Dringende Erfahrungsberichte gesucht
Hallo zusammen,
ich suche Erfahrungsberichte zu einem besonderen Fall und hoffe auf einen fachlichen Austausch.
Meine Hündin Medina (5 Jahre, nicht sterilisiert) ist mit einer Katze aufgewachsen. Das Kitten wurde von Medina gefunden, war damals ca. zwei Tage alt und wurde von ihr sofort wie ein eigenes Jungtier angenommen. Medina entwickelte Milch in den Gesäugen und begann, das Kitten zu säugen. Uns war bewusst, dass dieses Verhalten zwar für das Kitten hilfreich, für den Hund jedoch gesundheitlich problematisch sein kann, weshalb wir das Säugen nach kurzer Zeit gezielt unterbunden haben.
Trotzdem zeigte Medina nach jeder Läufigkeit eine ausgeprägte Scheinträchtigkeit. Die Katze wuchs im Haushalt auf, war später Freigänger und begleitete uns regelmäßig sogar bei Spaziergängen. Zwischen beiden bestand eine sehr enge Bindung, die deutlich mütterlich geprägt war (Putzen, Bewachen, intensive Nähe).
Am 20. Dezember ist die Katze leider ertrunken. Medina hat den Tod wahrgenommen und sich sichtbar verabschiedet. Seitdem hat sich ihr Zustand deutlich verändert: sie wirkt stark gealtert, ist sehr grau geworden, antriebslos und zeigt eine deutliche Wesensveränderung. Auffällig ist zudem, dass seit dem Tod der Katze keine Scheinträchtigkeit mehr aufgetreten ist.
Zusätzlich entwickelte Medina vor etwa einem Jahr Knoten im Bereich der hinteren Milchleisten. Die erste tierärztliche Einschätzung lautete Mammatumor mit sofortiger OP-Empfehlung. Eine Zweitmeinung ging von einer hormonellen Ursache aus, die sich nach der Läufigkeit zurückbildete, was auch eintrat. Die Geschwister sind gesund, eine Schwester entwickelte jedoch mit fünf Jahren eine Pyometra.
Da Medinas nächste Läufigkeit im Mai zu erwarten ist, stehen aktuell drei Optionen im Raum:
1️⃣ Einmaliger Wurf, anschließend ggf. Sterilisation
2️⃣ Aufnahme einer neuen Katze
3️⃣ Vollständige OP: Sterilisation inkl. Entfernung der Milchleisten
Meine Sorge ist, dass eine Sterilisation Medinas aktuelle depressive Verfassung weiter verschlechtern könnte. Gleichzeitig steht ihre langfristige Gesundheit für mich an oberster Stelle.