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Mara
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 63
zuletzt 30. März

Gestresster Hund

Hallo ihr lieben, unser kleiner Mokka ist jetzt seit fünf Tagen bei uns. Er ist ein Tierschutzhund aus Griechenland und ca. 5 Monate alt. Eigentlich klappt der Großteil schon besser als ich dachte, er ist schon fast stubenrein, fühlt sich in unserer Nähe wohl und verträgt sein Futter super. Allerdings ist er in der Außenwelt völlig gestresst und überfordert: draußen bellt er absolut jeden und alles an, kann kaum runterfahren und ist dann zu gestresst um sich zu lösen. Es ist ein absoluter Teufelskreis. Gassi gehen möchte er gar nicht, sobald wir draußen sind zieht er wieder nach drinnen und bellt auch hier alles und jeden an. Auch in der Wohnung bellt er oft unkontrolliert, mit oder ohne Trigger. Hatte jemand eine ähnliche Situation und hat ein paar Tipps für mich? Auch wenn er sonst ein totaler Schatz ist, fühle ich mich mit der Situation ziemlich überfordert. 😞
 
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Michi
Beliebteste Antwort
27. März 19:52
Ich würde ihn die nächsten drei Wochen komplett ignorieren, also nicht angucken, ansprechen oder anfassen. Auslastung über Kong, Futtersuche, Schleckmatte, Kauartikel etc. (in Maßen) Nach draußen nur zum Loesen, mehr nicht. Keine Kommandos, kein Schimpfen, kein Training. Wenn möglich, gebt ihm einen abgedunkelten Bereich, ein Zimmer, eine Box, was immer möglich ist, damit ihr erstmal die “Reizzufuhr” runterschraubt. Ignorieren bedeutet in diesem Fall übrigens nicht, dass ihr nicht für den Hund da sein sollt. Wenn er Kontakt sucht, gern, aber nur passiv. Wenn er Angst hat oder gestresst ist, seit ihr halt präsent und strahlt Ruhe aus. Das wirkt auch auf den Hund. Das ist meine Strategie, wenn mal wieder zu viel Aufregung drin ist und das hilft bei uns immer. Es braucht aber Zeit. Wünsche euch viel Freude mit eurem neuen Mitbewohner. 😊
Ignorieren?
Wofür soll das gut sein?
Der Hund braucht Nähe!
Er ist aus seinem Umfeld in eine völlig fremde Situation zu völlig fremden Menschen gekommen.
Und warum abdunkeln usw.?
Er hat doch drinnen überhaupt kein Problem?
Nicht anfassen und ansprechen für 3 Wochen??
Ein kleiner Kerl der gerade die Welt nicht mehr versteht, der soll so behandelt werden ?
 
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Mara
27. März 16:45
Achja: die Hundeschule ist natürlich schon fest eingeplant
 
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Maria
27. März 17:00
Ich würde ihn die nächsten drei Wochen komplett ignorieren, also nicht angucken, ansprechen oder anfassen. Auslastung über Kong, Futtersuche, Schleckmatte, Kauartikel etc. (in Maßen) Nach draußen nur zum Loesen, mehr nicht. Keine Kommandos, kein Schimpfen, kein Training.

Wenn möglich, gebt ihm einen abgedunkelten Bereich, ein Zimmer, eine Box, was immer möglich ist, damit ihr erstmal die “Reizzufuhr” runterschraubt.

Ignorieren bedeutet in diesem Fall übrigens nicht, dass ihr nicht für den Hund da sein sollt. Wenn er Kontakt sucht, gern, aber nur passiv. Wenn er Angst hat oder gestresst ist, seit ihr halt präsent und strahlt Ruhe aus. Das wirkt auch auf den Hund.

Das ist meine Strategie, wenn mal wieder zu viel Aufregung drin ist und das hilft bei uns immer. Es braucht aber Zeit.

Wünsche euch viel Freude mit eurem neuen Mitbewohner. 😊
 
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Silvana
27. März 17:55
Ich würde ihn die nächsten drei Wochen komplett ignorieren, also nicht angucken, ansprechen oder anfassen. Auslastung über Kong, Futtersuche, Schleckmatte, Kauartikel etc. (in Maßen) Nach draußen nur zum Loesen, mehr nicht. Keine Kommandos, kein Schimpfen, kein Training. Wenn möglich, gebt ihm einen abgedunkelten Bereich, ein Zimmer, eine Box, was immer möglich ist, damit ihr erstmal die “Reizzufuhr” runterschraubt. Ignorieren bedeutet in diesem Fall übrigens nicht, dass ihr nicht für den Hund da sein sollt. Wenn er Kontakt sucht, gern, aber nur passiv. Wenn er Angst hat oder gestresst ist, seit ihr halt präsent und strahlt Ruhe aus. Das wirkt auch auf den Hund. Das ist meine Strategie, wenn mal wieder zu viel Aufregung drin ist und das hilft bei uns immer. Es braucht aber Zeit. Wünsche euch viel Freude mit eurem neuen Mitbewohner. 😊
Da wäre ich voll dabei 👍🏻 Er ist ja auch noch gar nicht richtig angekommen. Ich würde, bevor er nicht völlig „ bei euch“ ist , euch vertraut etc. , gar nicht spazieren gehen. Wie Maria sagt, ihn nicht bedrängen und zum Lösen in den Garten. Ich denke, der arme Kerl ist einfach nur völlig überfordert. Ich wünsche euch viel Kraft und alles Gute 👍🏻🍀
 
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Kerstin
27. März 18:15
Seit 5 Tagen bei euch, auch wenn er jung ist,..... Der ist noch gar nicht angekommen. Und wer weiss was er in Griechenland erlebt hat. War er auf der Strasse, oder kam er im Tierheim zur Welt. Strasse ist in Griechenland auch nicht so dölle, tierheim fehlen Reize.
Nach und nach. Und nach 5 Tagen kann ein Hund nicht wirklich auf Kommandos reagieren, die noch gar nicht fest sitzen. Garten, oder kurze Autofahrt ins grüne.
Und dann kommt der Rest. Vielleicht findet ihr n souveränen Hundefreundlich, der Strasse und Co gnaz gechillt nimmt, von dem er sich was angucken kann
 
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Jörg
27. März 18:27
Fünf Monate alt und seit fünf Tagen bei dir. Meinst du nicht das du etwas zu hohe Ansprüche an den Hund stellst? Der muss erstmal euch kennen lernen. Strukturen verstehen und erstmal damit klar kommen. Zu dem müsst ihr dem Hund auch die Kommandos erklären was ihr von ihm wollt. Das wäre genauso als ob man von euch erwartet das ihr in fünf Tagen eine Fremdsprache lernt.
 
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Anneke
27. März 18:30
[Die Antwort hatte sich auf den Thread vor der Bearbeitung bezogen und ist nun obsolet.]
 
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Mara
27. März 19:06
Danke für eure „nett“ gemeinten Tipps, hier spricht tatsächlich nur eine Hundeanfängerin die nach Rat fragt. Mir ist völlig bewusst, dass er Zeit braucht und womöglich nicht ideal ins Leben gestartet ist. Genau deshalb frage ich hier nach Erfahrungsberichten, keine Belehrungen.
 
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Jörg
27. März 19:18
Danke für eure „nett“ gemeinten Tipps, hier spricht tatsächlich nur eine Hundeanfängerin die nach Rat fragt. Mir ist völlig bewusst, dass er Zeit braucht und womöglich nicht ideal ins Leben gestartet ist. Genau deshalb frage ich hier nach Erfahrungsberichten, keine Belehrungen.
Das was hier geschrieben worden ist sind gut gemeinte Ratschläge und keine Belehrung. Kein Mensch kann dir momentan einen besseren Rat geben außer mehr Geduld und Hausregeln erstmal sicher zu stellen. Zb bleib auf deiner Decke wenn es klingelt oder du dich in der Wohnung bewegst. Nicht mit Gewalt sondern durch ruhiges zurück führen. Oder Küche ist Tabu zohne für den Hund. Oder auf die Couch darf der Hund nur mit Erlaubnis. Welche Regeln da für euch Sinn machen musst du selbst entscheiden. Aber bleib ruhig geduldig und konsequent. Mehr geht da momentan nicht. Ihr seid gerade am Anfang.
 
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Karin
27. März 19:51
Hi, das Problem haben sehr viele Hunde aus dem Tierschutz. War bei uns auch nicht anders.
Auf Kommandos hören kann er natürlich nicht weil er sie nicht nach 5 Tagen kennen kann. 🤷‍♀️
Bei Roxy war es sehr hilfreich nur immer die gleiche kleine, kurze Runde zu gehen. Das hilft dem Hund einfach wenn er weiß was ihn draußen erwartet.
Erst wenn du bemerkst das er sicherer wird, die Runden verlängern. Ebenso Rituale und Routinen aufbauen ist sehr wichtig. Du wirst sehen, es wird sicherlich besser werden . Gib ihm Zeit alles zu betrachten und zu begutachten. Bleib geduldig ,und fair , er kennt noch nicht viel und er wird es lernen. Viel loben und belohnen stärkt sein Selbstvertrauen. Am Anfang ist weniger mehr. Der kleine braucht Zeit um alles neue zu verarbeiten. Freu dich daran was bereits gut klappt und hab viel Spaß mit ihm. Das wird schon! 👋
 
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Michi
27. März 19:52
Ich würde ihn die nächsten drei Wochen komplett ignorieren, also nicht angucken, ansprechen oder anfassen. Auslastung über Kong, Futtersuche, Schleckmatte, Kauartikel etc. (in Maßen) Nach draußen nur zum Loesen, mehr nicht. Keine Kommandos, kein Schimpfen, kein Training. Wenn möglich, gebt ihm einen abgedunkelten Bereich, ein Zimmer, eine Box, was immer möglich ist, damit ihr erstmal die “Reizzufuhr” runterschraubt. Ignorieren bedeutet in diesem Fall übrigens nicht, dass ihr nicht für den Hund da sein sollt. Wenn er Kontakt sucht, gern, aber nur passiv. Wenn er Angst hat oder gestresst ist, seit ihr halt präsent und strahlt Ruhe aus. Das wirkt auch auf den Hund. Das ist meine Strategie, wenn mal wieder zu viel Aufregung drin ist und das hilft bei uns immer. Es braucht aber Zeit. Wünsche euch viel Freude mit eurem neuen Mitbewohner. 😊
Ignorieren?
Wofür soll das gut sein?
Der Hund braucht Nähe!
Er ist aus seinem Umfeld in eine völlig fremde Situation zu völlig fremden Menschen gekommen.
Und warum abdunkeln usw.?
Er hat doch drinnen überhaupt kein Problem?
Nicht anfassen und ansprechen für 3 Wochen??
Ein kleiner Kerl der gerade die Welt nicht mehr versteht, der soll so behandelt werden ?