Eine gewisse Dramatisierung findet hier gerade schon statt.
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Hund einen Menschen in Deutschland tötet ist extrem gering. Wir haben über 10 Millionen Hunde und es werden durschnittlich ca. 3 bis 4 Menschen im Jahr durch einen Hundeangriff getötet. Das heißt, dass ca. 0,00003 % der Hunde einen Menschen töten. Das ist so selten, dass es als eine Anomalie betrachtet werden kann.
Mehr Menschen streben jährlich, weil sie vom Blitz getroffen werden und weitaus mehr jährlich an Wespenstichen.
Die Zahl der tödlichen Angriffe bleibt über viele Jahre im Durchschnitt gleich (es gibt Statistiken von 1989 bis 2023, die keinen ungewöhnlichen Anstieg in den letzten Jahren zeigen). Die Anzahl an Hunden steigt aber stetig.
Man kann also davon ausgehen, dass wir sehr nah am "Restrisiko" sind, dass sich durch nichts vermeiden lässt. Auch nicht durch Hundeführerschein, Wesenstest usw.
Das sind jetzt einfach harte, sachliche Fakten. Emotional ist natürlich jeder Fall eine Tragödie.
Aber der Aufruf zum Aktionismus und Überregulation wird mit allergrößter Wahrscheinlichkeit überhaupt nichts ändern.
Dass ein Hund einen Menschen, und vor allem den eigenen Menschen tötet, ist eine Anomalie. Die Hunde, die im Keller leben und misshandelt werden, werden druch all die Maßnahmen eh nicht erfasst und die Hunde, die unauffällig sind und aus Gründen, die man nie herausfinden wird, plötzlich töten bestehen davor jeden Führerschein und Wesenstest.
Das ist richtig aber ich persönlich finde Beißvorfälle ohne Todesfolge auch schon ausreichend und davon gibt es leider nicht gerade wenige.