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Dogorama-Mitglied
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zuletzt 1. Apr.

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :) Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen. Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren. Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet? Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen! Liebe Grüße
 
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Das
27. März 18:08
Allen ein schönes Wochenende.🍀
(Randnotiz:
•Wir haben noch keine Brut und Setzzeit.
•Keine Generelle Leinenpflicht.
•Wir befanden uns auf dem Waldweg.)
 
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Anneke
28. März 11:27
Tina hat uns gestern gezeigt, dass die Entscheidung, abends in den Wildpark zu gehen, falsch war. Sie ist in grossen Bögen an Gehegen vorbei gerannt und hat versucht, zum Stressabbau Fressen zu finden.
Gar nicht schön, zu sehen, wie überfordert sie war. 😐
Am Ende wollte sie dennoch zu den Nutrias und Enten. Sie war noch angespannt, aber ansprechbar und hat uns mehrere Nutrias gezeigt und sich wie Bolle gefreut, dass wir uns darüber gefreut haben.
Wenigstens ein versöhnliches Ende, aber für uns ein Zeichen, es noch eine Weile ruhiger angehen zu lassen.

Wie ist das bei Euch - merkt Ihr vorher / rechtzeitig, wenn etwas zuviel ist?
Und woran?
 
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Das
28. März 12:05
Tina hat uns gestern gezeigt, dass die Entscheidung, abends in den Wildpark zu gehen, falsch war. Sie ist in grossen Bögen an Gehegen vorbei gerannt und hat versucht, zum Stressabbau Fressen zu finden. Gar nicht schön, zu sehen, wie überfordert sie war. 😐 Am Ende wollte sie dennoch zu den Nutrias und Enten. Sie war noch angespannt, aber ansprechbar und hat uns mehrere Nutrias gezeigt und sich wie Bolle gefreut, dass wir uns darüber gefreut haben. Wenigstens ein versöhnliches Ende, aber für uns ein Zeichen, es noch eine Weile ruhiger angehen zu lassen. Wie ist das bei Euch - merkt Ihr vorher / rechtzeitig, wenn etwas zuviel ist? Und woran?
Was glaubst du warum Tina im Wildpark so reagiert hat?
Überfordert bezüglich des Geruchs vom Wild aus Jagdlicher Sicht?
(Ich kann mir vorstellen das Dracu in einem Wildpark total durchdreht weil der Wildgeruch so stark konzentriert ist.)
Oder einfach nur die Eindrücke?

Wenn man seinen Hund lesen kann wird man es je nach Situation rechzeitig sehen können, nur nicht wenn es plötzlich einen Reiz gibt wo der Stresspegel plötzlich nach oben schießt.
Ebenso wie der allgemeine Stresspegel beim Hund ist, und Tina wird ja durch ihre Krankheitsgeschichte schon immer bisschen mehr Cortisol im Blut haben? 🫤

Freu dich über den tollen Abschluss! 🤗
Hätte ich auch gemacht.
Immer die positiven Dinge im Auge behalten.

Für Dracu wird es schwer auf mich zu reagieren wenn etwas zu viel wird, er wirkt dann ungorhsam.
 
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Vivi &
28. März 13:08
Tina hat uns gestern gezeigt, dass die Entscheidung, abends in den Wildpark zu gehen, falsch war. Sie ist in grossen Bögen an Gehegen vorbei gerannt und hat versucht, zum Stressabbau Fressen zu finden. Gar nicht schön, zu sehen, wie überfordert sie war. 😐 Am Ende wollte sie dennoch zu den Nutrias und Enten. Sie war noch angespannt, aber ansprechbar und hat uns mehrere Nutrias gezeigt und sich wie Bolle gefreut, dass wir uns darüber gefreut haben. Wenigstens ein versöhnliches Ende, aber für uns ein Zeichen, es noch eine Weile ruhiger angehen zu lassen. Wie ist das bei Euch - merkt Ihr vorher / rechtzeitig, wenn etwas zuviel ist? Und woran?
Wir können auch nicht gut in Wildparks gehen. Pico versucht immer das Wildtierfutter vom Boden zu fressen. Die Tiere an sich findet er interessant, ist aber positiv-neutral. Die Wildschweine fand er immer interessant, Waschbären etwas gruselig (zumindest wenn sie direkt am Zaun stehen).

Bei Pico erkennt man sehr schnell, wenn überfordert ist. Er wird dann schreckhaft und verfällt in alte Muster. Es gibt dann auch kaum noch was, was ihn rausholt, dann hilft eigentlich nur ihn zurück ins Auto zu bringen oder nach Hause und Pause zu machen.
 
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Kirsten
28. März 14:05
Tina hat uns gestern gezeigt, dass die Entscheidung, abends in den Wildpark zu gehen, falsch war. Sie ist in grossen Bögen an Gehegen vorbei gerannt und hat versucht, zum Stressabbau Fressen zu finden. Gar nicht schön, zu sehen, wie überfordert sie war. 😐 Am Ende wollte sie dennoch zu den Nutrias und Enten. Sie war noch angespannt, aber ansprechbar und hat uns mehrere Nutrias gezeigt und sich wie Bolle gefreut, dass wir uns darüber gefreut haben. Wenigstens ein versöhnliches Ende, aber für uns ein Zeichen, es noch eine Weile ruhiger angehen zu lassen. Wie ist das bei Euch - merkt Ihr vorher / rechtzeitig, wenn etwas zuviel ist? Und woran?
Schön, dass sie am Ende noch die Nutrias und Enten gepackt hat.

Inzwischen ist es hier meistens, wie Frauchen beschreibt, kein Punkt an dem Mira komplett drüber ist. Sondern ich sehe was Mira gut verkraften kann, dass es sich summiert und kann einlenken.

Ich erinnere mich aber noch sehr gut an den Besuch eines Wildparks im letzten Jahr (vielleicht war es auch vorletztes Jahr 😅). Dort gab es Ziegen. Blöde Ziegen, die scheinen irgendwas an sich gehabt zu haben, was andere Tiere nicht an sich haben. Die anderen Tiere waren in Ordnung. Die Ziegen haben sie komplett wahnsinnig gemacht, direkt, ohne Spielraum. Die Mira ist dann leider nicht mehr in der Lage, wenn sie einmal durchgedreht ist und es komplett eskaliert ist, Auto zu fahren.
Sie kann nur noch unterbrochen bellend im Auto sitzen. Du kannst dich auf den Kopf stellen, egal was man tut, das kriegt man vor der Fahrt nicht mehr in den Griff, wenn es nach Worst Case gelaufen ist. (Während der Fahrt erst recht nicht.)

Da beißt sich die Katze in den Schwanz, denn alles was wir zu Fuß erreichen können, würde sie niemals in so eine Situation bringen, weil sie natürlich mit solchen Dingen mittlerweile umgehen kann.

Wir sind seitdem auch immer mal wieder jeder Menge Weidetieren (inkl. Ziegen) begegnet und sie war früher auch mal bei meiner Reitbeteiligung dabei, am Stall standen ebenfalls Ziegen. So eine extreme Reaktion habe ich nicht ansatzweise wieder erlebt. Ich weiß bis heute nicht, warum ausgerechnet die so viel Stress verursacht haben.

Sowas ist mittlerweile selten geworden, da bin ich unheimlich dankbar für. Mit allem was wir erfolgreich bewältigen, wird es einfacher. Aber ich mach mir nichts vor, es kann immer wieder vorkommen und ist super blöd, wenn dann eine weite Rückfahrt ansteht, auf der sie eskaliert. Wir dealen bestmöglich mit allem Bekannten. Manche Dinge sind nicht absehbar. Ist eben so.

Anders als Tina geht Mira keine Bögen, sondern ist eher der „Immer drauf!“-Typ. Die beißt sich mental an Reizen fest und würde mit Anlauf draufhalten. Ihr sieht man es an, das etwas nicht in Ordnung ist, wenn sie anfängt, deutlich sensibler und doller zu reagieren. Dann ist der Drops aber auch richtig gelutscht und eine schöne Situation, wie du sie schilderst, wäre nicht mehr möglich.
 
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Anneke
28. März 14:16
Hmmmm, ich lasse den Input erstmal sacken.
Vielen Dank für die Antworten.
 
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Dogorama-Mitglied
29. März 21:00
Es war heute sehr spannend im Wald. Lucy hat ein bisschen geschäumt vor Aufregung 🫧
Den laufenden Rehen hat sie nur ein fragendes "Piep?" hinterhergeschickt und hat sich dann, statt hinterher zu wollen, mit Feuereifer auf die Fährte gestürzt. Alles noch etwas hektisch 😅 aber alles in allem prima! 🥰
 
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Anneke
30. März 06:34
Nun habe ich den Ausflug nochmal Revue passieren lassen.
Tina war im Wildpark sowohl allgemein überreizt, als auch jagdlich.
Seit wir bei uns Rehe und Wildschweine "jagen", aber auch beobachten, sind diese manchmal vollkommen uninteressant. So auch im Wildpark: alles im Grössenbereich Ziege - Rotwild war überhaupt kein Thema. Elche und die riesigen Hochlandrinder, aber auch Wölfe waren gruselig, die kleinen Tiere dafür jagdlich interessant. Und Katzen (Luchse und Wildkatzen dort) sind ein eigenes Thema.

Für uns war es bislang fast unmöglich, im Haus zu erkennen, wo Tinas Stresspegel ist, weshalb wir auch diesmal im Wildpark eiskalt erwischt wurden.

Wir stellen ja gerade eine Medikamentendosis ein, tatsächlich geht es dabei auch um den Cortisolspiegel, und wir hatten die Erfolge wohl überschätzt und waren selbst auch zu aufgedreht deshalb.

Wir bleiben jetzt erstmal noch eine Weile etwas vorsichtiger mit Reizen allgemein und überlegen uns nochmal, wo / wie wir auf dem Ulli-Weg Kleintiere, vor allem: Mäuse, "jagen" können, denn Tina scheint hier ja zu differenzieren.
Bislang haben wir keinen guten Spot dafür.
 
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Das
30. März 09:37
Nun habe ich den Ausflug nochmal Revue passieren lassen. Tina war im Wildpark sowohl allgemein überreizt, als auch jagdlich. Seit wir bei uns Rehe und Wildschweine "jagen", aber auch beobachten, sind diese manchmal vollkommen uninteressant. So auch im Wildpark: alles im Grössenbereich Ziege - Rotwild war überhaupt kein Thema. Elche und die riesigen Hochlandrinder, aber auch Wölfe waren gruselig, die kleinen Tiere dafür jagdlich interessant. Und Katzen (Luchse und Wildkatzen dort) sind ein eigenes Thema. Für uns war es bislang fast unmöglich, im Haus zu erkennen, wo Tinas Stresspegel ist, weshalb wir auch diesmal im Wildpark eiskalt erwischt wurden. Wir stellen ja gerade eine Medikamentendosis ein, tatsächlich geht es dabei auch um den Cortisolspiegel, und wir hatten die Erfolge wohl überschätzt und waren selbst auch zu aufgedreht deshalb. Wir bleiben jetzt erstmal noch eine Weile etwas vorsichtiger mit Reizen allgemein und überlegen uns nochmal, wo / wie wir auf dem Ulli-Weg Kleintiere, vor allem: Mäuse, "jagen" können, denn Tina scheint hier ja zu differenzieren. Bislang haben wir keinen guten Spot dafür.
Das hast deine Gedanken zu dem Thema wirklich schön wiedergegeben.👍🏻💪🏻

Das ist auch ein völlig unterschätztes Thema: Stress. Positiv, wie negativ.

Auch wieviel Stresshormone noch im Blut sind nach einer länger zurück liegenden stressenden situation.
Das was vorgestern stressig war, kann immernoch nachwirken.

Cortisol (Stresshormon) verbleibt längere Zeit im Körper und muss abgebaut werden, je mehr Endorphine (Glückshormone) entstehen, desto schneller kann der Stress abgebaut werden.

Ich habe das auch erst so richtig durch Dracu gelernt wie wichtig es ist das im Auge zu behalten.
 
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Das
30. März 13:49
Haben die anderen, stillen Mitleser nicht was zu berichten? ☺️