In Deutschland darf klar und deutlich ausgedrückt "jeder Dussel" an erkrankten Patienten und Tieren rumwerkeln oder für die irgendwelche Ernährungspläne erstellen oder Therapiepläne.
Der springende Punkt ist vielleicht das sogenannte Heilversprechen und das ist kompliziert und ich kann mich nicht wirklich gut aus mit den Details.
Hier also mein "solides Halbwissen" dazu.
Als Laie und Hobbyberater mit Internet- oder Wochenendkurs ( oder ganz ohne Ausbildung) darf man gewerblich tätig sein, muss man ein bisschen aufpassen über die werbeaussagen die man so trifft. Ansonsten kann das quasi jeder machen und bei Tieren erst recht.
In Österreich ist es deutlich strenger und aus meiner Sicht besser geregelt.
Laien-Ernährungsberater oder alternative Behandler, THP, "Energetiker" und sonstige Wunderheiler ohne Medizinstudium haben in Österreich rechtlich kaum Möglichkeiten.
Den Begriff des Heilpraktikers gibt es dort soweit ich weiß überhaupt nicht. Um im Bereich Ernährung überhaupt beraten zu dürfen, brauchst du dort mindestens ein sinnvolles, staatlich anerkanntes Fachstudium.
Es wird unterschieden zwischen Diätologen oder Ernährungswissenschaftlern.
Auch als Uni studierter Ernährungswissenschaftler dürfte man in Österreich keine kranken Patienten behandeln oder denen individuelle Rationen berechnen.
In Deutschland dürfen ziemlich viele Leute mit ziemlich wenig Ausbildung ziemlich viel machen. Auch bei Erkrankungen.
Ob du als EB tierärztlich gestützt bist, tierärztlich GEPRÜFT oder tierärztlich AUSGEBILDET oder einen Tierarzt kennst, der dich nett oder kompetent findet...
- oder eben das alles auch nicht -
... ist in Deutschland kein Unterschied und komplett egal.
Wird bei tierärztlich ausgebildeten AbsolventInnen von Internetkursen, die Tierärzte anbieten, natürlich als Werbemaßnahme schon massiv verwendet.
Und ist vielleicht auch ein Unterschied zu anderen Leuten, die entweder gar keine Ausbildung haben oder von Leuten eine Ausbildung und ein Zertifikat gekauft/gekriegt haben, die selbst auch keine Ahnung haben.