Ich habe damals von der Orga, von der ich meinen Hund adoptiert habe, ein Bild bekommen, das die 3-er Regel für Hunde aus dem Tierschutz beschreibt: Die ersten 3 Tage: Stressabbau / Nach 3 Wochen: Routinen kennenlernen / Nach 3 Monaten: sich zuhause fühlen - es entwickelt sich zunehmend eine Bindung. Meine Hündin hat etwas länger gebraucht, bis sie sich wirklich zuhause gefühlt hat, war aber auch schon erwachsen. Vielleicht hilft dir das bei der Einschätzung der Zeit. Meine Hündin konnte sich anfangs nur an einer bestimmten Stelle hinterm Haus lösen, also bin ich immer nur mit ihr zu dieser Stelle. Ansonsten habe ich mich relativ oft und länger mit ihr draußen irgendwo hingestellt oder gesetzt und nur beobachtet, im Gassigehen hat sie auch keinen Sinn gesehen, sie ist eingefroren und hat keinen Schritt mehr gemacht. Sie hat sich immer sehr an anderen Hunden orientiert, das tut sie heute noch wenn sie etwas unsicher ist. Das erste Mal in der Hundeschule ich mit ihr nach ca. 4 Monaten. Anfassen lassen ging aber bei ihr von Anfang an und ich hatte auch das Gefühl, dass es sie beruhigt hat, wenn sie aufgregt war. Zum Bellen kann ich nichts sagen, das hat meine Hündin sich die ersten Monate gar nicht getraut. Dein Hund scheint unerschrockener zu sein als meine Hündin damals war, aber vielleicht hilft dir das ja trotzdem. Gut gemeinte Ratschläge die ich so bekommen habe, haben mir damals leider nicht geholfen. Beispielsweise einfach über die Leine mitnehmen ging nicht, ich hätte sie über den Boden geschleif mit ihrem Sicherheitsgeschirr, heute zieht sie sich das Geschirr oder Halsband einfauch aus (hört aber und bleibt bei mir), also habe ich mich anfangs immer wieder hingehockt und sie gelockt, das hat dann geklappt. Ich würde mich daher an deiner Stelle auf deine Intuition verlassen, also wenn etwas ganz gut klappt, das dann weiter so zu machen.
Ich wünsche dir eine ganz tolle Kennenlernzeit mit deinem Hund und dass ihr ein tolles Team werdet 😊💪.