Home / Forum / Verhalten & Psychologie / Der Fall "Sam" - Angriff oder missglückter Rettungsversuch?

Verfasser-Bild
Celine
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 1056
zuletzt 1. Apr.

Der Fall "Sam" - Angriff oder missglückter Rettungsversuch?

Der aktuelle Fall um den Hund "Sam" wirft bei mir viele Fragen auf. Je mehr ich lese, desto unsicherer werde ich bezüglich des tatsächlichen Tathergangs. In den Medien (die nicht einmal die korrekte Rasse benennen können) ist die Rede davon, dass der Halter an einem Biss ins Gesicht verstarb. Dem steht die Theorie gegenüber, der Hund habe lediglich versucht, sein Herrchen (nach einem medizinischen Notfall) zu "wecken". Wie lässt sich die Schwere der Verletzungen mit einem bloßen Weckversuch vereinbaren? Ab wann schlägt Fürsorge in (unbeabsichtigte) schwere Verletzung um? Auf dem Bild erkennt man schon etwas rosa am weißen Brustzeichen, was für Kontakt mit Blut steht. Die Dobihündin, die bei mir zum Schluss war, lag 2 Tage neben dem toten Besitzer in der Wohnung. Der Besitzer hatte aber keine Spuren von seinem Hund. Das heißt natürlich nicht, dass es bei allen Hunden so sein muss, das ist mir schon klar. Wären aber solche Fälle nicht häufiger/ bekannter? Und vor allem, wenn es zu einem Kampf kam, warum hat niemand was gesehen oder gehört? Der Fall Chico damals, der nachweislich misshandelt wurde und die 2 Menschen getötet hat, hat meiner Meinung nach nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen. Was ist hier anders? Ich bin mir bei dem Thema so unsicher, dass ich mir gar kein Urteil erlauben kann oder will. Dennoch freue ich mich über eure Ansichten und vielleicht auch die ein oder andere fachliche Einschätzung oder auch persönliche Erfahrung😊 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/hund-toetet-halter-rechtsmedizin-bestaetigt-bisse-als-ursache,lohne-122.html
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Celine
31. März 14:55
Ich kann nur hoffen das diejenigen die für die Vermittlung zuständig sind sich nicht auf den Bruder versteifen sondern den Hund auch zu jemanden geben würden der bereits die idealen Bedingungen hat. Das Interesse an dem Tier dürfte aber gering sein. Das kann man der Nachbarschaft einfach nicht zumuten.
Ich stelle mir das auch für die Eltern schlimm vor.
Wenn der Hund in der Ortschaft bleibt, werden sie einfach täglich mit diesem Hund konfrontiert und damit, dass dieser Hund ihren Sohn getötet hat.
 
Beitrag-Verfasser
Lena
31. März 15:24
Es ist echt krass. Und die Fanbase lügt sich eine Welt zusammen. Angeblich sei der Hund ja schon längst beim Bruder. 😅 Kaum brauchen die wieder Unterstützung sollen andere wieder helfen. Erst Geld, jetzt eine Wohnung und danach braucht er bestimmt wieder Geld für Kaution und Wohneinrichtung. 😅 Wobei man erstmal einen Vermieter finden muss, der einen Listenhund erlaubt, der bereits einen Menschen getötet hat.
Ist doch ne intelligente Masche, da finanzieren einem andere den Auszug, Möbel etc. für ein paar „Infos“ zum Hund- ggf. mit ein paar gestellten Bilder mit einem ähnlichen Hund und schon hat er sein Ziel erreicht.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Silvia
31. März 16:18
Mich hatte bei der Spendenaktion damals schon sehr irritiert, dass man sogar für einen Maulkorb spenden sollte. Nur mal als Randbemerkung:
Eigentlich sollte jeder Hund (für den Notfall) einen Maulkorb besitzen. Bei mir hat sogar der 6 kg Zwerg, der im Rolli hockt, einen Maulkorb.

So hart es klingt, wenn die finanziellen Mittel selbst für die einfachsten Dinge nicht vorhanden sind, sollte man sich eingestehen, dass man, auch wenn man das Tier wirklich liebt, nicht der geeignete Halter ist.

Ich spinne mal weiter, sollte er mittels "Fanbase" zu einer Wohnung und Sam kommen, wie geht es dann weiter? Wer kommt für die laufenden Kosten auf? Steuer, Versicherung, Tierarzt und vor allem Futter. Aufgrund Sams Körperbau geht da eine Menge rein. Darf dann wieder die Fanbase einspringen? Und wie bekommt er Sam und Arbeitengehen unter einem Hut? Hockt der Hund dann mal bis zu 10 Stunden alleine in der Wohnung? Mal eben den Nachbarn fragen, ob er tagsüber mit Sam Gassi geht ist in dem Fall ja komplett ausgeschlossen.

Wenn er bislang bei den Eltern gewohnt hat, dann müsste er zukünftig auch noch für die Miete aufkommen. Wie soll das gehen, wenn man jetzt wieder daran denkt, dass nicht einmal die finanziellen Mittel für ein Maulkorb vorhanden waren?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Celine
31. März 17:26
Vor allem verstehe ich nicht, wie man in dem Alter bei seinen Eltern leben kann ohne entsprechende Ersparnisse gesammelt zu haben?
Der hat ja scheinbar gar nichts, wenn für alles gespendet werden muss.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
31. März 17:30
Vor allem verstehe ich nicht, wie man in dem Alter bei seinen Eltern leben kann ohne entsprechende Ersparnisse gesammelt zu haben? Der hat ja scheinbar gar nichts, wenn für alles gespendet werden muss.
Wie alt ist er eigentlich?

Mein Großer denkt auch nicht dran hier auszuziehen, im Gegenteil, der plant den Umbau unseres Anbaus zu Wohnraum😅. Vielleicht war es dort ja ähnlich.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Celine
31. März 17:33
Wie alt ist er eigentlich? Mein Großer denkt auch nicht dran hier auszuziehen, im Gegenteil, der plant den Umbau unseres Anbaus zu Wohnraum😅. Vielleicht war es dort ja ähnlich.
Er sieht auf jeden fall eher aus wie 30 oder älter. 😅
Aber ich finde es eher komisch, dass man solange Zuhause wohnt und nicht ein bisschen Rücklagen hat? Nicht für die Ausstattung eines Hundes oder Geld für Auflagen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
31. März 17:36
Er sieht auf jeden fall eher aus wie 30 oder älter. 😅 Aber ich finde es eher komisch, dass man solange Zuhause wohnt und nicht ein bisschen Rücklagen hat? Nicht für die Ausstattung eines Hundes oder Geld für Auflagen.
Okay also mit 30 sollte das Konto eigentlich genug hergeben. Meiner wird 20 und hat sich schon sehr gut was zusammengespart seit seinem Abi letztes Jahr.

Geht der denn arbeiten?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Celine
31. März 18:39
Okay also mit 30 sollte das Konto eigentlich genug hergeben. Meiner wird 20 und hat sich schon sehr gut was zusammengespart seit seinem Abi letztes Jahr. Geht der denn arbeiten?
Ja eben, wenn man von Zuhause nicht auszieht, kann man wunderbar sparen..das ist ja schon ein Privileg.

Das weiß ich nicht 🤷🏻‍♀️
 
Beitrag-Verfasser-Bild
wolf
31. März 18:42
Es ist echt krass. Und die Fanbase lügt sich eine Welt zusammen. Angeblich sei der Hund ja schon längst beim Bruder. 😅 Kaum brauchen die wieder Unterstützung sollen andere wieder helfen. Erst Geld, jetzt eine Wohnung und danach braucht er bestimmt wieder Geld für Kaution und Wohneinrichtung. 😅 Wobei man erstmal einen Vermieter finden muss, der einen Listenhund erlaubt, der bereits einen Menschen getötet hat.
Na, da kann die Fanbase doch nun mal dafür einstehen und nicht nur Sam, sondern gleich dem Bruder ein neues Heim vermitteln. Am besten eine Wohnung im eigenen Haus, damit man sich täglich überzeugen kann, was für eine liebe Schmusebacke Sam doch ist, und was für ein kompetenter neuer Halter der Bruder ist.
Ich frage mich, was die Motivation solcher Menschen ist. Geld erschleichen ist es ja wohl nicht allein, bei dem Freund triggert wahrscheinlich die Social Media Aufmerksamkeit auch, daß viel Dopamin das Hirn flutet.
Ich dachte, ich sei ein toleranter und vorurteilsfreier Mensch, aber wenn ich so eine Person derart reden höre, dann gehen einige Alarmleuchten bei mir an...
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
31. März 19:06
Na, da kann die Fanbase doch nun mal dafür einstehen und nicht nur Sam, sondern gleich dem Bruder ein neues Heim vermitteln. Am besten eine Wohnung im eigenen Haus, damit man sich täglich überzeugen kann, was für eine liebe Schmusebacke Sam doch ist, und was für ein kompetenter neuer Halter der Bruder ist. Ich frage mich, was die Motivation solcher Menschen ist. Geld erschleichen ist es ja wohl nicht allein, bei dem Freund triggert wahrscheinlich die Social Media Aufmerksamkeit auch, daß viel Dopamin das Hirn flutet. Ich dachte, ich sei ein toleranter und vorurteilsfreier Mensch, aber wenn ich so eine Person derart reden höre, dann gehen einige Alarmleuchten bei mir an...
Die Frage ist dann aber wie groß ist die Fangemeinde im Wohnort😅. Ich würde den Hund nicht hier im Ort haben wollen.