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Verfasser
Chris
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zuletzt 13. März

Schlafzimmer Nachts hundefreie Zone?

Hey Leute, Ich wohne alleine mit meinem Hund. Tagsüber darf sie sich aufhalten wo sie will. Aber ich merke, dass wenn sie nachts mit im Schlafzimmer pennt, ich sehr unruhig Schlafe. Da sie sich, typisch für Hunde, viel bewegt. Und bei jedem kleinsten Anzeichen von mir, denkt ich werde wach und mich wegt. Entweder durch das schütteln direkt neben dem Bett oder dadurch daß sie sich viel hin und her bewegt. Ich hab es ein paar Mal versucht, die Tür zu zu machen, damit sie in der Küche oder im Flur in ihren Hundebetten alleine schläft. Denn wenn die Tür auf ist,dann kommt sie immer ins Schlafzimmer bzw. Verlässt es erst gar nicht ( obwohl das Bett im Flur super gemütlich ist) Nun bekommt sie mittlerweile gut mit wann ich mich bettfertig mache und geht dann immer ganz schnell ins Schlafzimmer und findet es natürlich gerade das schlimmste auf der Welt nicht bei mir zu sein und will das Schlafzimmer nicht verlassen. So jetzt meine Frage: Legt sich das irgendwann? Oder fühlt sie sich dadurch vielleicht zu sehr ausgegrenzt und entwickelt vielleicht Verhaltensstörungen. Was ich natürlich absolut nicht will. Habt ihr Tips für mich?? Liebe Grüße Chris
 
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Dogorama-Mitglied
10. Feb. 06:58
Danke schon mal für die super schnelle Antwort.
Mein Hund schläft im Wohnzimmer. Haben wir aber von Anfang an so gemacht , ihr macht es nichts aus sie kommt dort gut zur Ruhe . ☺️
 
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Dogorama-Mitglied
10. Feb. 07:02
Ich bin Ersthundhalter und verstehe die ganzen (Wolfs-)Theorien ehrlich gesagt überhaupt nicht, sorry 🙈 Ich habe hier ein Lebewesen, welches gerne in meiner Nähe schläft und sich dadurch sicherer und wohler fühlt. Dieses Lebewesen zeigt mir seine Bedürfnisse, ganz deutlich. Wie genau sollen mir diese Theorien weiter helfen? Entschuldigung, ich verstehe das wirklich nicht🤷
Völlig richtig. Es erscheint so als würden hier wissenschaftliche Theorien vorgeschoben um sich zu rechtfertigen dass der Hund nicht im ins Schlafzimmer darf obwohl er gerne würde…dann steht doch einfach dazu wenn ihr es dem Hund verbieten wollt ohne es zu dogmatisch zu machen.
Meine Kleine musste 1,5 Jahre bei ihrer Vorbesitzerin Nachts alleine in einer Box bleiben in der sie nicht rumdrehen konnte. Das ist für mich Tierquälerei. Sie schläft nun im Bett mit maximalem Körperkontakt und ich würde es nicht über das Herz bringen sie aus dem Bett oder gar Schlafzimmer zu verbannen. Aber das ist meine persönliche Entscheidung ohne wilde Wolfs- und Rudeltheorien.
 
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Kathi
10. Feb. 07:03
Völlig richtig. Es erscheint so als würden hier wissenschaftliche Theorien vorgeschoben um sich zu rechtfertigen dass der Hund nicht im ins Schlafzimmer darf obwohl er gerne würde…dann steht doch einfach dazu wenn ihr es dem Hund verbieten wollt ohne es zu dogmatisch zu machen. Meine Kleine musste 1,5 Jahre bei ihrer Vorbesitzerin Nachts alleine in einer Box bleiben in der sie nicht rumdrehen konnte. Das ist für mich Tierquälerei. Sie schläft nun im Bett mit maximalem Körperkontakt und ich würde es nicht über das Herz bringen sie aus dem Bett oder gar Schlafzimmer zu verbannen. Aber das ist meine persönliche Entscheidung ohne wilde Wolfs- und Rudeltheorien.
In den Theorien geht es darum, dass es durchaus artgerecht ist, wenn der Hund nachts irgendwo ohne Körperkontakt schläft 😏 Wenn du es anders handhabst, gerne, aber ich lass mir nicht vorwerfen, mein Hund würde nicht artgerecht behandelt. Unsere weiße Schneeflocke schläft freiwillig nicht im Bett.
PS: ich finde es sehr anmaßend von dir, dass du anerkannte, jahrzentelange Forschungen als Pseudowissenschaft darstellst.
 
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Dogorama-Mitglied
10. Feb. 07:13
Zitat Nicole: Hund und Mensch bilden nunmal kein Rudel. Auch wenn wir das gerne hätten. Sie bilden viel eher ne opportunistische Interessengemeinschaft. Zitatende Das ist leider so nicht mehr haltbar, Vilmos Csanyi (2002) hat gezeigt, dass schon 8 Wochen alte Hunde sich mehr für Menschen interessieren als für fremde Hunde, das ist übrigens bei aufgezogenen Wölfen nicht so. Dh. Hunde wählen vorzugsweise den Phänotyp Mensch als Bindungspartner (nachzulesen in: Beziehung - Erziehung - Bindung: Forschung im Dienst des Mensch-Hund-Teams)
Auch Martin Rütter erklärt ja ständig, dass der Hund als einziges Tier den Menschen als vollwertigen Sozialpartner akzeptiert.
 
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Kassandra
10. Feb. 07:22
Carl darf zwar im Schlafzimmer aber nicht im Bett schlafen. Wenn er dürfte würde er sicherlich auch gerne im Bett schlafen, aber dann schlafen wir nicht mehr.
Ich finde schon das die Bedürfnisse den Menschen Grundbedürfnisse höher gelten als die des Hundes.
Man kann sich beispielsweise überlegen wie man dem Hund alternativen bieten kann.
Bei uns wird zum Beispiel abends vor dem Sofa kontaktgelegenen und heute morgen hat Carl uns um 7 Uhr geweckt und wollte schmusen. Da er nicht ins Bett darf sitze ich jetzt seit 1,5h in der kudde mit einem schlafenden Hund im Schoß und trinke meinen Kaffe. Aber ich hatte heute Nacht meine Ruhe.
Schlafmangel beim Menschen sollte in jedem Fall angegangen werden weil auf lange Sicht einfach die Leistungsfähigkeit gemindert wird und dann hat der Hund auch nichts davon wenn er einen übermüdeten Menschen hat. Der Hund gewöhnt sich schon daran auch außerhalb des Schlafzimmers zu schlafen ist dann einfach tabu Zone. Und er wird ja auch nicht von Rudel ausgeschlossen. Nur gewisse Regeln durchgesetzt.
 
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Dogorama-Mitglied
10. Feb. 07:24
Das habe ich auch nicht geschrieben. Tut mir Leid für dich, wenn du das so verstehst. Die Rütter-Folge, um die es geht, handelt davon, dass es in bestimmten Fällen eine Lösung sein KANN, wenn der Hund nicht mehr im Bett schläft. Der Kommentar auf den ich antworte, behauptet, es sei nicht artgerecht, Hunde ohne Körperkontakt außerhalb des Bettes schlafen zu lassen.
Anstatt mich abfällig zu bemitleiden weil ich zu blöd bin Deine Antwort zu verstehen, wäre auch die sachliche Antwort ausreichend gewesen. Danke.
 
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Dogorama-Mitglied
10. Feb. 07:31
In den Theorien geht es darum, dass es durchaus artgerecht ist, wenn der Hund nachts irgendwo ohne Körperkontakt schläft 😏 Wenn du es anders handhabst, gerne, aber ich lass mir nicht vorwerfen, mein Hund würde nicht artgerecht behandelt. Unsere weiße Schneeflocke schläft freiwillig nicht im Bett. PS: ich finde es sehr anmaßend von dir, dass du anerkannte, jahrzentelange Forschungen als Pseudowissenschaft darstellst.
Dann hast Du meinen Kommentar nicht verstanden. Ich beziehe mich nicht auf eine Theorie, sondern die Tatsache, dass gerne die passende Theorie herangezogen wird, die das eigene Handeln rechtfertigt. Das kann pro oder contra Hund im Bett sein, es gibt ja Theorien für beide Optionen. Ich wollte nur der Autorin eines Kommentar recht geben, dass sie mit den verschiedenen Theorien praktisch nicht viel anfangen kann und eine persönliche Entscheidung nach Gefühl getroffen hat. Jeder sollte den besten Weg für sich und seine Hunde finden ohne sich das von der einen oder anderen Theorie vorschreiben zu lassen. Es sind nämlich alles Theorien, keine Naturgesetze. Also allesamt vom wissenschaftlichen Standpunkt unbewiesen…
 
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Gertschi und Lisa
10. Feb. 07:32
Da Hunde Rudeltiere sind und wir eine 6 Monate alte kleine Maus haben, die sehr anhänglich ist (und WIR auch sehr anhänglich sind 😁) lassen wir sie natürlich bei uns im Schlafzimmer schlafen.
Sie hat ihr Bettchen direkt neben unserem Bett.
Die ersten Tage (wir haben sie seit 1,5 Monaten) hat sie überhaupt bei uns im Bett geschlafen..war super für die Bindung.
Nach ein paar Tagen haben wir ihr dann ihr Bettchen gezeigt, das hat dann mal so lala geklappt (ist natürlich dauernd zu uns ins Bett gekrabbelt).
Das war für uns natürlich auch anstrengend, ihr zu erklären, wo sie schlafen soll, wir haben aber jetzt den für alle Seiten erfüllenden Kompromiss gefunden, dass sie bis 06:00 in ihrem Bettchen liegt und um ziemlich genau diese Zeit zu uns ins Bett krabbelt und weiter pennt 😁
Sie ist sonst absolut statisch in der Nacht...nix mit wandern oder umlegen oder sonstwas.
Ich versteh es absolut, wenn man seinen Hund nicht unbedingt im Bett haben will...das Schlafzimmer würd ich ihm aber nicht verwehren.
Ihr gewohnt euch aneinander.
Ich hab auch einen sehr leichten Schlaf und hatte schon einen Hund, der sich OFT umgelegt hat. Das wird schon ♥️
 
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Bernadette
10. Feb. 07:34
Im Beitrag, auf den meiner sich bezieht, heisst es der Hund musste "lernen", dass nicht immer Action ist, wenn sich die Menschen in der Nacht bewegen. Das heiß, er wollte zwar, wie der Hund des TE, im Schlafzimmer sein, hat dort aber ursprünglich eh keine Ruhe gefunden und musste das quasi erst beigebracht bekommen. Wenn jemand eine ähnliche Situation unter Tags beschreiben würde - Hund läuft mir in Räume nach, ist dort dann aber unentspannt und hibbelig - wäre einer der häufigste Ratschläge mit ziemlicher Sicherheit ihm das Nachlaufen eben nicht jederzeit zu ermöglichen sondern ihm einen Platz in ruhiger Lage einzurichten, wo er vom Menschen ungestört entspannen kann. Warum ist das am Tag ok, bei Nacht aber plötzlich nicht mehr artgerecht? Versteh mich nicht falsch. Ich hab kein Problem damit, wenn Hunde im Schlafzimmer schlafen dürfen. Womit ich ein Problem hab, ist die implizite Anschuldigung der Misshandlung, wenn sie das nicht dürfen. In dem Zusammenhang von nicht artgerecht und Verhaltensstörungen zu sprechen, finde ich arg überzogen und ehrlich gesagt auch etwas übergrifgig. Und von wegen Rudeltiere müssen in unmittelbarer Nähe zueinander schlafen - habt ihr eure Kinder auch bis ins Erwachsenenalter mit im Bett? Der Mensch ist nämlich auch ein Rudeltier und Privatsphäre dann offenbar auch nicht artgerecht...
Naja, wenn du das mit den Menschen schon ansprichst: dieses „jeder hat sein eigenes Zimmer“ ist eine ziemlich neue Erfindung… schau dir Naturvölker an, die leben teilweise wie vor 10.000 Jahren. Da schlafen alle in einem Raum. Hab auch mal ne schöne Doku über die Entstehung Hunde und ihrer Beziehung zum Menschen gesehen… da ging es auch um ein sehr altes Volk in Afrika, dass heute noch mit dem Hund so zusammen lebt wie vor 10.000 Jahren… da schlafen alle Hunde mit im Bett und werden als vollwertige Familienmitglieder gesehen und auch so behandelt 🤷🏻‍♀️
 
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Lysanne und Alex
10. Feb. 07:43
Ich bin der Meinung, man sollte tun,womit man und Hund sich wohl fühlt.
Es ist vollkommen okay, wen der Hund im Bett schläft oder woanders.
Ich sehe absolut kein Problem, dass der Hund nicht im selben Raum schläft, solange er dabei kein auffälliges Stressverhalten zeigt.

Ja Hunde sehen uns als vollwertigen Sozialpartner an, ja Hunde sind Rudel bzw. Meutetiere, aber Hunde wissen auch, dass wir KEINE Hunde sind.

Ich handhabe es so: Türen sind auf nachts(bis auf Bad, Küche und der Raum, wo mein Homeoffice kram drin ist) und Hardes kann schlafen wo er will.
Meist vor dem Bett, unter einem Stuhl im Wohnzimmer oder im Korb.

Noah war ganz anders, der wollte im Bett schlafen, sogar unter der Decke mit Körperkontakt. So war er seit er ein Welpe war, bis er gestorben ist.

Jeder Hund ist anders und wenn du Leute fragst "Was ist bei Thema xyz richtig?", wirst du von 3 Leuten 4 verschiedene Antworten bekommen.
Tu was sich richtig anfühlt und was für dich und Hund am angenehmsten ist.