Home / Forum / Verhalten & Psychologie / Der Fall "Sam" - Angriff oder missglückter Rettungsversuch?

Verfasser-Bild
Celine
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 850
heute 19:03

Der Fall "Sam" - Angriff oder missglückter Rettungsversuch?

Der aktuelle Fall um den Hund "Sam" wirft bei mir viele Fragen auf. Je mehr ich lese, desto unsicherer werde ich bezüglich des tatsächlichen Tathergangs. In den Medien (die nicht einmal die korrekte Rasse benennen können) ist die Rede davon, dass der Halter an einem Biss ins Gesicht verstarb. Dem steht die Theorie gegenüber, der Hund habe lediglich versucht, sein Herrchen (nach einem medizinischen Notfall) zu "wecken". Wie lässt sich die Schwere der Verletzungen mit einem bloßen Weckversuch vereinbaren? Ab wann schlägt Fürsorge in (unbeabsichtigte) schwere Verletzung um? Auf dem Bild erkennt man schon etwas rosa am weißen Brustzeichen, was für Kontakt mit Blut steht. Die Dobihündin, die bei mir zum Schluss war, lag 2 Tage neben dem toten Besitzer in der Wohnung. Der Besitzer hatte aber keine Spuren von seinem Hund. Das heißt natürlich nicht, dass es bei allen Hunden so sein muss, das ist mir schon klar. Wären aber solche Fälle nicht häufiger/ bekannter? Und vor allem, wenn es zu einem Kampf kam, warum hat niemand was gesehen oder gehört? Der Fall Chico damals, der nachweislich misshandelt wurde und die 2 Menschen getötet hat, hat meiner Meinung nach nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen. Was ist hier anders? Ich bin mir bei dem Thema so unsicher, dass ich mir gar kein Urteil erlauben kann oder will. Dennoch freue ich mich über eure Ansichten und vielleicht auch die ein oder andere fachliche Einschätzung oder auch persönliche Erfahrung😊 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/hund-toetet-halter-rechtsmedizin-bestaetigt-bisse-als-ursache,lohne-122.html
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Celine
13. Feb. 17:17
Also er hat quasi jetzt schon kein Geld, um die Auflagen zu erfüllen. Das sind ja tolle Voraussetzungen für eine Hundehaltung. 😅
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Carola
13. Feb. 17:39
Also er hat quasi jetzt schon kein Geld, um die Auflagen zu erfüllen. Das sind ja tolle Voraussetzungen für eine Hundehaltung. 😅
Irgendwie bleibt da ein ziemlich komisches Gefühl. Man kann nur hoffen dass das alles gut geht
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sonja
13. Feb. 21:23
Also er hat quasi jetzt schon kein Geld, um die Auflagen zu erfüllen. Das sind ja tolle Voraussetzungen für eine Hundehaltung. 😅
Irgendwie wieder das typische Klientel... Wohl besser, wenn er dort nicht hin kommt.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Celine
13. Feb. 21:27
Irgendwie wieder das typische Klientel... Wohl besser, wenn er dort nicht hin kommt.
Absolut! Ich kann das gar nicht glauben.
Er kann sich kein Sicherheitsgeschirr, Maulkorb, Sachkundenachweis, tierärztliche Untersuchungen oder die Hundeschule leisten.

Also sorry, so jemand würde bei jedem Tierheim abgelehnt werden.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Celine
13. Feb. 21:28
Irgendwie bleibt da ein ziemlich komisches Gefühl. Man kann nur hoffen dass das alles gut geht
Für mich ist das absolutes behördenversagen..
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sina
13. Feb. 21:37
Absolut! Ich kann das gar nicht glauben. Er kann sich kein Sicherheitsgeschirr, Maulkorb, Sachkundenachweis, tierärztliche Untersuchungen oder die Hundeschule leisten. Also sorry, so jemand würde bei jedem Tierheim abgelehnt werden.
Naja, das kann man daraus jetzt auch nicht schliessen. Er nimmt halt einfach noch was Finanzielles von der medialen Aufmerksamkeit und der Solidaritätswelle mit, ist ja nicht ganz dumm.
Klar wird der sich Geschirr und Maulkorb schon selber leisten können.
Aber gratis ist halt besser.

Letztendlich ist es mir aber auch lieber, wenn es durch freiwillige Spenden bezuschusst wird, als dass das Tierheim wieder alle Kosten tragen muss.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Celine
13. Feb. 21:41
Naja, das kann man daraus jetzt auch nicht schliessen. Er nimmt halt einfach noch was Finanzielles von der medialen Aufmerksamkeit und der Solidaritätswelle mit, ist ja nicht ganz dumm. Klar wird der sich Geschirr und Maulkorb schon selber leisten können. Aber gratis ist halt besser. Letztendlich ist es mir aber auch lieber, wenn es durch freiwillige Spenden bezuschusst wird, als dass das Tierheim wieder alle Kosten tragen muss.
Wäre ja noch egozentrischer, das ganze extra so zu vermarkten, um nichts selber zahlen zu müssen.

Bei jeder Anschaffung eines Tieres muss Geld vorhanden sein.
Hier ist nicht einmal Geld für die Basics vorhanden. Ein Tier sollte man sich nicht nur durch Spenden leisten können..
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sina
13. Feb. 21:45
Wäre ja noch egozentrischer, das ganze extra so zu vermarkten, um nichts selber zahlen zu müssen. Bei jeder Anschaffung eines Tieres muss Geld vorhanden sein. Hier ist nicht einmal Geld für die Basics vorhanden. Ein Tier sollte man sich nicht nur durch Spenden leisten können..
Es geht denke ich eher darum, dass er laut seiner Bubble ja das "Opfer" von Medien, Politik, Polizei ist, und der Hund ja völllig ungerechtfertigt dieses Prozedere mit den ganzen Kosten durchlaufen hat.
Was in Summe sicher nicht billig war.

Da passt so ein Spendenaufruf doch gut dazu.
Würde er alles stumm aus eigener Tasche zahlen, könnten es ja manche als Eingeständnis sehen.

Bis auf die letzten Zwei Punkte wurde ja offenbar das meiste auch schon bezahlt.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Celine
13. Feb. 21:51
Es geht denke ich eher darum, dass er laut seiner Bubble ja das "Opfer" von Medien, Politik, Polizei ist, und der Hund ja völllig ungerechtfertigt dieses Prozedere mit den ganzen Kosten durchlaufen hat. Was in Summe sicher nicht billig war. Da passt so ein Spendenaufruf doch gut dazu. Würde er alles stumm aus eigener Tasche zahlen, könnten es ja manche als Eingeständnis sehen. Bis auf die letzten Zwei Punkte wurde ja offenbar das meiste auch schon bezahlt.
Wieso Eingeständnis?
Ich sehe es so. Er will einen Hund mit Auflagen adoptieren aber hat nicht die finanziellen Mittel dafür.

Ich würde auch gerne einen dritten Hund retten aber durch Spenden, ist es der falsche Weg.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sina
13. Feb. 21:56
Wieso Eingeständnis? Ich sehe es so. Er will einen Hund mit Auflagen adoptieren aber hat nicht die finanziellen Mittel dafür. Ich würde auch gerne einen dritten Hund retten aber durch Spenden, ist es der falsche Weg.
Ich sage ja auch nicht, dass ich das gutheiße. Aber es geht hier ja nicht nur um einen Maulkorb, sondern sicher mittlerweile um 5 stellige Beträge.

Da wäre er doch nicht der erste, der versucht da Mithilfe von Unterstützern noch was für sich rauszuschlagen.