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Celine
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heute 15:57

Der Fall "Sam" - Angriff oder missglückter Rettungsversuch?

Der aktuelle Fall um den Hund "Sam" wirft bei mir viele Fragen auf. Je mehr ich lese, desto unsicherer werde ich bezüglich des tatsächlichen Tathergangs. In den Medien (die nicht einmal die korrekte Rasse benennen können) ist die Rede davon, dass der Halter an einem Biss ins Gesicht verstarb. Dem steht die Theorie gegenüber, der Hund habe lediglich versucht, sein Herrchen (nach einem medizinischen Notfall) zu "wecken". Wie lässt sich die Schwere der Verletzungen mit einem bloßen Weckversuch vereinbaren? Ab wann schlägt Fürsorge in (unbeabsichtigte) schwere Verletzung um? Auf dem Bild erkennt man schon etwas rosa am weißen Brustzeichen, was für Kontakt mit Blut steht. Die Dobihündin, die bei mir zum Schluss war, lag 2 Tage neben dem toten Besitzer in der Wohnung. Der Besitzer hatte aber keine Spuren von seinem Hund. Das heißt natürlich nicht, dass es bei allen Hunden so sein muss, das ist mir schon klar. Wären aber solche Fälle nicht häufiger/ bekannter? Und vor allem, wenn es zu einem Kampf kam, warum hat niemand was gesehen oder gehört? Der Fall Chico damals, der nachweislich misshandelt wurde und die 2 Menschen getötet hat, hat meiner Meinung nach nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen. Was ist hier anders? Ich bin mir bei dem Thema so unsicher, dass ich mir gar kein Urteil erlauben kann oder will. Dennoch freue ich mich über eure Ansichten und vielleicht auch die ein oder andere fachliche Einschätzung oder auch persönliche Erfahrung😊 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/hund-toetet-halter-rechtsmedizin-bestaetigt-bisse-als-ursache,lohne-122.html
 
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Celine
13. Feb. 21:59
Ich sage ja auch nicht, dass ich das gutheiße. Aber es geht hier ja nicht nur um einen Maulkorb, sondern sicher mittlerweile um 5 stellige Beträge. Da wäre er doch nicht der erste, der versucht da Mithilfe von Unterstützern noch was für sich rauszuschlagen.
Das was ich da lese, sind völlig normale Kosten für einen Hund mit Auflagen.

Wenn ich mir einen Listenhund anschaffe, muss ich mir die „Ausrüstung“, den Tierarzt, den Sachkundenachweis und den möglichen Umbau am Haus (Zaunhöhe etc) selbst finanzieren.

Dann sollte er besser in ein Zuhause, dass alles aus eigener Tasche zahlen kann. Denn ein Hund kostet ein Leben lang.
 
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Sina
13. Feb. 22:05
Das was ich da lese, sind völlig normale Kosten für einen Hund mit Auflagen. Wenn ich mir einen Listenhund anschaffe, muss ich mir die „Ausrüstung“, den Tierarzt, den Sachkundenachweis und den möglichen Umbau am Haus (Zaunhöhe etc) selbst finanzieren. Dann sollte er besser in ein Zuhause, dass alles aus eigener Tasche zahlen kann. Denn ein Hund kostet ein Leben lang.
Ja nur wird keiner einen XL Bully aufnehmen, der einen Menschen totgebissen hat und dafür noch viel Geld zahlen. Also in welches Zuhause soll er?

Der würde im Tierheim verrotten, und bevor die, wie es sonst immer ist, alle Kosten tragen müssen, dann doch lieber irgendwelche fremden Spender aus der Bubble.

Er, bzw die Familie, muss das meiste ja sowieso schon bezahlt haben,
Weder Tierarzt, noch Anwalt etc. werden in Vorleistung gegangen sein und auf die Spenden warten.
Er wird sich einfach erhoffen, davon was zurück zu bekommen.

Wer letztendlich den Maulkorb von Sam bezahlt hat, ist doch das geringste Problem an dieser ganzen Geschichte und mMn überhaupt nicht wichtig.
 
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Sonja
13. Feb. 22:08
Es geht denke ich eher darum, dass er laut seiner Bubble ja das "Opfer" von Medien, Politik, Polizei ist, und der Hund ja völllig ungerechtfertigt dieses Prozedere mit den ganzen Kosten durchlaufen hat. Was in Summe sicher nicht billig war. Da passt so ein Spendenaufruf doch gut dazu. Würde er alles stumm aus eigener Tasche zahlen, könnten es ja manche als Eingeständnis sehen. Bis auf die letzten Zwei Punkte wurde ja offenbar das meiste auch schon bezahlt.
Selbst wenn man das so liest, sehe ich da einen Menschen, der eine ziemlich verschobene Wahrnehmung hat. Ungünstige Voraussetzungen für einen Hund mit dieser Geschichte.
 
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Celine
13. Feb. 22:13
Ja nur wird keiner einen XL Bully aufnehmen, der einen Menschen totgebissen hat und dafür noch viel Geld zahlen. Also in welches Zuhause soll er? Der würde im Tierheim verrotten, und bevor die, wie es sonst immer ist, alle Kosten tragen müssen, dann doch lieber irgendwelche fremden Spender aus der Bubble. Er, bzw die Familie, muss das meiste ja sowieso schon bezahlt haben, Weder Tierarzt, noch Anwalt etc. werden in Vorleistung gegangen sein und auf die Spenden warten. Er wird sich einfach erhoffen, davon was zurück zu bekommen. Wer letztendlich den Maulkorb von Sam bezahlt hat, ist doch das geringste Problem an dieser ganzen Geschichte und mMn überhaupt nicht wichtig.
Wieso er wird doch jetzt wie ein ganz normaler Hund behandelt?
Die Gutachterin empfiehlt ja nur einen Maulkorb. Selbst wenn der Zwang ist, ist dieser fast überall mit Listenhund auch so.

Das ist doch eine freiwillige Leistung. Entweder ich will und kann es mir leisten oder nicht.
Ich verstehe ja, wenn man das Verfahren bzw den Anwalt bezahlt haben möchte. Da gehe ich noch mit aber der Rest?

Man sollte nur so leben, wie es die eigenen finanziellen Verhältnisse ermöglichen.
 
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Celine
13. Feb. 22:30
Außerdem so viele wie Sam sofort haben wollten, wäre der bestimmt traurigerweise wirklich schnell vermittelt worden..während die Tierheime voller Listenhunde sind, die noch nicht einmal auffällig waren.
 
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Sina
13. Feb. 22:33
Außerdem so viele wie Sam sofort haben wollten, wäre der bestimmt traurigerweise wirklich schnell vermittelt worden..während die Tierheime voller Listenhunde sind, die noch nicht einmal auffällig waren.
Die, die ihn haben wollten, sind doch auch nicht ernst zu nehmen, das ist doch das typische Social Media Getue.
Zwischen wirklicher Verantwortung übernehmen und "haben wollen", weil er da auf dem Foto so süß sitzt, liegen ja leider Welten.

Ich glaube auch, dass er nur deshalb zurück zum Bruder vermittelt wurde, weil er sonst gar keine Perspektive gehabt hätte.
Und nicht, weil es soviele andere sachkundige Bewerber gab.
 
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Carola
13. Feb. 22:38
Ihr könnt mich ja jetzt für einen Verschwörungstheoretiker halten aber an dieser ganzen Geschichte gibt es einfach sehr viele Ungereimtheiten: der Vorfall an sich, das Vorgehen der Behörden und dass der Bruder jetzt den Hund bekommt. Entweder es ist ein komplettes behördenversagen oder es ist nicht alles so wie es berichtet wurde.
 
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Celine
13. Feb. 23:08
Die, die ihn haben wollten, sind doch auch nicht ernst zu nehmen, das ist doch das typische Social Media Getue. Zwischen wirklicher Verantwortung übernehmen und "haben wollen", weil er da auf dem Foto so süß sitzt, liegen ja leider Welten. Ich glaube auch, dass er nur deshalb zurück zum Bruder vermittelt wurde, weil er sonst gar keine Perspektive gehabt hätte. Und nicht, weil es soviele andere sachkundige Bewerber gab.
Vielleicht nicht alle aber es haben sich ja auch gewisse Hundeseiten geäußert, die auf mich nicht unseriös wirkten.

Angenommen, er hätte keine Perspektiven gehabt, wäre die Rückkehr in sein altes Umfeld, das nicht einmal die finanziellen Mittel dafür hat, keine ideale Lösung gewesen.
 
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Celine
13. Feb. 23:18
Ihr könnt mich ja jetzt für einen Verschwörungstheoretiker halten aber an dieser ganzen Geschichte gibt es einfach sehr viele Ungereimtheiten: der Vorfall an sich, das Vorgehen der Behörden und dass der Bruder jetzt den Hund bekommt. Entweder es ist ein komplettes behördenversagen oder es ist nicht alles so wie es berichtet wurde.
Egal, ob es Inkompetenz der Behörden ist oder ob Details zurückgehalten werden, das Signal, das hier gesendet wird, ist fatal. Es untergräbt jegliches Vertrauen in Wesentests und die Verhältnismäßigkeit von Gefahrenabwehr. Wenn Gesetze so selektiv angewendet werden, sind sie am Ende wirklich nur noch Papier ohne Wert.

Ich bin froh, dass die Listenhundegruppe in Facebook auch zum überwiegenden Teil schockiert darüber ist.
 
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Lena
14. Feb. 05:37
Ihr könnt mich ja jetzt für einen Verschwörungstheoretiker halten aber an dieser ganzen Geschichte gibt es einfach sehr viele Ungereimtheiten: der Vorfall an sich, das Vorgehen der Behörden und dass der Bruder jetzt den Hund bekommt. Entweder es ist ein komplettes behördenversagen oder es ist nicht alles so wie es berichtet wurde.
Ich kenne nur den hier dargestellten Ablauf, aber soweit ich es mitbekommen habe, handelt es sich doch eh alles nur um irgendwelche Social Media Beiträge- wer weiß schon was tatsächlich wahr ist

(Außer der grundsätzliche Bericht und das er überhaupt zum Wesentests muss)