Home / Forum / Verhalten & Psychologie / Der Fall "Sam" - Angriff oder missglückter Rettungsversuch?

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Celine
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heute 20:12

Der Fall "Sam" - Angriff oder missglückter Rettungsversuch?

Der aktuelle Fall um den Hund "Sam" wirft bei mir viele Fragen auf. Je mehr ich lese, desto unsicherer werde ich bezüglich des tatsächlichen Tathergangs. In den Medien (die nicht einmal die korrekte Rasse benennen können) ist die Rede davon, dass der Halter an einem Biss ins Gesicht verstarb. Dem steht die Theorie gegenüber, der Hund habe lediglich versucht, sein Herrchen (nach einem medizinischen Notfall) zu "wecken". Wie lässt sich die Schwere der Verletzungen mit einem bloßen Weckversuch vereinbaren? Ab wann schlägt Fürsorge in (unbeabsichtigte) schwere Verletzung um? Auf dem Bild erkennt man schon etwas rosa am weißen Brustzeichen, was für Kontakt mit Blut steht. Die Dobihündin, die bei mir zum Schluss war, lag 2 Tage neben dem toten Besitzer in der Wohnung. Der Besitzer hatte aber keine Spuren von seinem Hund. Das heißt natürlich nicht, dass es bei allen Hunden so sein muss, das ist mir schon klar. Wären aber solche Fälle nicht häufiger/ bekannter? Und vor allem, wenn es zu einem Kampf kam, warum hat niemand was gesehen oder gehört? Der Fall Chico damals, der nachweislich misshandelt wurde und die 2 Menschen getötet hat, hat meiner Meinung nach nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen. Was ist hier anders? Ich bin mir bei dem Thema so unsicher, dass ich mir gar kein Urteil erlauben kann oder will. Dennoch freue ich mich über eure Ansichten und vielleicht auch die ein oder andere fachliche Einschätzung oder auch persönliche Erfahrung😊 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/hund-toetet-halter-rechtsmedizin-bestaetigt-bisse-als-ursache,lohne-122.html
 
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Silvia
heute 20:12
Vielen Dank, dass es diesen Thread hier gibt. Hier wird sich sachlich und ohne rosarote Brille ausgetauscht 👍🏻

Ich habe eben in den Sozialen Medien schon wieder einen aktuellen Post entdeckt, in dem Sam für seinen mit Bravour bestanden Wesenstest in den Himmel gelobt wird. Und die Kommentare unter dem Post könnt ihr euch sicher denken. Kurz zusammengefasst, Sam ist niemals nicht für den Tod seines Halters verantwortlich, denn in der Lügenpresse und den Sozialen Medien steht ja nie die Wahrheit (ähm, aber wie war das doch gleich ... selbst die Angehörigen kommunizieren mittlerweile, dass Sam für den Tod seines Halters verantwortlich ist). Und wenn jemand etwas Anderslautendes postet, wird er direkt als dumm oder Monster beschimpft.

Wenn doch nur alle, die noch immer "Sam ist nicht für den Tod seines Halters verantwortlich!" schreien (posten) 10 € an den Tierschutz spenden würden, käme wenigstens noch etwas Sinnvolles dabei raus 🙄