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Dogorama
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 27
zuletzt 22. Okt.

Befehle Verknüpfen

Hey, mein Hund ist nun 2 Jahre alt und in der pupertät (ich weiß nicht ob das vielleicht zusammenhängt) ich habe auf jeden fall das problem das sie sich kaum über befehle wirklich steuern lässt, aber das sie taub ist, können wir ausschließen, da auf ihren Namen, Rückruf und auch laute hört sie ja und man hat auch das gefühl das sie es versteht. Nur wenn wir z.B einen Trick üben wollen, kann sie das nur über handzeichen, auch wenn wir die schlüsselwörter immer mit dazu geben. Sie kann nur Sitz per wort und das wars, nichtmal platz geht wirklich ohne Handzeichen. Eigentlich hört sie ja auch super, jedoch gehen mir langsam die Handzeichen aus und ich würde gerne wissen woran diese Verhalten liegt. Hat da jemand auch Erfahrung und Tips mit und kann mir vielleicht helfen das abzulegen beziehungsweise weg zu trainieren.
 
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Aga
22. Okt. 05:09
Nur mal zur Info was ein Hund ungefähr sieht
 
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Carola
22. Okt. 05:11
Aber du hast im Hinterkopf, dass Hunde „grün“ nicht von anderen Farben unterscheiden können? Blindenführhunde erkennen eine grüne Ampel nur an der Position des Lichts. @Marie Ja, das Zwinkerspiel ist toll, das konnte meine Neufundländerin auch perfekt. Überdies, oft glaubt der Mensch auch nur, der Hund kenne das Wort, dabei sind sie extrem gute Kombinatoriker, berücksichtigen den Ort (ortsgebundenes Lernen) und scannen deine Bewegungen und Körperhaltung, deine Betonung, die Tageszeit, die Gesamtsituation, die Stimmung, beziehen Gewohnheiten mit ein etc, und „basteln“ sich daraus ein Kommando. Daher kommt ja auch der Spruch vieler Hundehalter, dass der Hund die Gedanken lesen könne. Mein BD war da auch sehr gut drin, ich brauchte zB. nur denken, „jetzt nervt es aber, dass er in der Küche rumliegt“ und schwupp ist er aufgestanden und rausgegangen. Dein Geruch spielt auch eine Rolle. Ein sehr spannendes Thema.
Natürlich können Hunde keine Gedanken lesen😏 aber sie können uns lesen. Schließlich haben sie den ganzen Tag nicht viel anderes zu tun als uns genau zu beobachten.

Wenn man denkt jetzt könnte ich mal rausgehen ändert man ja unbewusst irgendetwas in seiner Körperhaltung oder Körperspannung und der Hund weiß genau was los ist und steht an der Tür.
Oder wenn man ins Bett will, ist der Hund schon dort-falls er ins Bett darf- oder auch in seinem eigenen Bett bevor man überhaupt richtig angefangen hat.
Das ist aber ja noch etwas anderes als die Befehle und die Tricks. Die funktionieren natürlich im Prinzip genauso, nur dass man da dem Hund gezielt beibringt irgendetwas auszuführen.
Der Sinn der Worte erschließt sich den Hunden ja nicht sondern sie verbinden ein bestimmtes Wort mit etwas was sie gelernt haben.
Ich kann zu meinem Hund Sitz sagen und ihm damit das sitzen beibringen- ich könnte aber auch genauso gut Waschlappen sagen und wenn der Hund das mit sitzen verbindet dann setzt er sich eben hin.
Hunde untereinander kommunizieren ja auch fast überwiegend über Körpersprache und im Gegensatz zu vielen Menschen können die Hunde unsere Körpersprache sehr gut lesen und lernen.
Natürlich spielt auch manchmal der Ort eine Rolle und die Gesamtsituation. Aber je fester ein sogenannter Befehl sitzt-egal ob als Wort oder Handzeichen- desto eher wird der Hund ihn auch ausführen.

Wenn man etwas etablieren möchte dann hilft also üben, üben und üben an verschiedenen Orten und dabei ist es egal ob es jetzt das Wort ist oder ein Handzeichen. Je nach Mentalität des Hundes und auch des Menschen kann man Hunden ja jede Menge Blödsinn beibringen und solange beide daran Spaß haben ist es doch eine wunderbare Sache.
 
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Claudia
22. Okt. 05:33
Ich habe zu Milla gestern „rechts“ gesagt. Und sie ist nach rechts gegangen. Wir haben dieses Wort aber gar nicht 😅 bei uns heißt es „andere Seite“. Aber sie wusste anhand der Situation was sie tun sollte.
 
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Claudia
22. Okt. 05:38
Wir haben das „Problem“, dass Milla schlecht sehen kann. Wie schlecht, wissen wir nicht. Ich habe ihr alles mit Handzeichen beigebracht und auch für den Rückruf gibt es ein Körperzeichen. Das habe ich gemacht, falls sie irgendwann mal schlechter hört. Nun ist es ja aber so, dass sie schlechter sieht. Ich bin ziemlich impulsiv, das ist ein Problem bei gesagten Kommandos.
 
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Carola
22. Okt. 05:48
Wir haben das „Problem“, dass Milla schlecht sehen kann. Wie schlecht, wissen wir nicht. Ich habe ihr alles mit Handzeichen beigebracht und auch für den Rückruf gibt es ein Körperzeichen. Das habe ich gemacht, falls sie irgendwann mal schlechter hört. Nun ist es ja aber so, dass sie schlechter sieht. Ich bin ziemlich impulsiv, das ist ein Problem bei gesagten Kommandos.
Bei gesprochenen Kommandos sollte man sich angewöhnen sie immer gleich und möglichst emotionslos auszusprechen, damit der Hund auch weiß was gemeint ist.
Sitz und Platz spreche ich immer kurz und knapp aus-hört sich zwar etwas militärisch an😎 -ist aber für die Hunde eindeutig, genauso wie rechts und links und solche Sachen. Dann gerät man auch nicht in Gefahr impulsiv zu werden, dann versteht der Hund das gar nicht mehr.
Auch den Rückruf "singe" ich immer gleich, wenn es sich anders anhört dann erkennen die Hunde es nicht und kommen auch nicht. Das mache ich auch deshalb dass sie nicht zu jedem hinrennen der "hier" ruft.
 
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Babs
22. Okt. 06:20
Für den Aufbau von Kommandos gibt es eine Faustregel: Unbekannt vor bekannt.

Bekannt ist bei Euch das Sichtzeichen. Unbekannt das verbale Kommando.

Also: wenn das Sichtzeichen zuverlässig klappt, wird, bevor man dies ausführt, das Wort gesagt.

Zu beachten ist, und das ist extrem wichtig damit keine Überlagerung erfolgt, dass zwischen Wort und Sichtzeichen eine kurze Pause (ca. 2 Sekunden) ist. Hier kann der Hund das Wort seinem folgenden Handeln zuordnen. Einige Wiederholungen sind schon erforderlich, die immer genau gleich ausgeführt werden sollten. Wenn das zu 80% klappt, kannst Du Deine Position verändern. Wenn das Kommando ausgeführt wird, ohne das der Hund Dich sieht und das mehrmals, dann ist das Kommando mit der Handlung verknüpft. Auch dann noch mehrfach wiederholen. Die zeitlichen Abstände können sich dann auch verlängern. Gelernt ist gelernt.
 
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Claudia
22. Okt. 06:36
Bei gesprochenen Kommandos sollte man sich angewöhnen sie immer gleich und möglichst emotionslos auszusprechen, damit der Hund auch weiß was gemeint ist. Sitz und Platz spreche ich immer kurz und knapp aus-hört sich zwar etwas militärisch an😎 -ist aber für die Hunde eindeutig, genauso wie rechts und links und solche Sachen. Dann gerät man auch nicht in Gefahr impulsiv zu werden, dann versteht der Hund das gar nicht mehr. Auch den Rückruf "singe" ich immer gleich, wenn es sich anders anhört dann erkennen die Hunde es nicht und kommen auch nicht. Das mache ich auch deshalb dass sie nicht zu jedem hinrennen der "hier" ruft.
Was ich seit einiger Zeit mache ist, dass ich Kommandos im Nahbereich leise sage. So ist sie viel aufmerksamer und die wörter hören sich nicht so streng an.

Übrigens: schönes lila 😉