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Katrin
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heute 22:14

Qualzucht - Warum Aufklärung alleine nicht reicht

Noch nie wurde soviel Aufklärung betrieben wie heutzutage und trotzdem steigt die Anzahl an Qualzuchthunden. Durch Zufall bin ich auf einen Artikel gestoßen den ich hier gerne teilen möchte, quasi als Diskussionsgrundlage. https://kynologisch.net/qualzucht-psychologie-2/ Es ist etwas viel eröffnet einem aber eine neue Sicht auf das Problem und warum das durch einfaches Aufklären nicht lösbar ist. Mich würde interessieren ob diese Erklärung für euch nachvollziehbar ist? Welche Schlüsse ihr daraus zieht und ob sich eure Meinung über das halten von Qualzuchten dadurch ändert oder nicht? Wie immer bitte lieb und freundlich bleiben und bedenkt bitte das Qualzucht nicht nur brachyzephale Rassen betrifft. Liebe Grüße eure Katrin J. https://www.ardmediathek.de/video/story/leiden-auf-vier-pfoten-zuechten-wir-unsere-haustiere-kaputt/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIyNjQ4MTg
 
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Jessica
heute 20:43
Die Zahl für den DSH ist wahrscheinlich veraltet und inzwischen halbiert (was noch immer zu hoch ist). Die Berechnung spielt hier auch eine Rolle, ist es stammbaumbasiert oder oder genomisch. Eigentlich sagt der Wert etwas über die Diversität des Genpools aus. Wenn die Werte hoch sind, kann es auf einen kleinen Genpool hinweisen, muss also nicht unbedingt Geschwisterverpaarung sein. Hier zeigt sich wieder das Problem der Ausstellkultur bei Hunden, bei dem die Sieger häufig für weitere Verpaarung genutzt werden (Popular-Sire-Problem). Das hat über die Zeit zu einer deutlichen Verengung des Genpools beigetragen. Gezielte Outcrossing-Projekte sind hier einfach ein Muss, werden aber leider oft von Zuchtverbänden blockiert. Hoffentlich zeigen solche Gesetzesänderungen entsprechende Konsequenzen. Der COI selbst ist aber auch nur ein indirektes Maß für die Gesundheit der Hunde, denn es betrifft eher rezesive Erbkrankheiten. Daher finde ich es sinnvoll, mit einem Gentest relevante Erbkrankheiten zu überprüfen und Verpaarungen zu vermeiden, bei denen vermehrt Erkrankungen wahrscheinlich werden. Aber hier stimme ich der Kritik zu, daß es auf dem Papier gut klingt, aber wenig Anwendung und Überprüfung finden wird.
Laut feragen liegt der beim DSH bei 14% Genetischen IK.

Und ja es gab Zeiten wo immer die gleichen verpaarungen gemacht wurden, einige Rüden sind in jedem Stammbaum zu finden. Bei den schönen die die auf Ausstellungen ganz vorne waren. In der Leistungszucht. Der "Weltsieger" im Schutzhundesport.

Mitlerweile hat sich das aber zum Glück geändert. Auch durch die Wiedervereinigung. Hier kam neues Blut rein.
 
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Sonja
heute 22:14
Die Zahl für den DSH ist wahrscheinlich veraltet und inzwischen halbiert (was noch immer zu hoch ist). Die Berechnung spielt hier auch eine Rolle, ist es stammbaumbasiert oder oder genomisch. Eigentlich sagt der Wert etwas über die Diversität des Genpools aus. Wenn die Werte hoch sind, kann es auf einen kleinen Genpool hinweisen, muss also nicht unbedingt Geschwisterverpaarung sein. Hier zeigt sich wieder das Problem der Ausstellkultur bei Hunden, bei dem die Sieger häufig für weitere Verpaarung genutzt werden (Popular-Sire-Problem). Das hat über die Zeit zu einer deutlichen Verengung des Genpools beigetragen. Gezielte Outcrossing-Projekte sind hier einfach ein Muss, werden aber leider oft von Zuchtverbänden blockiert. Hoffentlich zeigen solche Gesetzesänderungen entsprechende Konsequenzen. Der COI selbst ist aber auch nur ein indirektes Maß für die Gesundheit der Hunde, denn es betrifft eher rezesive Erbkrankheiten. Daher finde ich es sinnvoll, mit einem Gentest relevante Erbkrankheiten zu überprüfen und Verpaarungen zu vermeiden, bei denen vermehrt Erkrankungen wahrscheinlich werden. Aber hier stimme ich der Kritik zu, daß es auf dem Papier gut klingt, aber wenig Anwendung und Überprüfung finden wird.
Das eigentliche Problem liegt ja an den "geschlossenen Zuchtbücher des VDH/FCI ". Da wurde/wird nicht wirklich "auf Langzeit nachgedacht" . Bei anderen seriösen Zuchtverbänden (ausser VDH/FCI) sind/bleiben die Zuchtbücher derzeit offen, also geziehlte und durchdachte "x-breeds" ( Outcross-verpaarung) möglich. Das betrifft aber halt weitgehend nicht "annerkannte Rassen" 🤗....Ich denke auch nicht das VDH/FCI die Zuchtbücher wegen der Gesetzäderung, wieder öffnen wird ....da sie jetzt schon gegen das TSG handeln, = "anerkannte Qualzuchtrassen " , Qualzuchtmerkmale =Rassestandarts , Förderung/Empfehlung von Verpaarungen mit QZ merkmalen wie z.b. bei den Xolos ( mex. Nackthunden) etc...also um es kuz zu machen und klar auszudücken : VDH/FCI unterstützen/fördern Qualzucht... obwohl Zucvt solcher Rassen/Tiere "eigentlich" verboten sind