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katja
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 46
zuletzt 31. März

Unsicherheit

Guten Morgen, ich habe einen 3 jährigen Hund aus dem Tierschutz. Er ist bereits 2 Jahre bei uns. Er ist sehr unsicher gewesen und auch heute je nach Situation recht ängstlich. Wir haben sehr viele "Mutübungen" und Bindungsstärkendes Training gemacht. Nun zu meinem Problem. Wir machen die Ausbildung zum Therapiebegleithund. Thema ist zur Zeit "Grundkommando". Schröder beherrscht das Kommando "Platz" generell (weiß was es bedeutet, kann es zuhause und in ruhigen Situationen die er kennt.) Er legt sich allerdings draußen und in neuen Situationen nicht ab. Ich habe das Gefühl das dies aus Unsicherheit/Angst für ihn nicht machbar ist. Beispiel: Wir trainieren im Baumarkt. Er lässt sich ins Sitz bringen und bleibt zuverlässig an Ort und Stelle auch wenn ich aus dem Sichtfeld gehe. Hinlegen macht er nicht. Auch nicht wenn ich direkt daneben stehe. Draußen in der Natur ebenfalls. Ich bin mittlerweile ratlos 🙈 Für mich wäre das generell auch nicht wichtig, es ist aber nunmal Teil der Ausbildung🙈 Er soll es übersll zuverlässig können. Sind wir in Räumen (zu Besuch, Restaurant, Trainingsraum, Hotellobby, Tierarzt usw.) Klappt es problemlos. Ich denke weil er da den Überblick hat und nicht mit unvorhergesehenem rechnen muss 🤷‍♀️ Hat vielleicht irgendjemand noch eine Idee, wie ich ihm da mehr Sicherheit vermitteln kann?
 
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Kerstin
28. März 12:01
Ach, Charls ist auch Therapiehund? Respekt, mit nem Galgo 👍
Jup, ausgebildeter Therapiebegleithund, der jetzt so langsam in Rente geht. Ja auch mit nem Galgo möglich, der Menschen soooooo super findet, weil es ja auch Kekse gibt 😉
 
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Kerstin
28. März 12:05
Ich denke am Ende werden wir wegen dem Baumarkt auch nicht durchfallen, aber beispielsweise draußen wäre es schon gut wenn er zur Ruhe kommen würde. Mal sehen wie weit wir kommen :) Es macht mir auf jeden Fall Mut das ihr ohne "perfektionismus" bestehen konntet 🫠🫠
Draussen kommt Charls recht schlecht zu ruhe, da könnt ja n Vogel, Hase oder Hörnchen kommen.... Und da kommt der Hochleistungsjäger, von 0 auf 100....und daher wird mit ihm nichts draussen gemacht. Gangtraining draussen mit Hund, da kann ich mir evtl n Doppelzimmer im Krankenhaus buchen mit meinem Patienten. Das mache ich nur wenn ich wen in der Ausbildung dabei habe.
Also hier hier siehst du.... Dein Hund muss nicht alles können, und du musst ihn sehr gut einschätzen können.
Manchmal viel Fürn Menwchenkopp, hund und Patienten genau im Auge zu haben. Gerade bei Menschen mit Demenz, aber charls liebt sie, besonders wenn sie ihn Voll quatschen, ihm dabei der Hintern gekrault wird, und ab und an der Keks fliegt
 
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katja
28. März 13:43
Möglicherweise(!) ist das auch der Grund warum es nicht klappt und er "nicht will": Du zu "streng" und zu zielorientiert? Achtest du wirklich darauf dass Freude und Spaß nicht zu kurz kommen? Bist du innerlich manchmal enttäuscht? Ist mir Anfangs oft passiert dass meine Hundine Opfer meiner inneren Erwartungshaltung wurde. Sie hat dann mit Überschlagshandlungen reagiert oder mit Verweigerung oder Vermeidungshaltung. LG 🌻
Ich glaube tatsächlich dass das Gegenteil der Fall ist. Nämlich das er genau merkt das ich da nicht so hinterstehe und mir das nicht so wichtig ist 🙈😅
 
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katja
28. März 13:48
Für welchen Bereich soll er mal eingesetzt werden? Normalerweise müssen Hunde für ein Therapiehund selbstsicher furchtlos total gechillt sein
Er ist tatsächlich drinnen ein ganz andere Hund als draußen. Baustellenlärm, Autos und ähnliches sind sein Problem. Aber auch das wird stetig besser. Und absitzen klappt ja in allen Situationen. Nur eben das Hinlegen nicht :)
Da ich ihn gezielt mit auf meine Arbeitsstelle nehme (Menschen mit Behinderung) mache ich mir keine Sorgen :)
 
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Kerstin
28. März 15:56
Für welchen Bereich soll er mal eingesetzt werden? Normalerweise müssen Hunde für ein Therapiehund selbstsicher furchtlos total gechillt sein
Nicht ganz kommt drauf an.
Nehmen wir Charls, oft draussen ne Rampensau, impulskontrolle, was ist das. Also typisch Galgo.
Drinnen andere Hund.
Daher befürworte ich auch die Ausbildung ab einem gewissen Alter. Klar kann und sollte der Hund früh an die Gegebenheiten auf der Arbeit ran geführt werden aber nicht jeden Tag 8 Std.

Vieles lernt Hund aber auch durch positives verstärken, auch negatives. Beispiel..... Hund an pusten, viele Hunde findet das kagge.... Also Hund leicht anpusten und die Leberwursttuben tut den Rest.
Wir hatten eine Sit. eine Dame mit Demenz, zack den Schnauzengriff und nicht mehr los gelassen. Ich leichtes Herzrasen, durchatmen hund beobachten, und als sie los ließ.. Juhuuuuuuu party,Kekstieflug.
Auch beim Luftballon spielen, findet charls mega... Knallts, weil Charls doch rein beisst, juhuuuuuu Kekstieflug und party.
 
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Karin
28. März 17:09
Hi, hab gerade irgendwie Probleme mit dem Verständnis.
Ich lese: unsicherer Hund, ängstlich, deutliche Unruhe, Rute unter dem Bauch....
Passt das zu einem Therapiehund? Was für Aufgaben hat er denn künftig zu übernehmen?
Ich frage das wirklich nur wertfrei und aus eigenem Interesse. 🤗
Vielleicht hab ich da auch etwas missverstanden.
Für mich sollte ein Therapiehund taff sein, freundlich und aufgeschlossen zu den Menschen....evtl hab ich auch ein falsches Bild vor Augen. Bitte um Aufklärung.
Danke 😂🤷‍♀️
 
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Kerstin
28. März 17:32
Hi, hab gerade irgendwie Probleme mit dem Verständnis. Ich lese: unsicherer Hund, ängstlich, deutliche Unruhe, Rute unter dem Bauch.... Passt das zu einem Therapiehund? Was für Aufgaben hat er denn künftig zu übernehmen? Ich frage das wirklich nur wertfrei und aus eigenem Interesse. 🤗 Vielleicht hab ich da auch etwas missverstanden. Für mich sollte ein Therapiehund taff sein, freundlich und aufgeschlossen zu den Menschen....evtl hab ich auch ein falsches Bild vor Augen. Bitte um Aufklärung. Danke 😂🤷‍♀️
Richtig, aufgeschlossen zu Menschen. Wobei wir da auch unterscheiden müssen... Kinder, alte, Menschen mit Behinderungen(geistig wie körperlich)
Charls kann nicht mit Kindern, also wird er da nicht eingesetzt. Wenn die renne und quietschen springt der jagdzrieb an.
Rocko fand Altenheime spuki, Kinder aber klasse. Die konnte er wunderbar ignorieren wenn sie durch die Praxis rannten. Wirst du ruhiger, kannst du zu mir kommen.
Charls findet Menschen mit Handschuhen spuki, da sucht er sofort das weite und verschwindet hinter mir. U d das obwohl ich oft welche anziehe.
Wichtig ist nur das er nicht nach vorn schießt und zähne zeigt.
 
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katja
28. März 17:52
Hi, hab gerade irgendwie Probleme mit dem Verständnis. Ich lese: unsicherer Hund, ängstlich, deutliche Unruhe, Rute unter dem Bauch.... Passt das zu einem Therapiehund? Was für Aufgaben hat er denn künftig zu übernehmen? Ich frage das wirklich nur wertfrei und aus eigenem Interesse. 🤗 Vielleicht hab ich da auch etwas missverstanden. Für mich sollte ein Therapiehund taff sein, freundlich und aufgeschlossen zu den Menschen....evtl hab ich auch ein falsches Bild vor Augen. Bitte um Aufklärung. Danke 😂🤷‍♀️
Das verstehe ich, ich hatte zunächst auch bedenken, weil er auf gewissen Geräusche ängstlich reagiert und nicht der klassische Kuschelhund ist. Ich habe mich dann ausgiebig informiert und mit der Trainerin ausgetauscht.
Also vorweg- das oben genannte Verhalten tritt im Baumarkt auf, wo er bisher 2 mal war.
Im Kontakt mit Menschen ist er freundlich, zurückhaltend.
Also für meine "Zwecke" ideal.
Ich werde mit ihm überwiegend in die Distanzarbeit über indirekte Interaktion gehen. Ich arbeite in einer intensivpädagogischen Wohngruppe mit Menschen mit Autismus. Es wird auch nur Einzelangebote geben und eine ausgiebige Eingewöhnungszeit :)
Er hat den Eignungstest bestanden und wird sich im Laufe der Ausbildung auch nochmal gut weiterentwickeln. Wie gesagt mit Menschen und deren Geräuschen haben wir keine Schwierigkeiten. :)

Ich bin allerdings auch offen dafür, wenn ich merken sollte, dass er sich meiner Meinung nach doch nicht eignet oder er überfordert wäre den Plan ihn mitzunehmen abzublasen.

Die Ausbilung kostet grob dasselbe wie der wöchentliche Besuch der Hundeschule mich kosten würde. Nur das ich dabei viel mehr lernen kann und intensivere Zusammemarbeit mit Hund und Trainer habe. Mal sehen wo die Reise hingeht:)
 
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W
28. März 21:01
Ist die normale Begleithunde Prüfung nicht die Grundlage für weitere Ausbildung. Oder hat sich das geändert?
 
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Kerstin
28. März 22:16
Ist die normale Begleithunde Prüfung nicht die Grundlage für weitere Ausbildung. Oder hat sich das geändert?
Nein, nicht bei jedem. Wir brauchten sie nicht. Steffi bildet seit ü 15 Jahren aus u d ist Hunde Trainerin. Ihr ist es wichtig das Hund und Mensch zusammen arbeiten, und ein Team bilden. Und ja Paragraph 11 und Prüfung waren Teil der Ausbildung. Getestet wurden Charls u d ich auch vor der Ausbildung