche, ist NIE FALSCH! und IDEAL ist es eben, wenn ich mir zeit dafür nehme, den richtigen hund für mich zu finden. da sind (einzel) pflegestellen oder größere gute shelter, bei denen viel aufwand betrieben wird, den hund einzuschätzen super! und ideal wärs auch, wenn man den hund erstmal kennenlernen kann, bevor mal ihn adoptiert. ich war mal in einem ungarischen tierschutz vermittlungsshelter. ein offener bauernhof mit 3 eigenen hunden und nem haufen heim-fundtieren, die vermittelt wurden, sobald die ärztlichen checks durchwaren. alle sind gemeinsam (außer ein paar noch in medizinisch notwendiger quarantäne) mit katzen und nem esel rumgelaufen! da konnte man verdammt gut sehen, wie welcher hund sich verhält und die leiterin dort konnte dir auch bei den welpen sagen, welcher eher wie drauf ist. - war ein tolles erlebnis! wenns also gut gemacht ist, spricht eine solche pflegestelle/ein ats shelter, überhaupt nicht gegen den rat, sich gedanken zu machen, welchen hund man möchte, und den richtigen für sich dort zu finden. da kann die rasse ein grober richtfaden sein, aber auch einfach ein bisschen gesunder menschenverstand.... - ein 2 jähriger 60cm rüde, vollgepackt mit muskeln, der dich bei der ersten begegnung selbstbewusst anstarrt, wird eine herausforderung, auch wenn die rasse als "idealer begleithund, familienfreundlich, menschenbezogen, anfängerfreundlich" beschrieben wird. ein ähnlich großer hund dessen rassebeschreibung aktiv, selbstständig, leistungsstark, arbeitssam, ausgeprägte herdenschutzeigenschaften anführt, der aber nur noch ein absolut gemütlicher, fauler, "ich lieg vor dem kamin und steh nur noch zum essen auf"- senior ist, wenn du ihn kennenlernst, wird keine riesige herde zum bewachen mehr brauchen. der geht wohl in einem haus (mit nur kleinem garten) oder vlt sogar in einer wohnung mit schönem sonnenplatz am balkon, mit häufigen, aber nicht zu langen spaziergängen, besonders wenn er nie für herdenschutz aufgaben oder dergleichen eingesetzt wurde, sondern eh immer familienhund war. und ein zwerghund der läuft ein ein weltmeister, wird wohl doch kein schoßhund, sondern einer mit ausgeprägtem bewegungsbedarf und vlt erstaunlich starkem hetz-/jagtrieb... zumal laien gerade bei mixen die enthaltenen rassen gerade mal zu 20% richtig zuordnen können.. selbst tierärzte liegen bei bewertungen nur vom aussehen her, öfter falsch als richtig.. zum abschluss: ich finde es unglaublich wichtig, dass sich JEDER gedanken macht VORM hundekauf. aber ich persönlich finde auch, dass sich oft ZU sehr auf die rasseeigenschaften versteift wird. In den tierheimen sitzen tolle hunde, die es nicht verdient haben, prinzipiell wegen ihres aussehens und (vermuteter!) rasse, hüte/herdenschutzabstammung, listenhunde etc. dort voreingenommen als unvermittelbar zu versauern. ich finds aber auch nicht schlimm, wenn jemand seinen hund vom züchter holt! mein erster hund als kind war vom züchter: terrier - entsprach aber tatsächlich vielen beschreibungen der rasse gar nicht, rüde, nicht terriorial, kein problem mit anderen rüden, sanftmütiger, vorsichtiger, kinderhütender terrier, nicht stur, ohne jagen, graben etc. obwohl den damals keiner erzogen hat)...perfekter stammbaum, meine mutter hat damals bei der abholung kurz mit der züchterin gesprochen, aber die einzigen infos, die sie bekommen hat, waren, dass er trotz perfekter zuchtlinie minderwertig ist, zu spitze schnauze, wird wohl zu groß für nen zwerghund, ist für die weiterzucht uninteressant. war aber ein traumhund! der 2te war ebenfalls ein terrier aber ein mix, aber das reinste rasseklischee... vor meinem jetztigen hab alle 3 quellen erwogen - mich für inlandstierheim entschieden und es wurde dann tatsächlich ats.😅 ist hüte/herdenschutz mix, ein feiglings-mädel und hütet nicht mal ihren eigenen popo...von den erwünschten eigenschaften her wäre sie nicht unbedingt als arbeitshund geeignet. mal abgesehen davon, dass sie unsicher ist, ist sie aber als familienhund super unkompliziert...🙃
👍 100 % 👍
 
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Michaela
11. Juni 13:07
Hunde aus dem Ausland sind ganz bestimmt nicht dankbar. Diese Hunde haben ein ganz anderes Leben hinter sich und auch nicht immer gute Erfahrungen mit Menschen. Auffällig werden sie oft, wenn ein ausgeprägter Wach und Schutztrieb vorhanden ist. Hinzu kommt, dass sie nicht sozialisiert sind, wie auch. Aber sie können auch ganz tolle werden. Dazu gehört aber Zeit, Geduld, Verständnis und Können. Ähnlich wie bei einem Rassehund, der wegen Überforderung im Tierschutz gelandet ist. Leute, die einen nicht einfachen Hund aus Überforderung zurückgegeben, sollten auch für die Kosten/Unterhalt aufkommen. Ein Hund ist immer noch ein Lebewesen, welches man nicht einfach ausprobiert. Was ich von solchen Leuten halte, schreibe ich jetzt lieber nicht. Man sollte sich schon vorher Gedanken machen und bei der Auswahl nicht von der Wand bis zur Tapete denken.
Da muss ich teilweise widersprechen. Was die Sozialisierung der Straßenhunde betrifft, die ist schon vorhanden. In ihren Rudeln an den Futterstellen herrscht eine gewisse Rangordnung. Da wird nicht per se um jedes Krümelchen gekämpft, wenn genügend da ist dank aufmerksamer Menschen.
Allerdings ist dort der Ton ein bisschen rauer als bei unseren Hunden.