Es wäre wahrscheinlich ein erster Schritt herauszufinden bzw. einzugrenzen, warum er bellen könnte... ob er wachsam ist bzw. an der Wohnung vorübergehende Personen/ Tiere meldet, Geräuschempfindlich ist (z.B. Wind an Hauswand), sonst irgendetwas suspekt findet, seine alten Bindungspartner vermisst/ danach ruft, usw., in welchen Situationen (steht er dabei Mitten im Raum, am Fenster, zieht er sich zurück, wirkt er rastlos/ orientierungslos, usw.)...
würde von Anfang an darauf achten sehr konsequent zu sein, also z.B. in Bezug auf die Wahl der Liegeplätze (nicht in Durchgangsbereichen/ da, wo er alles im Blick hat, erstmal keine privilegierten Plätze, wie Sofa o. Bett), nicht alleine in den Garten lassen, wenn er anfängt zu bellen sofort wieder reingehen, alles vorher für ihn abchecken, etc., so dass er versteht, dass er nicht verantwortlich ist... macht eine Hausleine daran, dann könnt ihr ihn kommentarlos/ stressfrei z.B. irgendwo wegholen, manchmal hilft es auch den Raum zu begrenzen, wenn Hunde nicht runterkommen (z.B. in dem ihr ihn irgendwo an der Leine festmacht)...
Frustrationstoleranz üben, also z.B. legt ihr etwas Leckeres o. Spielzeug in Sichtnähe, aber so, dass er nicht drankommt... dann wartet ihr einfach... kein Belohnen oder Korrigieren... der Hund soll lernen sich selbst zu regulieren... ihr könnt ja zunächst mit etwas weniger Interessantem anfangen und die Objekte mit der Zeit steigern...
Von Anfang an darauf achten, dass euch der Hund in der Wohnung nicht überall hin verfolgt... von Anfang an alleine ins Bad (mit geschlossener Türe), den Müll runterbringen, usw. ...
Konsequenz auch in Bezug auf die Aufmerksamkeit, d.h. überwiegend draußen, drinnen zumindest am Anfang sehr sparsam, bzw. nicht ständig, wenn er es einfordert... sondern wirklich darauf achten, dass er eigentlich keine Erwartungshaltung mehr hat und erst dann zu euch locken zum Streicheln/ Kuscheln. Auf Beschwichtigungssignale achten.
Wenn er draußen bellt, sind es ggf. zu viele Reize... würde erstmal bis ihr den Termin mit dem Hundetrainer habt, in Bögen ausweichen, wenn der Abstand noch so groß ist, dass ihr noch Einfluss habt... darauf achten, dass er nicht lernt, dass er durch das Bellen Erfolg hat, weil die Personen dann weitergehen... wenn ihr keinen Einfluss mehr habt, ist der Abstand zu gering, dann bleibt euch nichts anderes übrig, als entweder einfach kommentarlos weiterzugehen oder, was natürlich sehr schwer in der Situation ist: Fuß auf die Leine, wenn Hund zum Objekt will ggf. mit der Hand an der Brust zurückschieben, Person ansprechen und fragen, ob sie mit euch verweilen oder euch ein Stück begleiten könnte, bis sich euer Hund selbst reguliert hat... wenn der Hund aus dem Ausland in ein relativ belebtes Gebiet gekommen ist, ist das sehr schwer für ihn... dann für die großen Runden/Spaziergänge ggf. erstmal an unbelebte Orte fahren... das geht natürlich nicht immer... dann aber zumindest am Anfang immer der gleichen Weg, bis ihr merkt, dass es besser wird... und Stück für Stück erweitern...
Darauf achten, dass euer Hund nicht der erste ist, der Kontakt zu anderen Personen/ Hunden herstellt, sondern ihr... und dass er nur durch ruhiges Verhalten ans Ziel kommt (also z.B zu den Leuten hinkommt, wenn er sich für sie interessiert oder sie sich entfernen, wenn er sie auf Abstand halten will, wenn er zurück in die Wohnung will...)...