Super für dich. Das ist auch toll, dass du das kannst. Andere müssen da vorausschauender denken, weil sie es nicht können oder zumindest die Befürchtung haben. Und natürlich ändern sich auch Lebensumstände mal. Aber halt selten so komplett und drastisch, dass davon alle Lebensbereiche betroffen wären. Und Komfortvorstellungen a la "ich will wandern oder ins warme im Urlaub" kann man für einen Senior nach Jahren auch zurückstellen. Man kann also gucken, wie man das löst, weil man ja bisher auch schon zusammengelebt hat und sich gut genug kennt, als würde man neu ein Überraschungspaket bekommen.
Und jetzt ein ganz wichtiger Punkt: seriöse Züchter nehmen ihre Hunde zurück, wenn wirklich gar nichts mehr geht (ich rede jetzt von drastischen Einschnitten oder Problemen, nicht vom alternden Hund oder irgendwelchen Wunschvorstellungen etc.). Sogar zeitweise, wenn es nur Krankenhaus oder so ist. Auch etliche Jahre später. Und ihr Netzwerk ist groß genug, dass eigentlich immer schon Abnehmer sehr zeitig bereit stehen. Oft schon, weil sie auch dafür eine Liste haben, wer gerne einen älteren Rückläufer aufnehmen würde. Es entsteht also gar nicht erst so ein Problem. Das war mir z.B. auch wichtig. Selbst in allergrößter, unvorstellbarer Not, weiß ich was mit meinen Hunden passiert. Oder an wen ich mich wenden kann, ohne dass es heißt "Aufnahmestopp" oder "ich kann doch nicht" im Freundeskreis. Zum Glück wird das zu 99,9% nicht passieren, aber mir ist die Gewissheit wichtig.
Wirklich seriöse Tierschutzvereine und Tierheime nehmen Hunde auch zurück, bei meinen Tierheimhunden stand das immer im Vertrag.