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Celine
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zuletzt 1. Apr.

Der Fall "Sam" - Angriff oder missglückter Rettungsversuch?

Der aktuelle Fall um den Hund "Sam" wirft bei mir viele Fragen auf. Je mehr ich lese, desto unsicherer werde ich bezüglich des tatsächlichen Tathergangs. In den Medien (die nicht einmal die korrekte Rasse benennen können) ist die Rede davon, dass der Halter an einem Biss ins Gesicht verstarb. Dem steht die Theorie gegenüber, der Hund habe lediglich versucht, sein Herrchen (nach einem medizinischen Notfall) zu "wecken". Wie lässt sich die Schwere der Verletzungen mit einem bloßen Weckversuch vereinbaren? Ab wann schlägt Fürsorge in (unbeabsichtigte) schwere Verletzung um? Auf dem Bild erkennt man schon etwas rosa am weißen Brustzeichen, was für Kontakt mit Blut steht. Die Dobihündin, die bei mir zum Schluss war, lag 2 Tage neben dem toten Besitzer in der Wohnung. Der Besitzer hatte aber keine Spuren von seinem Hund. Das heißt natürlich nicht, dass es bei allen Hunden so sein muss, das ist mir schon klar. Wären aber solche Fälle nicht häufiger/ bekannter? Und vor allem, wenn es zu einem Kampf kam, warum hat niemand was gesehen oder gehört? Der Fall Chico damals, der nachweislich misshandelt wurde und die 2 Menschen getötet hat, hat meiner Meinung nach nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen. Was ist hier anders? Ich bin mir bei dem Thema so unsicher, dass ich mir gar kein Urteil erlauben kann oder will. Dennoch freue ich mich über eure Ansichten und vielleicht auch die ein oder andere fachliche Einschätzung oder auch persönliche Erfahrung😊 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/hund-toetet-halter-rechtsmedizin-bestaetigt-bisse-als-ursache,lohne-122.html
 
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Celine
31. März 19:13
Na, da kann die Fanbase doch nun mal dafür einstehen und nicht nur Sam, sondern gleich dem Bruder ein neues Heim vermitteln. Am besten eine Wohnung im eigenen Haus, damit man sich täglich überzeugen kann, was für eine liebe Schmusebacke Sam doch ist, und was für ein kompetenter neuer Halter der Bruder ist. Ich frage mich, was die Motivation solcher Menschen ist. Geld erschleichen ist es ja wohl nicht allein, bei dem Freund triggert wahrscheinlich die Social Media Aufmerksamkeit auch, daß viel Dopamin das Hirn flutet. Ich dachte, ich sei ein toleranter und vorurteilsfreier Mensch, aber wenn ich so eine Person derart reden höre, dann gehen einige Alarmleuchten bei mir an...
Ich frage mich auch warum Daniel, also der, der den Hund übernehmen will nicht für sich sprechen kann. Es spricht immer nur der Kumpel im Namen von Daniel..auch das finde ich suspekt.
 
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Lou
31. März 19:13
Wer weiß wie sehr ihm, also dem Bruder, das vielleicht auch eingeredet wurde von den Leuten, die das alles so öffentlich gemacht haben bei Instagram etc. Kann mir vorstellen, dass da evtl auch irgendwie Druck entstanden ist. Vielleicht mag man nicht zugeben, dass man das doch nicht schafft. Aber alles nur Überlegungen.. Glaube auf jeden Fall nicht, dass es eine gute Idee ist.
Man hört ja nunmal immer nur die Freunde sprechen. Ist ja auch eigentlich okay, wenn man sich dazu nicht äußern will. Ist halt alles nur etwas fragwürdig mit den Spenden etc.
 
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wolf
31. März 21:41
Die Frage ist dann aber wie groß ist die Fangemeinde im Wohnort😅. Ich würde den Hund nicht hier im Ort haben wollen.
Tja, die Fanbase hat dann eine starke Meinung, wenn es eine gute Distanz gibt. Vor Ort werden bestimmt Giftköder und andere Dinge von wahrscheinlich teils den gleichen Personen geworfen.
 
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Irene
1. Apr. 08:07
Ja, schwer zu sagen. Ich habe zu dem Thema auch eine Aussage eines Gerichtsmediziners gelesen. Er meint, dass es überhaupt nicht ungewöhnlich ist, dass Menschen Bissverletzungen haben, die aufgrund eines natürlichen Todes im Beisein ihres Hundes gestorben sind. Der Hund versucht zu wecken; erst mit Anstupsen, dann auch mit Einsatz der Zähne. Ob die Bissverletzungen Post mortem entanden sind, erkennt man dann wohl nur, wenn etwas Zeit vergangen ist. Wenn das falsch interpretiert wurde, hilft natürlich weder DNA noch Gebissabdruck. Aber generell kann der Hund es genauso gut gewesen sein, auch wenn er überhaupt nie aggressiv, und der Besitzer sachkundig war. Fehlgeleitetes Beutefangverhalten zB durch einen Sturz des Besitzers. Oder ausgelöst durch gesundheitliche Probleme, wie zB Hirntumor.
Hirntumor war bei einem Bekannten seinem Bernhardiner der Fall. Der hat ihn beim Spaziergang urplötzlich angegriffen und sehr schwer verletzt. Er war wochenlang im Krankenhaus und hat tiefe Narben davongetragen. Sekunden danach war der Hund wieder lammfromm. Er wurde eingeschläfert und obduziert, …er hatte einen Gehirntumor!
 
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Katrin
1. Apr. 08:08
Hirntumor war bei einem Bekannten seinem Bernhardiner der Fall. Der hat ihn beim Spaziergang urplötzlich angegriffen und sehr schwer verletzt. Er war wochenlang im Krankenhaus und hat tiefe Narben davongetragen. Sekunden danach war der Hund wieder lammfromm. Er wurde eingeschläfert und obduziert, …er hatte einen Gehirntumor!
Sam wurde deswegen ja medizinisch durchgecheckt. Er ist gesund.
 
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wolf
1. Apr. 08:19
Sam wurde deswegen ja medizinisch durchgecheckt. Er ist gesund.
Wurde ein MRT gemacht? Wer hat das bezahlt?
 
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Katrin
1. Apr. 08:22
Wurde ein MRT gemacht? Wer hat das bezahlt?
Ich weiß nur das man medizinische Untersuchungen durchgeführt hat um Schilddrüsenprobleme, Tumore etc auszuschließen. Welche das genau waren weiß ich nicht.
 
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Katja
1. Apr. 08:23
Wurde ein MRT gemacht? Wer hat das bezahlt?
Ich habe gelesen, dass ein CT gemacht wurde.
 
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Lou
1. Apr. 08:27
Wurde ein MRT gemacht? Wer hat das bezahlt?
dachte das alles wurde dann quasi mit den Spenden finanziert, bin mir aber nicht sicher.
 
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Lena
1. Apr. 08:48
dachte das alles wurde dann quasi mit den Spenden finanziert, bin mir aber nicht sicher.
Da das angeordnete Untersuchungen waren und keine freiwilligen, wird das der Steuerzahler bezahlt haben, ggf. wird das Geld zurückgefordert.