Hi, hier meine zusammenhanglosen Gedanken zum Nein.
1. Denke ich, dass der Rezipient bestimmt, was eine Strafe/ein Abbruch durch Vermeidung ist. -> Dracu wirkt in dem tollen Video für mich absolut nicht gestraft, sondern an eine Abmachung erinnert.
2. Könnte Nein nicht (natürlich nur in diesem Zusammenhang) ein Spektrum sein? Ich lerne sehr viel aus diesem tollen Thread, arbeite aber nicht nach dem Ulli-Weg. Wenn ich mit Wilma Dummyarbeit mache, zeigt ihr ein ,,A" an, dass sie sich vom Dummy zu weit entfernt. Wie ein ,,kalt" beim Topfschlagen. Beim Fährtenuntersuchen auf der Rehwiese funktioniert dieses ,,A" wie ein Abbruch-> wir konzentrieren uns in eine andere Richtung, z.B. weil der Wechsel in ein Brombeergebüsch führt. Je nachdem wie vertieft Wilma arbeitet, kann das A sehr sanft oder etwas schärfer ausgesprochen werden. Ich muss einschätzen, wie viel Intensität gerade nötig ist. Da finde ich es schwierig die Grenze zu ziehen und zu sagen, ab dann ist es eine Vokabel auf die wir uns vorher verständigt haben und alles darüber ist ein Abbruch. Ergibt das Sinn?
Genauso benutze ich es auch!🤗
Was ich total spannend finde: Der Hund lernt ja, wie man tickt und nach kurzer Zeit braucht’s oft gar keine Äußerung meinerseits mehr, sondern es passiert automatisch das, was ich mir in der Situation vorstelle!🤗
Beispiel war bei uns die Straße: ich wollte kein hartes Kommando, aber ich wollte natürlich auch nicht, dass Polli einfach auf die Straße schlurft.
Also haben wir am Anfang ein „Warte“ eingeführt, um sie am Bordstein zu stoppen. Zum Glück hat Hundine nen eingebauten Bordsteindetektor… das hat’s echt einfach gemacht.😀
Echt schnell hat sie dann angehalten, ohne, dass ich es sagen musste.
Und wenn sie jetzt im Zweifel ist, ob der Bordstein jetzt ernstgenommen werden muss oder nicht, dann seh ich das Fragezeichen über ihrem Kopf und geb kurz ein „ey“, quasi als Erinnerung/Entscheidungshilfe.
Dieses gemeinsame Denken/Entscheiden find ich echt total faszinierend!
Funktioniert ja durchaus auch umgekehrt: Wenn ich in Gedanken vor mich hinschlurfe, zeigt mir Hundine auch schonmal eine Abzweigung an und schaut mich dann ganz erwartungsvoll an. Wenn ich dann zeige oder sogar „na denn los!“ sage, wird sofort freudig in die neue Richtung losgaloppiert und unser Spaziergang nimmt einen ganz anderen Verlauf…