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Julia
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Anzahl der Antworten 60
heute 11:13

Leine oder nicht?

Wie seht ihr das? Rückruf 100 % möglich? Und ist das überhaupt nötig für den Freilauf? Wann mit, wann ohne Leine? Und bei Mehrhundehaltung? Hört euer Hund auch besser ohne Leine? Bin gespannt!
 
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Jasmin
22. Juni 20:08
Bei uns gilt eigentlich fast überall leinenlos. Außer Stadt und bei Leinenpflicht halt. Rückruf ist etwas dass ich zwar als essenziell sehe aber der größere Fokus ist die Orientierung an mir. Ich benötige den klassischen Rückruf sehr sehr selten. In der Regel „räumt“ sich mein Hund bei Gegenverkehr von selber auf. Sei es indem er auf die Seite geht oder sich neben mir einordnet oder zumindest eine kurze Rücksprache hält. Ich denke richtige 100% kannst du nicht erreichen und ist auch nicht nötig 99% ist top. Zum Thema Mehrhundehaltung- ich habe meistens den Hund meiner Eltern dabei. Meiner kommt ja immer bei Gegenverkehr Petzen udn hat einen großen Radius. So ist das mit dem nie ein Problem. Der meiner Eltern ist aber auch einfach ganz anders wie meiner und dann einfach mal im Zweifel eher an der Leine. Aber mein Hund orientiert sich auch nicht an anderen Hunden. Ich weiß dass es für viele eine große Herausforderung gerade in der Gruppe ist. Das ist keine Schande. Dann halt nur an überblivkbaren Gebieten und unter Kontrolle Freilauf. Und im Zweifel lieber einmal mehr die Leine
 
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Jessica
22. Juni 20:08
Also da wo Leine Pflicht ist, ist die Leine am Hund! Da gibt es keine Diskussion wobei😇

Vor den beiden hatte ich Eibe Schäferhündin Maya und die hat eine Leine damit die entspannt schnüffeln könnte und an der Leine ziehen könnte.
An der einen langen lila Leine war der Hund für andere eine Katastrophe, am Kurzführer, den ich nur hatte für das gute Gefühl anderer Menschen lief sie sauber und ohne Leine war sie ein Traum.

Ein gut erzogen Hund kann maximale Freiheit genießen. Was mich aber immer etwas irritiert alle reden immer von 100% Rückruf muss sitzen.
Ich handhab das so das meine Hunde auf Entfernung sitz oder platz machen sollen egal wo sie sind.
Meiner schäferhündin ist als sie im Freilauf war, ein Reh direkt vor der Nase durch, hinter dem Reh war ein anderer Hund und ich hab das gesehen und ihr zu gerufen sitz. Aus dem sitz wird nicht abgerufen und so wartete sie bis ich bei ihr war.

Bei meinen veiden jetzt, ich bin ja mit 2 unterwegs. Buddy bekommt das gesprochene Kommando. Nora das Sichtzeichen.
Und auch da benutze ich gerne das sitz.
Nur mal kurz zum überlegen.
Wenn mal wieder eine Gruppe Radfahrer ankommt und die Hunde müssten den Weg kreuzen weil das wichtigste ein 100 Prozendiger Rückruf ist um die Hunde laufen zu lassen ist das für die Radfahrer und die Hunde gefährlich.

Ja der Rückruf ist wichtig, ein Kommando das auf Entfernung ausgeführt wird um gefahren zu vermeiden mir viel wichtiger
 
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Julia 🐾Nero
22. Juni 20:10
Es fehlt mir ehrlich gesagt tatsächlich das Fachwissen und jegliche praktische Erfahrung wie solche Ausbildungen heutzutage wirklich ablaufen... Das ein wirklich starker Reiz bei einer enorm starken Erregung unumgänglich ist, leuchtet mir schon ein. Sind denn solche bspw Schutzhunde auch stets mit Elektrohalsband im Dienst, um da im Fall der Fälle nen krassen Reiz zu setzen? Oder wie stellt man sich das vor? Und da frage ich mich dann auch, inwiefern das überhaupt langfristig zuverlässig bleibt 🤔 Also angenommen da wird mit so nem Halsband gearbeitet - gewöhnt sich der Hund nicht mit der Zeit an diesen Schmerzreiz und kann den iwann in seiner hohen Erregung nicht auch ignorieren oder fühlt sich sogar davon noch mehr gepusht? Oder geht's dann so weit, dass der Hund bis zur Ohnmacht/Bewusstlosigkeit geschockt wird? Also ich frage mich schon, ob so etwas wirklich die einzige Möglichkeit darstellt als sehr starke Reizsetzung. 🧐 Ich merke wie sich mein Friede, Freude Eierkuchen Kopf davon echt abgestoßen fühlt das überhaupt Tiere unbedingt für so Sachen eingesetzt werden müssen (wie halt ein Schutzhund), wofür solch extremste Reizmaßnahmen nötig sind. 😪
Kommt natürlich auf Land und Gesetzeslage an.

In Deutschland ist es eh verboten. Was in der Praxis in der Ausbildung passiert weiß natürlich keiner.
Dass bestimmte Halsbänder bei Jagdhunden immer noch verwendet werden ist ein offenes Geheimnis.

Im Ausland hingehen sind Stachelhalsbänder und Elektrohalsbänder normaler Standard in der Ausbildung von Polizeihunden.

Allerdings setzt man in Deutschland Hunde auch nicht so ein wie dort. Dass ein Hund auf jemanden "losgelassen" wird, den verfolgt und sich verbeißt gibt es hierzulande nicht so.

Ich bin der Meinung, dass das der Vergangenheit angehört. Der Stress für die Hunde ist brutal (völlig unabhängig davon, ob ein Elektrohalsband eingesetzt wird oder nicht), auch wenn es gerne romantisiert wird.
Ist gar nicht so lange her, da hat ein Polizeihund in einem Fußballstadion einen Herzinfarkt erlitten. War in den Nachrichten.
 
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Cari mit
22. Juni 20:14
Natürlich schauen Sie sich auch den Blödsinn ab aber sie lernen auch voneinander im positiven Sinne. Wenn ich mit einem Hund übe muss der andere sitzen und oftmals ist es so dass der Hund der zugeschaut hat sofort das wiederholt was ich dem anderen Hund gezeigt habe.
Ja definitiv
Romie zum Beispiel orientiert sich auch beim Rückruf Training schon sehr schön an den anderen beiden.
Genau wie beim Tricksen oder allgemein trainieren :)
Und Caily ist beispielsweise zusammen mit Cindy nie irgendwohin gelaufen, einfach weil mein Mädchen immer bei mir geblieben ist.
 
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Aga
heute 04:05
Erziehung läuft eben nicht über Gutschi Gutschi Leckerlies reinstopfen sondern über soziales, Grenzen setzen und durchsetzen und genau das fehlt Hunden die nicht zuverlässig hören. Zu oft wird Dressur mit tatsächlicher Erziehung vermischt aber es sind 2 verschiedene Sachen.
Meine Hündib war als Junghund sehr territorial und hat im Garten in den Rücken gebissen mit Anlauf… mit Gutschi Gutschi Leckerlies reinstopfen wäre ich nicht weit gekommen! Und hätte sie auch nicht aus dem Spiel oder Jagen abrufen können. Ich hab mir den Rückruf zerschossen weil ich auf Hunderunden gegangen bin wo Hunde nicht gehört haben, jagen gegangen sind und jeder gepfiffen hat. Danach hat meine Pfeife nicht mehr zu 100 Prozent funktioniert weil sie sie nicht mehr als verbindlich gesehen hat.
 
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Julia 🐾Nero
heute 04:59
Meine Hündib war als Junghund sehr territorial und hat im Garten in den Rücken gebissen mit Anlauf… mit Gutschi Gutschi Leckerlies reinstopfen wäre ich nicht weit gekommen! Und hätte sie auch nicht aus dem Spiel oder Jagen abrufen können. Ich hab mir den Rückruf zerschossen weil ich auf Hunderunden gegangen bin wo Hunde nicht gehört haben, jagen gegangen sind und jeder gepfiffen hat. Danach hat meine Pfeife nicht mehr zu 100 Prozent funktioniert weil sie sie nicht mehr als verbindlich gesehen hat.
Ich finde es sehr beeindruckend, wie viel ihr erreicht habt!
👍
Und sehr inspirierend, um selber am Ball zu bleiben.
Weimaraner sind schon eine Hausnummer und deiner scheint noch mal ein besonderes Exemplar zu sein.

Habt ihr mit einem Berufsjäger trainiert?
 
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Aga
heute 05:20
Ich finde es sehr beeindruckend, wie viel ihr erreicht habt! 👍 Und sehr inspirierend, um selber am Ball zu bleiben. Weimaraner sind schon eine Hausnummer und deiner scheint noch mal ein besonderes Exemplar zu sein. Habt ihr mit einem Berufsjäger trainiert?
Sie wurde schon oft als Wildfang bezeichnet, ich weiß das es noch Luft nach oben gibt was die Erziehung angeht, aber ich bin trotzdem stolz auf das was wir schon geschafft haben. Danke dir. Die Jäger bei mir im Dorf nutzen teilweise wie schon erwähnt Methoden die für mich nicht in Frage kommen (Stromhalsband, Mit Stöcken auf die Nase hauen) und ich nehme davon Abstand. Ich war mit Amira nur in der Welpenstunde zur Sozialisierung aber war mit den Hundeschulen hier nicht glücklich, deshalb habe ich viel online gemacht. Ich habe auch aus dem Hundekongress, gibt es ja auch für Jagdhunde viele Methoden gelernt die mich weiter gebracht haben. Ansonsten haben wir eine Onlinehundeschule fürs Dummytraining und die Fussarbeit. Alles soziale habe ich dann selbst gemacht und bin zufrieden, Amira jagt keine Jogger, Radfahrer, Kinder mit Bällen etc. Ist sozial mit Artgenossen zu 99 Prozent. Mit Wild trainieren wir, dass sie sich setzt beim Anblick und vorsteht, da gibt es noch Luft nach oben. Pfeife habe ich eine neue aufgebaut die bisher gut funktioniert, aber 100 Prozent bei Wild würde ich nicht sagen.
 
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Albertine
heute 06:11
Meine Maus kommt nicht von der Leine 🙈🙄 ich habe sie in ihrer Welpenzeit im Freilauf gehabt, was heute einen super Rückruf bewirkt hat, aber in bestimmten Situationen kann ich sie absolut nicht stoppen, dafür ist sie zu triebig. Und da sie leider unvorhergesehen auf alles mögliche reagiert, einschließlich Menschen, kann ich das nicht verantworten. Mäuse darf sie jagen, da ist sie beschäftigt und befriedigt und fokussiert aufs Nahfeld, mit der Hoffnung, dass sie vielleicht über kurz oder lang Rehe und Jogger vergisst. 😅
 
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B.
heute 10:23
Erziehung läuft eben nicht über Gutschi Gutschi Leckerlies reinstopfen sondern über soziales, Grenzen setzen und durchsetzen und genau das fehlt Hunden die nicht zuverlässig hören. Zu oft wird Dressur mit tatsächlicher Erziehung vermischt aber es sind 2 verschiedene Sachen.
Nehme bei deiner Ansicht gerne Tipps für uns mit.
Bei uns Hund aus dem Tierschutz, erste Zeit auf der Straße gelebt und vermutlich auch gejagt, rassen????, sicher Terrier wegen bart, ggf Husky Prager Rattler, Lappland Rentierhund. Jagen auf Sicht, auf Geruch und vorstehen je nach Tierart. Kennt die Pfeiffe als Rückruf super. Kann sich wenn sie will, sinn erkennt und lust hat super an mir orientieren. Kommt ihr was in die Nase oder hat sie Lust zu stöbern ustxalles vergessen. Keine Ansprache möglich, pfeifen wird ignoriert schaut einen an und bleibt auf Entfernung liegen oder dreht in aller Seelen Ruhe sich um und geht stöbern. Jagen unterbrechbar wenn nicht zu nah oder zu fest geschaut möglich an der schleppleine.
Wenn man ihr die zeit lässt zum stöbern kommt sie gerne wieder her, bzw zu späterer zeit ohne probleme auf den Rückruf
 
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R
heute 11:13
Zum aversivthema vs. Pur positiv... Ich hab da n Terrier, sehr clever und weiß das auch... Um ihre Ziele zu erreichen, rüttelt die zeitweise gewaltig am Ohrfeigen-Baum. Im Prinzip gehe ich eher den Weg, ihr nicht die gewünschte/provozierte Aufregung entgegenzubringen und orientiere mich da auch an den Hundegruppen. Hat die da am Ohrfeigen-Baum gerûttelt- wurde sie ignoriert und eben nicht eingeladen oder einbezogen bis sie wieder höflich war. Hat sie es übertrieben, wurde das auch Mal scharf korrigiert. Das empfinde ich also nicht als falsch für Hundesprachliches Training, dass durchaus auch Mal klare Grenzen gesetzt werden und diese auch angemessen unterstrichen werden. Nein sie ist nicht immer nervig (wie viele über kleinhunde denken), sondern es waren besonders Junghundphasen pubertäres austesten und gelegentlich kann sie das auch noch Mal mit 6jahren 😉 .... Sie ist sehr sozial...aber clever und will das auch nutzen.. bei "nein" ist Schluss für mich und das sollte Konsequent sein. Ob andere das Baby dann lieber bekeksen wollen muss mir da egal sein 😐 sie weiß auch das.

Rein positiv ist oft ohne jegliches "nein" und gewisser grenzenlosigkeit und das kenne ich von fast jedem "verwöhnten" Hund.
Ergebnis- mit Leine sind die sicherer unterwegs.